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Neues in Splügen – Tambo

Hier zwei Bilder vorletzte Woche beim Vorbeifahren geschossen
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Hab hier keinen Bericht über das Splügengebiet gesehen. Weiß jemand einen? Würde mich mal interessieren, wie es da oben so aussieht.
 
Jda, den kenn ich. :) (Den Bericht und den Autor, mit dem Autor zusammen war ich auch shcon in Splügen schifahren, aber das ist ein paar Tage her).

In dem Bericht sieht man gleich am Anfang sehr deutlich, was ich meine, was die Stützen der EUB angeht. (Ob die Bahn technisdch ok ist, weiß ich ja gar nicht, das will ich auch nicht beurteilen, ich meine nur deren äußerliches Erscheinungsbild).

Und zum Lattenstafel: Der Sessel ersetzt auch den Lattenstafel, Pisten gehen dabei ja keine verloren. Darum gibt es auch ein Sechsersessel, um die Kapazität beider Lifte abzudecken.

Das stimmt aber eben meines Erachtens nichts, weil man einen Lift nur identischer Strecke ersetzen kann. Hier fällt der Lift einfach weg. Dadurch gehen zwar keine Pisten verloren, aber die Möglichkeit sie zu wiederholen! Und das hat auch eine gewisse Bedeutung, die meines Erachtens beim Ersatz gerne übersehen wird. Nimm ein unrealistische Extrembeispiel, zur Verdeutlichung: stell Dir vor, in Zermatt würden alle Anlagen zwischen Furi und Klein Matterhorn durch eine einzige lange Anlage (mit ausreichend hoher Kapazität, gibts natürlich nicht, aber fürs Beispiel halt fiktiv) ersetzt. Keine Piste zwischen KMH und Furi ginge verloren, aber du müsstest JEDESMAL, wenn Du nochmal Gartenpiste fahren willst (oder welche auch immer) oder eine andere Variante ausprobieren, die ewig lange Strecke über den Gletscher zum Trockenen Steg schieben und JEDESMAL die enge (und sehr schöne, aber an manchen Tagen eher unangenehm zu fahrende) Piste Furgg - Furi fahren. Meines Erachtens wird das Vergügen an der Gartenpiste dadurch nicht gerade größer.

Wo es das tatsächlich gegeben hat, ist in Gressoney. Die haben einen ganzen Skigebietsteil mit ca. 10 Anlagen auf eine PB und KSB reduziert vor ein paar Jahren. Resultat: wo man früher einen Tag fahren konnte, ist einem jetzt spätestens nach zwei Stunden langweilig. Denn selbst, wenn es in der Mitte noch 500m Pistevariante gibt, die man noch nicht gefahren ist, dann fährt die restlichen 2 km Piste dafür nicht extra zum 10. mal. Dazu kommt, dass Anfang und Ende der Piste immer stark überfüllt sind (ist ja logisch, wenn alles durch eine Anlage ersetzt wird), und man gerade die nervigen Stücke jedesmal wiederholen muss. UNd abwechslungsreicher wirds dadurch auch nicht.

So schlimm wird es in Splügen sicher nicht werden. Aber gut finde ich den ersatzlosen Wegfall des Lifts trotzdem nicht.

@Lifte: Ich habs nachgeschaut. Es gab früher oben vier Lifte, einer wurde durch die EUB II ersetzt, eine jetzt durch die KSB, der dritte ist Lattenstafel und der vierte ist ein Lift zwischen Lattenstafel und EUB Bergstation. Von dem weiß ich nicht, ob er noch steht, das ist ein kurzer Übungslift. Falls der Weggefallen wäre, wärs nicht soo tragisch glaube ich, insofern hab ich mich da wohl geirrt.
 
quote="trincerone"]Wo es das tatsächlich gegeben hat, ist in Gressoney. Die haben einen ganzen Skigebietsteil mit ca. 10 Anlagen auf eine PB und KSB reduziert vor ein paar Jahren. Resultat: wo man früher einen Tag fahren konnte, ist einem jetzt spätestens nach zwei Stunden langweilig. Denn selbst, wenn es in der Mitte noch 500m Pistevariante gibt, die man noch nicht gefahren ist, dann fährt die restlichen 2 km Piste dafür nicht extra zum 10. mal. Dazu kommt, dass Anfang und Ende der Piste immer stark überfüllt sind (ist ja logisch, wenn alles durch eine Anlage ersetzt wird), und man gerade die nervigen Stücke jedesmal wiederholen muss. UNd abwechslungsreicher wirds dadurch auch nicht.[/quote]

