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Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Mach dir mal keinen Kopf j-d-s, ob du hinfährst wird in den Gebieten nicht über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Zielgruppe sind da eher weniger die WC-Wasserhahn-Trinker.
 
In der Schweiz würde ich jederzeit bedenkenlos Wasser aus dem Kran auch auf dem WC trinken. Ausser, wenn explizit davor gewarnt wird. Und vielleicht nicht unbedingt im Tessin. Aber das ist ja auch schon mantal mehr Italien als Schweiz. :wink:

Bis zum Herbst haben sicherlich auch die Italiener ihre Preise auf der Homepage. Ich bin schon gespannt wie das läuft, wenn ein Teil des gemeinsamen Skigebiets die Tickets nur noch per Lotterie verkauft und der andere das gleiche Ticket zum Festpreis. Wobei Cervinia seit jeher auch Saisonzeiten kennt. Obwohl die Anfang Dezember bei entsprechender Witterung fast im Vollbetrieb starten während man auf Zermatter Seite erst mal noch sorgfältig jede Schneeflocke einzeln kämmt, bevor man die Pisten für den Publikumsverkehr freigibt.
 
eMGee schrieb:
Mach dir mal keinen Kopf j-d-s, ob du hinfährst wird in den Gebieten nicht über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Zielgruppe sind da eher weniger die WC-Wasserhahn-Trinker.

In den Alpen ist Leitungswasser von Einwandfreier Qualität und nicht zu beanstanden, was hast du eigentlich dagegen?

Die Getränkepreise in der Gastronomie sind übrigens meist das 10- bis 20-fache des Einzelhandelspreises, und so Leid es mir tut, ich zahle prinzipiell niemals für irgendwas 10-mal mehr als es eigentlich kostet.
 
Wo ist die Rede davon, dass ich etwas dagegen hätte? Leben und leben lassen...
Es ging mir lediglich um die gemeine Klientel der genannten Schweizer Skigebiete, die sich tendenziell eher ne Flasche Wein für 100 CHF mittags nehmen, wie ein Wasser vom Hahn.

Und @Neusser: Das Wasser ist tadellos. So gut sogar, dass es schlaue Köpfe in entsprechenden Hütten als Hauswasser in netten Fläschchen für teures Geld verkaufen. Hund sans scho, die Schweizer...
 
Es ist immer wieder rührend zu sehen, dass die Leistungsanbieter keine Kosten und Mühen scheuen, ihren Kunden die Liftkarten noch günstiger zu verkaufen. Und um ihre Kunde nicht zu beschämen, scheut man auch nicht davor zurück, die Ersparnis bestmöglichst hinter intransparenten Algorithmen zu verstecken, damit die Kunden kein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie die praktisch zum Selbstkostenpreis verschenkten Tickets erwerben. Sogar für das überflüssig werdende Kassenpersonal ist gesorgt, die arbeiten künftig in der Würfelbude der Softwareschmiede oder als Wartungstechniker bei den Bergbahnen. Beartung und persönlichen Kontakt für die Kunden gibt es dann per App aufs Smartphone.

Wer Irnoie findet, der darf sie behalten :wink:
 
ski-chrigel schrieb:

Na da haben wir aber aus den internen Überlegungen der Bergbahngesellschaften ganz anderes gehört. Abwälzung des Wetterrisikos auf den Kunden, Einnahmenoptimierung usw.

Wer ernsthaft glaubt dass dynamische Preise zu einer Preissenkung führen, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Das sind Kapitalunternehmen, die wollen Gewinn machen, und wenn man Werbewirksam 10% Rabatt gewähren würde auf den Normalpreis würde man damit Kunden gewinnen, so ist das eher spekulativ. Man sieht es ja auch bei Saas-Fee/Magic Pass vs. Andermatt... wer hat da viel mehr Kunden gewonnen? :rolleyes:

Bei Andermatt kann man übrigens völlig Zweifelsfrei belegen dass es KEINE Preisreduktion war. Und bei St. Moritz und Zermatt werden wir das auch genau im Auge haben. Die ursprünglichen Preise kann man ja nicht verstecken, die bleiben bekannt.

