2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | Teil1

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2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | Teil1

Beitrag von bastian-m » 26.09.2012 - 18:26

Eigentlich wollte ich dieses Epos in einem Teil veröffentlichen, leider habe ich zu spät damit begonnen und fliege morgen früh in einen ausnahmsweise alpenfernen (aber nicht berglosen!) Urlaub. Deshalb gibt es heute Teil eins und Anfang Oktober dann den Rest.

Winter 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | Teil 1
oder: 750km bis zum Schnee

Dieser Bericht ist keine Bildersammlung, er ist eine Geschichte über die Skisaison eines viel zu weit entfernt von den Alpen lebenden Bergliebhabers und darüber, wie das Alpinforum ein Skifahrerleben grundlegend verändert hat. Er ist eine Hommage an eine großartige Internetseite, an die Menschen hinter den Pseudonymen die dies alles hier mit Leben füllen und nicht zuletzt an eine der großartigsten Sportarten der Welt.
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Inhaltsverzeichnis
  • Prolog
  • Ein Konzept (11.11.-18.11.2011)
    • Zermatt
    • Kaunertal
    • Pitztal
    • Stubaital
    • Gurgl – First Contact

Teil 2
  • Eine Erkenntnis
  • Eine Liebe
    • Part I
    • Mit dem Flugzeug zur Arbeit und retour

      Im letzten Teil folgen die Kapitel
    • Part II
  • Das Ende?
  • Epilog



Prolog
Ich stamme aus dem Ruhrgebiet, habe hier studiert und auch mein Arbeitsleben hier begonnen. Eine lebendige Region, von der das Sauerland (Winterberg) zwar nur gute zwei Stunden entfernt ist, die aber mit dem „richtigen“ alpinen Wintersport ungefähr so viel gemeinsam hat, wie eine Nordseeinsel mit dem Steinkohlebergbau. DIE Berge sind mindestens 750km entfernt und egal wie man es dreht und wendet, eine Anreise bis dorthin verschlingt fast einen ganzen Urlaubstag und bei den mittlerweile erreichten Spritpreisen auch noch einen nicht unerheblichen Anteil aus der Urlaubskasse. Man wird also ganz automatisch zum klassischen Urlauber, der in irgendeinem Ort von Samstag bis Samstag eine Unterkunft bucht und vorzugsweise den gesamten Urlaub im örtlichen Skigebiet verbringt. Womöglich gefällt es einem dort so gut, dass man für viele Jahre aufs Neue immer wieder dort hinkommt. Man vermisst dabei nichts, man kennt es ja gar nicht anders.
Im Winter 1990/91 wurde ich von meinen Eltern im Altern von 8 Jahren in Kappl das erste mal auf die Ski gestellt, fast die gesamten 90er hindurch ging es in den Weihnachts- und Osterferien für jeweils eine Woche vorzugsweise irgendwo ins Paznaun, es gab mit Adelboden, Fiss (damals noch ohne Serfaus) und Saalbach vereinzelte Ausnahmen. Auch wenn wir innerhalb des Paznauns Ort und Unterkunft regelmäßig variierten glaube ich, das alles erfüllt das Klischee des Piefke schon ganz gut. Trotzdem prägte sich schnell eine gewisse jahreszeitenunabhängige Bergaffinität bei mir aus. Meine frühe Leidenschaft war geboren. Zu Beginn der 2000er brachten zwar Dinge wie der Führerschein, die Volljährigkeit und erstes eigenes kleines Geld zwar mehr Gestaltungsspielraum vor allem was die Konstellation der Mitreisenden anbelangte, ich blieb aber was ich war: Quasi ein alpiner Pauschaltourist.
Anfang 2006, seit einem guten halben Jahr bin ich Student, stolpere ich über das Alpinforum und lese regelmäßig mit, erst 2008 registriere ich mich und schreibe hin und wieder. Regelmäßig aber sitze ich völlig fasziniert vor dem Bildschirm, starlis Reisen erscheinen mir wie phantastische Abenteuer (was sie vermutlich auch sind), ungläubig staune ich über die unendlichen Berichte aus allen Ecken der Alpen und erkenne: Es gibt noch mehr als eine Woche Ischgl (dabei war ich übrigens nie Apreskiliebhaber sondern sportlich orientiert) und ich will es sehen.

