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Skipasspreise 2023 / 2024

@Südwand: Will ich nicht abstreiten, aber demnach müsste es in den Gebieten ja etwas leerer werden, da die absolute Zahl an Skifahrern ja nicht steigt, stattdessen ist es voll wie eh und je. Und auch wenn Skifahrer von den mittleren in große Gebiete abwandern oder umgekehrt müsste es ja für jeweils eine Seite Rückgänge zu verbuchen geben. Ich gönne jedem den Skispaß und freue mich auch für die Gebiete, dass sie gut Umsatz machen aber diese Jammerei die oft bei Gesprächen aufkommt kann ich nicht nachvollziehen.
Mir wären es die 75€ für den Arlberg oder die 78€ fürs Montafon nie Wert, aber dann weiche ich halt einfach auf andere kleinere und günstigere Gebiete aus und habe dort meinen Spaß anstatt am Liquiditätslimlit der "Masse" hinterherzurennen damit man nach dem Urlaub vor den Kollegen angeben kann dass man Durchgebognert mit nem Piccolo in der Hand Talabfahrt in Ischgl runtergekugelt ist :nixweiss:


Julian96 schrieb:
Da jeder Arbeitnehmer dessen Arbeitsplatz einer Gewerkschaft zugehört, und das ist ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, in den letzten beiden Jahren ordentliche Lohnerhöhungen bekommen hat. Sind die Preise relativ doch gar nicht gestiegen. Warums sollte es also aus finanziellen Gründen leerer werden.
Als Arbeitnehmer in der österreichischen Metall Gewerkschaft hab ich beispielsweise in den letzten beiden Jahren 7,6 und 10 Prozent mehr Lohn bekommen, macht absolut 18,3 Prozent mehr, das ist ja kein Geheimnis.
In Deutschland ist es nicht groß anders.
Wer nicht in einer Gewerkschaft ist oder ein ohnehin geringes Einkommen hat, leistet sich Skifahren doch schon lange nicht mehr.
Für die verbliebenen Skifahrer ist es nicht teurer geworden. Die TSC ist fast exakt so gestiegen wie mein Lohn.

Gerade mal roundabout 15% der deutschen Arbeitnehmer sind in einer Gewerkschaft, Tendenz rückläufig. Das ist lachhaft wenig um sowas als Bezugsmaß herzunehmen. Tarifgebunden sind immerhin 41%, immer noch weniger als die Hälfte...

Viele Grüße
 
tobi27 schrieb:
Gerade mal roundabout 15% der deutschen Arbeitnehmer sind in einer Gewerkschaft, Tendenz rückläufig. Das ist lachhaft wenig um sowas als Bezugsmaß herzunehmen.
Ich meine natürlich Leute die nach Tarifvertrag bezahlt werden. Und da sprechen wir schon von um die 50%.
Von denen die nicht nach Tarif gezahlt werden, fahre in meinen Augen eh nur noch deutlich weniger Ski. Ist aber nur ein Bauchgefühl.
 
j-d-s schrieb:
Heute sogar 77,50 für eine Tageskarte im Montafon!

Auch St. Moritz hat zugelegt auf 116,50 Fr. (nur noch 2,50 hinter Zermatt!), Laax auf 97 Fr., Adelboden ist jetzt mit 86 Fr. vor den 4V (dort, sowie Andermatt und Zermatt bleiben gleich, wobei 4V sowieso keine dynamischen Preise hat).

Heute 68€ im Brandnertal sämtliche Parkplätze besetzt. Einzig an der Einhornbahn 1 Talstation noch Platz. In Bürserberg schauen teilweise Steine raus.
 
jonsson schrieb:
Die Almenwelt Lofer hat seit diesem Jahr neben der Haupt- eine Topsaison (27.12-07.01) Tageskartenpreis 59€ (damit teurer als Obertauern/Steinplatte oÄ).

Heute um 9:30 alle Parkpätze belegt, Gäste sollen nicht mehr anreisen. Da gilt wohl das selbe wie im Montafon - alles richtig gemacht ..

als Vater finde ich das ärgerlich...
ein "Familienfreundliches Skigebiet mit mehreren Abfahrts-, Snowboard- und Langlaufpisten" usw. verlangt die höchste Preise der Saison, wann ? in den Schulferien.... cool... Top Saison...ok...was kommt danach? SuperTop Saison? in der Fasching Woche?
 