Und nachdem beide jetzt um die Preiskrone streiten - beide wollen ja Preise über 100 Franken aufrufen - ist ne Preisreduktion Fake News.
 
Mag bei grossen Unternehmen vielleicht so sein. Bei Bahnbetrieben wie Tschiertschen glaube ich es ihnen sofort, ohne an den Weihnachtsmann zu glauben. Auch in meiner Branche wäre das so.
 
beide wollen ja Preise über 100 Franken aufrufen
Bei einem der genannten wurde die Möglichkeit einer dreistellige Zahl erwähnt, beim anderen hingegen nicht überhaupt nichts. Somit ist deine Geschichte vorerst mal Fake News, wobei auch ich die Befürchtung habe dass es dann doch Wahrheit wird.

Bei Andermatt kann man übrigens völlig Zweifelsfrei belegen dass es KEINE Preisreduktion war.
Auch das ist mehr oder weniger Fake News, denn ohne das neue Preismodell hatte es wegen der doch recht grossen Skigebietserweiterung dort an 90% der Betriebstagen einen Preis gegeben der höher gewesen wäre als der Dynamische. Ok, an den restlichen 10% der Betriebstagen war es für die Kurzentschlossenen ca. 4,5% teurer. Das sind Werte wo zu verkraften sind.

Auf meinen Aufruf hin etwas mehr konkretes über die Preispolitik der Betrieber in Nordamerika zu erfahren gab es leider nur sehr wenige konkrete Infprmationen. Schade.
Ob Vail nun 160 oder 180 Dollar an der Tageskasse verlangt geht sowieso jedem am Arsch vorbei den der Prozentsatz der dort an der Tageskasse kauft dürft mi 0,0 beginnen.
Ich kann mich im übrigen grad nicht entscheiden was gegenüber dem Kunden gemeiner ist: Keinen Maximalpreis angeben oder einen 200% Mondpreis angeben.
 
Theo schrieb:
beide wollen ja Preise über 100 Franken aufrufen
Bei einem der genannten wurde die Möglichkeit einer dreistellige Zahl erwähnt, beim anderen hingegen nicht überhaupt nichts. Somit ist deine Geschichte vorerst mal Fake News, wobei auch ich die Befürchtung habe dass es dann doch Wahrheit wird.

Siehe: https://www.matterhornparadise.ch/pdf/tarife/b2c-kommunikation_dynamic-pricing_04.07.2018.pdf

Nachdem sie bereits jetzt bei 92 Franken sind, braucht es nicht viel Phantasie, damit "etwas" höhere Preise im dreistelligen Bereich landen.

Bei Andermatt kann man übrigens völlig Zweifelsfrei belegen dass es KEINE Preisreduktion war.
Auch das ist mehr oder weniger Fake News, denn ohne das neue Preismodell hatte es wegen der doch recht grossen Skigebietserweiterung dort an 90% der Betriebstagen einen Preis gegeben der höher gewesen wäre als der Dynamische. Ok, an den restlichen 10% der Betriebstagen war es für die Kurzentschlossenen ca. 4,5% teurer. Das sind Werte wo zu verkraften sind.

Es ist eher Fake News wenn du eine spekulative Preiserhöhung wegen der Verbindungsbahnen rausrechnest und als "nicht-Preiserhöhung" siehst.

Die einzige Faktenbasierte Grundlage ist der Preis der Saison von 16/17, der in Andermatt bei 58 Franken lag. Da hat man für Tageskarten (und zwar natürlich welche an der Kasse, wie eben 16/17 auch) sicher an den meisten Tagen dieses Jahr mehr bezahlt.
 