Anfang November 2011 – irgendwo am Horizont taucht langsam die magische Grenze des 30. Lebensjahres auf, ganz nah hinter mir liegt mein Studienabschluss. 2011 – mein Jahr ohne Sommer, nicht meteorologisch, ich habe ihn einfach verpasst, da sich mein Leben überwiegend am Schreibtisch abspielte. Es folgte ein schlauchender Oktober mit schriftlichen Examina und ein grausiger Novemberanfang mit dem mündlichen Abschluss. Am 4.11. war klar, ich habe es geschafft, großer Jubel, unendliche Erleichterung und dann das erste mal seit langem endlich das Gefühl von nichts! Keine Zweifel, kein Zittern, einfach nur ein leerer Kopf. Zwei Tage habe ich mich vornehmlich damit beschäftigt zu begreifen, dass diese Epoche nun vorbei ist. Ein unterschriebener Arbeitsvertrag zum 1.1.2012 liegt auf dem Tisch, damit brauche ich mich nicht befassen. Nach erfolgreicher mentaler Rekonvaleszenz beschließe ich, dass es nun wieder Zeit sei, sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu befassen und so mache ich mir Gedanken über das Skifahren. Ein paar € Erspartes haben es bis zum Studienende überlebt, mein Studentenjob läuft noch bis Ende November, aber irgendwo dazwischen wird sich schon ein erster Korridor finden. Ich konnte ja nicht ahnen, für was alles dies nur der Auftakt sein sollte.

11.11.-18.11.2011 | Ein Konzept
Ein Jahr zuvor, also 2010, hatte ich Ende September eine Studienfreundin besucht, die für ein Semester in die Schweiz ins Unterengadin gegangen war. Ich reiste damals über den Fernpass an Richtung Scoul und war ganz beeindruckt von der friedlichen Leere Tirols in diesem Korridor zwischen Sommer- und Wintersaison. Einen Tag nutzten wir damals, um auf dem Rettenbachferner die persönliche Skisaison zu eröffnen. Ich mochte die Stimmung, unten herbstlich bunte Farben, oben das erste frische Weiß.
Nun versprach das Wetter gut zu werden, nur hatte es an der Alpennordseite, wir erinnern uns, in einem extrem trockenem Herbst in mittleren bis hohen Lagen bisher fast gar keinen Schnee gegeben.
Im Februar 2011 war ich eine Woche mit meiner Freundin im Paznaun, wegen einer Klausur musste sie aber nach dem 4. Skitag zurück in die Heimat. Ich hatte mir entsprechend auch nur einen Viertagespass gekauft und sie am 5. Tag morgends zum Innsbrucker Flughafen (Billigflug nach Köln ;)) gebracht. Irgendwie kam ich auf die Idee, ich könnte doch auch einfach den Tag woanders Skifahren, fuhr nach Sölden und Abends zurück ins Paznaun. Irgendwie gefiel mir das, am nächsten Tag erkundete ich mit Nauders, Schöneben, der Haider Alm und dem Langtauferer Tal gleich den gesamten Reschenpass an einem Tag und vergnügte mich am letzten Tag dann in St. Anton. Hm...macht ja Spaß – trotz rumgekurke (die Erkenntnis, dass es gerade deswegen so ist, kommt später). Könnte das nicht ein Urlaubskonzept sein? Das wollte ich nun im November auf die Probe stellen – was sollte ich auch eine Woche lang in einem kleinen Gletscherskigebiet? Die Einladung eines schon vor vielen Jahren in die Schweiz übergesiedelten Onkels, doch ein Wochenende mit ihm in Zermatt auf die Ski zu steigen, tat sein übriges.

Do, 10.11. - Aufbruch
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Ich fuhr nur zwei Stunden weit bis Gießen um dort für den Abend einen guten Freund zu besuchen. Am Freitag früh fuhr ich weiter in die Schweiz in den Kanton Aargau zu meinen Verwandten, noch am Abend ging es gemeinsam weiter nach Zermatt.

