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Skipasspreise 2023 / 2024

leogang.rocks schrieb:
3-5 € Erhöhung ist aber eigentlich zu wenig. Mindestens 10 € wären gut, das würde eine ordentliche Lenkung erreichen.
Ansonsten gäbe es auch die Möglichkeit, Tageskarten zu kontingentieren. Also 1000 Leute pro Tag mit Tageskarte, mehr geht nicht.
Oder die Königsdisziplin: gestaffelte Preise. 500 Tageskarten für 60 €, 500 für 70 €, 500 für 80 € usw. Wird dann natürlich etwas intransparent.
 
j-d-s schrieb:
leogang.rocks schrieb:
Skimarkus schrieb:
Jedes gewinnorientierte Unternehmen will Gewinnmaximierung.

Ich habe schon einmal eine Bilanz einer Bergbahn bei uns in der Gegend gesehen. Wird sicher nicht überall so sein, aber meistens geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da gibt es sehr große Schuldenberge, denen ein entsprechender Umsatz gegenüberstehen muss. Gewinne gibt es keine. :nein:

Bis 2021 hätte ich dir da zugestimmt. Mit der starken Inflation seit 2022 haben allerdings zahlreiche Branchen, darunter Lebensmittelkonzerne, Landwirtschaft, Mineralölkonzerne, Energieunternehmen und eben auch Unternehmen der Freizeitbranche die Chance gesehen, ihre über Jahre hinweg subjektiv "zu niedrigen" (und teils auch tatsächlich niedrigen) Gewinnmargen deutlich zu vergrößern.

Dabei wurde die Inflation genutzt, um quasi im Windschatten Preiserhöhungen über das notwendige Maß hinaus durchzuführen. Zu normalen Zeiten hätte es einen Aufschrei gegeben, wenn Skigebiete flächendeckend die Preise um 10% erhöhen (und ist ja inzwischen schon zwei Jahre in Folge so, teils sogar 25% kumuliert in zwei Jahren), aber im Rahmen allgemeiner Inflation kann man halt leicht ein bisschen mehr draufschlagen. Da wird dann aus der notwendigen Erhöhung um 3 Euro eben eine um 5 Euro.

Man darf dabei nicht vergessen, dass bei Strom die Inflation in den letzten zwei Jahren wieder bei Null ist (die Strompreise sind wieder wie 2021), selbst Diesel hat sich um weniger als die allgemeine Inflation verteuert - und diese beiden sind ja neben Personalkosten (die i.d.R. sogar etwas unter der Inflationsrate bleiben) die Hauptkostenfaktoren in Skigebieten.

Als Ausgleich könnte man ja wenigstens dazu zurückkehren, alle Seilbahnen immer mit voller Geschwindigkeit fahren zu lassen. Und die Betriebszeiten zu verlängern.

Die Zinsen sind auch noch gestiegen. Das ist ganz schlecht bei hoher Verschuldung.
 
T-Bone98 schrieb:
Südwand schrieb:
Die Preise in Sölden und am Arlberg haben seit 2008/09 um 75% zugelegt, Ski Amade seit 2009/10 sogar um 86%. Die Inflation seitdem beträgt 47,7% bzw. 46,9%. Es haben auch bei Weitem nicht alle Branchen über der Inflation (vor allem bei Ist-Gehältern) abgeschlossen.

Du vergleichst halt Äpfel mit Birnen. Die von Dir genannte Inflation ist die Gesamtinflation eines großen Warenkorbs. Der Aufwand, den die Skigebiete zur Aufrechterhaltung des "Warenguts Skibetrieb" leisten müssen, hat aber in den vergangenen Jahren überproportional im Vergleich zum Gesamtwarenkorb zugenommen. Dafür gibt es halt auch zahlreiche Waren, die eben nicht die Inflation von ca. 47% erreicht haben.

Wieso soll ich hier Äpfel mit Birnen vergleichen? Mir ist bewusst, wie sich die Inflation zusammensetzt und dass die Preissteigerungen u.a. in der Baubranche, welche natürlich auch die Skigebiete betrifft, um ein Vielfaches über der Inflation liegen. Mein eigentliches Argument ist jedoch, dass sich viele, die nicht solche Skifanatiker sind wie wir, den Luxus Skifahren nicht mehr leisten können oder wollen. Das liegt unter anderem daran, dass das durchschnittliche Einkommen (falls überhaupt) im Bereich der Inflation steigt.
 