Der Tageskartenpreis lag 2016/17 bei 60.-
 
j-d-s schrieb:
Die einzige Faktenbasierte Grundlage ist der Preis der Saison von 16/17, der in Andermatt bei 58 Franken lag. Da hat man für Tageskarten (und zwar natürlich welche an der Kasse, wie eben 16/17 auch) sicher an den meisten Tagen dieses Jahr mehr bezahlt.
Von wegen faktenbasiert. Deine Unwahrheiten werden durch ständige Wiederholung auch nicht richtiger... Fakt ist, dass der höchste je verlangte Preis 68.- war. Und das nicht allzu oft. Öfters mal waren es 61.- und 63.-. Ich habe es leider statistisch nicht erfasst, aber ich würde wetten, dass die vielen Tage mit 37.- (vor allem an Wochentagen und von denen gibt es ja bekanntlich mehr als Wochenenden), 48.- und 53.- den Tageschnitt unter den Vorjahrespreis von 60.- drücken. Zehn Tage à 10.- waren ja auch noch dabei.
Vielleicht könnte man dies irgendwie in Erfahrung bringen? Ob es sich für die Bahnen unter dem Strich wirklich gelohnt hat, wäre auch noch spannend zu wissen.
 
ski-chrigel schrieb:
Ich habe es leider statistisch nicht erfasst, aber ich würde wetten, dass die vielen Tage mit 37.- (vor allem an Wochentagen und von denen gibt es ja bekanntlich mehr als Wochenenden) und 53.- den Tageschnitt unter den Vorjahrespreis von 60.- drücken. Zehn Tage à 10.- waren ja auch noch dabei.
Vielleicht könnte man dies irgendwie in Erfahrung bringen?
Aus meiner Sicht ist nicht die Anzahl der Tage relevant, an denen ein Ticket zu einem Preis X verkauft wird, sondern die Zahl der Skifahrer, die zu dem Preis ein Ticket erworben haben. Alles andere wäre wie der Eintritt im Freibad an einem trüben Herbsttag für 1 €. Sicher ein toller Marketinggag, nur leider mangels Nachfrage praktisch ohne Relevanz.

Relevanz ist das Stichwort. Es wird oft vergessen, Zahlen in einen relevanten Bezug zu setzen. Gerade in der heutigen Zeit wird gerne mit solchen Methoden manipuliert. Beispielsweise behauptete ein Lobbyist der Mineralölwirtschaft bei der Diskussion um schwankende Spritpreise, man habe den Preis für Benzin an den Tankstellen viel häufiger gesenkt als angehoben. Dabei hat er verschwiegen, dass es oft eine deftige Erhöhung um bis zu 20 Cent ist, der dann Preisreduktionen in Centschritten folgen. Und selbstverständlich ist der Preis dann am höchsten, wenn die meisten Autofahrer gerade auf dem Weg von oder zur Arbeit sind.

Ich empfinde es als Verlust von Lebensqualität, dass ich mich überhaupt mit so einem Thema auseinandersetzen muss. Ohne dynamic pricing kann ich mich frei nach Wetter und Schneelage entscheiden, ob und wann ich fahre. Mit dynamic pricing soll mir von den Bergbahnen ein Kaufverhalten aufgenötigt werden, welches meinen eigenen Interessen zuwiderlaufen kann. So eine Gängelung und Bevormundung lehne ich schon aus Prinzip ab. Es gibt sachlich überhaupt keinen Grund, von dem bewährten System mit festen Saisonpreisen abzurücken. Da kann das Marketing noch so viele Euphemismen aus dem Bullshit-Bingo bemühen.

Mich würde mal interessieren, wie hier die Resonanz wäre, wenn die Preise für den ÖPNV nach Tageszeit und Nachfrage schwanken würden. Viele Nutzer sind nun mal darauf angewiesen, morgens zur Arbeit und Abends nach Hause zu fahren. Arbeitsbeginn und -ende werden durch den Arbeitgeber bestimmt. All die tollen Marketingfloskeln welche uns auf Hochglanzbroschüren präsentiert werden passen auch zu 100% auf die Preise für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
 
Ich wusste, dass diese Antwort kommt. Logisch, unter dem Strich soll es sich für die Bahn lohnen. Das ist ja der Sinn der Sache. Tiefpreisige Tage sollen mehr Kunden anlocken, als wenn immer 60.- verlangt werden. Und an den starken Tagen wird (m.E.) massvoll mehr pro Person verdient.
Trotzdem wäre es interessant zu wissen, wo der Tageskartendurchschnittspreis lag.