Sa. 12.11. - Zermatt, Tag 1
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Der Blick aus der Unterkunft, so kennt man es von Postkarten. Das Ambiente Höchstpreissegments ist nicht meine Welt, aber die Skibedingungen waren traumhaft, Zermatt kannte ich bisher nur zu Fuß aus dem Sommer.
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So. 13.11. - Zermatt, Tag 2
Auf italienischer Seite hatte es hingegen überdurchschnittlich viel Schnee für die Jahreszeit, vom Winterskigebiet waren bereits bei exzellenten Schneebedingungen die alte 3SB und die komplette KSB-Kette geöffnet.
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Abends ging es durch den Autoverlad Kandersteg zurück ins Aargau.

Mo. 14.11. - Kaunertal
Mittelmäßig zeitig breche ich in der Schweiz auf und fahre über St. Gallen Richtung Bodensee und dann bei Hohenems über die Grenze nach Vorarlberg. Bei strahlendem Sonnenschein geht es weiter durch Vorarlberg, aus Zeitgründen durch den Arlbergtunnel Richtung Landeck und dann hinauf ins Kaunertal.
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Goldener Herbst am Gepatsch-Stausee

Um Punkt 11:00 Uhr erreiche ich die Mautstelle, also gerade richtig für die ermäßigte Tageskarte. Die 4-KSB ist erst ab der 2. Sektion geöffnet, auf der unteren Talabfahrt liegt weder ein Korn Schnee, noch hatte man bisher Bemühungen unternommen, hier die Schneianlage in Betrieb zu nehmen. Ich bin einer der wenigen, der an der Sesselstation sein Auto abstellt, anstatt bis ganz hoch zu fahren.
Ich vergnügte ich mich den Tag über bei bestem Wetter, einen seinerzeit geschriebenen Bericht gibt es hier: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=41078
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Als die 4-KSB Nachmittags ihren Betrieb einstellt, sehe ich mich gezwungen aufzubrechen. Ich fahre zurück bis nach Feichten, hier habe ich mir ein kleines Einzelzimmerchen in einer einfachen Frühstückspension reserviert. Wenig Betrieb ist kein Ausdruck, um 18 Uhr ist der Ort menschenleer und es herrscht eine so unglaubliche Stille, wie man sie als bisheriger Saison-Tourist noch in keinem Ferienort der Alpen wahrgenommen hat. An der Tür der Pension hängt ein handgeschriebener Zettel. „Hallo Herr M. Ich bin zur Zeit unterwegs, bitte rufen sie unter folgender Nummer meine Tochter an, diese ist dann in wenigen Minuten bei ihnen und lässt sie hinein.“ Wen wundert es da, dass ich zur Zeit der einzige Gast im Haus bin? „Am Wochenend, da kchimme noch zwa!“ erfahre ich wenig später. Ich habe für zwei Nächte gebucht, am nächsten Tag geht es als Tagesausflug ins Pitztal. „Was, so weit? Und dann retour hierher am selben Tag?“ - die alte Vermieterin schaut mich sehr ungläubig an und scheint mich für sehr sonderbar zu halten. Nicht nur Massentouristen denken mitunter regional sehr begrenzt, auch Einheimische.

