So, wie versprochen noch ein wenig heute recherchiertes Hintergrundwissen zum Thema Zukunft der Bergbahnen Sedrun. Achtung, das wird lang werden - doch wer sich nicht dafür interessiert, muss ja nicht mitlesen. Zusammengefasst zunächst mal der aktuelle Stand:
- Die Bergbahnen Sedrun favorisieren klar die 6er-Sesselbahn Mulinatsch als erste Priorität (und setzen daneben auf Tgom oder Sommerbetrieb Milez). Die Finanzierung der 6KSB steht aber noch auf wackligen Beinen. Die Total 10.3 Millionen Franken würden aus verschiedenen Quellen finanziert, u.a. mit je zwei Millionen von der Gemeinde und vom Kanton. Der Kanton Graubünden will 2 Millionen nur zur als Kredit Verfügung stellen, wenn die Bergbahnen Sedrun mit Disentis fusionieren. Das will Sedrun aber nicht - allenfalls einen Tarifverbund. Das lehen die Arenbergischen Gesellschaften, Mehrheitsaktionäre der Bergbahnen Disentis mit Sitz in Düsseldorf, aber ab. Im Dorf ist die Angst gross, dass man im Falle einer solchen Fusion "aus Deutschland regiert" werde, da die Arenbergischen Gesellschaften im Falle einer Fusion die Aktienmehrheit verlangt hätten. Heute sind die Bergbahnen Sedrun zu 51% im Besitz der Gemeinde Tujetsch, dessen grösster Ortsteil Sedrun ist. Zudem gibt es viele einheimische Kleinaktionäre. Der
Tarifverbund mit Andermatt ist vielerorts auf Anklang gestossen und hat zu mehr Fahrten geführt. Das Gemeindeparlament schlägt der Gemeindeversammlung (bei der alle EinwohnerInnen der Gemeinde erscheinen und abstimmen können) vor, seitens der Gemeinde 2 Millionen zinsfrei zu sprechen - unter der Bedingung, dass die gesamte Finanzierung gesichert ist. Diese Versammlung findet am 31. März statt. Dort wird sicher auch nochmals das Thema Tgom / Cungieri zur Sprache kommen, das in der Bevölkerung präsent ist. In alle Haushaltungen des Tales wurde letzte Woche eine Broschüre verteilt, in der detailliert informiert wird.
Ich habe mir erlaubt, die für uns hier wichtigen Teile zu scannen (PDF, 2 MB). Hier ist detailliert (in deutsch!) aufgeführt, wie es zur heutigen Strategie kam, was die Zwischenstationen waren, wie sich die Bergbahnen die Zukunft vorstellen und weshalb die 6KSB Mulinatsch als zentral erachtet wird.
- Auch einen Sportshop bei der Talstation Dieni solls bald geben.
- Der Skilift Drun (zuoberst in Valtgeva) wird nächstens oder dann im Sommer demontiert, ebenso wie die Sesselbahn Cungieri
es schon ist.
- Der Doppelskilift Coulm Val, der durch die 6KSB ersetzt werden soll, wird entweder verschrottet oder eventuell in den Osten verkauft - Interessenten seien schon zu Besuch gewesen. Sicher ist aber nichts.
- Mit den bestehenden Stützen in Cungieri "noch irgendetwas zu machen", sei unmöglich gewesen - sie seien in einem zu schlechten Zustand für die Verwendung im Zusammenhang mit einer was-auch-immer-für-einen neuen Bahn.
Nun zu den Details. Im oben verlinkten PDF steht ja schon einiges. Aufschlussreich bezüglich Cungieri, Tgom und 6KSB Mulinatsch ist auch das Protokoll der Versammlung des Gemeindeparlamentes vom 1. März 2006, als diskutiert wurde, was der schliesslichen entscheidenden Gemeindeversammlung für eine Vorlage präsentiert würde. Es folgt im Quote eine fast komplette Übersetzung des romanischen Protokolls dieser Sitzung aus dem letzten Gemeindemitteilungsblatt. Einige wenige Teile sowie die Namen der Betroffenen wurden weggelassen, und die Übersetzung erfolgt ausdrücklich ohne Gewähr! Es werden nur die Beratungen zum Traktandum 4 (Investitionskredit Bergbahnen Sedrun Rueras AG) widergegeben.