Du musst Dich damit auch gar nicht auseinandersetzen. Viele werden es auch nicht tun, sondern einfach das bezahlen, was tagesaktuell grad angeschlagen ist. Aber man kann...

Dynamische Preise sind doch längst überall schon angekommen. Auch im ÖV. Du kennst offenbar die Sparbillete der SBB nicht? Da bekommst Du ausserhalb der Rushhour gute Rabatte. Ist nichts anderes.
Oder auch Roadpricing geht in die Richtung.
All das sind (mE. sinnvolle) Wege, um unsere Mobilität der bei zu grossen Zahl an Menschen etwas zu steuern.
 
Ich wusste, dass diese Antwort kommt. :mrgreen:

Ich sprach von ÖPNV, Du redest von ÖV. Das PN macht den Unterschied aus, denn viele Nutzer des ÖPNV haben keine Chance, auf betriebsschwache Zeiten auszuweichen. Rabatte für Rentner (gültig ab 9:00) gab es dort auch schon immer.

Aus meiner Sicht interessiert mich der durchschnittliche Preis pro verkauftem Ticket mehr, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, ob und in wie weit dynamic pricinig heimlich unterm Strich zu einer Preiserhöhung führt. Als Pilot solltest Du wissen, dass nicht die absolute Flughöhe entscheidend ist, sondern die Höhe über Grund. :wink:

Wie sieht es denn nun in Deutschland, Österreich oder Italien aus? Stellen die Skigebiete dort auch schon auf Ticketlotterie um, oder kann ich dort meinen Urlaub weiter frei von künstlichen Sachzwängen planen?
 
NeusserGletscher schrieb:
Ich sprach von ÖPNV, Du redest von ÖV. Das PN macht den Unterschied aus, denn viele Nutzer des ÖPNV haben keine Chance, auf betriebsschwache Zeiten auszuweichen. Rabatte für Rentner (gültig ab 9:00) gab es dort auch schon immer.
Es gibt auch Sparbillete für den ÖPNV. (In der Schweiz, oder zumindest in meinem Umfeld, ist die Abkürzung ÖPNV nicht gebräuchlich, man spricht immer von ÖV).
Ob Leute auf betriebsschwachere Tage ausweichen können oder nicht, interessiert hier nicht. Geschäftsleute müssen auch die teuren Flüge nehmen. Familien mit Schulkindern müssen auch an Wochenenden skifahren. Etc. Aber es gibt eben die Gruppen, die ausweichen KÖNNEN, und genau die will man mit dynamischen Preisen lenken. Mich nervt es immer wieder, wenn Pensionierte unbedingt um 7.30 im Zug sitzen müssen, obwohl sie genau so gut um 8.30 gehen könnten. Genau das will man (ua.) mit dieser Preisdifferenzierung ja verbessern, auch auf der Skipiste.

Die Schweiz ist hier (vermutlich wegen äusserer Zwänge wie Euroschwäche ua.) ziemlich viel weiter als AT, DE und IT. Aber ich bin überzeugt, dass auch diese Länder früher oder später auf diesen Zug aufspringen werden.
 
Da bin ich bei Dir. Am besten führen wir dynamische Preise im Supermarkt ein. Mich nervt es nämlich auch, wenn Rentner nach Feierabend, am Wochenende oder in der Mittagspause die Kassen blockieren. :wink:

Ansonsten denke ich, wer nicht unbedingt zu Stoßzeiten fahren muss, der lässt es bleiben. Ob mit oder ohne zusätzlichen Anreiz. Ich denke, dieser Aspekt wird überschätzt bzw. vorgeschoben, um von den eigentlichen Zielen abzulenken.
 
ski-chrigel schrieb:
Die Schweiz ist hier (vermutlich wegen äusserer Zwänge wie Euroschwäche ua.) ziemlich viel weiter als AT, DE und IT. Aber ich bin überzeugt, dass auch diese Länder früher oder später auf diesen Zug aufspringen werden.

