• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Neues im Nordschwarzwald

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Na ja, ich glaube nicht, daß ein Windrad, Skifahrer von der Nutzung eines Skiliftes abhalten würde! Wobei man die Standorte sicherlich gut auswählen muß, um auch eine Effizienz der Anlage zu erhalten.
 
In Unterstmatt sind einige Bagger am Werk (sichtbar auf der Webcam). Wird dort die Beschneiung ausgebaut? Weiß zufällig einer der Locals näheres dazu?
 
Als ich dort Ende Mai mit Klein Harzwinter wandern war, lag ein neues hellblaues Wasserrohr auf dem gesamten Hang von Lift I. Erweitern könnte man die Beschneiung in Unterstmatt nur in Richtung Lift II, aber dort lag kein Material.
 
Vielleicht wird auch der Wasserspeicher verändert/vergrößert oder eine zusätzliche Quelle angezapft. Es war ja in der Vergangenheit in Unterstmatt schon oft die Klage zu hören, man könne nur ein paar Stunden beschneien, dann sei der Speicher leer und man müsse dann wieder eine Weile warten, bis dieser sich wieder gefüllt habe.
 
Der "große" Lift auf dem Sommerberg in Bad Wildbad machte am Samstag ein trauriges Bild. Normalerweise ist der Schlepplift zu dieser Zeit ja im Sommerbetrieb, doch was war ... nichts.
Seillos stand der alte Doppelmayr dar. Voller Angst schnell in der Skihütte nachgefragt, ob ein weiteres LSAP im Nordschwarzwald droht.
Doch da wurde mir die Angst genommen. Nach einem Seilriss musste ein neues Seil bestellt werden, welches in den nächsten Wochen kommen soll. Zum Glück hat dieser Lift für die Mountainbiker im Sommer eine hohe Bedeutung, alleine für den Skibetrieb kann ich mir nicht vorlstellen, dass sich ein Seiltausch gerechnet hätte.

Quelle:
Eigene Augen und Gespräch auf der Skihütte
 
Wie traurig - wieder verschwindet ein Stück Geschichte. Auch wenn das dicke Ende ja eigentlich absehbar war, schmerzt diese Nachricht doch sehr.
Das wird dann sicher sehr einladend wirken, wenn für die nächsten Jahre da oben die Bauschutt-Haufen vor sich hingammeln. Es wird immer toller...

Weiß eigentlich jemand, wie es es momentan um das Hundseck-Lokal bestellt ist - geht da jetzt was voran? Ich war schon seit ein paar Wochen nicht mehr oben.
 
Auf der Mehliskopf-Homepage ist folgendes zu lesen:

Längst befinden wir uns in Vorbereitung auf die kommende Wintersaison.
Aufgrund unseres neuen Pistenbully PB 300 W Kandahar sichern wir Ihnen eine hohe Pistenqualität zu.
Drei weitere Schneeerzeuger erhöhen deutlich unsere Grenzbeschneiungskapazität.
Oberhalb der Ski-Schule richten wir einen Fun-Park mit verschiedenen Obstacles ein.
 
Bürgermeister und Landrat setzen auf neue Investoren im Rahmen der nächsten Zwangsversteigerung. Eine ähnliche Situation gab/gibt es im Harz, und verblüffenderweise wird sie ausgerechnet dort gut gelöst - und das, wo der Harz als weniger investitionsfreundlich gilt als Baden. Die Passhöhensiedlung Torfhaus zwischen Bad Harzburg und Braunlage verkam seit den 1990er Jahren immer mehr zur rückständigen Low-Quality-Gastronomie mit schwacher Bausubstanz und Pommes-Mayo-Image. Ein Hildesheimer Investor kaufte mehr als die halbe Siedlung (!), riss alles ab und baut dort nun ein Chaletdorf (im Nationalparkbereich, wohlgemerkt). An der Hundseck wären die Bedingungen ähnlich, nur dass man noch nicht einmal auf einen NP Rücksicht nehmen müsste. Neben Wander- und Langlaufmöglichkeiten sind an der Hundseck die alpinskiseitigen Voraussetzungen erheblich besser als am Torfhaus (2 gute Mittelgebirgsskihänge mit Verbindungsoption, außerdem Querungsmöglichkeit zum Mehliskopf). Da geht was, wenn man aufs richtige Pferd setzt. Wenn man an der Hundseck weiter auf zwielichtige Geschäftsleute aus Nahost oder "Biznessmen" aus Hinterosteuropa (vgl. Schlosshotel Bühlerhöhe) vertraut, verliert man nur weiter Zeit.
 