Ich glaube nach wie vor dass ein Rückgang mitunter aus finanziellen Gründen da ist. Bezugnehmend auf die aktuelle Saison, wann war es denn "voll"? Genau seit den Ferien, das war zu erwarten, wird auch noch lange so weiter gehen. Aber was war denn mit den letzten Wochen ? Teils gähnende Leere, sieht man sich die Berichte hier an und beruft man sich auf eigene Erfahrungen. Das lässt sich doch nicht von der Hand weisen. Auch der "Gletscherherbst", der im November erst begann, im Vergleich zu früher eher mäßig besucht. Wo waren denn hier die "Großkampftage" mit Belegung der Ausweichparkplätze ? Vielleicht noch im Stubai wegen den Innsbrucker Studenten. Klar mag das Wetter eine Rolle spielen aber viele buchen doch weit voraus oder eben nicht mehr.
Auch nach den Ferien erstmal größtenteils bis Mitte Februar in den meisten Gebieten freie Auswahl an entsprechenden Unterkünften.
In meinem Freundeskreis wollen viele nicht mehr, die früher klassisch 3-5 Tage zusammenhängend oder auch einzeln gefahren sind, nicht weil sie es sich nicht leisten können, sondern nicht mehr leisten wollen. Für viele ist eine Woche Surfen mit Flugreise preislich deutlich attraktiver.
Der Händler meines Vertrauens in meiner Heimat hat bereits 2 Busreisen (Tagesfahrten), preislich bei ca. 85-95Euro (Busfahrt und Skipass) absagen müssen, da der Bus nicht mal zur Hälfte voll war. Bis vor Corona waren die Fahrten mit Warteliste voll.
Auch beklagt er, dass die Leute zwar in den Laden kommen und sich für die Sachen interessieren, nach Sichtung der Preise (und er ist wirklich einer der Günstigeren) wieder gehen und lieber ihr altes Brett nochmal zum Service bringen. Ein Händler in Regensburg, an dem ich regelmäßig vorbei laufe, steht sich auch die Beine in den Bauch.
Zurück zum Thema: Ich wäre auch nicht bereit z.B. für einen Skipass bei mir am Arber 40€ zu bezahlen, wenn ich für 72 Ischgl oder Serfaus bekomme. Ich bin insbesondere gespannt wie es mit den großen Saisonkarten weitergeht. Ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann wie teils in den USA teils praktiziert, bestimmte Tage ausgenommen sind, zum Beispiel Weihnachten und die Feiertage :lol:
 
Julian96 schrieb:
Da jeder Arbeitnehmer dessen Arbeitsplatz einer Gewerkschaft zugehört, und das ist ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, in den letzten beiden Jahren ordentliche Lohnerhöhungen bekommen hat. Sind die Preise relativ doch gar nicht gestiegen. Warums sollte es also aus finanziellen Gründen leerer werden.

Als Arbeitnehmer in der österreichischen Metall Gewerkschaft hab ich beispielsweise in den letzten beiden Jahren 7,6 und 10 Prozent mehr Lohn bekommen, macht absolut 18,3 Prozent mehr, das ist ja kein Geheimnis.
In Deutschland ist es nicht groß anders.
Wer nicht in einer Gewerkschaft ist oder ein ohnehin geringes Einkommen hat, leistet sich Skifahren doch schon lange nicht mehr.
Für die verbliebenen Skifahrer ist es nicht teurer geworden. Die TSC ist fast exakt so gestiegen wie mein Lohn.

Das freut mich für Dich (ernst gemeint), nur sind die KVs wie wir sie in Ö haben nicht in allen anderen Ländern so zu finden, außerdem bist Du bei dem Metallern. Frag Leute die im Handels-KV oder im Pflege/Sozialbereich sind, wie es bei denen so ausschaut.

Die Preise in Sölden und am Arlberg haben seit 2008/09 um 75% zugelegt, Ski Amade seit 2009/10 sogar um 86%. Die Inflation seitdem beträgt 47,7% bzw. 46,9%. Es haben auch bei Weitem nicht alle Branchen über der Inflation (vor allem bei Ist-Gehältern) abgeschlossen.

tobi27 schrieb:
@Südwand: Will ich nicht abstreiten, aber demnach müsste es in den Gebieten ja etwas leerer werden, da die absolute Zahl an Skifahrern ja nicht steigt, stattdessen ist es voll wie eh und je. Und auch wenn Skifahrer von den mittleren in große Gebiete abwandern oder umgekehrt müsste es ja für jeweils eine Seite Rückgänge zu verbuchen geben. Ich gönne jedem den Skispaß und freue mich auch für die Gebiete, dass sie gut Umsatz machen aber diese Jammerei die oft bei Gesprächen aufkommt kann ich nicht nachvollziehen.