Di. 15.11. - Pitztal
Um ins Pitztal zu gelangen, wähle ich nicht den Weg zurück bis nach Landeck und dann ins Pitztal hinein, sondern die Strecke über den Kaunergrat, kilometermäßig kürzer, zeitlich sicher nicht, denn man kurvt einen kleinen Pass hinauf und wieder hinunter, aber die Strecke ist landschaftlich wundervoll.
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So bietet sich z.B. die etwas untypische Perspektive von oben über Prutz hinweg auf das gegenüberliegende Ladis. Wir erinnern uns – Mitte Novembe 2011, der Herbst verlief erst stellenweise sehr mild und dann mit einer langen Hochdruckphase extrem trocken, so dass viele Skigebietsbetreiber zunehmend nervös wurden, da bis in große Höhen keine einzige Flocke lag. Dafür habe ich einen weiteren grandiosen Herbsttag erwischt, während ich über den Kaunergrat kurve, mir begegnet bis oben kein einziges Auto, steige ich immer wieder aus, springe begeistert im Licht der aufgehenden Sonne umher und genieße Ruhe und Farben. Was bitte sollte ich hier nochmal in der Hochsaison?
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Nach 1,5 Stunden Fahrzeit bin ich an der Talstation der SSB und erkunde das Gebiet. Hier und da verlasse ich die Piste, kraxel ein Stückchen bis zu irgendeinem Grat hoch und gönne mir ein paar Minuten Sonne und den Ausblick auf das, was dahinter liegt.
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Auf dem Rückweg über den Kaunergrat zurück zu meiner Unterkunft in Feichten dann die selbe Begeisterung, dieses Mal allerdings über den Sonnenuntergang. Leider bin ich kein Fotograf und kann Farben und Stimmungen nicht so schön einfangen wie andere hier.
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Mi. 16.11. - Stubaital
Ich checke aus der kleinen Pension im Kaunertal aus und mache mich auf den Weg ins Stubaital. Bei wiederum strahlendem Sonnenschein geht es durch das herbstliche Inntal Richtung stubaier Gletscher. Ich bin zwar wieder nicht unbedingt zu Betriebsbeginn da, aber die Parkplätze erscheinen deutlich voller als in den vergangenen Tagen. Bei ersten Teil der Auffahrt erscheint alles wie ein goldener Spätsommertag, kaum zu glauben, dass der Start der Wintersaison kurz bevorsteht. Nachvollziehbar, dass die ersten Touristiker nervös werden. Die Talabfahrt bis zur Mittelstation ist 100% Maschinenschnee. Ohne massiven Beschneiungseinsatz wären auch viele andere Abfahrten im Gebiet noch nicht denkbar.
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Nur wenn man geschickt in die hohen Gipfel hineinfotografiert hat man das Gefühl, es könne so etwas wie Winter sein.
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Am Nachmittag geht es ein klein wenig zurück das Inntal hinauf und dann bis in den Weiler Huben kurz vor Sölden. Ursprünglich hatte ich geplant morgen auf Retten- und Tiefenbachferner herumzukurven, dann aber von der Eröffnung des Winterskigebiets in Ober- und Hochgurgl gelesen. In Huben bin ich eindeutig nicht der einzige Gast, besonders die Tschechen nebenan sind nicht zu überhören. Abends schreibe ich noch ein paar Zeilen über den abgelaufenen Tag in den Stubai-Thread unter „Aktuelle Schneesituation“ und erwähne, dass ich am nächsten Tag Gurgl aufsuchen werde. Begleitet von tschechischen Liebesbekundungen von der anderen Seite der Wand verschiebe ich das Einschlafen und surfe noch etwas durchs Netz. Beim letzten Forenstreifzug stolpere ich über eine neue PN: „Tach! Talabfahrer und Ich sind morgen in Gurgl. LG L. aka Dachstein“ Wir tauschen die Handynummern aus und verabreden uns für 10 Uhr (Talabfahrer kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln) an der Talstation der Hochgurglbahn. Auch ohne seinen Hinweis war klar worauf ich zu achten hatte, es war mir gut aus Dachsteins vorherigen Skiberichten in Erinnerung geblieben: Eine leuchtorangene Jacke. Das soziale Netzwerk „Alpinforum“ scheint zu funktionieren.

Do. 17.11. - Obergurgl/Hochgurgl – First contact
Persönlich kannte ich bis dato genau eine Person aus dem Alpinforum – mich :-) Ich warte um kurz vor 10 an der Talstation der Hochgurglbahn und schaue die Treppen hinab auf den Parkplatz. Ich glaube Dachstein zu erspähen, aber ich sehe kein orange. Ich winke und rufe – er sieht mich nicht. Ich rufe ihn an, der Inkognito-Dachstein geht ran, dreht sich zu mir um und zieht grinsend seine orangene Jacke aus dem Auto. Kontaktaufnahme geglückt. Wir steigen in die Gondel, Talabfahrer ist gedankenversunken mit dem Skibus bis Hochgurgl gefahren und steigt von dort ins Gebiet ein. Hinauf geht es über saftiges Grün, der Tag bildet später die Grundlage für eine ausufernde Forumsdiskussion über Sinn und Unsinn von Kunstschneebändern durch grüne Lande. In Hochgurgl dann der unglaubliche Anblick – Wiese so weit das Auge reicht, nur ein paar weiße Kunstschneebänder durchziehen die Landschaft. Nur weit oben am Schermerkar und dem Wurmkogl gibt es eine Naturschneeauflage.
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Die Gruppe ist mit Talabfahrer bald komplett und es entspinnen sich schnell endlose Gespräche während der Liftfahrten. Man diskutiert über die Schneelage, über- und unterbewertete Skigebiete, wir konfrontieren uns gegenseitig mit beruflichen Vorurteilen, unseren Meinungen über Hubert von Goisen und ich importiere den Begriff „Männerhölle“ als Umschreibung für die untere Etage einer jeden IKEA-Filiale nach Tirol. Hin und wieder streut Dachstein einen historischen Exkurs über vergangene Lifte des Gebietes ein, irgendwann essen wir auf obergurgler Seite Mittag – die Gruppe funktioniert prächtig.
Oben auf der hohen Mut bleibt noch Zeit für etwas Blödsinn, wir entdecken die heimlich errichtete 3. Sektion in Form einer etwas kapazitätsschwachen EPL-KBB (Einerpendellift-Kombibahn) – Talabfahrer gebürt die Erstbefahrung.
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Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu, meine Mitstreiter führen bereits Telefonate und planen das Kitzsteinhorn für den nächsten Tag. Ich werde wehmütig – heute ist definitiv mein letzter Skitag, Freitag steht die Heimreise an, denn Samstag erwartet mich unaufschieblich eine der letzten Schichten in meinem alten Studentenjob. Eine ausführliche Dokumentation des Tages findet sich unter http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=41113
Wir verabschieden uns am Parkplatz. „Wir sehen uns bestimmt noch mal wieder“ - allen ist klar, dass das hier mehr als eine Höflichkeitsfloskel ist.
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(v.l.: Ich, Dachstein, Talabfahrer)

