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Neues von Brawa

Im Moment hat nur Kollege snowotz eine und nachdem wir von der gar nichts mehr hörten, würde ich die theoretische Möglichkeit ganz nicht ausschließen wollen das die möglicherweise aus Folge eines Tobsuchtsanfalles bei der Klemmenmontage an einer Zimmerwand ihr kurzes Leben aushauchte...:wink: :rolleyes:

Vielleicht schaff ich es morgen nach der Arbeit noch zum Rainer um das Topic dann am WE wieder mit technischen Neuigkeiten zu versorgen.
 
Max (PHB) - Hiiiiilllllffffeeee - wir brauchen von Dir unbedingt ne neue gedruckte Klemme für die Brawabahn wenn wir nicht Kollege snowotz und auch andere Käufer in deren Wohnort nächstgelegener psychiatrischen Krankenhausabteilung besuchen wollen :ja:
Die Bahn ist eine, vor allem aufgrund der von Brawa komplett vergeigten Klemmenkonstruktion absolut vertane Chance eine Alternative zur JC Uni GV zu werden.
Das ist leider mein erstes Fazit aber nun zu ersten Analysen nach provisorischem Teilaufbau.

Zuerst mal die positiven Aspekte:
Technisch ist die Hahnenkammbahn in vielen Details absolut auf Langlebigkeit und Verschleißarmut konstruiert d. h. Verwendung eines "tiefergelegten" Bühler 1.61.065.446.05er Qualitätsgetriebemotors mit 18 Volt max. Betriebsspannung der direkt auf die Umlenkscheibenantriebswelle mittels einer Kunststoffverbindungshülse wirkt. Dazu sind sowohl die Antriebswelle als auch die Gegenscheibe kugelgelagert :!: Die Metallstützenseilrollen laufen direkt auf Metallstiften was mehr Leichtgängigkeit und deutlich geringeren Verschleiß als bei der Jägerndorfer - H0 - Bahn erwarten lässt; dadurch benötigt Brawa im Gegensatz zu JC auch keine Hafteinlageringe an der Antriebsumlenkscheibe. Stützenteile sind aus erstklassigem Kunstoff sehr passgenau und robust gefertigt, leicht zusammenzubauen und bieten trotzdem eine hervorragende Optik. Besonders die große Gitterstütze ist trotz guter Stabilität eine absolute Augenweide.

Negativ fallen optisch die nur aus zwei Vierer - und einer Zweiergruppe zusammengesetzten 10er Robas auf, die reduzierte Balancierung macht sich aber im Betrieb nicht besonders negativ bemerkbar und eine Vollbalancierung wäre aufgrund der beidseitigen Rollenlagerstifteführung in den Balanciers auch gar nicht möglich.
Weitere Nachteile sind der nach unten rausstehende Antriebsmotor der einen Ausschnitt in der Antriebsstationsmontageplatte erfordert und die Höhe der beiden, direkt vor den Stationen zu setzenden Stützen. Die Stützenhöhe verhindert nämlich, das man Stationen und Stützen auf eine gemeinsame Grundplatte setzen kann weil sie dafür zu hoch sind.
Leider sind im Gegensatz zu den Stützenteilen die beiden Kabinenhälften welche zusammengeklebt werden müssen nicht so passgenau wie z. B. die Stützen sodaß Nacharbeitungen erforderlich sind damit nicht an den beiden Ecken an denen die Kabinenhälften zusammengesetzt sind ein sichtbarer Spalt verbleibt.

Und nun zu dem Thema das mich den Konstrukteur auf meine Höllenröstliste an vorderer Stelle schreiben ließ nämlich den Klemmen....:!:
Optisch wären die sehr gut gelungen weil der Girakkuppelhebel, Stationslaufrollen etc. sehr akkurat nachgebildet wurden aber die technische Ausführung spottet jeder Beschreibung und ist einer Firma mit langer Modellseilbahnerfahrung absolut unwürdig...:!:
Gruindsätzlich verfolgte Brawa die Überlegung, das Seil mittels von unten in eine dreieckige Klemmenausnehmung einzusetzendes, entsprechend geformten Klemmstücks zu fixieren. Das Klemmstück hat ne Ausnehmung für das Seil und auf der Unterseite außerdem zwei Längsrillen die die Klemme über die Seilrollenborde führen soll. Mal ganz abgesehen davon das offensichtlich beim Klemmenformenbau was danebenging und daher das Klemmstück nur sehr schlecht in die vorgesehene Klemmenausnehmug passt, wurde auch die Form des Klemmstückes nicht rollenkonturentsprechend geformt was das Geschaukel der Klemmen verursacht.

