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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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ski-chrigel schrieb:
Oder glaubt Ihr wirklich, dass das Management so dumm ist, eine Bahn stillzulegen, die Gewinne abwirft?
Jedenfalls ist das Management nicht schlau genug, um Lagalb profitabel zu betreiben. Wer jahrelang nicht investiert, Leistungen abbaut, keine Werbung macht, der betreibt den Tod auf Raten durch Untätigkeit. Revisionen in der Saison und ausbleibende Beschneiung kann man schon als bewusste Sabotage sehen.
 
Altbewährtes Rezept der Statistik. Man nimmt die zahl, die am besten die eigene Argumentation bestmöglich untermauert.
NeusserGletscher schrieb:
Mir ist nicht ganz klar, wieso man bei der Begründung für die angeblich geringe Akzeptanz auf die Ersteintritte beruft. Es ist doch eigentlich klar, dass Diavolezza wegen der Morgensonne die meisten Ersteintritte hat und Lagalb hier bei einem direkten Vergleich den kürzeren ziehen muss..

@Gewinn: Das gesamte Gebiet wirft ja keinen betriebswirtschaftlichen Gewinn ab, aber es hat natürlich dennoch enorme volkswirtschaftliche Bedeutung für das Tal.
Die Gipfelbahn am Corvasch wurde soweit ich weiß durch Landverkäufe an der Talstation finanziert - nicht über Gewinne, die die Bahn selbst erwirtschaftet hätte.

Ich sehe es ähnlich wie fab - man hätte die Verbindung Diavolezza/Lagalb per Bondo KSB durchfechten müssen.
Meinetwegen (auch wenn ich die PB besser und besser geeignet finde) hätte man irgendwann dann eben 1-2 KSBs auf die Flanke des Piz Lagalb stellen sollen.
Wenn man das Gebiet dann vernünftig vermarktet hätte, liefe das Gebiet sicher excellent und man hätte zusätzliche Pisten gehabt.
 
Man sollte halt aufpassen, dass man gewisse Vorzüge des Oberengadins nicht aufgibt. Konzentration auf die Melkkühe ist schon in Ordnung, nur reizvolle Landschaften gibts auch anderswo in den Alpen. Wenn ich das Angebot immer weiter verknappe ist das nicht unbedingt ein Argument für einen Urlaub/Besuch dort, vor allem nicht bei dem Preisniveau und Wechselkurs. Man wird sehen, ob das wirklich der richtige Weg ist.
 
Naja, bei aller Liebe - auch ich fand das da oben bei meinen 2 Besuchen recht cool- muss man Chrigel wohl Recht geben....

Das Gästepotential da oben ist einfach zu gering, kaum Tagesgäste, dazu ein typisches März-Gebiet, vorher oft nebelig - irgendwoher müssen die gewöhnlichen Schneemassen am Bernina-Pass doch kommen.

Pendelbahnen sind einfach für den heutigen Skigast nicht mehr attraktiv, kannste machen, was du willst.

Und um die Ecke liegt das Skiparadies Livigno.

Und bei meinen Besuchen war es so, dass die Passstraße im Schnee versank, an der Lagalb aber nicht viel Schnee lag, Offpiste war nur eingeschränkt möglich.
 
Aus demselben Positionspapier der Gemeinde Pontresina geht ebenfalls hervor, dass das jährliche Defizit von 1,5 Mio. bei Vollkostenrechnung anfällt, d.h. inklusive Abschreibungen und Kapitalverzinsungen. Grundsätzlich ist das sicher gerechtfertigt, aber in diesem Fall schon etwas Äpfel und Birnen: Die Abschreibungen müssten nämlich bei einer Stilllegung genauso getätigt werden, halt einfach gleich alle aufs mal und die Bank will wohl auch wieder Geld sehen. Es bliebe dann bei einem operativen Defizit von 0.5 Mio. pro Jahr (Zahl wurde im Zusammenhang mit Battaglia genannt), ein Betrag, der zumindest im WM Winter verkraftbar sein sollte.