Thema Montafon und Golm: heutige Stimme eines Liftangestellten „wir versuchen massiv zu lenken, damit nicht mehr so viele Tagesgäste kommen damit die Wochengäste ein besseres Erlebnis haben“ - alles schön und gut, aber dann muss man die Wochenpreise runternehmen und die Saisonkartenpreise weiter anziehen…
Tageskartenpreis von 67€ ist schon wild für effektiv nicht mal 20 Pistenkilometer.
Merkt man an der Auslastung - heutige Parkplatzauslastung ist niedriger als in sonstigen Jahren.
IMG_6283.jpeg

Bild von 10:00 Uhr heute - der P3 war halb voll und der da wurde heute auch nicht mehr geparkt…
 
Heißt langfristig kann man nur darauf abzielen auch beim Wochengast mehr abzukassieren. Sonst hätte man aus Betreibersicht ja nichts vom besseren Erlebnis für weniger Gäste das man bietet.
Mehr vom Tagesgast zum Wochengast lenken zu wollen kann ja auch nicht wirklich der Sinn sein, denn wollte man mehr Wochengäste, würde sich das Angebot für den Einzelnen ja wieder verschlechtern.
So ganz schlau werde ich daraus nicht. Und langfristig glaube ich sogar eher dass man sich da selbst ein Bein stellt.
 
Julian96 schrieb:
Heißt langfristig kann man nur darauf abzielen auch beim Wochengast mehr abzukassieren. Sonst hätte man aus Betreibersicht ja nichts vom besseren Erlebnis für weniger Gäste das man bietet.
Mehr vom Tagesgast zum Wochengast lenken zu wollen kann ja auch nicht wirklich der Sinn sein, denn wollte man mehr Wochengäste, würde sich das Angebot für den Einzelnen ja wieder verschlechtern.
So ganz schlau werde ich daraus nicht. Und langfristig glaube ich sogar eher dass man sich da selbst ein Bein stellt.

Ich denke das muss man stark davon abhängig machen, wie "anfällig" das Skigebiet suf Tagesgäste ist. Für Gebiete wie Arlberg, Skiwelt, Flachau oder Schladming würde das Sinn ergeben. Gebiete die ohnehin eher Ferien- als Tagesgäste anlocken müssen sich darüber keine Gedanken machen.
 
Eine Anti-Tagesgast-Politik ist allerdings vom Wesen her eine peinliche Rückschrittsgewandte Politik: "Ein besseres Erlebnis für Wochengäste" kann man damit ja nur erreichen, wenn mit Tagesgäste "zu viele" Gäste da wären. Und "zu viele Tagesgäste" ist eine Problematik der Lift- und Pistenkapazität, nicht der Anzahl der Gäste. Man müsste also nur die Lifte und Pisten ausbauen und neue bauen (wobei ich bei den Pisten erhebliche Zweifel habe: Ischgl ist oftmals sehr voll, längere Wartezeiten hat man aber dank konsequenter Investitionen in neue Lifte nicht. Die Pisten sind zwar noch immer voll, aber die Gäste insgesamt stört das ganz offensichtlich nicht, denn Ischgl ist bekanntermaßen die wirtschaftlich erfolgreichste Seilbahngesellschaft Österreichs. Am wichtigsten sind also immer mehr Liftkapazitäten bis es keine nennenswerten Wartezeiten mehr gibt).

Damit handelt es sich bei sowas also am Ehesten um ein ähnliches Vorgehen wie bei der Taktik "nicht genug Geld, also Lifte/Pisten einsparen" - das hat noch nie funktioniert, sondern immer Abwärtsspirale in Gang gesetzt (weil bei weniger Angebot natürlich noch weniger Gäste kommen, nicht mehr, und die die kommen, nicht für weniger Angebot mehr bezahlen wollen), die zur Skigebietsschließung geführt hat.

Abgesehen davon ist das beim Montafon wohl ohnehin nicht so ganz wahr: Dort kostet ein 6-Tages-Skipass 31.12.-5.1. 382,50, am Arlberg wären es 401 Euro. Für 18,50 Euro mehr gibts am Arlberg aber ein Vielfaches an Angebot...

leogang.rocks schrieb:
Die Zinsen sind auch noch gestiegen. Das ist ganz schlecht bei hoher Verschuldung.