Mag nur mein persönlicher Eindruck sein, aber mir ist es bisher in sämtlichen Gebieten leerer vorgekommen als vor Corona. Ich seh das eigentlich wie @Snowboarder90
 
Tagesskipass für Saas Allmagell: 79 CHF
Für zwei DSBs und anderthalb offene Schlepper (Furggu hat ja noch zu) :lol: :lol: :lol:
Grund: man muss Saas Fee mitkaufen, ob man will oder nicht…
Haben dankend verzichtet, für das Geld bekommt man auch die wesentlich größere und sonnigere Aletscharena :roll:
 
Südwand schrieb:
Julian96 schrieb:
Da jeder Arbeitnehmer dessen Arbeitsplatz einer Gewerkschaft zugehört, und das ist ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, in den letzten beiden Jahren ordentliche Lohnerhöhungen bekommen hat. Sind die Preise relativ doch gar nicht gestiegen. Warums sollte es also aus finanziellen Gründen leerer werden.

Als Arbeitnehmer in der österreichischen Metall Gewerkschaft hab ich beispielsweise in den letzten beiden Jahren 7,6 und 10 Prozent mehr Lohn bekommen, macht absolut 18,3 Prozent mehr, das ist ja kein Geheimnis.
In Deutschland ist es nicht groß anders.
Wer nicht in einer Gewerkschaft ist oder ein ohnehin geringes Einkommen hat, leistet sich Skifahren doch schon lange nicht mehr.
Für die verbliebenen Skifahrer ist es nicht teurer geworden. Die TSC ist fast exakt so gestiegen wie mein Lohn.

Das freut mich für Dich (ernst gemeint), nur sind die KVs wie wir sie in Ö haben nicht in allen anderen Ländern so zu finden, außerdem bist Du bei dem Metallern. Frag Leute die im Handels-KV oder im Pflege/Sozialbereich sind, wie es bei denen so ausschaut.

Die Preise in Sölden und am Arlberg haben seit 2008/09 um 75% zugelegt, Ski Amade seit 2009/10 sogar um 86%. Die Inflation seitdem beträgt 47,7% bzw. 46,9%. Es haben auch bei Weitem nicht alle Branchen über der Inflation (vor allem bei Ist-Gehältern) abgeschlossen.

tobi27 schrieb:
@Südwand: Will ich nicht abstreiten, aber demnach müsste es in den Gebieten ja etwas leerer werden, da die absolute Zahl an Skifahrern ja nicht steigt, stattdessen ist es voll wie eh und je. Und auch wenn Skifahrer von den mittleren in große Gebiete abwandern oder umgekehrt müsste es ja für jeweils eine Seite Rückgänge zu verbuchen geben. Ich gönne jedem den Skispaß und freue mich auch für die Gebiete, dass sie gut Umsatz machen aber diese Jammerei die oft bei Gesprächen aufkommt kann ich nicht nachvollziehen.

Mag nur mein persönlicher Eindruck sein, aber mir ist es bisher in sämtlichen Gebieten leerer vorgekommen als vor Corona. Ich seh das eigentlich wie @Snowboarder90

Dito.ich bin nun 2 mal in kitz und skiwelt gefahren am wochenende Mitte Dez. In den Jahren vor Corona wärs da bei vergleichbaren Wetter bpmbenvoll. Nun gab's zwar volle Parkplätze, aber es war recht dünn besiedelt auf den pisten. Keine Ahnung, worans liegt und wo sie waren und obs an den Preisen liegt. Aber bumm voll wars nicht im direkten Vergleich zu früheren Jahren und entsprechenden Zeiträumen.... Mhhhh
 
br403 schrieb:
Wahrscheinlich ist das Skigebiet aber komplett voll, alles richtig gemacht. Geht also noch mehr.