Aber ansonsten sind die hier genannte Argumente mindestens so hanebüchen.
Wenn wirklich nur jeder zehnte Diavolezzagast auch Lagalb fährt, sinkt einfach deren Umsatz um 10 %. Eine Stilllegung wäre ein ziemlicher Gesichtsverlust, nachdem man a) behauptet sie sei profitabel und b) Geld in eine Modernisierung gesteckt hat. Die wird schon noch 10 Jahre machen. Und was danach kommt, wer weiss, ich sage mal, spätestens wenn der Morteratschgletscher nicht mehr ist, wird wohl auch die Diavolezza als Berg uninteressant.
Zur Saisoneröffnung diesen Winter: Der obere Teil kann nicht beschneit werden, und wie die Schneelage anfangs Januar aussah, kann man in einem anderen Topic sich anschauen gehen. Die Lagalb öffnete am 16.1., eine Woche zuvor lag noch kein Schnee, und selbst wenn man 3 Tage vorher hätte öffnen können, macht das im Januarloch ehrlicherweise keinen Unterschied.
Was das unfähige Management anbelangt: Es scheint zumindest nicht das erste zu sein, wenn von 52 Betriebsjahren nur deren 2 gewinnbringend waren; ich empfehle sonst den Betreffenden, sich dort mal selbst im managen zu versuchen.

PS: Ich werde wohl kaum mehr an der Diavolezza anzutreffen sein. Aber nicht weil ich den Bergbahnen eins auswischen möchte, sondern weil für mich die Lagalb der interessantere - wenn auch für einen Tag zu kleine - Berg ist. Daher fuhr ich bisher wenn, dann an beiden. Aber ehrlicherweise habe ich es kaum je häufiger als einmal pro Saison geschafft
 
KnM schrieb:
weil für mich die Lagalb der interessantere - wenn auch für einen Tag zu kleine - Berg ist. Daher fuhr ich bisher wenn, dann an beiden
Ich war bislang nicht sehr oft im Engadin, vielleicht können Vielfahrer dazu was sagen, ob das ein typisches Verhalten für Besucher ist. Dass Lagalb angeblich nur 10% der Besucherzahlen der Diavolezza hat, entspricht jedenfalls nicht meinem Eindruck, nicht in der Wintersaison. Leider gibt es keine offiziellen Zahlen dazu. Bei meinem letzten Besuch war ich mehrmals dort, aber ohne Lagalb macht Diavolezza für mich auch kaum noch Sinn, vor allem, wenn Morteratsch zu ist. Das wiederum wird sich auf meine künftige Planung auswirken. Bislang liegt Pontresina relativ zentral im Skigebiet. Diavolezza, Lagalb und Corviglia sind gut zu erreichen. Wenn Diavolezza wegen der Schließung der Lagalb an Attraktivität verliert, werde ich mich künftig bei der Wahl meiner Unterkunft mehr nach Westen orientieren.
 
KnM schrieb:
Zur Saisoneröffnung diesen Winter: Der obere Teil kann nicht beschneit werden, und wie die Schneelage anfangs Januar aussah, kann man in einem anderen Topic sich anschauen gehen.
Genau. Zur Erinnerung, so sah es im Dezember an der Corviglia aus:
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NeusserGletscher schrieb:
.............Bislang liegt Pontresina relativ zentral im Skigebiet. Diavolezza, Lagalb und Corviglia sind gut zu erreichen. Wenn Diavolezza wegen der Schließung der Lagalb an Attraktivität verliert, werde ich mich künftig bei der Wahl meiner Unterkunft mehr nach Westen orientieren.
Verständlich - andererseits sind es von P. bis zum Talstation der Gondelbahn Marguns in Celerina nur ein paar Minuten Fahrzeit mit dem Auto. Wir hatten immer nur einen kurzen Gehweg von unserer Unterkunft zur Talstation Muottas Muragl. Mit dem Skipass umsonst o. verbilligt (hab ich vergessen) abends rauf ins Restaurant.
Würde wieder nach P. gehen.
 
Wo ist da jetzt der Widerspruch zu den bisherigen Aussagen? Wenn auf Corviglia eine Beschneiung im Dezember technisch möglich war, dann wäre sie doch technisch auch auf Lagalb möglich, oder?
Fab schrieb:
P. bis zum Talstation der Gondelbahn Marguns in Celerina nur ein paar Minuten Fahrzeit mit dem Auto
Marguns ist von Pontresina aus mit dem Bus auch bequem zu erreichen und die Fahrzeit nicht wesentlich länger. Die Fahrzeit per Bus zum Skigebiet Corvatsch liegt dagegen bei knapp 40 Minuten. Deswegen macht es für mich künftig weniger Sinn, in Pontresina einzukehren. Von St. Moritz Bahnhof ist man mit der Bahn schnell im Berninagebiet, wenn denn Morteratsch aufhat. Diavolezza ohne Morteratsch und Lagalb werde ich jedenfalls nicht mehr besuchen.
 
