29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23 [Teil 3]

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29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23 [Teil 3]

Beitrag von bastian-m »

29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23
Prolog
6.6.2023


I should have known
I'd leave alone
Just goes to show
That the blood you bleed
is just the blood you owe

(aus: "No time to die" von Billie Eilish)


Prolog

Ich kann nicht glauben, dass der Wagen mich tatsächlich verfolgt. Auch wenn an jenem 8.6.2023 die Zahl der bereits in Lech residierenden Touristen an einer Hand abzuzählen ist, wird es schon eine vernünftige Erklärung geben, warum mir dieser schwarze Audi mit den getönten Scheiben zu jener frühen Uhrzeit folgt, seitdem ich die Zentrale des Tourismusverbandes Lech durch die Hauptstraße des ausgestorben erscheinenden Dorfes passiert habe. Irre ich mich, oder trägt der Fahrer eine auffallend himmelblaue Mütze mit einem weißen Logo drauf? Und sicher gibt es auch einen harmlosen Grund, warum er weiterhin in äußerst gebührendem Abstand im Rückspiegel hinter mir bleibt, als ich mit provokanten 30 durch die Galerie des Flexenpasses in Richtung Stuben rolle. Wahrscheinlich will er nur verständnisvoll und nett sein - schließlich weist mein Nummernschild mich ja als Tourist aus. Nach dem Ausgang der letzten Serpentime vor dem Ortseingang Stuben beschleunige ich meinen ID3 maximal um unerkannt nach links in die Einfahrt zum Hotel Mondschein einzubiegen. Ich beobachte die Straße - kein Audi weit und breit. Falscher Alarm. Aber ein bisschen paranoid werden kann man freilich schon bei der Mission, denn ich bin dabei, unerkannt in nichts geringeres als die Machtzentrale des innersten Führungszirkels des Alpinforums einzudringen um die Wahrheit ans Licht zu bringen und zu ergründen, wo der patriarchale Herrscher dieser Internetcommunity all die Millionen aus den Werbeeinnahmen verbuddelt.
Dazu bedurfte es einiger Vorbereitungen. Ich hatte mir eine neue Identität zugelegt und mich als ein Herr Daniel Müller ausgegeben, Lobbyist für einen großen Marketingkonzern. Ich hatte schriftlich mein Interesse bekundet, eine stattliche Summe für den illegalen Ankauf von Adressdaten aus der Forumskartei zu Werbezwecken zahlen zu wollen und um einen persönlichen Gesprächstermin gebeten. Wenig überraschend erhielt ich prompt Antwort und die Anweisung, mich am Abend des 4.6. in Lech bei einem Adjutanten des BigBoss einzufinden um weitere Instruktionen zu bekommen.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm gewesen. Ich wurde zu seltsam anmutenden einheimischen Bräuchen eingeladen, für die es eines Baumstammes, eines Zimmermannshammers und zahlreicher Nägel bedurfte.
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Im Verlaufe des Abends hatte man mir ein Wahrheitsserum untergejubel um meine Angaben zu prüfen, doch mein allem überlegener Verstand war in der Lage gewesen, meine Tarnung aufrecht zu halten. Ich glaubte den Abend über immer wieder, einen leicht fränkischen Akzent bei einem der Männer zu hören. Schließlich organisierte man mir ein Pensionszimmer im Ort. Als ich am nächsten Morgen erwachte, lag ein handgeschriebener Zettel auf meinem Nachttisch „8. Juni., 8:00 Uhr, 47.0961437910304, 9.852713921266556“. Und jetzt bin ich auf dem Weg dahin. Ich habe die GPS-Koordinaten in zwei verschiedenen Apps und auf dem Satellitenbild überprüft, aber da ist einfach nichts an dieser Stelle, nur ein Waldrand am Ende einer kleinen Straße im vorderen Montafon. Ich gebe zu, mir ist ein wenig mulmig, aber auf der Suche nach der Wahrheit muss man auch bereit sein, Gefahren auf sich zu nehmen. Man muss auch mal selber denken!
Am Übergang der Arlberg-Schnellstraße in die A14 bei Bludenz biege ich ins Montafon ab, ein Stückchen nach dem Ortseingang von Vandans schlängle ich mich durch immer kleiner werdende Nebenstraßen. Noch 150m bis zum Punkt. Er muss links vom Weg sein, aber da ist nichts. Rechts steht ein Haus, links Wiese und dann der Rand des steil ansteigenden Bergwaldes. Noch 100m - Nichts! Noch 50, nichts. Nichts außer einem stattlichen Stapel aus Heuballen. Ich parke und steige aus. Die Koordinaten scheinen genau auf den Stapel zu deuten. Die letzten 50m muss ich zu Fuß gehen. Erst als es schon zu spät ist, sehe ich den verdeckt geparkten schwarzen Audi. „Herr Müller, sie werden erwartet. Folgen sie mir!“ Ein Strohballen weicht zur Seite und gibt den Blick frei auf einen kleinen Tunnelgang an dessen Ende eine in glänzenden Stahl eingefasste gläserne Tür anschließt.