Da lehnst du dich aber schon ziemlich aus dem Fenster. In der Schweiz gibts jetzt drei (?) Gebiete, welche Feste Preise abgeschafft haben. Es gibt aber auch zwei Niedrigpreis-Saisonkarten (Saas-Fee und Magic Pass). Da könntest du genauso argumentieren, dass sich das viel eher durchsetzt...

Das Problem mit solchen Aussagen ist halt, dass du - ohne dass du überhaupt Zahlen dazu kennst - dich festlegst. Das ist nicht viel Aussagekräftiger als Kaffeesatzleserei.

Dazu kommt, dass man für dynamische Preise nicht auf Feste Preise verzichten muss. Man kann es ja so machen wie Laax, dass es halt nen Festen Normalpreis gibt, aber eben Rabatte darauf. Zermatt, St. Moritz und Andermatt setzen darauf, dass sie durch Geheimhaltung der Algorithmen die Leute abzocken können (denn rechnerisch gibt es ja nen Maximalpreis, der halt nur nicht genannt wird - und Abzocken deshalb, weil ich stark bezweifle, dass es Intention der Bergbahnen ist, dass die Leute weniger zahlen für die Skipässe), und dass so die Hoffnung auf niedrigere Preise, aber auch die völlige Ungewissheit obs nicht doch ein sehr teures Vergnügen wird, zu einem Einnahmeplus führt.
Das wiederum ist aber eben auch Spekulativ. Dass dagegen Rabatte psychologisch ein Glücksgefühl auslösen und zu einem enormen Kundenzuwachs führen können, dass ist wissenschaftlich empirisch bewiesen.
 
Ab heute ist der Skipass-Verkauf mit Dynamic Pricing im Engadin online:
https://www.engadin.stmoritz.ch/winter/de/snow-deal/

Ich habe jetzt mal ein wenig experimentiert, um zu schauen, was an verschiedenen Skitagen im Moment rauskäme, und das mit den Preisen vom Vorjahr verglichen:

Referenz 2017/2018

Hotel-Skipass pro Tag: 38 CHF
Tageskarte Diavolezza: 67 CHF
Tageskarte Corvatsch oder Corviglia: 79 CHF
8-Tages-Skipass Engadin: 464 CHF


Snow-Deal-Preise Stand 1.9.2018

Diavolezza Opening Day 20.10.2018: 48 CHF
Corvatsch 22.12.2018: 57 CHF
Corvatsch 27.12.2018: 70 CHF
Engadin 22.12.2018: 59 CHF
Engadin 27.12.2018: 72 CHF
Engadin 22.-29.12.2018 (8 Tage): 375.60 CHF (enthält Mehrtages-Rabatt von -29%)


Vorläufiges Fazit

- Bucht man zum jetzigen frühen Zeitpunkt einen Skipass, so ist das immer günstiger als die regulären Vorjahres-Preise (marginal in der Hochsaison, erheblich in der Nebensaison), aber auch immer deutlich teurer als der Hotelskipass (den es ja 2018/2019 auch noch ein letztes Mal gibt).

- Zum Glück gibt's bei Mehrtages-Abos immer noch einen Mehrtages-Rabatt, und nicht nur einfach eine Addition der Tagespreise.