NeusserGletscher schrieb:
KnM schrieb:
weil für mich die Lagalb der interessantere - wenn auch für einen Tag zu kleine - Berg ist. Daher fuhr ich bisher wenn, dann an beiden
Ich war bislang nicht sehr oft im Engadin, vielleicht können Vielfahrer dazu was sagen, ob das ein typisches Verhalten für Besucher ist. Dass Lagalb angeblich nur 10% der Besucherzahlen der Diavolezza hat, entspricht jedenfalls nicht meinem Eindruck, nicht in der Wintersaison. Leider gibt es keine offiziellen Zahlen dazu. Bei meinem letzten Besuch war ich mehrmals dort, aber ohne Lagalb macht Diavolezza für mich auch kaum noch Sinn, vor allem, wenn Morteratsch zu ist. Das wiederum wird sich auf meine künftige Planung auswirken. Bislang liegt Pontresina relativ zentral im Skigebiet. Diavolezza, Lagalb und Corviglia sind gut zu erreichen. Wenn Diavolezza wegen der Schließung der Lagalb an Attraktivität verliert, werde ich mich künftig bei der Wahl meiner Unterkunft mehr nach Westen orientieren.

Bin ich ein Durschnittstourist? Keine Ahnung...
Wir waren einmal im Urlaub für eine Woche dort. Gewohnt in Celerina mit gutem Einstige ins Skigebiet. Einen Tag Coviglia, einmal Corvatsch, einmal Diavolezza/Lagalb (jeweils zum Ausprobieren), dann sind wir den Rest an der Corviglia geblieben.
Die Anreise in die "anderen" Skigebietsteile mit dem Skibus war unendlich lästig: gequetscht im rappelvollen Bus gut 30-40 Minuten (mit Zwischenhalten) muss ich nicht oft haben. Diavolezza ist für nen halben Tag gut, danach sind wir rüber auf nen halben Tag Lagalb, was aber schon das längste der Gefühle war. Die Anreise nochmal auf mich nehmen wollte ich angesichts des eingeschränkten Angebotes nicht; außerdem nur Pendelbahnen... Mit ner Bondo KSB und vllt. 1-2 KSB am Lagalb wäre es sicher interessanter gewesen. Ohne Lagalb hingegen hätte ich mich wohl garnicht erst auf den Weg zur Diavolezza gemacht. Mit Entfall der Lagalb ist mEn Diavolezza auch nicht mehr interessant, und damit möglicherweise das ganze Gebiet für eine Woche Urlaub nicht mehr groß genug...
 
Ich behaupte mal die Diavolezza-Bahn bleibt uns noch langer erhalten. Bloß ob sie im Winter dann noch offen hat ist die andere Frage. Im Sommer ist die Bahn perfekt. Da werden immer Leute kommen den das Panorama an der Bergstation ist genial.
Ich kenne den Corvatsch nicht aber wäre dort das selbe am Gletscher möglich wie an der Diavolezza? So könnte man den frühen Saisonstart verlagern und dadurch erhalten. Auch wäre dann die Piste schneller zu erreichen als bisher für die Schweizer.
 
Vor allem eine Schließung ohne die Hahnenseebahn als Ausgleich ist einfach nur dumm. Es ist schon ironisch, dass sinnvolle Bahnen wie die Hahnenseebahn scheitern, aber unnötige wie das V Projekt oder die Piz Val Gronda Bahn durchkommen. Die Urdenbahn hat doch gezeigt, dass man für Neuerschließungen in der Schweiz zwar kämpfen muss (notfalls Juristisch), aber nicht unmöglich sind. Man darf sich einfach nicht so schnell unterkriegen lassen und muss Durchhaltevermögen zeigen.
 