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Es ist der Eingang in einen unterirdischen Schrägaufzug. Wie ich später noch erfahren werde, hat die Firma Doppelmyr die Anlage dem Forumsbesitzer als Dank dafür geschenkt, dass der vorarlberger Weltmarktführer regelmäßig von gewissen Personen ein wenig besser dargestellt wird als ein Mitbewerber aus Sterzing. „Sie werden Verständnis dafür haben, dass ich für die Dauer der Audienz Handy und Autoschlüssel für sie verwahren werde. Bewaffnet oder verkabelt sind sie nicht, einen Bodyscanner haben sie eben am Eingang bereits unbemerkt durchquert.“
Wir fahren aufwärts. Und aufwärts. Der Druck in meinen Ohren nimmt langsam zu bis ich einmal kräftig schlucke.
„Wie weit fahren wir bitte?“ Ich versuche, nicht all zu ehrfürchtig zu klingen.
„Aussicht ist dem Chef sehr wichtig. Aber man kann ja nicht ständig den Hubschrauber nehmen, irgendwann erregt das einfach zu viel Aufsehen im Dorf.“ Er blickt ein wenig mitleidig auf den Schlüssel meines eAutos in seiner Hand. „Der Chef hat auch so eine Karre mit Batterie im Fuhrpark. Diesen Porsche Tycan E. Ist irgendwie nicht sein Ding, der steht seit Monaten eigentlich nur noch zur Deko im Atrium rum oder als Stehtisch zum Umtrunk. Ich habs ihm ja gleich gesagt, aber nein...“.
Nach einer kleinen Ewigkeit sind wir oben, aber man sieht nicht wo. Wir gehen einen langen beleuchteten Tunnel entlang, der zur Rechten mit einem matt-grauen Glas verkleidet zu sein scheint. Wo genau sind wir? Etwa schon in der Südost-Flanke des Roßkopf? Meine Schuhe hinterlassen ein paar matschige Abdrücke auf dem weißen Marmorboden. Hinter mir tauchen zwei Herren in Anzug auf. Einer beginnt sofort zu wischen, der zweite rutscht auf den Knien mit einem Politurtuch herum. Die Kronleuchter verbreiten ein angenehm warmes Licht und lassen die aufwendig verzierten Handläufe an der Wand mystisch funkeln. Sind das da etwa kleine Diamanten? „Soweit ich informiert bin, sind sie ja Läufer und wohl entsprechend gut zu Fuß Herr Müller. Wir haben nämlich noch ein paar Meter. Sonst würde ich das Maybach-Taxi rufen.“ „Nein, nein, kein Problem. Vielen Dank.“ „Das trifft sich gut, sonst hätten wir warten müssen. Das Taxi choffiert nämlich gerade noch den jüngsten Spross der Familie zum frühkindlichen Golf-Training. Aber Tiger Woods kann man halt nicht lange warten lassen.“ „Ich verstehe!“ lüge ich, denn eigentlich verstehe ich gar nichts mehr. Und Moment mal, woher weiß der Kerl, dass Daniel Müller, der in Wahrheit nicht existiert, Läufer ist? Mein Nacken wird steif als sich der Gang zu einer schier monumentalen Halle erweitert, in den eine imposante Treppe hinabführt. Von der obersten Stufe setzt sich eine anmutig in ein langes Kleid gehüllte Frau langsam in Bewegung.
Ihr schlanker Körper scheint beinahe zu ächtzen unter der Last des Schmucks und sie bringt augenscheinlich ein hohes Maß an Konzentration auf, um nicht über ihren langen Pelz-Umhang zu stolpern. Von irgendwo ertönt Musik. „Oh, wer steht denn hier auf Klassik?“ frage ich. Mein Begleiter zuckt mit den Achseln, geht einen Schritt vor und deutet hinab in den Orchestergraben. „Na ja, mit einem Streichquartett spielen sie halt keinen Punk-Rock.“ Die riesige graue Glaswand im Hintergrund wird plötzlich durchsichtig und gibt die Aussicht frei hinaus in die Berge.
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Mein Blick wandert das Montafon hinauf bis Schruns. Am Horizont geht über dem Hochjoch gerade die Sonne auf.