- Im Endeffekt muss ich dann doch zugeben, dass bei meinem Szenario (Weihnachtswoche) der Unterschied zum Hotelskipass gar nicht mal SO enorm ist. Da ich weder am Anreise- noch Abreise-Tag fahren kann, habe ich beim Hotelskipass (der genau der Zahl der Übernachtungen entsprechen muss), immer einen Tag zu viel. Ich vergleiche für mich jetzt also den Hotelskipass von 9 Tagen (9*38 CHF = 342 CHF) mit einem Snow-Deal-Kauf von 8 Tagen: 375.60 CHF für die Weihnachtswoche. Ist zwar teurer, aber nicht so extrem wie ich befürchtet hatte.
Das Argument, dass ich das Wetterrisiko trage, gilt bei mir als Wochengast nicht, da ich auch im Hotelskipass Schlechtwettertage mit kaufen würde.
Dennoch wäre mir natürlich trotzdem lieber, man würde den Hotel-Skipass beibehalten! Für mich ist es eine klare Preiserhöhung, wenn auch nicht so extrem wie befürchtet.

- Für Tagesgäste, die spontan mal einen Skitag bei richtig gutem Wetter einlegen möchten, ist das natürlich was anderes. Bei einem Kauf über 14 Tage im voraus, sind ja jetzt 30% Frühbucher-Rabatt drin. (https://www.youtube.com/watch?v=NjZCGd6sRZU) Da müsste man also wohl noch für einen Kauf am Tag selber 30% zu den jetzt angezeigten Preise hinzurechnen. (Vielleicht sogar mehr, denn es ist ja auch denkbar, dass neben dem Wegfallen des systematischen Frühbucher-Rabatts die Basis-Preise auch noch steigen, wenn bis viele Leute eine Karte für den entsprechenden Tag gekauft haben.)

- Und man muss aufpassen, die Webseite richtig zu bedienen. Möchte man z.B. am Erföffnungstag auf der Diavolezza Ski fahren (20.10.2018), verpasst aber die Seite von "Gesamtes Oberengadin" auf "Region Diavolezza / Lagalb" umzustellen, zahlt man 59 CHF statt 48 CHF, obwohl zu dem Zeitpunkt nichts anderes offen ist ;)
 
LGH schrieb:
Das Argument, dass ich das Wetterrisiko trage, gilt bei mir als Wochengast nicht, da ich auch im Hotelskipass Schlechtwettertage mit kaufen würde.
Dennoch wäre mir natürlich trotzdem lieber, man würde den Hotel-Skipass beibehalten! Für mich ist es eine klare Preiserhöhung, wenn auch nicht so extrem wie befürchtet.
Eine Hotelbuchung kannst Du meist bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Antritt der Reise kostenfrei stornieren, etwa, weil Dir privat etwas dazwischen kommt. Wie lange vor dem ersten Skitag kannst Du den Skipass zurückgeben und Dein Geld zurückerhalten? Oder kann anstelle Deiner Person jemand anders fahren und den Skipass nutzen?

Die Mehrwertsteuer in Deutschand betrug einst 10%. Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung lag mal im Schnitt bei 8%, der zur Pflegeversicherung bei 1%. Bei der Einführung der Elektrizität haben die Stadtwerke den Haushalten Elektroherde geschenkt, damit die nicht mehr mit Gas kochen. Was bekommst Du heute von den E-Werken geschenkt, wie hoch liegen die genannten Steuern und Abgaben heute? Es ist übliche Praxis, den Verbraucher bei der Einführung erst einmal nicht zu verschrecken oder gar mit Sonderkonditionen zu ködern. Haben sich erst einmal allle an ein neues System oder eine neue Abgabe gewöhnt, wird die Schraube angezogen.

Dass die Buchungssoftware so stümperhaft programmiert ist und per default eine nicht nutzbare Leistung vorschlägt, ist im grunde genommen nur eine weitere Frechheit. Außerdem erschließt sich mit die Logik nicht, wieso mit steigenden Buchungen für einen Tag der Preis steigt. Sollte es nicht umgekehrt sein, dass bei nahezu fixen Betriebskosten der Preis mit der Anzahl der Kunden sinkt? Wieso soll ein Kunde für das "Vergnügen", in einem überfüllten Skigebiet zu fahren, auch noch mehr zahlen?
 
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