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Neues am Pitztaler Gletscher

Ein amerikanischer Spionage-Satellit, das wäre jetzt hilfreich! :D

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass diese Aufnahme nicht weit von der neuen Talstation Gletschersee entfernt gemacht wurde. Von weiter unten, würde man die Spaltenzone direkt westlich des Fernerkogels nicht sehen, weil man zu tief ist (vgl. AV-Karte).
 
also wenn ich die bilder vom bau der talabfahrt sehe schwillt mir ehrlich gesagt ziemlich der kamm. dabei noch von einem notweg zu sprechen ist an scheinheiligkeit nicht zu überbieten und in meinen augen einfach zum ko**en. offensichtlich fehlt im pitztal einigen leuten gänzlich das verständnis für ihre umwelt. eine solche piste in ein vormals so gut wie unberührtes tal reinzubauen kann jedenfalls meines erachtens kein der natur in normalem respekt gegenüberstehender mensch befürworten. versteht mich nicht falsch, ich bin kein umweltschützer, beileibe nicht, und ich finde auch das skigebiete in gewissen grenzen expandieren können müssen. aber es muss auch grenzen geben und hier ist eine überschritten worden. das witzige ist vorallem das wahrscheinlich jeder bei einer strassentrasse durchs hochgebirge von gleichem ausmaß von landschaftsverschandelung sprechen würde und dagegen wäre. offensichtlich macht schnee gelegentlich wirklich blind, zumindest im pitztal.
was die alternativen angeht, vonwegen skigebietsentleerung, so bin ich mir sicher das man dort eine lösung hätte finden können wenn man von seiten der bergbahnen mit dem gleichen verve an eine solche frage rangegangen wäre wie bei der talabfahrt. man muss halt nur wollen.

p.s.: ich weiss das ich für diese meinung von einigen hier im forum wieder mit pech überschüttet werde, aber ich denke meine meinung ist es wert sie zu vertreten.
 
^^kann doch jeder seine Meinung haben!
Ohne Notweg können zwei Lifte am Gletscher nicht in Betrieb gehen. So sieht es die Seilbahnbehörde vor
Das die Seilbahnbehörde den Pitztaler damit vielleicht in die Karten gespielt hat ist deren "Problem".
Sind wir doch mal ehrlich. 99.999912 % aller Bürger werden diese "schützenswerte Landschaft" ohne den Not weg sonst nie zu sehen bekommen.
Da finde ich den (sinnvollen) Autobahnbau z.B. im Allgäu aber echt schlimmer für die Natur.

was die alternativen angeht, vonwegen skigebietsentleerung, so bin ich mir sicher das man dort eine lösung hätte finden können wenn man von seiten der bergbahnen mit dem gleichen verve an eine solche frage rangegangen wäre wie bei der talabfahrt. man muss halt nur wollen.
Solche Aussagen sollte man einfach durch mindestens eine gute Idee untermauern!
 
wbiba schrieb:
aeine solche piste in ein vormals so gut wie unberührtes tal reinzubauen kann jedenfalls meines erachtens kein der natur in normalem respekt gegenüberstehender mensch befürworten.
Du weißt, daß das was die da machen gängige Praxis in quasi allen Skigebieten ist? Sprengen und Planieren gehört heute überall dazu. Ob man das nun gut findet oder nicht, das sollte man berücksichtigen. Wenn man die Pitztaler an den Pranger stellt, kann man das mit vielen anderen Skigebietsbetreibern auch tun - nur steht's bei den anderen eben nicht so im Fokus der Öffentlichkeit.
 
was die alternativen angeht, vonwegen skigebietsentleerung, so bin ich mir sicher das man dort eine lösung hätte finden können wenn man von seiten der bergbahnen mit dem gleichen verve an eine solche frage rangegangen wäre wie bei der talabfahrt. man muss halt nur wollen

Dem würde ich ehrlich gesagt zustimmen wollen.
Jetzt ist es müssig zu diskutieren, aber die Idee einer oberirdischen Zubringerbahn über den Mittagskogel, wie es 1979 vom Ingenieurbureau Kaul bereits angedacht war, hat man zumindest öffentlich nie diskutiert.
Wie sich diese Bahn optisch auf der Riesenflanke des Mittagskogels samt exponierter Gratüberfahrt gemacht hätte - darüber kann man nur spekulieren, ebenso über ihre Ausfallsicherheit bei Extremwetterlagen.

