Pilatus
Disteghil Sar (7885m)
Oh mann, das ist wieder mal typisch für Westeuropa (oder vermutlich v.A. den deutschen Sprachraum) dass Aussagen wie die von Starli einfach ohne jegentliche Analyse abgekanzelt werden.
Jeder der ein kleines bisschen etwas von den Gesetzen der Natur versteht, muss wohl einsehen, dass es für die Menschheit nicht unbedingt von Vorteil ist, wenn sich die Unterschicht vermehrt und die Oberschicht ausstirbt.
Für Verbote oder "Elternprüfungen" halte ich auch nichts, aber nicht wegen der Hintergrundidee, sondern weil das zu einem Bürokratie-Monster mit grosser Willkür führen würde. Aber Anreize an die "Oberschicht" (damit mein ich jetzt mal das Bildungsbürgertum, nicht irgendwie Leute mit > 500'000/Jahr oder so) sich fortzupflanzen wären evtl. schon nicht so das dümmste.
Hier darf man sich aber m.E. schon ein bisschen auf Designer-Babies hoffen... Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich für die künstliche "Anpassung" von Erbgut bin, aber dass man Embrionen vor ihrer Einpflanzung auf ihre genetische Qualität überprüft halte ich für ein absolutes Muss. Die heutige Medizin verhindert Selektion praktisch komplett, schlechte Gene werden nicht aussortiert. Über ein paar Jahrhunderte gesehen riskieren wir eine Vermüllung des menschlichen Genpools, wenn man hier nicht ein Kompensationsmechanismus ermöglicht.
Ansonsten reizen mich Kinder und die damit verbundenen Verpflichtungen (im Moment) nicht besonders. Auch sehe ich beim "Aufdieweltstellen" von Kindern gewisse ethische Probleme. Man kann ein Kind ja nicht fragen, ob es überhaupt geboren werden will. Es gibt schliesslich viele Leute, die in unserer Leistungsgesellschaft grosse Mühe haben. Darf man eine Existenz ungefragt diesen Herausforderungen aussetzen? Dann die Frage, ob das Leben überhaupt Sinn macht. Unter rein wissenschaftlichen Aspekten eigentlich nicht. Sollte man dann trotzdem eine neue Existenz erzeugen oder ist es eine "Frechheit", jemanden dazu zu zwingen und alle Ungewissheiten wie die Frage nach Tod und Bewusstsein "zu ertragen"?
Schlussendlich habe ich aber auch ein reichlich egoistisches Argument für Kinder: Ab einem gewissen Alter wird das Leben ziemlich fade bzw. einsam ohne Kinder. Das sehe ich jetzt bei meinem Grossvater. Er ist jetzt 90 und praktisch alle seine Freunde sind tot. Da aber seine Söhne in der Nähe arbeiten und seine Enkel in der Nähe ins Gymnasium gingen, hat er praktisch jeden Mittag für die ganze Familie gekocht. So ist er trotz seines hohen Alters rüstig geblieben, hat viel sozialen Kontakt und eine grosse Lebensfreude. Ohne Kinder wäre das defintiv nicht möglich, für mich eines der Hauptargumente für Nachwuchs - reine "Alltags-Pragmatik" allerdings...
Jeder der ein kleines bisschen etwas von den Gesetzen der Natur versteht, muss wohl einsehen, dass es für die Menschheit nicht unbedingt von Vorteil ist, wenn sich die Unterschicht vermehrt und die Oberschicht ausstirbt.
Für Verbote oder "Elternprüfungen" halte ich auch nichts, aber nicht wegen der Hintergrundidee, sondern weil das zu einem Bürokratie-Monster mit grosser Willkür führen würde. Aber Anreize an die "Oberschicht" (damit mein ich jetzt mal das Bildungsbürgertum, nicht irgendwie Leute mit > 500'000/Jahr oder so) sich fortzupflanzen wären evtl. schon nicht so das dümmste.
Hier darf man sich aber m.E. schon ein bisschen auf Designer-Babies hoffen... Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich für die künstliche "Anpassung" von Erbgut bin, aber dass man Embrionen vor ihrer Einpflanzung auf ihre genetische Qualität überprüft halte ich für ein absolutes Muss. Die heutige Medizin verhindert Selektion praktisch komplett, schlechte Gene werden nicht aussortiert. Über ein paar Jahrhunderte gesehen riskieren wir eine Vermüllung des menschlichen Genpools, wenn man hier nicht ein Kompensationsmechanismus ermöglicht.
Ansonsten reizen mich Kinder und die damit verbundenen Verpflichtungen (im Moment) nicht besonders. Auch sehe ich beim "Aufdieweltstellen" von Kindern gewisse ethische Probleme. Man kann ein Kind ja nicht fragen, ob es überhaupt geboren werden will. Es gibt schliesslich viele Leute, die in unserer Leistungsgesellschaft grosse Mühe haben. Darf man eine Existenz ungefragt diesen Herausforderungen aussetzen? Dann die Frage, ob das Leben überhaupt Sinn macht. Unter rein wissenschaftlichen Aspekten eigentlich nicht. Sollte man dann trotzdem eine neue Existenz erzeugen oder ist es eine "Frechheit", jemanden dazu zu zwingen und alle Ungewissheiten wie die Frage nach Tod und Bewusstsein "zu ertragen"?
Schlussendlich habe ich aber auch ein reichlich egoistisches Argument für Kinder: Ab einem gewissen Alter wird das Leben ziemlich fade bzw. einsam ohne Kinder. Das sehe ich jetzt bei meinem Grossvater. Er ist jetzt 90 und praktisch alle seine Freunde sind tot. Da aber seine Söhne in der Nähe arbeiten und seine Enkel in der Nähe ins Gymnasium gingen, hat er praktisch jeden Mittag für die ganze Familie gekocht. So ist er trotz seines hohen Alters rüstig geblieben, hat viel sozialen Kontakt und eine grosse Lebensfreude. Ohne Kinder wäre das defintiv nicht möglich, für mich eines der Hauptargumente für Nachwuchs - reine "Alltags-Pragmatik" allerdings...