Ein Probelauf mit JC - Klemmen ergab das diese die Stützen genauso ruhig passieren wie sie es auf JC - Robas tun aber das Problem liegt dabei an der, für JC - Klemmen nicht entsprechend geformten Brawaumlenkscheibe. Bei der Jägerndorferumlenkscheibe hat der untere Scheibenbord nen größeren Durchmesser weil er beim Umlauf die JC - Klemme stabilisiert; dies ist aufgrund der, in Längsrichtung unsymmetrischen verlaufenden S - förmigen Seildurchführung erforderlich. Bei Brawa sind beide Scheibenborde gleichgroß was dazu führt das es die Kabinen an den Umlenkscheiben bis zu den Stehern hin extrem nach innen zieht. Außerdem sind die JC - Kabinen für die Stationsseilhöhe der HKB zu lang und müssten entweder gekürzt werden oder man verwendet nur den Gehängearm und setzt den in passender Höhe in den Brawakabinentragrahmen ein.

Meine ersten jetzt startenden Laufversuche mach ich jetzt mal mit einem dickeren 0,6 mm Seil und einer Kabine deren Klemme der ich aus Prothesenkunststoff einen Einsatzklemmteil aufmodelliert habe.

Je nachdem wie weit ich mit meinen Versuchen komme und mein Nervenkostüm durchhält gibt´s dieses WE dann weitere News...:rolleyes:
 
So Freunde, nachdem meine Nerven durchhielten hier das vorläufig letzte Fazit.

Mit viel Aufwand bekommt man die HKB so halbwegs zum Laufen. Hab die Originalklemme verwendet (und deshalb jetzt auch das dünnere Originalseil verwendet) weil sich die Umlenkscheiben nicht soweit abdrehen hätten lassen als das ich für die Jägerndorferklemme vernünftige Auflageränder an der Umlenkscheiben erreichen hätte können; die wären aber zur Verwendung der an den Stützen einwandfrei laufenden JC - Klemmen unabdingbar.
Also hab ich mich sehr widerwillig der Originalklemme gewidmet und die durch vorsichtiges Abziehen des Kuppelhebels aus dem Klemmenlager genommen. Dann wurde das Klemmstück zunächst noch ohne Seil mit einer Zange gewaltsam in die Klemmenausnehmung gepreßt um die beiden Dinger aneinander zu "gewöhnen" :wink: , danach wieder entfernt und dickflüssiger Schnellkleber in die Ausnehmung gestrichen. Klemme ans Seil gesetzt und das Klemmstück wieder mit Zange eingepresst und ne Minute lang festgehalten.
Laufeigenschaften danach die Katastrophe sprich so wie auf dem Messemuster...:sauer:
Dann hab ich mich dem Klemmstück intensiver mit Dremel und langsamlaufender Trennscheibe gewidmet und die Klemmstückunterseite so in Form geschliffen wie ich diese für ne Rollenpassage als geeignet ansah.

Ergebnis seht Ihr hier und ruhigere Robapassagen als auf den Videos sind mit der Originalklemme nicht erzielbar weil die Materialstärke keine größere Modifikation durch weiteres Beschleifen mehr zulässt.
Generell ist die HKB weitaus empfindlicher als die Jägerndorferbahn in Bezug auf Seilspurfehler etc. und auch die Umlenkscheibeneinlaufseilhöhe muß exakt stimmen damit bei unbearbeiteten Umlenkscheiben die Kabinen nicht entweder zum Stationssteher oder weit nach außen gedrückt werden.



 
Petz schrieb:
Im Moment hat nur Kollege snowotz eine und nachdem wir von der gar nichts mehr hörten, würde ich die theoretische Möglichkeit ganz nicht ausschließen wollen das die möglicherweise aus Folge eines Tobsuchtsanfalles bei der Klemmenmontage an einer Zimmerwand ihr kurzes Leben aushauchte...:wink: :rolleyes:

Hab mich vorsichtshalber immer noch nicht an die Klemmen heran getraut, deshalb lebt die Bahn auch noch und ist noch nicht an der Zimmerwand zerschellt :lach:

Aus gleichen Grund gab es von mir auch noch kein Video, deshalb erst mal ein dickes "sorry" an alle die darauf gewartet hatten.
Dafür hab ich aber den Landschaftsbau meiner Anlage nun fertig gestellt. Hab mir auch nochmal 6 weitere Kabinen bei Max bestellt, da ich mich nun doch entschlossen habe die Hahnenkammbahn mit Jägerndorfer Kabinen auszustatten. Dass sich die Jägerndorfer Kabinen an den Umlenkscheiben nach innen neigen stört mich nicht so sehr, das tun die bei der Kanzelwandbahn auch. Außerdem wird man es in den Gebäuden eh nicht sehen, zumindest wenn ich die Bergstation an der Einfahrtseite noch verbessern werde. Die bekommt von mir ein ähnliches Aussehen wie die der Kanzelwandbahn!