Ein Bergbahnunternehmen hat auch Verantwortung für die Region. Ich kenne die Aktionärsstruktur im Oberengadin nicht, aber auch die regionale Tourismusorganisation muss Verantwortung übernehmen und eben auch nicht rentable Bahnen oder andere Infrastruktur (wie z. B. Termen, Schwimmbäder, Hütten, Wanderwege, etc.) unterstützen. Das ist eine Grundaufgabe. Im Oberengadin gibt es genug "reichen" Tourismus, der höhere Abgaben vertragen könnte. Hier ist auch der Souverän gefragt. Wenn nur die Rosinen gepickt werden, dann geht irgendwann auch der Charme verloren.

Ich selber war bisher nur ein paar Mal dort (Diavolezza/Lagalb) unterwegs. Ich würde aber jederzeit sehr gerne wiederkommen. Es ist ein kleines, anderes Skigebiet. Und auf Grund meiner winterlichen Erlebnisse bin ich mit Familie auch schon im Sommer in das Gebiet gekommen (Morteratsch).

Hier sollten die Verantwortlichen (Eigentümer, Region, Tourismusorgranisation, Souverän) noch einmal über die Bücher gehen.
 
Zur Aktionärsstruktur gibt es wenig Informationen. Lediglich der Fusionsbericht von 2007 gibt ein paar dürftige Hinweise.

Gemeinde St. Moritz: 21,1 %
Kleinaktionäre 57,19 %
Familien Wieser 17,33 %
Familien Meili 4,38 %

Das Thema ist durch. Lagalb wird definitv mit dem Ende dieser Saison den Winterbetrieb einstellen. Die GL wird an diesem Entschluss nichts mehr ändern, erst recht, nachdem vermutlich auch diese Saison nicht so toll gelaufen ist. Diavolezza wird dadurch einiges an Attraktivität und damit Besuchern verlieren. Sicher wird es einige Wintersportler geben, die künftig deswegen nicht mehr ins Engadin fahren. Aber denjenigen, denen bislang die Anfahrt zur Diavolezza zu umständlich war, wird es nicht stören. Angenommen, es kommen wegen der Schließung der Lagalb effektiv 5% weniger Gäste, dann liegt das immer noch im Rahmen normaler Schwankungen. Und wenn die nächste Saison witterungsbedingt besser läuft, dann wird der Verlust durch die steigenden Besucherzahlen mehr als kaschiert. Weil die GL die genauen Zahlen nicht rausrückt sondern als Herrschaftswissen betrachtet, wird man da auch nur schwer gegen argumentieren können.

Bilanztechnisch stehen die BEST gar nicht so schlecht da. Ohne die Rückstellung von 1.500 TCHF für den Rückbau der Lagalb hätte man das Geschäftsjahr 2014/15 sogar mit einem Plus von 1.200 TCHF abgeschlossen. Aber wenn wie hier ein paar Posts zuvor vermutet der operative Verlust der Lagalb bei 500 TCHF liegt, dann weckt dies natürlich Begehrlichkeiten.

Das ist halt so wie früher bei der Deutschen Bahn. Dort hat man auch vermeintlich unrentable Nebenstrecken geschlossen. Bis dann wegen vieler geschlossener Nebenstrecken die Fahrgäste auch auf den Hauptstrecken fehlten. Das Schema ist eigentlich immer gleich. Erst wird über Jahre nicht oder falsch investiert. Das Angebot wird ausgedünnt und für die Gäste immer unattraktiver, bis dann am Ende die nackten Zahlen nur noch eine logische Schlußfolgerung zulassen. Es ist ja auch einfacher, einen auf dem Papier unrentablen Betriebsteil zu schließen als sich aus dem Fenster zu lehnen, ordentlich Geld in die Hand zu nehmen und mit neuen Ideen das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Das ist halt der Unterschied zwischen Unternehmertum und Krämerseelen. Hätte sich die Lagalb trotz Moderisierung, Werbung und besserem Angebot nicht rentiert, dann könnte ich den Entschluss verstehen. So aber hat die Geschäftsführung den Berg mit voller Absicht gegen die Wand gefahren.
 
NeusserGletscher schrieb:
Weil die GL die genauen Zahlen nicht rausrückt sondern als Herrschaftswissen betrachtet, wird man da auch nur schwer gegen argumentieren können.
Warum? Ist das eine Private AG? D.H. die Aktien werden nicht öffentlich gehandelt?
 