"Ob man alles richtig macht" wird sich in der Momentaufnahme nicht direkt zeigen. Viel eher wird das langfristig, über Jahre gesehen, dazu führen, dass die Mehrheit in der Bevölkerung einfach gegen irgendwelche Skigebietsprojekte sein wird. Nein zur Skigebietszusammenschlüssen (z.B.: Pitztal-Ötztal) Nein zu Skigebietserweiterungen. Nein zu weiteren Hotelprojekten. Nein zu "Qualitätsverbesserungen".
Vermehrt Umweltinitiativen mit Blockadehaltung.
Also wird es hauptsächlich für Skigebietsbetreiber schwerer irgendwelche Projekte genehmigt zu bekommen. Bei Großprojekten sieht man es ja aktuell recht gut, dass die Bevölkerung das gar nicht mehr will.
 
LOL schrieb:
Also wird es hauptsächlich für Skigebietsbetreiber schwerer irgendwelche Projekte genehmigt zu bekommen. Bei Großprojekten sieht man es ja aktuell recht gut, dass die Bevölkerung das gar nicht mehr will.

Nicht unbedingt, Einheimische fahren für einen sehr geringen Betrag Ski, die sind eher zufrieden wenn weniger Gäste kommen (zumindest die, die gegen den Tourismus sind).
 
Im Montafon geht es weiter nach oben: Heute 78 Euro für eine Tageskarte.

Rangliste Österreich daher nun:
1. Montafon 78
2. Arlberg 75
3. Sölden 74,50
4. Gastein 73,90
5. diverse, u.a. Schladming 73,50

Rangliste Schweiz:
1. Zermatt 119
2. St. Moritz 118,50 (heute 116,50)
3. Laax 97,50 (heute 96,50)
4. Crans-Montana (heute 86) sowie Andermatt 89
6. Adelboden 88
7. Titlis sowie 4V 85
9. Arosa Lenzerheide 84

Rangliste Italien:
1. Cervinia 83
2. Dolomiti Superski 80
3. Madonna di Campiglio 79
4. diverse, u.a. Kronplatz, Cortina 74

Rangliste Frankreich:
1. Chamonix alle Gebiete inkl. Aiguille du Midi 83
2. 3V 75
3. Paradiski 70
4. Portes du Soleil 68
5. Chamonix Brevent-Flegere+Grands Montets+Balme 67

In F gibt es auch eine Reihe an Gebieten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis: Megeve 59,50, Grand Massif 57,50, Les Sybelles 56,40, Espace Diamant 47,50
 
Das muss man sich mal geben. Man fährt an die Silvretta Montafon und bekommt für 78€ 140 Pistenkilometer mit bescheidenem Rheintal Schnee oder man fährt an den Arlberg und bekommt für 75€ 305km Piste mit besserer Schneequalität.
Ab Anschlussstelle Montafon sind es laut Google Maps 22 min zur Albona 1 oder 21 min zur Valiserabahn.

Warum in aller Welt fährt man noch ins Montafon?
Aber ist nicht mein Geld sogesehen darf die Frage gern unbeantwortet bleiben. Die sollen ruhig da hin, dann ist es dort wo ich bin nicht noch voller :lol:
 
Downhill schrieb:
Tagesskipass für Saas Allmagell: 79 CHF
Für zwei DSBs und anderthalb offene Schlepper (Furggu hat ja noch zu) :lol: :lol: :lol:
Grund: man muss Saas Fee mitkaufen, ob man will oder nicht…
Haben dankend verzichtet, für das Geld bekommt man auch die wesentlich größere und sonnigere Aletscharena :roll:

Wer fährt denn da bitte noch ohne MagicPass?

Wenn Du den hast, genießt Du die Ruhe in Saas Allmagell, fährst am nächsten Tag wieder nach Saas Fee und fluchst, dass Saas Grund immer noch nicht im MagicPass drin ist.
 
Tageskarte heute
Gargellen 71€
Brandnertal 68€
Golm 67€
 
Was hier sich über die Preise echauffiert wird. Jedes gewinnorientierte Unternehmen will Gewinnmaximierung. Und so lange der Kunde den geforderten Preis zahlt, ist doch alles gut für den Unternehmer. Noch besser wird es, wenn der Umsatz sinkt, aber der Gewinn steigt.
Zum Thema Tagesskipasspreise; ich finde gut wenn diese hoch angesetzt werden. Mir ist das in Berwang sehr negativ aufgefallen. Unter der Woche waren die Gäste, welche im Ort logierten, im Skigebiet. Man konnte gut fahren und musste nicht lange anstehen. Ich habe neben dem Wochenskipass für 3 Personen auch noch Unterkunft und Verpflegung gegen einen vierstelligen Eurobetrag getauscht. Also viel Geld der Gemeinde Überlassen. Sogar Ortstaxe. Und am WE kamen dann die Massen aus dem deutschen Umland in den kleinen Ort. Parkplätze gerammelt voll, Verkehr bis zum Stillstand, volle Pisten und lange Wartezeiten am Lift. Klar, die Bergbahnen erfreut es, der Ort hat aber nicht viel davon und Wochengäste vergrault es damit. Ich finde, mit teuren Tagesskipässen die Mehrtagespässe subventionieren, um die zu belohnen welche länger vor Ort bleiben.
 