In der Einleitung wird erwähnt, dass es seitens Gemeinde und Bergbahnen wichtig sei, offen zu kommunizieren. Die Investition in die 6er-Sesselbahn sei ein Ausdruck der Kraft und ein wichtiges Zeichen, dass man bereit sei, in den Tourismus zu investieren. Die Investition sei wohl abgewogen und es vorsichtig kalkuliert worden.
Peter Furger legt dar, dass die Investition ein entscheidender Schritt für Bergbahnen und Gemeinde sei. Mit dem Tarifverbund "Gotthard-Oberalp-Arena" habe es 10% mehr Fahrten gegeben. Zudem sei der Entscheid richtig gewesen, Valtgeva weiterzuführen. Cungieri sei momentan nicht zu realisieren; einerseits erlaube die finanzielle Situation keine Investition, andererseits sei es nicht sinnvoll, ohne endgültigen Entscheid bezüglich Pota Alpina ein solches Vorhaben durchzuziehen. Heute könne man nicht abschätzen, welche Notwendigkeiten die Porta Alpina mit sich bringen werde. Cungieri werde aber weiter als Möglichkeit in Betracht gezogen.
Erste Priorität hätten die Beschneiungsanlagen sowie die Sesselbahn Mulinatsch. Heute bestehe zwar die Möglichkeit, weite Teile des Skigebietes zu beschneien - hingegen sei das Skilifttrassee nur schwer beschneibar. Gute Pisten - aber keine Transportmöglichkeit zu ihnen - seien letztlich sinnlos. Im Hinblick auf die Porta Alpina müsse man die Investition in die 6er-Sesselbahn einfach machen - zusammen mit Andermatt hätte man sodann ein sehr gutes Bergbahn-Angebot.
Wichtig sei aber auch ein Sommerangebot. Da Cungieri momentan geschlossen sei, hätten die Bergbahen entschieden, vom 6.6. bis 22.10.2006 den Tgom für das Publikum zu öffnen. Furger ist überzeugt, dass der Tgom eine sehr gute Alternative zu Cungieri sei. Zweite Priorität habe der Sportshop der Bergbahnen. Die Gäste wolle heute bei der Talstation sei Equipment mieten können. Finanziell hätten die Bergbahnen durch den Cash Flow 2 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung, um Investitionen zu tätigen und bestehenden Kredite zu amortisieren. Eine Investition von über 10 Millionen für den neuen 6er-Sessellift sei eine sehr grosse Summe. 5 Millionen sollen durch Leasing finanziert werden - die Zinsen hierfür seien derzeit günstig und können für 10 Jahre auf dem heutigen Level gesichert werden. Weitere zwei Millionen sollen über einen Investitoionskredit des Kantons hereinkommen (IHG-Kredit). Ohne die zwei Millionen der Gemeinde sei das Projekt nicht realisierbar. Kurz vor der Gemeindeversammlung habe er ein Schreiben vom kantonalen Amt für Wirtschaft Tourismus erhalten - der Kanton könne nicht auf das Begehren eintreten, solange es keine Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Disentis gebe. Peter Furger hält dies für eine sehr harte Entscheidung. Er habe vom Kanton eine andere Haltung erwartet - die Zusammenarbeit Gotthard-Oberalp-Arena würde überhaupt nicht honoriert. Man habe den Bergbahnen Disentis einenTarifverbund vorgeschlagen; dies sei aber schriftlich zurückgewiesen worden. Peter Furger sieht auch in Zukunft keine Möglichkeit, mit Disentis zusammen zu arbeiten.
Eine Finanzierung ohne das Geld vom Kanton sei möglich, allerdigs seien dann die Aussichten wenig rosig. Dennoch wünsche sich Furger von der Gemeinde einen positiven Entscheid. Jemand müsse vorangehen und den anderen zeigen, dass jemand der ersten Schritt macht. Nach einer Baubewilligung werde erst nachgesucht, wenn das Projekt finanziell und technisch gesichert sei.