Also Trinc, da malst du aber pechschwarz :wink:
Ich habs da noch nie stark überfüllt erlebt. Ganz abgesehen davon gibts ober eine 2. praktisch immer leere Piste und unten eine Abkürzung ganz runter.
Das Pistenangebot hat sich durch die Reduktion der Anlagen reduziert, einige Pisten sind schlicht weggefallen. Auslöser waren sicherlich wirtschatliche Argumente. Es war also keine blose Zusammenfassung mehrerer alter Anlagen durch wenige neue.
Ganz nebenbei und vielleicht unabsichtlich haben sie dadurch aber ihr Profil als Hochburg der Freerider gestärkt. Die Möglichkeiten im Gelände sind gestiegen und sehr beachtlich (nicht nur 500 m Variante in der Mitte . Ich jedenfalls trauere den vielen Liften in dem Sektor nicht nach. Und langweilig wirds auch nicht - erst recht nicht, wenn man die Möglichkeiten im Gelände nutzt. Aber das ist natürlich Geschacksache und wo man seine Präferenzen hat.
Für mich haben die Bergbahnen dort den richtigen Weg gewählt.
 
^^ Es gibt doch verschiedene UNI-G größen, wie UNI-G XL, UNI-G M und UNI-G Small. Kommt drauf an ob man viel Platz hat oder Stationsgaragierung mit mögllichst langer Station möchte.
 
Also Trinc, da malst du aber pechschwarz :wink:
Ich habs da noch nie stark überfüllt erlebt. Ganz abgesehen davon gibts ober eine 2. praktisch immer leere Piste und unten eine Abkürzung ganz runter.
Das Pistenangebot hat sich durch die Reduktion der Anlagen reduziert, einige Pisten sind schlicht weggefallen. Auslöser waren sicherlich wirtschatliche Argumente. Es war also keine blose Zusammenfassung mehrerer alter Anlagen durch wenige neue.
Ganz nebenbei und vielleicht unabsichtlich haben sie dadurch aber ihr Profil als Hochburg der Freerider gestärkt. Die Möglichkeiten im Gelände sind gestiegen und sehr beachtlich (nicht nur 500 m Variante in der Mitte . Ich jedenfalls trauere den vielen Liften in dem Sektor nicht nach. Und langweilig wirds auch nicht - erst recht nicht, wenn man die Möglichkeiten im Gelände nutzt. Aber das ist natürlich Geschacksache und wo man seine Präferenzen hat.
Für mich haben die Bergbahnen dort den richtigen Weg gewählt.

Sprechen wir vom gleichen Berg? (Bettaforca?)

Der Anteil Pisten, der weggefallen ist war so minmal (5% oder so?), dass er quasi nicht ins Gewicht faellt. Gleichzeitig sind mit dem oberen Schlepplift die zugaenge zu den Routen auf dieser Seite abgeschnitten worden, die Anzahl an Freeridemoeglichkeiten muesste also eigentlich abgenommen haben. Mir gehts aber auch nicht um die Routen in diesem Fall, denn ich gehe auch oft schifahren mit Leuten, die abseits der Pisten nicht unterwegs sind. Wenn ich dann alle Pisten von nur einer einzigen KSB erschlossen vorfinde, dann kann ich da kaum einen Tag schifahren, denn dafuer ist das einfach zu wenig. Wenn hingegen fuenf Anlagen vorfinde, die gestaffelt verschiedene Teile des Hanges erschliessen, geht das schon.

Ansonsten ist voll natuerlich relativ, aber ich da jetzt vermutlich so fuenfzehnmal und es war immer so, dass es Abschnitte auf der Piste gab (vor allem oben), wo man deutlich acht geben musste, was den Verkehr angeht.
 
So nun hier zu den UNIGs, diesmal stimmt es das andere könnt ihr vergessen:

Die Talstation ist eine UNIG L und 27m lang, so kann man die Sessel direkt in der Station garagieren.
Die Bergstation ist eine UNIG M.
 
trincerone schrieb:
Sprechen wir vom gleichen Berg? (Bettaforca?)

Ja.

trincerone schrieb:
Ansonsten ist voll natuerlich relativ, aber ich da jetzt vermutlich so fuenfzehnmal und es war immer so, dass es Abschnitte auf der Piste gab (vor allem oben), wo man deutlich acht geben musste, was den Verkehr angeht.

Klar. Der beim Hochfahren linker Hand befindliche Starthang ist voller als der Rest, da darüber die Verbindung Gressoney - Champoluc in beiden Richtungen verläuft. Aber er ist breit, kurz und verglichen mit anderen Skigebieten immer noch recht leer. Außerdem es gibt noch die andere, rechte Seite. Beim Ausstieg rechts auf eine zweite Piste, dort ist es praktisch immer leer.
 
trincerone schrieb:
Wer das Skigebiet von Splügen kennt, dem sollte klar sein, dass der Skilift Bodmenstafel den heutigen Ansprüchen der Durchschnittskunden nicht mehr genügt. Ich finde Splügen ist ein gutes Beispiel eines kleinen Skigebiets in einer wirtschaftsschwachen Randregion, welches ständig am Ball bleibt und sehr sinnvoll und nachvollziehbar investiert.