Leider geht -wie erwartet- der Artikel von HBB nicht :sniff:
Bezieht sich Deine Aussage auf den Artikel, Harzwinter?
Um was gings denn darin? Hundseck? Dachte ein Russe hätte das gekauft?
 
Leider ist der angesprochene Artikel noch nicht beim Eichwälder, dafür aber der neueste zur Causa Hundseck-Hotel:
http://www.eichwaelder.de/Schwarzwaldhochstr148.html

Das Hundseck-Hotel war bei der letzten Zwangsversteigerung von einem Türken ersteigert worden, die Hundseckgaststätte wurde vor einem Jahr an einen Russen verkauft, damals freilich mit dem Ziel einer baldigen Wiedereröffnung.

[Das ist zwar jetzt OT, ich sag's aber trotzdem mal. Man sollte sich wirklich Gedanken machen, ob man Verkäufe von bedeutsamen Immobilien an solche Exoten nicht generell erschweren/verhindern könnte. Da es sich ja um Nicht-EU-Bürger handelt, dürfte das rechtlich nicht schwer sein, eine entsprechende Rechtsgrundlage zu schaffen bzw. zu nutzen. Man sieht ja in letzter Zeit gerade bei uns, wo das hinführt: Bühlerhöhe, Hundseck, neues Schloss in BAD usw. - alles nebulös, keiner weiß was Genaues, und am Ende schauen alle dumm aus der Wäsche. Mag ja sein, dass manche den alten Zeiten im schönen 19. Jhd. mit dem reichen russischen Adel in Baden-Baden nachtrauern - das war aber eine andere Klientel als heute. Ich will mich jetzt nicht näher darüber auslassen, würde mir aber generell etwas mehr Vorsicht und weniger Naivität im Umgang mit diesen "Investoren" wünschen. Man weiß ja praktisch nichts über diese Leute, außer dass sie sehr sehr viel Geld haben - woher das kommt, scheint nicht zu interessieren. Daher braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn man hinterher dumm dasteht.]

Jetzt wieder zurück zum Thema:
Ich war am WE oben, wollte das Hotel nochmal sehen, bevor es verschwindet (oder jetzt vielleicht auch wieder nicht).
Zum Thema Hundseck-Gaststätte gibt's auch nichts Neues; zumindest von außen betrachtet tut sich: nichts! Dafür hat jetzt der Bühlertallift die Lücke etwas gefüllt und sein Gastro-Angebot ausgebaut; das schaut ganz nett aus, allerdings war gestern wohl auch das Ende der Sommersaison, d.h. jetzt geht am Hundseck wieder eine Weile gar nichts.
 
Ungefähr den selben Inhalt hatte ich gestern im LSAP-Bereich gepostet; er passt ja leider in beide. Wenn an der Hundseck jetzt erneut nicht koordiniert abgerissen wird, befürchte ich, dass irgendwann wirklich jemand die Idee eines Warmabrisses verfolgen wird. Die großenteils hölzerne Gebäudesubstanz schreit geradezu danach ... Insofern wünsche ich der Gemeinde, dass sie sich mit den Abrissplänen durchsetzt. Die ersten Erker des Kurhauses werden bald von allein abfallen.
 
Am Mehliskopf an der Schwarzwaldhochstraße wird mal wieder technisch aufgerüstet. Ich bin gespannt, ob man diesmal die Technik in den Griff bekommt und Verbesserungen bei Beschneiung und Präparation spürbar werden.

Neueste Technik gegen die Launen der Natur

Von Gerold Hammes

Schwarzwaldhochstraße - Andreas Kern kann so schnell nichts mehr schocken. Er ist in seinem Job nun mal weitgehend fremdbestimmt, weil von den Launen der Natur abhängig. Seinen Unternehmergeist hat er deshalb aber nicht eingebüßt. Der Geschäftsführer des Freizeit- und Sport-Zentrums Mehliskopf rüstet nach zwei wirtschaftlichen Katastrophen-Wintern gerade mächtig auf: in hochmoderne Beschneiungstechnik und einen neuen Pistenbully mit Winde.


Im Jahr 2000 ist Andreas Kern in das Geschäft mit dem Freizeitsport eingestiegen, das er sukzessive zu einem Ganzjahresbetrieb mit Bobbahn, Klettergarten, Downhill-Carts, E-Bike-Verleih und Gastronomie ausgebaut hat. Kern schätzt, in dieser Zeit über drei Millionen Euro investiert zu haben. Im Schnitt waren es 200 000 Euro jedes Jahr.

