Max (PHB) - Hiiiiilllllffffeeee - wir brauchen von Dir unbedingt ne neue gedruckte Klemme für die Brawabahn wenn wir nicht Kollege snowotz und auch andere Käufer in deren Wohnort nächstgelegener psychiatrischen Krankenhausabteilung besuchen wollen

Die Bahn ist eine, vor allem aufgrund der von Brawa komplett vergeigten Klemmenkonstruktion absolut vertane Chance eine Alternative zur JC Uni GV zu werden.
Das ist leider mein erstes Fazit aber nun zu ersten Analysen nach provisorischem Teilaufbau.
Zuerst mal die positiven Aspekte:
Technisch ist die Hahnenkammbahn in vielen Details absolut auf Langlebigkeit und Verschleißarmut konstruiert d. h. Verwendung eines "tiefergelegten" Bühler 1.61.065.446.05er Qualitätsgetriebemotors mit 18 Volt max. Betriebsspannung der direkt auf die Umlenkscheibenantriebswelle mittels einer Kunststoffverbindungshülse wirkt. Dazu sind sowohl die Antriebswelle als auch die Gegenscheibe kugelgelagert

Die Metallstützenseilrollen laufen direkt auf Metallstiften was mehr Leichtgängigkeit und deutlich geringeren Verschleiß als bei der Jägerndorfer - H0 - Bahn erwarten lässt; dadurch benötigt Brawa im Gegensatz zu JC auch keine Hafteinlageringe an der Antriebsumlenkscheibe. Stützenteile sind aus erstklassigem Kunstoff sehr passgenau und robust gefertigt, leicht zusammenzubauen und bieten trotzdem eine hervorragende Optik. Besonders die große Gitterstütze ist trotz guter Stabilität eine absolute Augenweide.
Negativ fallen optisch die nur aus zwei Vierer - und einer Zweiergruppe zusammengesetzten 10er Robas auf, die reduzierte Balancierung macht sich aber im Betrieb nicht besonders negativ bemerkbar und eine Vollbalancierung wäre aufgrund der beidseitigen Rollenlagerstifteführung in den Balanciers auch gar nicht möglich.
Weitere Nachteile sind der nach unten rausstehende Antriebsmotor der einen Ausschnitt in der Antriebsstationsmontageplatte erfordert und die Höhe der beiden, direkt vor den Stationen zu setzenden Stützen. Die Stützenhöhe verhindert nämlich, das man Stationen und Stützen auf eine gemeinsame Grundplatte setzen kann weil sie dafür zu hoch sind.
Leider sind im Gegensatz zu den Stützenteilen die beiden Kabinenhälften welche zusammengeklebt werden müssen nicht so passgenau wie z. B. die Stützen sodaß Nacharbeitungen erforderlich sind damit nicht an den beiden Ecken an denen die Kabinenhälften zusammengesetzt sind ein sichtbarer Spalt verbleibt.
Und nun zu dem Thema das mich den Konstrukteur auf meine Höllenröstliste an vorderer Stelle schreiben ließ nämlich den Klemmen....

Optisch wären die sehr gut gelungen weil der Girakkuppelhebel, Stationslaufrollen etc. sehr akkurat nachgebildet wurden aber die technische Ausführung spottet jeder Beschreibung und ist einer Firma mit langer Modellseilbahnerfahrung absolut unwürdig...

Gruindsätzlich verfolgte Brawa die Überlegung, das Seil mittels von unten in eine dreieckige Klemmenausnehmung einzusetzendes, entsprechend geformten Klemmstücks zu fixieren. Das Klemmstück hat ne Ausnehmung für das Seil und auf der Unterseite außerdem zwei Längsrillen die die Klemme über die Seilrollenborde führen soll. Mal ganz abgesehen davon das offensichtlich beim Klemmenformenbau was danebenging und daher das Klemmstück nur sehr schlecht in die vorgesehene Klemmenausnehmug passt, wurde auch die Form des Klemmstückes nicht rollenkonturentsprechend geformt was das Geschaukel der Klemmen verursacht.
Ein Probelauf mit JC - Klemmen ergab das diese die Stützen genauso ruhig passieren wie sie es auf JC - Robas tun aber das Problem liegt dabei an der, für JC - Klemmen nicht entsprechend geformten Brawaumlenkscheibe. Bei der Jägerndorferumlenkscheibe hat der untere Scheibenbord nen größeren Durchmesser weil er beim Umlauf die JC - Klemme stabilisiert; dies ist aufgrund der, in Längsrichtung unsymmetrischen verlaufenden S - förmigen Seildurchführung erforderlich. Bei Brawa sind beide Scheibenborde gleichgroß was dazu führt das es die Kabinen an den Umlenkscheiben bis zu den Stehern hin extrem nach innen zieht. Außerdem sind die JC - Kabinen für die Stationsseilhöhe der HKB zu lang und müssten entweder gekürzt werden oder man verwendet nur den Gehängearm und setzt den in passender Höhe in den Brawakabinentragrahmen ein.
Meine ersten jetzt startenden Laufversuche mach ich jetzt mal mit einem dickeren 0,6 mm Seil und einer Kabine deren Klemme der ich aus Prothesenkunststoff einen Einsatzklemmteil aufmodelliert habe.
Je nachdem wie weit ich mit meinen Versuchen komme und mein Nervenkostüm durchhält gibt´s dieses WE dann weitere News...
