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Kamera Workshop

IMG_6823a.jpg

Habe erstmalig veruscht, eine Macroaufnahme zu machen und bin daran gescheitert, das Mundwerkzeug und das Auge in die Schärfeebene zu bekommen. Wenn man nicht alles in Ruhe einstellen kann, und das Tier auf einmal anfängt, herumzulaufen, ist es eine wirkliche Herausfordrrung.
(freihand mit 50er Macrooptik und Zwischenring, so dass es ungefähr 1:1 entspricht, leichter Randbeschnitt)
 
Gestern neues Spielzeug ausprobiert. Hab mir Verlaufsfilter-Set geholt (farbig, Grauverlauf etc.) und ein Graufilterset von Haida (hab mir einige Vergleichstests mit den B+W-Pendants durchgelesen).
Queen Mary 2 bei ISO 100, 40mm, f/16 und 108 Sekunden Belichtungszeit + ND1000-Filter

fmwpcp6u.jpg
 
Was kosten solche Filter? Das sieht ja genial aus. Das Wasser sieht wie ein glattgezogener Beton aus.

In Ehrfurcht ein kleiner Hobbyfotograf.
 
Das ND Filter ist nur indirekt für die Optik der Wasserfläche verantwortlich.
Es sieht aufgrund der langen Belichtungszeit so aus.
 
Richtig, wegen Wasseraufnahmen habe ich mir ein Graufilter-Set bestellt. Bei Filtern weiß ich mittlerweile, sollte man nicht sparen. Hab mir mit einem billigen Polfilter einige unscharfe Bilder seinerzeit geholt. Das hier ist ein ND8, ND 64 und ND1000 Set von HAIDA für 99,- bei eBay (inkl. bischen Zubehör wie Objektivdeckel, Metalcase etc.). Gibt es auch billiger, aber das kommt auf die Größe an. Da mein größtes Objektiv einen Durchmesser von 82mm hat, musste ich auch die größten Filter nehmen. Für kleinere Objektive (bei mir 52, 58, 62 und 67mm) habe ich ein Adapterringset für 10,- von eBay.

Natürlich gibt es auch noch B+W Filter, aber da kostet ja eine Scheibe gleich 100,-. Im Internet und insbesondere im dslr-forum sind HAIDA und B+W verglichen worden und es gab da qualitativ nix.

Wie lange ich dieses Bild hier belichte, rechnet man übrigens selber aus! Wie lange man belichten muss, hängt ja von vielen Faktoren ab (Belichtungszeit, ISO, Blende, mm in der Reihenfolge, was in etwa am stärksten beeinflusst). Man stellt die DSLR auf Av und schaut, wieviel Belichtungszeit die Kamera machen möchte. Dann gibt es eine Formel (oder man nimmt eine Smartphone-App), wie lange man entsprechend dem Filter belichten muss. Und das funktioniert tatsächlich!

ND1000 habe ich mir genau hierfür geholt. 2min. lang Wasser oder Wolken belichten. Auf öffentlichen Plätzen würde ich die Menschenmassen wegbekommen. Auch für Küstenabschnitte geeignet.
Wenn ich aber direkt vor dem Wasser stehe und z.B. ein Hochkant-Weitwinkelbild am Meer machen möchte, nehme ich den ND64, um so 30sek. lang zu belichten.
 
Gibt es keine automatische Langzeitbelichtung bis zu einigen Minuten? (bin da nicht auf dem Laufenden)
 
Du meinst mit ND-Filter drauf, auf Programm Av, dass er sich die Belichtungszeit bis 106 sek. selber sucht? Ich glaube nicht. Bei Tv bzw. M kannst Du ja auch nur bis 30sek. drehen und hast darüber dann Bulb.
 
Ja genau, das gab es früher bei Olympus bis (ich meine) 4 Minuten. Wobei das analog wegen des Schwarzschildeffektes dann nicht immer zu einwandfreien Ergebnissen geführt hat.

Diese Dias wurden zB alle mit Belichtungsautomatik belichtet, das Letzte ziemlich lange, wenn ich mich recht erinnere:

535098455_e60ef29489.jpg

523450278_3820cd7559.jpg

523765871_a8f64f216c.jpg
 
Warum brauchen die Cams bei einer Langzeitbelichtung egtl. nochmal die (fast? exakt?) gleiche Zeit NACH der Aufnahme, bis das Bild gespeichert ist? Das ist das, was mich immer recht nervt.. (abgesehen davon, dass ich mit meiner Nex nur maximal 30 Sekunden belichten kann)
 
starli schrieb:
Warum brauchen die Cams bei einer Langzeitbelichtung egtl. nochmal die (fast? exakt?) gleiche Zeit NACH der Aufnahme, bis das Bild gespeichert ist? Das ist das, was mich immer recht nervt.. (abgesehen davon, dass ich mit meiner Nex nur maximal 30 Sekunden belichten kann)

Ich vermute du meinst die Rauschreduktion. Dabei wird ein Bild mit gleichen Einstellungen (Belichtungszeit) aber geschlossenem Vorhang aufgenommen um anschließend Störsignale (Hotpixel und Sensorglühen etc.) rausrechnen zu können. Kann man vermutlich abstellen (ist zumindest bei Canon DSLRs der Fall).
 
genau, ich kann in meinen Individualfunktionen der EOS die Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung und die High-Iso-Rauschreduzierung manuell einstellen. Mit dauert bei mir auch immer eher länger als die Belichtung selbst. Er macht ein Bild mit geschlossenem Verschluss und weiß dadurch, was schwarz ist. Das Rauschen einer Kamera hängt vom individuellen Sensor und von Temperatur und ich glaub noch was ab.