Diese Summe wird für die technische Ertüchtigung im kommenden Skiwinter nicht ausreichen und allein für den Kässbohrer PB 300 Kandahar fällig. Das rote Kraftpaket, gestern Morgen ausgeliefert, hat 5000 Betriebsstunden auf dem Buckel und ist komplett generalüberholt. Von der Winde versprechen sich Kern und sein Betriebsleiter Udo Schmöger eine Optimierung der Pistenpflege, vor allem aber mehr Betriebstage. Mit der Winde, die auf manschettengeschützten Baumstämmen oben auf dem Berg eingehängt wird, können künftig bei einer Zugkraft von vier Tonnen jene Schneemengen, die beim Abrieb durch die Skier oder Snowboards hangabwärts verfrachtet wurden, wieder nach oben geschoben, punktuell auf der Piste abgelegt und einplaniert werden.

Der weiße Goldrausch funktioniert gleichwohl nur dann, wenn Schneewolken aufziehen und Flocken auf den Boden torkeln. Wenn nicht, aber dennoch Temperaturen von mindestens zwei Grad minus und eine Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent und weniger gemessen werden, wird maschinell nachgeholfen. Die Mehliskopf GmbH & Co. KG investierte also auch in neueste Beschneiungstechnik, computergesteuert und -überwacht. Damit, rechnet der Geschäftsführer vor, werde die Grenzbeschneiungskapazität verdoppelt. Die zehn Propeller-Geräte und drei Lanzen können im Idealfall pro Stunde aus 100 Kubikmeter Wasser Schnee produzieren. Mehr schaffen die beiden Hauptpumpen aus dem Sandsee nicht heran, mehr ist auch nicht genehmigt. Der Multiplikator zwei ergibt letztlich die Schneeausbeute.

Und die hat ihren Preis: Eine Faustregel besagt, dass die Erzeugung von einem Kubikmeter Schnee zwischen einem und zwei Euro kostet. Wird also auf dem Mehliskopf mit seinen vier Schleppliften eine Nacht bei Volllast durchgeschneit, laufen schnell mal bis zu 2000 Euro durch den Stromzähler.

Eine Alternative aber sieht Alexander Kern nicht. Im vergangenen Winter fiel das alles entscheidende Weihnachtsgeschäft ins Wasser. Als dann Schnee gefallen beziehungsweise produziert war, versaute ein sibirisches Bibber-Hoch mit minus 20 Grad und mehr das Geschäft. Und nach Fasnacht ist die Saison eh gelaufen. "Die letzten beiden Winter", blickt Kern im Frust zurück, "waren eine Katastrophe." Und das Pendel kann brutal ausschlagen: von 23 bis 104 Lifttagen. Das waren bislang die Ausreißer nach unten und oben.

Und doch lässt sich der gelernte Rechtsanwalt nicht entmutigen. Investieren in Qualität und Attraktivität, lautet seine Philosophie. Also feiert im kommenden Winter auch ein Snow-Park Premiere: mit Erd-Roller, Rails, Waves oder Ob-stcales. Die Boarder-Freaks wissen, was darunter gemeint ist.

Sieben Festangestellte beschäftigt Andreas Kern mittlerweile. Hinzu kommen im Winter bis zu zehn Aushilfskräfte pro Tag. Der Geschäftsführer spricht von einem Profitcenter, das gegenüber den Gesellschaftern in der Pflicht stehe. "Jetzt muss mal ein Punkt sein, an dem was rüberkommt." Udo Schmöger weiß, wie er seinen Chef bei Laune hält. Er berichtet von Computermodellen - und natürlich nur von solchen -, die einen strammen Winter prophezeien. Immerhin: Heute und in den nächsten Tagen soll es auf dem Mehliskopf schneien. Zumindest die neue Pistenraupe könnte man dann mal laufen lassen.

Quelle: Badisches Tagblatt 6. November 2012

Edit: Bericht mit Fotos nun auch im Archiv Eichwälder.
 
Laut Kurzbericht im Badischen Tagblatt vom 9.11.2012 wird das Kurhaus Hundseck trotz Widerspruchs der Eigentümer bis spätestens Ende November teilabgerissen.

Edit: Auch hierzu gibt's detailliertere Info beim Archiv Eichwälder.
 