Ein Parlamentsmitglied will wissen, ob die Bergbahnen weiter für das Geld vom Kanton kämpfen. Er unterstütze zudem den Bau der 6er-Sesselbahn Mulinatsch. Im Zusammenhang mit dem Sportshop hat das Ratsmitglied aber Angst, dass das Dorfleben leiden würde (Sportgeschäfte). Betreffend Sommerbetrieb möchte er wissen: Ist es vorgesehen, die Wanderwege auf dem Tgom auszubauen? Ist die Sanierung des Restaurants Cungieri auch in den vier Millionen inbegriffen, die man in Cungieri investieren wolle? Was ist mit den 250'000 Franken, die die IG Pro Cungieri gesammelt hat? - Peter Furger antwortet, dass die Bergbahnen alles in ihrer Macht stehende tun, um das Geld vom Kanton zu bekommen. Der Sportshop sei ein Muss. Man wolle aber mit den lokalen Sportgeschäften zusammenarbeiten, soweit es möglich ist. Betreffend Wanderwege weiss ein Anwesender, dass dieses Thema diskutiert werde; eine Sitzung mit dem Verein Bündner Wandrewege finde noch im März statt. Peter Furger sagt, dass in den vier Millionen auch die nötige Sanierung des Restaurants Cungieri inbegriffen sei. Heute sei die Zeit aber noch nicht reif, in Cungieri zu inevstieren, siehe obige Gründe. Die 250'000 Franken von Pro Cungieri würden sicher ins Projekt einfliessen. Der Tgom sei eine Lösung für ein Jahr. Die Kosten dafür betragen 30'000 Franken (Container für ein Restaurant). Um eine langfristige Lösung zu haben, brauche es Investitionen von 300'000 Franken. Nach der Sommersaison 2006 wolle man entscheiden, ob das Angebot Tgom weitergeführt werde.
Der Kredit der Gemeinde soll zinsfrei angeboten werden. Peter Fruger ist sehr froh, dies zu hören, man könne wirklich jeden Franken brauchen. Wichtig sei auch, das Bettenangebot zu erhöhen. Jedes Bett bringe den Bergbahnen 1000-2000 Franken Mehreinnahmen. Darauf werde die Gemeinde sicher Prioritär hinarbeiten.
Eine weitere Frage aus der Runde betrifft die Schlittelbahn Milez. Peter Furger betont, dass diese weiterhin eine wichtige Rolle spielen werde. Die Sesselbahn Mulinatsch habe keinen Einfluss auf die Schlittelbahn. Eine andere Frage wird zum Zeitplan gestellt; gemäss Bergbahnen verhindere technisch und zeitlich gesehen nichts den Bau der Sesselbahn. Einzig die Finanzierung müsse gesichert sein. Ein Ratsmitglied möchte wissen, wie es denn genau mit der Zusammenarbeit mit Disentis stehe - Peter Furger antwortet, dass es derzeit keine gemeinsame Lösung gebe, und dass die Bergbahnen Disentis absolut nicht kooperationsbereit seien.
Der Gemeindepräsident legt dar, dass sich die Gemeinde auch überlegt habe, was ohne die zwei Millionen des Kantons passiere. Eigentlich ändere sich nichts - der Gemeindekredit werde nur freigegeben, wenn die gesamte Finanzierung gesichert sei. Woher das restliche Geld komme, sei der Gemeinde letztlich egal. Es gelte auch ein klares Signal zu setzen, dass der Besitzer (die Gemeinde) an die Bergbahnen glaube. Daher müsse man den ersten Schritt machen.
Ein Ratsmitglied betont, dass es noch Hoffnung gebe - der Kanton habe nicht "nein" gesagt, er sei lediglich nicht auf das Kreditbegehren eingetreten.