Ich hab die Rauschreduzierung immer an, es sei denn ich mache Startrails oder Sternenbildaufnahmen (plus mehrere Stack-Bilder), da ich dann unmittelbar das nächste machen muss.
 
cauchy schrieb:
Ich vermute du meinst die Rauschreduktion. Dabei wird ein Bild mit gleichen Einstellungen (Belichtungszeit) aber geschlossenem Vorhang aufgenommen um anschließend Störsignale (Hotpixel und Sensorglühen etc.) rausrechnen zu können.
Danke, war mir neu. Hatte bisher keine Cam, wo man das hätte abstellen können, aber es macht ja anscheinend auch Sinn .... (wobei ein Vgl. zu machen auch mal nett wäre)
 
Die 1.9er ist übrigens noch kostenlos :)
 
Ja muss ich mal austesten. Hab jetzt schon einige Timelapse-Bilderserien bei mir rumliegen, allein gestern das "Mein Schiff 2" beim Auslaufen, morgen früh kommt die Queen Mary 2 mal wieder nach HH, viel mit Wolkenspielen und vom Treiben am Hafen.

Hinsichtlich Flares und filigrane Blendensterne ist ja jetzt mein neues Sigma 10-20mm 3.5 da. Hab mal zwei Vergleichsbilder.
das alte Sigma 10-20mm 4.0 von meinem Vater
062bdbg.jpg


und das Sigma 10-20mm 3.5 (1.000,- im deutschen Fachhandel, für 500,- von eBay (wohl aus Hong Kong) via UK mit Garantiekarte etc.)
82psswnv.jpg


Sehr schöne Sterne. Es gab zwar zwei kleines Flares links unten, die man mit wenig Aufwand hätte wegstempeln können. Ich bin auch sehr zufrieden, dass ich nun nicht mehr diese Unschärfebereiche wie früher am Rand habe.
 
Foto-Irrer schrieb:
Hab jetzt schon einige Timelapse-Bilderserien bei mir rumliegen
Und wie lang und ist das nicht unheimlich langweilig? Da 'ne halbe Stunde alle paar Sekunden ein Bild zu machen, um danach einen Zeitraffer für ein paar Sekunden zu bekommen...
 
Kommt auf die Situation an. Nur wegen einem Timelapse stelle ich mich keine 30min. hin, um dann 20sek. Filmmaterial zu haben.
Dennoch, Ausrüstung habe ich eigentlich immer dabei und wenn die Situation sich bietet, wird das ausgenutzt. Zugleich kann man auch sagen, dass Freundin immer dabei ist, die sich ja noch viel schneller langweilen würde. :D
Queen habe ich heute morgen z.B. dann doch nicht gemacht, da wir gestern bis nach 11 bei Freunden im Garten versackt sind. Die kommt so oft vorbei, da bieten sich noch genug Gelegenheiten. Vorletzte Woche das Treffen der beiden Majestäten QM2 und QE steht man eh rum und guckt sich das eine Stunde an, ob nun mit oder ohne Timelapse. Vorgestern waren wir nach der Arbeit eh in der Stadt unterwegs und dann schaut man sich auch für gewöhnlich so ein Auslaufen wie das von Mein Schiff 2 mit an. Wir haben uns einen schönen Platz an den Landungsbrücken gesucht, Kamera aufgestellt und dann eh gewartet und gesonnt. Dank Smartphone weiß man ja, wann die Auslaufen bzw. man hört es auch recht deutlich :D
Abendstimmungstimelapse am Rostocker Stadthafen ist ähnlich abgelaufen. Mit Freunden dort getroffen und 1h geklönt, davon lief 30min. die Kamera und hat flanierende Leute, Segelboote, Wolken etc. eingefangen.
 
Hat deine Cam egtl. eine Zeitrafferfunktion oder musst du händisch alle paar Sekunden abdrücken? :)

Mein - glaub ich - größtes Problem wäre, dass man, während die Zeitrafferfunktion läuft, nicht einfach mal schnell irgendwas anderes fotografieren kann. Außer man hat halt eine zweite Cam dabei. .. oder man nimmt die 2. Cam, z.B. das iPhone für das Zeitraffervideo. Müsste es doch sicherlich Apps dafür geben. Glaub da muss ich mich mal umschauen :)
 
Ich habe eine programmierbare Fernbedienung (eBay Hongkong 20 oder 30,-), ursprünglich für Startrails gekauft. Ich stell Kamera am Stativ ein, Intervall zwischen den Belichtungen, Belichtungszeit wurde zuvor an Kamera bei Testbild eingestellt (Dauer der Belichtung aber auch von 1sek. bis 99:99:99 an der Fernbedienung einstellbar) und Anzahl der Bilder meist "n", also unendlich, bis ich wieder abstelle.

Tatsächlich bin ich am Grübeln, ob ich mir einen zweiten Body kaufe, z.B. EOS 450D, nur für Zeitrafferaufnahmen. Wenn so ein Schiff vorbeigefahren ist, sollte das Video ja nicht abrupt aufhören, sondern noch 1-2 sek. laufen, was in der Realität 2-3 Minuten entspricht. Da hätte ich die Kamera schon gern in die Hand genommen, um noch ein Bild zu machen.
auch muss ich bedenken, dass der Spiegelklappmechanismus dieser Anzahl an Auslösungen gar nicht gewachsen ist. Canon spricht bei sowas wie EOS 5D von Hunderttausenden Auslösungen, aber im dreistelligen Bereich, z.B. meine 600D, geben die nur 30-50.000 Auslösungen Garantie. Da gallopiere ich momentan aber ganz schnell hin. Daher die Überlegung für einen gebrauchten Body.
 
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