Da geht er hin, der einstige touristische "Leuchtturm" an der Schwarzwaldhochstraße. Fragt sich, wann die dahinter (still)liegenden Skilifte Hundseck Nord an der Reihe sind.

Vermutlich komplett abbruchreif

Von Gerold Hammes

Schwarzwaldhochstraße - Hodzic Saudin muss in seinem Beruf Sentimentalitäten ausblenden. Der Bosnier ist seit 15 Jahren Baggerfahrer. Wo er hinlangt, bleibt kein Stein, kein Balken auf dem anderen. Sein Arbeitsgerät hat 300 PS und ist 55 Tonnen schwer. Es ist mit seinem Ausleger von 21 Metern ein Langfinger. Und er macht ganz schön dicke Ärme. Gestern kurz nach 14 Uhr ging er dem ehemaligen Kurhaus Hundseck an den Kragen.

An viel größere und schwierigere Aufträge kann er sich nicht erinnern. "Alles morsch, alles kaputt", hat er eigentlich nur Verachtung für ein früheres touristisches Flaggschiff an der Schwarzwaldhochstraße übrig. Das soll nicht bedeuten dass es ihm am nötigen Respekt mangelt. Ganz im Gegenteil : "Diese Arbeit ist nicht ungefährlich, weil Du nicht abschätzen kannst, was auf einen Schlag alles umfallen kann." Das Objekt sei bis auf den Kellerboden runter komplett einsturzgefährdet. Er rechnet mit einem Arbeitsaufwand von drei bis vier Wochen.

Wolfgang Eller, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Bühl, sieht das etwas anders. Er kalkuliert mit acht bis zehn Arbeitstagen. Unter die Abbruchglocke soll nur das kommen, was nicht verkehrssicher und akut einsturzgefährdet ist. Er stellt sich vor, dass die Außenwände im Erdgeschoss stehenbleiben könnten, zumal das EG bereits "eingehaust" ist - ebenfalls auf Kosten der Stadt Bühl als der zuständigen Baurechtsbehörde. Die letzte Entscheidung aber treffen zwei Statiker, die die Stadt - unabhängig voneinander - eingeschaltet hat und die den Abbruch begleiten.

Das Spektakel will sich auch der Ottersweierer Bürgermeister Jürgen Pfetzer nicht entgehen lassen, auf dessen Gemarkung das ehemalige Kurhaus steht. Er spricht von einem "traurigen Anlass", der zugleich aber auch "skandalöse" Umstände habe. Seit Jahren habe er nichts mehr von den Eigentümern gehört. Deren Untätigkeit habe letztlich zum Verfall des Gebäudes geführt.

Was ihm ebenfalls missfällt: Der Bauschutt soll zunächst einmal an Ort und Stelle liegenbleiben und nicht abgefahren werden. Er lässt derzeit beim Umweltamt des Landratsamts Rastatt prüfen, ob dies im Außenbereich überhaupt statthaft sei. Er spricht vom sogenannten "Zustandsstörer" (Eigentümer) und "Handlungsstörer". Letzterer sei das Baurechtsamt der Stadt Bühl, das den Abbruch verfügt, aber nicht gleich auch die Entsorgung angeordnet habe. Noch in dieser Woche erwartet Pfetzer eine Entscheidung.

Den Baggermann muss das nicht interessieren. Sein Greifer kratzt, beißt, presst, ruckelt und zuckelt gnadenlos. Um 14.38 Uhr hat er das Türmchen enthauptet und das Blechdach humorlos zu Boden fallenlassen. So wie zuvor bereits einen Kleiderschrank, Dachbalken und Fenster. Dort liegt nun alles unsortiert herum, und die Schaulustigen - und nicht nur sie - fragen sich, wer das alles und auf wessen Kosten sortieren und abfahren soll. Eine vorherige Entkernung dieser Großimmobilie konnte nicht erfolgen, weil sie nicht mehr begehbar ist. Das Risiko wäre selbst für Abbruchspezialisten zu groß gewesen.

Nun also türmt sich auf dem asphaltierten Sträßchen Richtung Skihang bereits nach einer Stunde ein stattliches Volumen an Bauschutt. Hodzic Saudin vergreift sich mit seinem Langfinger unaufhaltsam an dem so geschichtsträchtigen einstigen Nobel-Hotel. Für Sentimentalitäten ist nun mal in seinem Job kein Platz.

Quelle: Badisches Tagblatt 21. November 2012

Edit: Gaaanz viele Zeitungsscans gibts hier im Archiv Eichwälder.
 
Zurück
Oben