Seh ich persönlich irgendwie nicht so. Das Schigebiet unter dem Monte Tambo ist eines der schlecht erschlossensten Skigebiete, die ich kenne. Das hat sich durch die verschiedenen Neubauten der letzten Jahre auch nicht geändert, denn die Trassen wurden beibehalten und es scheinen auch noch Lifte ersatzlos weggefalle zu sein (hier bin ich mir nicht 100% sicher, aber ich meine mich an einen SL mehr dort oben zu erinnern). Modern ist das Schigebiet meines Erachtens leider auch überhaupt nicht. Es verfügt über eine völlig klapprige, sehr kurze und infrastrukturell meine Erachtens absolut überflüssige fixe 3er Sesselbahn und eine mittlerweile auch irgendwie heruntergekommene EUB von vor fünfzehn Jahren.

Durch die neue Anlage werden wieder keine neuen Hänge erschlossen, etwas, was das Skigebiet am allerdringendsten bräuchte, denn wenn ihm eines fehlt, dann Pisten! Was die Beschneiung angeht: ich kann und will das nicht beurteilen, aber ich kenne die Ecke eher schneereich (außer vielleicht die Talabfahrt), aber meine Eindrücke mögen da nicht repräsentativ sein.

Ich muss Trincerone recht geben. Ein so chaotisch und unvollständig erschlossenes Gebiet habe ich noch nie kennengelernt. Im Prinzip fährst du nach hinten zum Bodmenstafel und dann wieder nach vorne. Das Skigebiet hat gar keinen richtigen Punkt, den man als Höhepunkt bezeichnen kann (Wie z.B. auf der Lenzerheide das Rothorn, am Corvatsch der Corvatsch, in Tschappina der Doppellift Lüsch usw.).
Hinten am Alpetli hätte es so wunderschöne Skihänge. Statt diese zu erschliessen, ersetzen sie den Bodmenstafel, machen dessen ohnehin schon stark frequentierten Pisten Massen- und Italienertauglich und dann sind sie noch so schlau und reissen den Lattenstafel gleich mit ab, der die Überbelastung des neuen Bodmenstafels etwas entschärfen könnte. Das nenne ich mal eine gut überlegte Investition.
Leider wird Splügen immer mehr von Italienern überschwemmt und passt sich deren Skifahrerstil an. Das die Italiener keine kupierten Pisten vertragen können wissen wir ja bereits.

Und übrigens existierte tatsächlich in Splügen ein weiterer Lift, allerdings stand der bei der talstation in Splügen. Ursprünglich wars der Skilift hinauf auf den Blachtaboda, wurde jedoch verkürzt und als Übungslift gebraucht. Später, irgendwann in den Nullern, wurde er abgerissen.
 
Ein so chaotisch und unvollständig erschlossenes Gebiet habe ich noch nie kennengelernt. Im Prinzip fährst du nach hinten zum Bodmenstafel und dann wieder nach vorne. Das Skigebiet hat gar keinen richtigen Punkt, den man als Höhepunkt bezeichnen kann (Wie z.B. auf der Lenzerheide das Rothorn, am Corvatsch der Corvatsch, in Tschappina der Doppellift Lüsch usw.). Hinten am Alpetli hätte es so wunderschöne Skihänge.
100% Zustimmung zu Mirco! Das habe ich in meinem Splügen-Bericht vom März 2009 sehr ähnlich geschrieben. Das Splügener Gebiet ist unvollständig erschlossen. Oben ist noch viel Platz auf kleinen Tourenbergen. Ein Skigebiet mitten in den Zentralalpen sollte auf mehr als nur 2200 m Seehöhe "enden", wenn das Potenzial dafür da ist. Und eine bestehende, gute Beschäftigungsanlage mit Millionenaufwand zu ersetzen statt das Skigebiet erst mal "zuende" zu erschließen, finde ich persönlich verfehlt.
 
Das die Italiener keine kupierten Pisten vertragen können wissen wir ja bereits.

Eine gewisse Einschraenkung muss man da schon geben, denn Italien hat viele der besten Pisten der Alpen. Nur seit sie seit ca. 10 Jahren versuchen, die zillertalarena zu kopieren, nimmt das ganz schlimme zuege an!
 
trincerone schrieb:
@Liftwegfall: meines Erachtens fehlt auf dem aktuellen Plan der Lift Lattenstafel. Ich meine mich aber von früher an noch einen weiteren SL zu erinnern, der zwischen dem Lattenstafel und der EUB stand, da bin ich mir aber nicht völlig sicher.

Nun die offizielle Antwort: Es gab nie einen Lift der anders verlief (+/-) als die Lifte bis letzte Saison.
 
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