Mittlerweile ist der wandelnde menschliche Schmuckständer fast bei uns angekommen. „Mein Mann wird sie gleich empfangen, seien sie herzlich willkommen.“ Ich will ihr eine Hand zur Begrüßung reichen, doch finde keine zum Schütteln, denn sie hält mit den ihrigen einen kleinen Chihuahua-Hund auf dem Arm. „Wissen sie, zu Monatsbeginn ist der Florian immer etwas angespannt. Jetzt im Sommer geht es ja noch, aber wenn im Winter die Seitenaufrufe wieder stark steigen und jeweils zum Ersten die Google-AdSense-Zahlungen kommen ... wir sind ja mittlerweile wirklich kreativ geworden, aber man weiß dann gar nicht mehr, wohin noch mit dem Geld. Sie können sich nicht vorstellen wie das ist, wenn die U.B.S. anruft um mitzuteilen, dass das Konto schon wieder voll ist. Entwürdigend sage ich ihnen, ent-wür-di-gend!“ Ich versuche mich nur wenig erfolgreich an einem mitleidigen Gesichtsausdruck. „Schlimm! Das sowas überhaupt erlaubt ist.“
Dann ist der Moment gekommen, am Ende der Halle sehe ich ihn. F.Feser steht an einer Bowlingbahn und zielt auf die aufgestellten Ming Vasen. „Was kann ich ihnen anbieten? Haben sie Hunger?“ Auf dem Dach eines Porsche Taycan E ist ein kleines Buffet aufgebaut.
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„Darf ich ihnen eine Scheibe Trüffel abschneiden?“ Er vollführt eine etwas ungelenke Bewegung mit dem Masser, rutscht ab und ritzt eine tiefe Furche ins Dach des Autos.
„Oh. Naja, ein Problem weniger. Mir gefiel das Rot sowieso nicht. In Weiß hatte ich auch schonmal. Was meinen sie? Vielleicht mal was gewagteres? Trüffelscheibchen?“
„Sorry, Allergie!“ murmle ich und beiße verstohlen in einen Apfel. „Wo finde ich denn das Gäste-WC?“
„Hinten links beim Indoor-Wasserfall vorbei am Teich mit den Kois und der Lachszucht, dann gleich auf der rechten Seite - nicht zu übersehen.“
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Während ich mich entferne und besagten Wasserbauwerken nähere, sehe ich noch aus dem Augenwinkel, wie der Typ aus dem Audi an den BigBoss herantritt, ihm etwas ins Ohr flüstert und mir hinterherzeigt. Mir wird mulmig, ich beschleunige meine Schritte, biege um die nächste Ecke und schaue mich hektisch um. Direkt neben einem kleinen Dopplmyr-Schrein befindet ich eine hellblaue Tür mit der wenig kreativen Aufschrift „Büro“. Sie ist nicht verschlossen. Natürlich nicht. In keinem James-Bond-Film ist das Büro des Oberschurken verschlossen. Aber in jedem James-Bond-Film müsste spätestens jetzt das Bond-Girl auftauchen. In einer übergeordneten Dimension scheint meine Frau gerade mit einem dicken Edding etwas in einem Drehbuch durchzustreichen. Was ich hier suche weiß ich nicht so genau, aber ich werde es schon finden.
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Ich nähere mich dem großen Schreibtisch und bin etwas enttäuscht, dass niemand mit einer Katze auf dem Schoß dort im Sessel sitzt.
Und dann sehe ich es. Die Antwort auf die Frage aller Fragen, nichts Geringeres als DIE Bestätigung, quasi die bildgewordene Zweiundvierzig: Auf dem Schreibtisch liegt ein Foto. Es zeigt einen geöffneten Tresor, darin wiederum liegt ein Bild des BigBoss in einer so unfassbar kompromittierenden Situation (nein, noch kompromittierender als ein „I love Leitner“-T-Shirt), dass ich mich kurz angewidert abwenden muss. Und ist das da im Hintergrund eine Kuckucksuhr? Neben dem Foto liegt ein Zettel „Verhalte dich ruhig, sonst geht das Foto online. Gruß, 79289“
Jetzt weiß ich alles und eigentlich noch viel mehr. Die ganzen Gerüchte im Off-Topic-Forum, all das Geraune in den WhatsApp-Chats der Ehemaligen - es ist alles wahr und doch übersteigt die Wahrheit alle Phantasien. Ich muss hier raus! Raus und berichten! Eine Hand legt sich auf meine Schulter.
„Sie sind eine zu früh gebogen. Das WC ist da hinten!“
Der BigBoss hält mir ein Glas Champagner hin. „Kaffee?“
Hä, wieso hält er mir ein Champagnerglas hin und sagt „Kaffee“? Er schaut mich fragend an.
„Kaffee Herr Müller? Daniel M? Möchten sie einen Kaffee? Oder sollte ich lieber sagen Herr Bastian M.?“
Mir wird abwechselnd heiß und kalt, mein Atem geht immer schneller. „Kaffee?“ Die Wände scheinen von allen Seiten auf mich zuzukommen, die Konturen beginnen zu verschwimmen. Es wird dunkel...
... und dann erwache ich.
„Bastian, möchtest du noch einen Kaffee bevor du aufbrichst?“ Florians Frau schaut mich fragend an. „Äh, nein, vielen Dank. Aber ich würde nochmal schnell auf euer Klo hüpfen.“ Im Hintergrund trottet ein alter etwas zerzauster Hund zu ein paar im Matsch spielenden Kindern. Ich bin ein wenig übernächtigt. Mensch, was ein nettes Frühstück in der Morgensonne. Schade, dass ich heute noch was anderes vor habe.