Die "Weg"-Diskussion ist u.a deswegen komplex, da es mehrere "Weg"-Ebenen gibt, die tw. zusammenhängen u. gegenseitig bedingen:

- "Talabfahrt" wg Attraktivität des Skigebiets, Überlastung Pitzexpress (Wunsch der Betreiber)
- "Notweg" wg KSH-Katastrophe, Entleerung des Skigebietes (Behördenauflage, teilweise gefördert durch Betreiber um Talabfahrt leichter erreichen zu können, letztlich gefördert durch Seilbahnbehörde wg Betriebsbewilligung der beiden neuen Bahnen)
- "Bauweg" wg z.B. 1 Mio. € Helikosten für Bau der beiden neuen Bahnen, Fernerkogelbahn, Söldenverbindung (Wunsch der Betreiber, tw gefördert durch Behörden, die nur in Zshg mit Sölden Erweiterungen genehmigen wollen)

gängige Praxis in quasi allen Skigebieten ist? Sprengen und Planieren gehört heute überall dazu. Ob man das nun gut findet oder nicht, das sollte man berücksichtigen. Wenn man die Pitztaler an den Pranger stellt, kann man das mit vielen anderen Skigebietsbetreibern auch tun - nur steht's bei den anderen eben nicht so im Fokus der Öffentlichkeit

Ein sehr guter Punkt. Wenn man allein an die Sprengarbeiten der Söldener-Nachbarn denkt... Wüsste nicht, dass die jemals für ihre massiven Landschaftseingriffe in letzter Zeit (völlige Umgestaltung des Rettenbachjochs) in der Öffentlichkeit derart kritisiert worden sind, wie es den PGB immer passiert. Die müssen sozusagen als "Watschnmann" für die gesamte Branche herhalten.
 
@wbiba
am schluss gewinnt eh wieder die Natur. "lassen wir uns mal überraschen"

Was für ein Name ist denn für die Piste angedacht, bzw was wäre ein passender Name? SInd ja schon spektakuläre Namen im Repertoire
Witwenmaker, DSV Blitz, Blitz von Pitz, irgendwas Express usw usw

Etwas Englisch mit Dramatik gemischt vielleicht ??

Wie wärs mit

Pitz Emergency
Pitz SOS
Pitz Homerun
...
RET13.gif
 
Ich kann mir vorstellen, dass sie den Notweg auf dem Gletscher deshalb so breit machen, dass man nicht so nah an die Gletscherspalten rankommt. Würden sie nur 8m breit präparieren & zuschütten und dabei die "Piste" 6m breit machen, dann kann es ja sein, dass wenn einer vom Notweg abkommt, aus welchen Gründen auch immer (alles schon gesehn), er sofort in ne Spalte fällt, was nicht gerade hilfreich wäre. Somit denke ich, dass man eher mal etwas breiter planiert, die Piste insgesamt aber nicht so breit machen wird. Dient also nur zu Sicherheit.

Bekommt man die Riesenspalten überhaupt zu? Da geht ja unendlich viel rein und die sehen ja auch sehr tief aus!?
Und sind die Bagger eigentlich irgendwie gesichert oder wie läuft das? Die können ja auch mal in ne Spalte abrutschen.
 
Wenn die dem Ding einen Namen verpassen gibts bestimmt Ärger mit der Umweltbehörde
 
"Pitz SOS" finde ich super! :D :twisted:
Da weiss man doch sofort, dass man sich auf einem "Notweg" befindet... :D
 
Man beachte den Vorteil der breiten Piste über den Gletscher: Hellere und kompakte Oberfläche--> größere Albedo --> weniger Abschmelzen!

Dadrüber kann ich mich jetzt nicht so aufregen. Wichtiger ist mir, dass der Pistenbau in tieferen, biologisch aktiveren Bereichen schonend wird.
 
Noch was anderes: Erscheint mir die Pistenzufahrt zur neuen Gondel&Sesselbahn nur so schmall, oder täuscht das Bild? Für über 4.000 Pers./h. erscheint mir der Platz sehr schmal!
Desweiteren erkennt man keine Abzweigung in Richtung Notweg, der müsste doch an der Talstation losgehen, oder?
 
Also ich interpretier die beiden Fotos hinsichtlich des Verlaufs des Notweges folgendermassen:

Auf Starlis Foto kann man gut erkennen, dass entlang der breiten oberen Zunge des Mittelbergferners der "Notweg" (bzw. der Bereich, wo die Spalten gestopft werden) von rechts oben nach links unten verläuft. Orographisch also vom linken Gletscherrand (Bereich der Talstation) hin zum rechten Gletscherrand. Daher ist dann auf dem kleinen Foto (jenes der Pitztaler Gletscherbahnen) der (hier bereits schmälere) Mittelbergferner rechts des Weges. Der hier also knapp oberhalb der eigentlichen Gletscherzunge in den begrenzenden Felsen hineingesprengt wurde. Etwas weiter unten müsste dann eigentlich der steilste (und schwierigste Bereich mit den umfassendsten Verbauungsmaßnahmen) Sektor des Notweges beginnen. Das Tal verengt sich ja hier dann in eine felsige Schlucht. Evtl. werden sie dort ein paar Serpentinen anlegen und der Weg verläuft dann weiter in das letztlich flachere Gelände in Richtung Talboden des Griestales.