Ein Anwesender bemerkt, dass es fast so aussehe, wie wenn Cungieri zugunsten der Sesselbahn Mulinatsch geopfert werde - und das für lange Zeit. Die Motive seien klar: Die Bergbahnen hätten kein Geld und wollten die Porta Alpina abwarten. Der Dorfbevölkerung und den Gästen fehle etwas. Der Tgom sei eine gute Alternative, könne aber Cungieri nicht ersetzen. Cungieri dürfe nicht sterben, er stelle daher folgenden Antrag: Die Bergbahnen Sedrun verpflichten sich, jährlich Geld auf die Seite zu tun, um später Cungieri zu realisieren. Der Betrag wird aufgrund der Anzahl Fahrten mit der Sesselbahn Mulinatsch berechnet: 6 Rappen pro Person, und das 10 Jahre lang. Dies ermögliche eine erste Investition in eine neue Anlage auf Cungieri.
Der Gemeindepräsident mahnt, dass man sich nicht ins operative Geschäft der Bergbahnen einmischen solle - dies sei Sache des Verwaltungsrates. Er glaube nicht, dass diese Lösung Cungieri helfen würde. Sie verhindere eher den Bau der Sesselbahn Mulinatsch, und man laufe Gefahr, am Schluss gar nichts mehr zu haben. Daraufhin zeiht das Ratsmitglied seinen Antrag zurück.
Ein weiteres Mitglied stellt den Antrag, den Kredit von 2 Millionen nur zu gewähren, wenn der Sportshop in Dieni von Prio 1 auf Prio 3 zurückgestuft werde. Der Gemeindepräsident bittet nochmals, sich nicht ins operative Geschäft der Bergbahnen einzumischen, worauf auch dieses Ratsmitglied seinen Antrag zurückzieht.
In der anschliessenden Abstimmung beschliesst das Gemeindeparlament einstimmig, den Kredit von zwei Millionen zinslos unter der Bedingung zu sprechen, dass die gesamte Finanzierung der Sesselbahn Mulinatsch gesichert sei - und diesen Beschluss der Gemeindeversammlung vorzulegen.
Einiges ist reichlich unlogisch. Auf der einen Seite besitzt die Gemeinde faktisch die Bergbahnen - andererseits wird die ganze Zeit gemahnt, sich nicht ins operative Geschäft einzumischen. Eine reichlich schwache Haltung eines Besitzers! - Oder positiv ausgedrückt: Man vertraut offenbar Peter Furger total. Nach diesem Protokoll erscheint er ganz klar als der starke Mann, der sagt, wo es lang geht und in dessen Anwesenheit schon gar nicht darüber diskutiert werden darf, ob man etwas anders machen kann als er vorschlägt. Es wird sich weisen, ob die Gemeindeversammlung auch dieser Meinung ist. Interessant ist auch, dass die das Abstimmungsergebnis schliesslich einstimmig erzielt wurde, auch wenn offenbar lange nicht alle Anwesenden so sicher waren, dass alles klappen wird... Cungieri wird zwar immer wieder erwähnt, und doch scheint sich niemand zu getrauen, eine klare Forderung zu stellen. Auch hier wieder positiv ausgedrückt: Offenbar hängt man zwar emotional an Cungieri, weiss aber zugleich, dass es derzeit finanziell chancenlos ist. Man wird auch den Eindruck nicht los, dass die Bergbahnen überall Geld zusammenkratzen, um die 6er-Sesselbahn um jeden Preis diesen Sommer zu bauen.
Was die Auflage des Kantons "2 Millionen gibts nur, wenn ihr mit Disentis zusammengeht" angeht, bin ich einigermassen fassungslos. Es kann ja wohl nicht Aufgabe der öffentlichen Hand sein (ich arbeite nebenbei gesagt auch zu 50% bei einer kantonalen Verwaltung), im 21. Jahrhundert dem guten alten Schweizer Kantönligeist dermassen Vorschub zu leisten. Selbst der Bundesrat (CH-Exekutive) hatte betont, dass mit der Porta Alpina die Zusammenarbeit der ganzen Region verstärkt werden müsse, also auch mit dem Tessin und Uri. Genau das tun die Bergbahnen nun - und werden vom Kanton dann so abgekanzelt.
