was die alternativen angeht, vonwegen skigebietsentleerung, so bin ich mir sicher das man dort eine lösung hätte finden können wenn man von seiten der bergbahnen mit dem gleichen verve an eine solche frage rangegangen wäre wie bei der talabfahrt. man muss halt nur wollen
Dem würde ich ehrlich gesagt zustimmen wollen.
Jetzt ist es müssig zu diskutieren, aber die Idee einer oberirdischen Zubringerbahn über den Mittagskogel, wie es 1979 vom Ingenieurbureau Kaul bereits angedacht war, hat man zumindest öffentlich nie diskutiert.
Wie sich diese Bahn optisch auf der Riesenflanke des Mittagskogels samt exponierter Gratüberfahrt gemacht hätte - darüber kann man nur spekulieren, ebenso über ihre Ausfallsicherheit bei Extremwetterlagen.
Die "Weg"-Diskussion ist u.a deswegen komplex, da es mehrere "Weg"-Ebenen gibt, die tw. zusammenhängen u. gegenseitig bedingen:
- "Talabfahrt" wg Attraktivität des Skigebiets, Überlastung Pitzexpress (Wunsch der Betreiber)
- "Notweg" wg KSH-Katastrophe, Entleerung des Skigebietes (Behördenauflage, teilweise gefördert durch Betreiber um Talabfahrt leichter erreichen zu können, letztlich gefördert durch Seilbahnbehörde wg Betriebsbewilligung der beiden neuen Bahnen)
- "Bauweg" wg z.B. 1 Mio. € Helikosten für Bau der beiden neuen Bahnen, Fernerkogelbahn, Söldenverbindung (Wunsch der Betreiber, tw gefördert durch Behörden, die nur in Zshg mit Sölden Erweiterungen genehmigen wollen)
gängige Praxis in quasi allen Skigebieten ist? Sprengen und Planieren gehört heute überall dazu. Ob man das nun gut findet oder nicht, das sollte man berücksichtigen. Wenn man die Pitztaler an den Pranger stellt, kann man das mit vielen anderen Skigebietsbetreibern auch tun - nur steht's bei den anderen eben nicht so im Fokus der Öffentlichkeit
Ein sehr guter Punkt. Wenn man allein an die Sprengarbeiten der Söldener-Nachbarn denkt... Wüsste nicht, dass die jemals für ihre massiven Landschaftseingriffe in letzter Zeit (völlige Umgestaltung des Rettenbachjochs) in der Öffentlichkeit derart kritisiert worden sind, wie es den PGB immer passiert. Die müssen sozusagen als "Watschnmann" für die gesamte Branche herhalten.