Aber lassen wir uns dann vom Endprodukt überraschen.
 
Bei der Ausstattung der Gondeln wurde großer Wert auf den Sitzkomfort gelegt, erstmals wurde dieser Gondeltyp (Omega4) an uns ausgeliefert.
Damit kann wohl nur gemeint sein, dass sie die ersten Omega 4 8 Plätzer bekommen haben. Die erste Serie sind nämlich 6 Plätzer und wurden an die Wasserfallen Bahn in Reigoldswil geliefert.
 
Baustopp im Tiroler Pitztal
Ein Tiroler Unternehmen ließ unerlaubt einen Bagger einfliegen, um ein Gletscherskigebiet zu erweitern

In letzter Minute wurde im Tiroler Pitztal der Schwarzbau einer Gondelbahn direkt am Gletscher verhindert. Die Pitztaler Gletscherbahn GmbH hatte das »Nein« der Landesregierung zu einer neuen Talabfahrt ignoriert und einen Bagger einfliegen lassen. Landesrätin Anna Hosp wurde in ihrem Urlaub informiert und stoppte das illegale Vorgehen.

ist schon vom 5. November, aber schlechter gehts ja wohl nicht mehr ;) ich dacht das kann ich euch nicht vorenthalten ;)
 
einfach mal ne gondelbahn übers wochenende hinstellen, kein problem ;)
 
mit einem Bagger mal eben ein Gletscherskigebiet erweitern... logo, warum nicht?
 
! Off-topic: Bagger = bequemes und modernstes Beförderungsmittel :wink: .
 
Es gibt wieder Neues zum Notweg:
Guter Baufortschritt beim Bau des Notweges vom Gletscher
Das außergewöhnlich warme und niederschlagsarme Herbstwetter begünstigt den Baufortschritt des Notweges vom Pitztaler Gletscher bis ins Tal. Der Wegbau konnte nach der positiven Entscheidung des Tiroler Landesregierung vom 18. Okt 2006 in vollem Umfang aufgenommen werden. Die 3,3 km lange Wegstrecke beginnt an der Gletscherzunge des Mittelbergferners auf ca 2.500 m Höhe und endet bei der sog. Gletscherstube auf einer Höhe von ca 1.900 m. In einigen Wegabschnitten wurden Kehren angelegt, so dass der Wert von 25 % Gefälle im gesamten Wegbereich nicht überschritten werden muß. An einzelnen Abschnitten mussten Sprengungen vorgenommen werden, um die planerisch vorgegebene Mindestbreite von ca 8 m zu erreichen. Da auch die bereits vorhandenen Gelände-formationen wichtiger Bestandteil des Gesamtweges sind, ergeben sich auch Wegabschnitte mit einer Breite von ca 15 Meter. Im Einsatz ist die im Tiroler Oberland seit Jahren als renommierte Fachfirma angesehene HTB Bau mit einer 10 köpfigen Gruppe aus einheimischen Arbeitskräften, 5 Baggern und einer leistungsfähigen Bohrlafette. Sie konnten den Wegbau sowohl von unten hinauf als auch von oben herunter „in Angriff nehmen“ und beide Arbeitstrupps bewegen sich derzeit bereits „auf Sichtweite“ aufeinander zu. Bei verschiedenen Bauvorhaben im hochalpinen Raum haben sich die „HTB Mander“ einen ausgezeichneten Ruf erworben, der natürlich auch hier als fachgerechter Arbeitseinsatz zum Tragen kommt. Zum Einsatz kam auch eine sog. Brechanlage, die das anfallende grobe Gesteinsmaterial vor Ort zu planierfähigem Material verarbeitete, dass gleich als Planie wieder verwendet werden konnte. An den exponierten Stellen des Weges werden zusätzlich noch Absturzsicherungen mit Netzen errichtet, deren Montage ab ca 22. November beginnen.
Das schöne Wetter der letzten Wochen haben zahlreiche Neugierige genutzt, um sich vom Baufortschritt dieses lange diskutierten Wegprojektes persönlich ein Bild zu machen. Nahezu Alle waren positiv überrascht, wie gut diese Baumaßnahme bereits gelungen ist. Ein Urteil übrigens, dem sich auch die behördlich vorgeschriebene, regelmäßige ökologische Bauaufsicht angeschlossen hat. Schon jetzt zeichnen sich auf dem Weg einige spektakuläre „Fotopunkte ab, wie unsere nachfolgenden Schnappschüsse vom 18. Nov. Erkennen lassen.

Infostand 18.11.06/W.K.
IMG_0367_2.jpg

Klingt positiv und irgendwie so, als ob das Thema mit den Genehmigungen komplett durchgestanden wäre.
Weiß da eigentlich jemand, wie's im Moment ausschaut (auch wegen der neuen Bahnen)?
 
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