Offensichtlich wird das Papier auch öffentlich gehandelt, wenngleich sich die Umsätze in Grenzen halten. Wir können ja eine feindliche Übernahme probieren :mrgreen:

Im Internet finde ich jedenfalls keine Zahlen dazu, wieviele Besucher der Diaolezza im Tagesverlauf auch die Lagalb besuchen oder wie sich die Frequenzen zwischen Lagalb und Diavolezza verteilen. Merkwürdig, denn diese Zahlen wären viel aussagekräftiger in Bezug auf die Nutzung durch die Gäste als der Vergleich der Tageseintritte.
 
Was ich übrigens interessant finde ist der Aspekt, dass die Gemeinde Pontresina sich nur passiv und "hinnehmend" geäußert hat.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es im Hintergrund so einige Diskussionen gibt, ob sich die öffentliche Hand nicht doch beteiligen soll, um sich selbst nicht irgendwann im Winter finanziell austrocknen zu lassen. Ein stetiger Rückgang der Gästezahlen im Winter würde die Gemeindefinanzen nachhaltig belasten.
Sollte sich tatsächlich kein Dritter finden, der die Bahn noch betreiben möchte, gibt es wohl nochmal Diskussionspotential, ob man doch von öffentlicher Seite einspringen soll.
Für mich scheint es ziemlich schwer vorstellbar, dass Pontresina mittel- bis langfristig billigend in Kauf nimmt, dass sie faktisch so gut wie keinen alpinen Skisport mehr anbieten. Und wenn es nur noch Corvigliatsch gibt, gibt es weniger Gründe, in Pontresina zu wohnen...
 
Ein isolierter Betrieb der Lagalb macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn. Dann hat Diavolezza die Tageseintritte und Lagalb die Kosten. Das weiß auch die GL, daher ist die Offerte nur ein Scheinangebot, um der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen und guten Willen zu demonstrieren.

Der sytematische Fehler liegt darin, beide Gebiete getrennt und nicht als Einheit zu sehen. Aus dem Geschäftsbericht 2006/07 geht hervor, dass Diavolezza/Lagalb ca. 1/7 der Ersteintritte der Corviglia hat. Corviglia hat aber ca. 20 Transportanlagen (2 Standseilbahnen, 2 PB, 1 EUB, 12 Sessel, 3 SL), Diavolezza / Lagalb lediglich drei. Ponylifte nicht mitgerechnet, aktuellere Zahlen wurden nicht mehr veröffentlicht. Davon ausgehend kann ich mir gar nicht vorstellen, dass die Bilanz von Diavolezza / Lagalb so schlecht ist. Die Krämer behaupten nun, die Lagalb würde den Gewinnn der Diavolezza schlucken. Ich denke, würde man die Transportanlagen auf der Corvigila isoliert betrachten, dann sähe es für manche Anlage dort ebenfalls nicht gut aus.

Entscheidend ist halt die Frage, wieviele Gäste der Diavolezza auch die Lagalb nutzen. Aber selbst Aktionären werden hier genaue Zahlen vorenthalten, wie man einem Kommentar vom 21.2.16 in der Engadiner Post entnehmen kann. Ich schätze, dass wenigstens 1/3 der Besucher der Diavolezza mit der Sonne auf Lagalb wechselt.

DIe GL hat alles getan, um Lagalb als vermeintlichen Verlustbringer zu schliessen und eine Übernahme durch einen anderen Betreiber zu verhindern. Auch wird Lagalb ziemlich bald abgebrochen um Fakten zu schaffen, entsprechende Rückstellungen wurden bereits gebildet. Aber selbst, wenn die Diavolezza nur 20% der Ersteintritte verliert, werden diese Zahlen eine Diskussion über den weiteren Winterbetrieb auf der Diavolezza auslösen.

Und ich denke, dass dies so auch beabsichtigt ist.

3303 schrieb:
Und wenn es nur noch Corvigliatsch gibt, gibt es weniger Gründe, in Pontresina zu wohnen...
Das sehe ich auch so. Pontresina wird aber klug genug sein, sich nicht von den Bergbahnen die Verluste aufschwatzen zu lassen, während die Aktionäre den Gewinn einstecken.
 
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