Man sollte ja eigentlich auch auf Fester Verzinsung bestehen. Variable Zinsen (vor allem während einer Niedrigzinsphase, wie wir sie bis 2021 hatten, also die Zinsen eh nur steigen können) waren schon immer ein Rezept für große wirtschaftliche Probleme.

Bei den Tageskartenpreisen hat das Montafon heute "nur" noch 76 Euro.

In St. Moritz dagegen erneut erhöht, diesmal auf 118,50 Franken - nur noch 50 Rappen hinter Zermatt. Auch Laax mit einer weiteren Erhöhung: 97,50.
 
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr. Sind kurz da und schnell weg.
Lieber die Langzeitgäste die auch in den Gasthöfen mehr liegen lassen.
 
Dabei gibt es aber zwei Problematiken: Die meisten Seilbahnunternehmen verdienen nur durch verkaufte Skipässe, nicht durch andere Faktoren (es gibt auch welche die vertikal integriert sind, ist aber eher selten).

Und das größte Problem ist, dass man sicherlich kaum Tagesgäste, die man vergrault, 1:1 durch Wochengäste ersetzen kann. Tagesgäste sind ja typischerweise Leute, die entweder nicht so viel ausgeben können/wollen und meistens eben keine ganze Woche frei haben.

Dass man durch Wegbleibende Tagesgäste eine große Zahl an neuen Wochengästen anlocken kann, bezweifle ich sehr stark - und wenn, müsste es ja dazu führen, dass man die Tageskartenpreise nur am Wochenende und Feiertagen hoch hält, unter der Woche aber niedrig, weil es da eh schon wenige Tagesgäste gibt und man die restlichen daher unnötigerwesie vergraulen würde.
 
Ralf321 schrieb:
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr.

Keiner mehr ist übertrieben, gerade hier gibt es doch einige Skigebiete deren Einnahmen hauptsächlich von Tagesgästen stammen. Um Oberstdorf vielleicht etwas weniger (wobei das Fellhorn doch auch min. 50% Tagesgäste hat, eher mehr) aber alles davor gelegene wird in erster Linie von Tagesgästen besucht. Und den Verkehr hat man doch sowieso. Kommen die Leute nicht (mehr) zum Skifahren wird halt auf Langlauf, Winterwandern oder Rodeln ausgewichen.
Die Leute zieht es nach der Arbeitswoche daheim im tristen Betonmoloch in die Berge und das kann man gut nachvollziehen.

Viele Grüße
 
Ralf321 schrieb:
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr. Sind kurz da und schnell weg.
Lieber die Langzeitgäste die auch in den Gasthöfen mehr liegen lassen.

Nicht immer richtig, ich arbeite in einem Skigebiet, dass zum Grösten Teil von Tagesgästen lebt. Es gibt weniger Gastro und Beherbergung. Leider sind unsere Preise meiner Meinung nach viel zu Teuer. Für ein "Skigebiet", in dass die Gäste nur für 1 Tag kommen, bezahlt man hier für Erwachsene stolze 59,90€. Ich selber finde dass fast schon Abzocke, aber so ist das bei den meisten in Österreich mittlerweile.

Die nächste Frechheit ist, dass man für nicht mal einen halben Tag (3-Stunden Karte) 48,50€ bezahlt. Also 10€ weniger als für den ganzen Tag?

Klar, Strompreise, Inflation, etc. aber wer soll sich das noch mit mittlerem Einkommen leisten können?

Mich schokiert sowas immer mehr, das ist aber in allen Skigebieten so, tendens steigend.

Gruß

PhoenixSky | Kevin
 
tobi27 schrieb:
Ralf321 schrieb:
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr.

Keiner mehr ist übertrieben, gerade hier gibt es doch einige Skigebiete deren Einnahmen hauptsächlich von Tagesgästen stammen. Um Oberstdorf vielleicht etwas weniger (wobei das Fellhorn doch auch min. 50% Tagesgäste hat, eher mehr) aber alles davor gelegene wird in erster Linie von Tagesgästen besucht. Und den Verkehr hat man doch sowieso. Kommen die Leute nicht (mehr) zum Skifahren wird halt auf Langlauf, Winterwandern oder Rodeln ausgewichen.
Die Leute zieht es nach der Arbeitswoche daheim im tristen Betonmoloch in die Berge und das kann man gut nachvollziehen.