Für die Klebe-Klemmen müsste man Brawa jedenfalls den goldenen Scheißhaufen verleihen :wink:
Ansonsten wär die Bahn eigentlich gar nicht mal schlecht!
 
snowotz schrieb:
Dass sich die Jägerndorfer Kabinen an den Umlenkscheiben nach innen neigen stört mich nicht so sehr, das tun die bei der Kanzelwandbahn auch.
Falls Du planst Teile des Stationsgerüstes aus optischen Gründen noch nachzurüsten würde sich anbieten im Bereich zwischen Umlenkscheibenvorderende und Originalgrundplattenende eine Kabinenführungsleiste anzubringen die bei den JC - Kabinen die umlenkscheibenverursachte Pendelbewegung wieder stabilisiert.
Ich hab auch die Klemme der JC - Kabine etwas überarbeitet weil ich feststellte das die bei Tragstützen an den Brawaviererbalanciers aneckt; dies wurde durch vorsichtiges Ausschleifen des entsprechenden Bereiches an der Klemmenunterseite behoben. Außerdem hab ich den JC - Kabinenarm so nachgebogen (der ABS - Kunststoff spielte da gottseidank mit) das die Klemme leicht abwärts steht - das optimiert den Rollenüberlauf ebenfalls noch ein wenig und verschafft auch mehr "Sicherheitsabstand" zur Originalbodenplatte.
 
@Petz:

OK, Dank Dir für die Info´s. Wie hast Du eigentlich die Brawa Klemmen nun genau verklebt? Kommt der Kleber auch mit dem Seil in Berührung, oder hast Du nur die Klemme verklebt damit sich die Kabine am Seil noch hin und her schieben lässt? Das konnte ich Deiner Beschreibung leider nicht ganz entnehmen.
 
Kann Dir nicht mal sagen ob die Seilführung letztlich auch nen Kleber abbekam (beabsichtigt war´s nicht) aber ich geh mal eher trotzdem davon aus; aufgetragen hab ich den Kleber nur rund um´s Dreieck aber eben dann das Miniklemmstück mit ner Zange in die Klemme reingepresst...;D
 
Hast Du mal ausprobiert, ob sich die Kabine am Seil noch verschieben lässt?
Falls kein Kleber da hin gelaufen ist könnte es theoretisch doch noch möglich sein, oder?

Bin mal gespannt, ob es von Brawa da künftig noch eine Nachbesserung geben wird. Mit Sicherheit lesen die doch hier mit :wink:
 
Verschieben lassen sich beide Kabinen die ich jetzt am Seil habe nicht denn wenn sich bei Robaentgleisung die Kabine an den Stützen verhängt bleibt die Bahn stehen. Zweite Kabine bekam vor dem Zusammenkleben übrigens Ballast in Form von drei eingelegten 6 mm Beilagscheiben und läuft dadurch etwas ruhiger.
 
Hm, OK. Beim hängenbleiben an der Roba wird allerdings auch nicht viel Druck ausgeübt. Denke mal das reicht nicht aus dass sie sich verschieben. Da wird man schon manuell etwas nachhelfen müssen.
Aber egal ob sie sich nun verschieben lassen oder nicht. Vom Seil wieder abnehmen und an ein neues Seil wieder dranhängen (z.B. beim Umbau der Bahn) dürfte schlichtweg unmöglich sein!
 
Nen Kabinenwechsel halt ich auch für ausgeschlossen denn selbst wenn das Seil nicht verklebt wurde kriegt man das Klemmstück ohne Beschädigung des zierlichen Rahmens der Klemme sicher nicht mehr raus. Fall ich mal mehr Zeit haben sollte werd ich mal testen ob man eventuell Kollegen Dachstein´s Idee mit einer Schraube platzbezogen irgendwie verwirklichen könnte wenn man beispielsweise ne Minisenkkopfschraube von unten durch das dreieckige Klemmstück führt und oben z. B. ne flachgeschliffene Mutter setzt die sich am Rahmen abstützt.
 
Könnte man nicht die komplette Klemme füllen und dann da was "reinschnitzen"?
 
Was haltet Ihr von einem Austauschteil wie unten skizziert ? Der Klemmenteil des Serienproduktes müsste abgeschnitten werden und durch ein neues Gussteil mit einer Seilführung a la Kanzelwandbahn ersetzt werden.
Der CAD Aufwand hält sich im erträglichen Rahmen und die Gußformen wären auch relativ einfach herzustellen. in rot ist der Seilverlauf in der Klemme dargestellt, die beiden senkrechten Striche auf der linken Seite der Klemme sind die Schlitze, durch die das Tragseil eingefädelt werden muß.