Ich habe berwang noch nie bummvoll erlebt, auch am Wochenende nicht. Und 4 mal war ich schon da, eigentlich immer am Wochenende. Stau war immer bis lermoos/Ehrwald, danach gings. In bichlbach war noch einwenig was, danach gings immer fließend flott bergauf gen berwang. Kann aber auch sein, dass ich immer glück hatte
 
Skimarkus schrieb:
Jedes gewinnorientierte Unternehmen will Gewinnmaximierung.

Ich habe schon einmal eine Bilanz einer Bergbahn bei uns in der Gegend gesehen. Wird sicher nicht überall so sein, aber meistens geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da gibt es sehr große Schuldenberge, denen ein entsprechender Umsatz gegenüberstehen muss. Gewinne gibt es keine. :nein:
 
Südwand schrieb:
Die Preise in Sölden und am Arlberg haben seit 2008/09 um 75% zugelegt, Ski Amade seit 2009/10 sogar um 86%. Die Inflation seitdem beträgt 47,7% bzw. 46,9%. Es haben auch bei Weitem nicht alle Branchen über der Inflation (vor allem bei Ist-Gehältern) abgeschlossen.

Du vergleichst halt Äpfel mit Birnen. Die von Dir genannte Inflation ist die Gesamtinflation eines großen Warenkorbs. Der Aufwand, den die Skigebiete zur Aufrechterhaltung des "Warenguts Skibetrieb" leisten müssen, hat aber in den vergangenen Jahren überproportional im Vergleich zum Gesamtwarenkorb zugenommen. Dafür gibt es halt auch zahlreiche Waren, die eben nicht die Inflation von ca. 47% erreicht haben.
 
leogang.rocks schrieb:
Skimarkus schrieb:
Jedes gewinnorientierte Unternehmen will Gewinnmaximierung.

Ich habe schon einmal eine Bilanz einer Bergbahn bei uns in der Gegend gesehen. Wird sicher nicht überall so sein, aber meistens geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da gibt es sehr große Schuldenberge, denen ein entsprechender Umsatz gegenüberstehen muss. Gewinne gibt es keine. :nein:

Bis 2021 hätte ich dir da zugestimmt. Mit der starken Inflation seit 2022 haben allerdings zahlreiche Branchen, darunter Lebensmittelkonzerne, Landwirtschaft, Mineralölkonzerne, Energieunternehmen und eben auch Unternehmen der Freizeitbranche die Chance gesehen, ihre über Jahre hinweg subjektiv "zu niedrigen" (und teils auch tatsächlich niedrigen) Gewinnmargen deutlich zu vergrößern.

Dabei wurde die Inflation genutzt, um quasi im Windschatten Preiserhöhungen über das notwendige Maß hinaus durchzuführen. Zu normalen Zeiten hätte es einen Aufschrei gegeben, wenn Skigebiete flächendeckend die Preise um 10% erhöhen (und ist ja inzwischen schon zwei Jahre in Folge so, teils sogar 25% kumuliert in zwei Jahren), aber im Rahmen allgemeiner Inflation kann man halt leicht ein bisschen mehr draufschlagen. Da wird dann aus der notwendigen Erhöhung um 3 Euro eben eine um 5 Euro.

Man darf dabei nicht vergessen, dass bei Strom die Inflation in den letzten zwei Jahren wieder bei Null ist (die Strompreise sind wieder wie 2021), selbst Diesel hat sich um weniger als die allgemeine Inflation verteuert - und diese beiden sind ja neben Personalkosten (die i.d.R. sogar etwas unter der Inflationsrate bleiben) die Hauptkostenfaktoren in Skigebieten.

Als Ausgleich könnte man ja wenigstens dazu zurückkehren, alle Seilbahnen immer mit voller Geschwindigkeit fahren zu lassen. Und die Betriebszeiten zu verlängern.
 
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