Mal abgesehen davon, dass ich keine Rechtsgrundlage für so eine Auflage seitens Kanton sehe, ist mir zu Ohren gekommen, dass es zwischen den Bergbahnen Disentis und dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) gewisse indirekte personelle Verflechtungen gebe, das würde diese Haltung erklären. Ich denke, sobald sich mal ein lokales Mitglied des Kantonsparlamentes einschaltet, dürfte das dann vom Tisch sein. Wenn GrossrätInnen sich einschalten, spurt die Verwaltung in der Regel recht rasch...
Ob die Gäste der Region die Haltung der Disentiser Bergbahnen noch lange goutieren und der Druck für einen Tarifverbund nicht so sehr steigt, dass Disentis eines Tages einfach nicht mehr anders kann, ist die andere Frage. Gerade die schneearmen Weihnachtstage haben gezeigt, dass Disentis nicht auf Rosen gebettet ist. Irgendwann dürfte das auch bis Düsseldorf vordringen.
Noch als Backgroundinfo zum erwähnten IHG-Kredit: IHG bezieht sich auf das Bundesgesetz für Investitionshilfe für Berggebiete. Gemäss kantonalem Recht können Darlehen gewährt werden für den Bau und die Erneuerung von Infrastrukturen.
Mehr dazu direkt auf der Website des AWT.
Probleme gibts allenfalls mit der Kreuzung Schlittelbahn/Piste vor der Talstation Mulinatsch. Offenbar haben die Bergbahnen eine Lösung parat, die sie am 31.3. präsentieren werden. Ob der Seilbahnerverband das dann auch gutheisst, wird sich zeigen. Meiner Ansicht nach wäre ein kurzer Tunnel für die Schlittelbahn das Beste - aber das kostet dann auch wieder...
Ich persönlich bin gespalten: Ich bin ein grosser Cungieri-Fan, verstehe aber durch den Kontakt mit den Bergbahnleuten auch klar die dort vorhandenen Wünsche und Bedenken. Ich denke, ich könnte auch mit der Lösung Tgom leben - aber nur im Wissen, dass nach dem Bau der Porta Alpina auch in Cungieri wieder was kommt. Es tut weh, den Cungiri-Luft, den mein Grossvater noch mitgebaut hat, so im Schnee liegen zu sehen. Dass aber im Sommer nur noch die Sesselbahn bis Milez laufen würde (mit der Talstation weit hinten im Tal), fände ich schwach. Was Disentis angeht: Der Tarifverbund mit Andermatt ist eigentlich ne gute Sache, auch wenn die Tickets teurer wurden. Zumal aus Sedrun eh fast niemand nach Disentis geht, würden eher die Disentiser bzw. die dortigen Gäste profitieren. Da aber dann die Preise für Saisonkarten wohl weiter steigen: Nein danke dazu!
Ich bin natürlich seit ich denken kann auch ein Anhänger der
WSO-Doppelskilifte Coulm Val, versteht sich ja von selbst. Das Argument mit der Beschneiung der Skiliftpiste ist für mich nicht so stark - bisher hat das noch immer gut geklappt. SnowboarderInnen wären sicher froh um eine Sesselbahn - und ich hätte ehrlich gesagt unter dem Strich sicher auch mehr Spass an breiteren Pisten und schnellerer Fahrt. Die Bergbahnen sollen sich aber bitte nicht wie bei der 4KSB Dieni-Milez verkalkulieren und halt lieber noch ein Jahr warten. Und vor allem keine protzigen Bauten erstellen, was ja in den 90er-Jahren der Grund für einen Fast-Zusammenbruch der Gesellschaft war: Man hatte zwar die schönste Talstation des Landes, aber kein Geld mehr. Wenn ich die Skizze so anschaue, kommt mir der Bau für die Sessel-Lagerung doch reichlich übertrieben vor. Natürlich sieht das schön aus - aber ob das derzeit sein muss...
Mein Bildmaterial rund um Mulinatsch
ist hier abrufbar und wurde geringfügig erweitert. Infos von der Gemeindeversammlung am 31.3. versuche ich irgendwie in Erfahrung zu bringen - ich bin dann im Berner Oberland.