leogang.rocks schrieb:
Skimarkus schrieb:
Jedes gewinnorientierte Unternehmen will Gewinnmaximierung.
Ich habe schon einmal eine Bilanz einer Bergbahn bei uns in der Gegend gesehen. Wird sicher nicht überall so sein, aber meistens geht es nicht um Gewinnmaximierung, sondern um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Da gibt es sehr große Schuldenberge, denen ein entsprechender Umsatz gegenüberstehen muss. Gewinne gibt es keine.
Bis 2021 hätte ich dir da zugestimmt. Mit der starken Inflation seit 2022 haben allerdings zahlreiche Branchen, darunter Lebensmittelkonzerne, Landwirtschaft, Mineralölkonzerne, Energieunternehmen und eben auch Unternehmen der Freizeitbranche die Chance gesehen, ihre über Jahre hinweg subjektiv "zu niedrigen" (und teils auch tatsächlich niedrigen) Gewinnmargen deutlich zu vergrößern.
Dabei wurde die Inflation genutzt, um quasi im Windschatten Preiserhöhungen über das notwendige Maß hinaus durchzuführen. Zu normalen Zeiten hätte es einen Aufschrei gegeben, wenn Skigebiete flächendeckend die Preise um 10% erhöhen (und ist ja inzwischen schon zwei Jahre in Folge so, teils sogar 25% kumuliert in zwei Jahren), aber im Rahmen allgemeiner Inflation kann man halt leicht ein bisschen mehr draufschlagen. Da wird dann aus der notwendigen Erhöhung um 3 Euro eben eine um 5 Euro.
Man darf dabei nicht vergessen, dass bei Strom die Inflation in den letzten zwei Jahren wieder bei Null ist (die Strompreise sind wieder wie 2021), selbst Diesel hat sich um weniger als die allgemeine Inflation verteuert - und diese beiden sind ja neben Personalkosten (die i.d.R. sogar etwas unter der Inflationsrate bleiben) die Hauptkostenfaktoren in Skigebieten.
Als Ausgleich könnte man ja wenigstens dazu zurückkehren, alle Seilbahnen immer mit voller Geschwindigkeit fahren zu lassen. Und die Betriebszeiten zu verlängern.