Viele Grüße
Ja die Bahnen profitieren von ihnen, die Orte wollen sie loshaben.
Aber Versuch mal per ÖPNV zu fahren. Habe da immer mal so nen Anfall, und scheiter schnell. Nicht nur zum Skifahren.
 
Ralf321 schrieb:
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr. Sind kurz da und schnell weg.
Lieber die Langzeitgäste die auch in den Gasthöfen mehr liegen lassen.

Lassen Langzeitgäste tatsächlich mehr Geld abseits der Piste, z.b. zum Abendessen?
Also wenn ich schon ein Haufen Geld für die Unterkunft lasse, dann spar ich wo es nur geht.
Sprich Abends gibt es idR Essen aus dem Supermarkt und das reicht. Als wenn ich da als Vollblut Skifahrer noch Bock auf Schick essen gehen hätte :lol: .
 
Bocky schrieb:
Ralf321 schrieb:
Die Tagesgäste will keiner mehr haben wegen dem Verkehr. Sind kurz da und schnell weg.
Lieber die Langzeitgäste die auch in den Gasthöfen mehr liegen lassen.

Lassen Langzeitgäste tatsächlich mehr Geld abseits der Piste, z.b. zum Abendessen?
Also wenn ich schon ein Haufen Geld für die Unterkunft lasse, dann spar ich wo es nur geht.
Sprich Abends gibt es idR Essen aus dem Supermarkt und das reicht. Als wenn ich da als Vollblut Skifahrer noch Bock auf Schick essen gehen hätte :lol: .

Natürlich lassen die Urlauber mehr Geld im Ort und der Region…, viele gehen essen, feiern, gemütlich was in einer Bar trinken, kaufen Souvenirs und Andenken etc.
Ich gehe gerne abends noch bisschen aus und genieße die Stimmung
 
Skiverleih und Ausrüstungskauf darf man auch nicht vergessen. Und beim Verleih dann gleich eine Woche statt nur ggf. 1 Tag. Das Gleiche gilt für die Skischulen die ja eher nicht für bei Tagestouren sondern bei längeren Aufenthalten gebucht werden.
 
Ich halte die skipasspreisen für überzogen v.a als Beispiel sei da die Zugspitzarena genannt. Zwar gibt's da den 1430-pass für 22 Euro, dann kannst halt als schneller Skifahrer noch knapp 2 Std locker genug höhenmeter machen und spass haben.
Aber ab 13 uhr musst du da immer noch rund 50 Euro blechen. Und das halt für ein einzelgebiet, das meist doch sehr überschaubar ist.
Und in Saalbach haben sie meines Wissens die stundenkarten ganz abgeschafft, bzw bezahlst immer noch rund 60 Euro. Was auch nicht fair ist, da man ab 1130 oder bis 1230 naturgemäß nur ein Bruchteil des Gebietes beackern kannst. Selbst als schneller höhenmeterfresser.
Ein skipass in berwang für 35 Euro ab 13 uhr würde ich persönlich noch für fair halten. Bei Saalbach meinetwegen 43.
Bietet halt keiner mehr an, weils natürlich betriebswirtschaftlich mehr Sinn macht, im Falle der Zugspitzarena das Gesamtpaket anzubieten. Auch wenns für den Gast kaum Sinn macht, da er ja schwerlich ab 13 uhr berwang und lermoos schafft.
 
Ich lese in ganz vielen Berichten, dass es derzeit recht leer in den skigebieten ist. Erleben wir gerade den Anfang der Krise, ausgelöst nicht durch schneemangel , sondern durch die Gier der liftbetreiber, sprich durch hohe Preise? Und nicht nur die Lifte: 9 Euro für ne fritatensuppe sind schon krass.
 
Schneeberk schrieb:
Ich lese in ganz vielen Berichten, dass es derzeit recht leer in den skigebieten ist. Erleben wir gerade den Anfang der Krise, ausgelöst nicht durch schneemangel , sondern durch die Gier der liftbetreiber, sprich durch hohe Preise? Und nicht nur die Lifte: 9 Euro für ne fritatensuppe sind schon krass.
Leer?? Schau dir morgens so um 10 Uhr mal die Webcams von Sölden oder SFL an.
Ich glaub das sind die beiden Gebieten wo hier am meisten über die Preise geschimpft werd.
 
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