Ich fahre zurück nach Huben und packe mein Auto für die Heimreise am nächsten Morgen. Ich bin begeistert von den vergangenen Tagen. Ich habe nicht nur mir unbekannte Gebiete erkundet, ich war endlich selbst mal an den Orten, die ich aus den Fotoberichten Jahr für Jahr als Bilder schon gut kannte und wo ich immer dachte „Irgendwann fährst du da auch mal hin.“. Normalerweise setzt nach einer ortsfesten Woche 0-8-15-Touristenurlaub bei mir ein entsprechendes Sättigungsgefühl ein, doch so könnte ich noch lange weiter touren. Das Konzept schien sich zu bewähren. Was für eine schöne Wintersaison, in der sich bestimmt noch ein zweiter Urlaub für mich ausgehen würde. Ich konnte ja nicht ahnen, wie das noch alles enden würde.

Fortsetzung folgt Anfang Oktober nach meinem Urlaub!

Edit: Teil 2 ist online: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=44517
Zuletzt geändert von bastian-m am 27.01.2013 - 15:42, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von snowotz » 26.09.2012 - 19:35

Hi, Hi, wenn ich das so lese, stelle ich absolute Parallelen zu mir fest.

Früher jahrelang immer in das gleiche Gebiet für eine ganze Woche gefahren (meistens Hintertux, Gaißau-Hintersee, Gargellen und vielleicht noch Ischgl), dann Alpinforum endeckt.
Und nun, möglichst in einer Woche 10 neue Skigebiete kennenlernen, manchmal sogar in 3 verschiedenen Ländern :D

Aber ich glaub, das geht fast jedem Alpinforumler so :wink:
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von Werna76 » 26.09.2012 - 19:53

Nach langerlanger Zeit, mal wieder ein wundervoller Bericht hier im Forum, wo ich schon gespannt auf die Fortsetzung warte!
Und ich erkenne viele Parallelen zu mir selbst.

Aber aaaaargh das tut richtig weh, wenn ich sowas sehe. Skischuhe IMMER Schnallen zu, besonders solche wie deine!
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von F. Feser » 26.09.2012 - 21:50

Danke!
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von christopher91 » 26.09.2012 - 23:42

Sehr schöner Bericht! Bin ich schon gespannt auf weitere Teile! Kenne das auch nur zu gut, mit früher eine Woche am selben Ort, tja nun sieht auch das bei mir anders aus :P


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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von starli » 27.09.2012 - 12:56

Das Konzept schien sich zu bewähren.
Mit lt. deiner Sig 5 Besuchen in SFL bist aber doch noch einmal rückfällig geworden ;-)

Wenn man sich mal an jeden-Tag-anderes-Gebiet gewohnt hat, hält man es keine 3 Tage hintereinander mehr im gleichen Gebiet aus... (das ist der Nachteil an dem Konzept :) )
- Neu: Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2017-30.9.2018 (106 Tage, 73 Gebiete)
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von Fab » 27.09.2012 - 16:51

Habe Mitte der 80er Jahre den "Palmenplunder" :D als Reiseziel hinter mir gelassen und statt dessen die Berge für mich entdeckt. Startete auch mit einer Rundreise, allerdings im Herbst zum Wandern (Dolos, Gardasee, Z, Saas-Fee u. Grindelwald). Dann kam schnell das Skifahren für mich.

