Ein isolierter Betrieb der Lagalb macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn. Dann hat Diavolezza die Tageseintritte und Lagalb die Kosten. Das weiß auch die GL, daher ist die Offerte nur ein Scheinangebot, um der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen und guten Willen zu demonstrieren.
Der sytematische Fehler liegt darin, beide Gebiete getrennt und nicht als Einheit zu sehen. Aus dem
Geschäftsbericht 2006/07 geht hervor, dass Diavolezza/Lagalb ca. 1/7 der Ersteintritte der Corviglia hat. Corviglia hat aber ca. 20 Transportanlagen (2 Standseilbahnen, 2 PB, 1 EUB, 12 Sessel, 3 SL), Diavolezza / Lagalb lediglich drei. Ponylifte nicht mitgerechnet, aktuellere Zahlen wurden nicht mehr veröffentlicht. Davon ausgehend kann ich mir gar nicht vorstellen, dass die Bilanz von Diavolezza / Lagalb so schlecht ist. Die Krämer behaupten nun, die Lagalb würde den Gewinnn der Diavolezza schlucken. Ich denke, würde man die Transportanlagen auf der Corvigila isoliert betrachten, dann sähe es für manche Anlage dort ebenfalls nicht gut aus.
Entscheidend ist halt die Frage, wieviele Gäste der Diavolezza auch die Lagalb nutzen. Aber selbst Aktionären werden hier genaue Zahlen vorenthalten, wie man einem Kommentar vom 21.2.16 in der
Engadiner Post entnehmen kann. Ich schätze, dass wenigstens 1/3 der Besucher der Diavolezza mit der Sonne auf Lagalb wechselt.
DIe GL hat alles getan, um Lagalb als vermeintlichen Verlustbringer zu schliessen und eine Übernahme durch einen anderen Betreiber zu verhindern. Auch wird Lagalb ziemlich bald abgebrochen um Fakten zu schaffen, entsprechende Rückstellungen wurden bereits gebildet. Aber selbst, wenn die Diavolezza nur 20% der Ersteintritte verliert, werden diese Zahlen eine Diskussion über den weiteren Winterbetrieb auf der Diavolezza auslösen.
Und ich denke, dass dies so auch beabsichtigt ist.
3303 schrieb:
Und wenn es nur noch Corvigliatsch gibt, gibt es weniger Gründe, in Pontresina zu wohnen...
Das sehe ich auch so. Pontresina wird aber klug genug sein, sich nicht von den Bergbahnen die Verluste aufschwatzen zu lassen, während die Aktionäre den Gewinn einstecken.