Seilklemme HKB.JPG
 
Also wenn Du schon mit Gussteilen Arbeiten willst, mach gleich die ganze Klemme neu. Das ist viel einfacher für den Kunden als da großartig rumzubasteln und wieder zu kleben.

Da wir hier im Forum die einzigen sind die über solche Probleme berichten, dürfte der Abnehmerkreis äußerst gering sein und m.E. 50 stck nicht überschreiten. Damit kannst Du dir die Gussform sparen. Also gleich 3D Druck...
 
snowotz schrieb:
Aber egal ob sie sich nun verschieben lassen oder nicht. Vom Seil wieder abnehmen und an ein neues Seil wieder dranhängen (z.B. beim Umbau der Bahn) dürfte schlichtweg unmöglich sein!
Könnte das sogar ein mehr oder weniger gewünschter Effekt sein? Umbau= Neukauf von Gondeln.
 
Mountaineer schrieb:
Was haltet Ihr von einem Austauschteil wie unten skizziert ?

Deine Idee entspricht exakt der H0 - Jägerndorferklemme denn da wurde auf ne frühere Anregung von mir das alte seilspannungshaltende Brawaklemmenprinzipsystem mit seiner S - förmigen Seillängsdurchführung auf ein DM - DT - Klemmenmodell "umgepfriemelt"...:wink:
Tauschbar wäre die Jägerndorferklemme theoretisch auch deshalb nur bedingt weil die erstens auf einem, durch das Klemmenlager durchgesteckten Metallstift mit Kopf sitzt den man dann durch einen Draht passenden Durchmessers ersetzen müsste um den Girakkuppelhebel anbringen zu können; zweitens erfordert die Seillage der JC - Klemme einen größeren unteren Umlenkscheibenbord der die Klemme führt. Weil das Seil unter den Auflaufzungen rein - und rausläuft zieht es sonst die Kabinen an den Umlenkscheiben gnadenlos bis zum Stationssteher nach innen; die Brawaumlenkscheibe ist leider zu schmal um sich auf ner Drehbank entsrechend adaptieren zu lassen.

@GMD; Dein Gedanke drängte sich mir angesichts der Konstruktion auch schon auf...:rolleyes:
 
Mountaineer schrieb:
Was haltet Ihr von einem Austauschteil wie unten skizziert ? Der Klemmenteil des Serienproduktes müsste abgeschnitten werden und durch ein neues Gussteil mit einer Seilführung a la Kanzelwandbahn ersetzt werden.

Finde die Idee richtig gut. Dass das neue Klemmenteil an das alte geklebt werden muss würde mich jetzt nicht stören. Der Aufwand ist geringer als eine komplett neue Klemme zu konstruieren. Hauptsache man muss die Klemme nicht mehr ans Seil kleben sondern kann die Kabinen nach belieben verschieben bzw. ab- und wieder dran hängen. Auch dass sich die Kabinen an der Umlenkscheibe leicht nach innen neigen werden, stört mich wenig.
 
GMD schrieb:
]Könnte das sogar ein mehr oder weniger gewünschter Effekt sein? Umbau= Neukauf von Gondeln.

Das sieht ganz danach aus! Nur gibt es einzeln auch nur die beiden Gondeln vom Ergänzungspack zu kaufen. D.H man hätte dann nur noch 2 verschiedene Aufdrucke statt 10! Aber nicht nur das. Wenn man die Bahn mit mehreren Stützen verlängern will muss man sich sogar noch eine zweite Hahnenkammbahn kaufen, da es nicht mal die Stützen einzeln zu kaufen gibt.
 
Naja snowotz,

Die Anzahl der Stützen passt eigentlich gut. Länger macht e keiner ne Seilbahn im Modell außer er hat echt viel Platz.
Ein neues Klemmenstück zu drucken wär echt toll, wenn das Laufverhalten dadurch verbessert wird. Weil wenn ich mir von
Aussehen her die JC und Brawa anschaue macht die Große Gitterstütze und die Stationen schon was her und ist leichter in ne
Landschaft einzubinden als eine JC mit den Modernen Uni Gv Stationen von DM.
 
Also von Brawa (die sind gleich bei mir ums Eck, ca. 5 km entfernt, ansässig) hätte ich mir eine andere Informationspolitik erhofft gehabt. Die ganzen Verzögerungen, eine einzige Posse. Von einem schwäbischen Unternehmen, erwartet man eigentlich Qualität. Aber offenbar wurde man da eines besseren belehrt. Wenn ich meine Modellbahn reaktiviere, kommt auch ne Seilbahn drauf. Aber ob Brawa oder doch Jägerndorfer, wird sich zeigen ;)
 
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