Manche hier im AF denken ja möglicherweise ich war noch nie ausserhalb von Z :lach: , tatsächlich bin ich fast 20 Jahre kreuz u. quer durch die alpinen Skigebiete gefahren. Lediglich im Dezember bin immer nach Z gefahren. Das AF hab ich erst 2007 durch Zufall entdeckt - eine Digicam hab ich erst seit 2008. Seitdem war ich tatsächlich nur noch in Z.

Bin gespannt auf die Fortsetzung deines schönen Berichtes.

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von Pilatus » 27.09.2012 - 18:38

Nett, vielen Dank! :)

Interessant, das AF hat wohl auf viele den gleichen Effekt gehabt und einen "Erforschungsdrang" ausgelöst... Seit ich mich hier angemeldet habe, hat sich die Länge meiner Liste "Wo ich überall schon war..." multipliziert...

@ Fab: Ich dachte, du seist letzten Winter fremdgegangen? :lach:
Bilder von Seilbahnen und Skiliften: http://www.seilbahnbilder.ch - neuste Uploads hier! (Letztes Update: 28. Juli 2010)

Auch immer ein Besuch wert: http://www.bergbahnen.org - Forum & Anlagendatenbank mit Schwerpunkt Schweiz.

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von Fab » 27.09.2012 - 19:03

Pilatus hat geschrieben:@ Fab: Ich dachte, du seist letzten Winter fremdgegangen? :lach:
Das war Lausezwergenskifahren in SHL - das war was völlig anderes :D

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Re: AW: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe

Beitrag von bastian-m » 27.09.2012 - 19:11

Vielen Dank für die ersten wirklich netten Reaktionen! Ich hatte mir schon gedacht, dass ich nicht der einzige Forumsmodifizierte Skifahrer bin.
Ich bin zwar schon im Urlaub, aber ab morgen folgt eine Woche internetfreie Zone. Im Oktober setze ich die Geschichte dann fort.
Eine paar frohe Tage allerseits!

@Starli
5xSFL hat etwas mit...sozialen Zwängen zu tun und nicht grundlos heißt eines der folgenden Kapitel "Eine Erkenntnis" ;-)

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von Oscar » 27.09.2012 - 22:18

Bin zwar kein grosser Schreiber aber sowas zu lesen ist immer sympathisch. Nett geschrieben! ;)
(y)

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von gerrit » 28.09.2012 - 19:27

Auch von mir ein Lob für diese Vorstellung! Auch ich habe mein Winterurlaubsverhalten ab 2005 (Einstieg im AF 12/2004) maßgeblich verändert, wie ja hier und auch anderswo manchmal durchaus episch dokumentiert wurde.... :wink:
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

Erinnerungen: meine Berichte seit 2005

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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von xcarver » 30.09.2012 - 13:23

Toll mal wieder einen etwas untypischen Bericht zu lesen!
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von fabi112 » 08.10.2012 - 09:05

Wow, der Bericht ist echt toll geschrieben, Respekt! Eine ähnliche Entwicklung stelle ich bei mir fest. Ich würde liebend gern solche Urlaube machen, leider bin ich mangels Führerschein immer an meine Eltern gebunden gewesen. Da ich jetzt endlich 18 bin und auch nebenher etwas Geld verdienen kann, hoffe ich bald auch so einen tollen Bericht schreiben zu können....
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Re: 2011/12 | Ein Konzept - Eine Erkenntnis - Eine Liebe | T

Beitrag von bergfuxx » 08.10.2012 - 22:04

Tja, auch ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen. Als begeisterter Skifahrer nördlich des Weißwurstäquators zu leben ist schon halbe Strafe. Die Skisaison gepimpt habe ich dann auch erstmals, nachdem ich hier eine Weile mitgelesen habe bzw. angemeldet war.

Ach so, für den Bericht: :top: , weiter so!

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