To be continued...
Zuletzt geändert von bastian-m am 25.06.2023 - 09:52, insgesamt 4-mal geändert.
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F. Feser
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von F. Feser »

ich wurde enttarnt. Mist. Jetzt bleibt nur die Flucht in mein Ausweichdomizil nach Übersee.
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gerrit
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von gerrit »

:D :D :D :D
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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F. Feser
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von F. Feser »

Ich bin übrigens immer noch entrüstet über die billige Masche mit der du dir einen meiner Porsches erschlichen hast. Wahnsinn. Und dann einfach mir nichts dir nichts aufbrechen nach dem Frühstück ohne mit den Kindern eine unterhaltsame kleine Wanderung zu unternehmen. Mit so billigen Ausreden wie „ich muss noch vor dem Unwettee über die Grenze ins Tirol“ pfffff.
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bastian-m
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von bastian-m »

Da mich jetzt mehrere angeschrieben und gefragt haben, woher die Fotos sind: Ich verstehe die Frage nicht, die habe ich natürlich heimlich mit der von Q an mich ausgehändigten Kugelschreiber-Kamera geschossen. ;-) Spaß bei Seite: Erstellt für diese Geschichte mit einer Preview der Bilderstellungs-KI Dall-E, eine Software der man mit wenigen Zeilen in Klartext beschreibt, was auf dem Bild zu sehen sein soll, z.B. "Ein Stapel Heuballen mit einer geöffneten Geheimtür in der Mitte, im Hintergrund ein Bergwald"
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Amarra64
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von Amarra64 »

Herrlich zusammengesponnen! Ich feier solche Texte! :biggrin: :lach: :lach: :lach:
Und all die tollen Bilder ;D Ich wünschte ich könnte mit solchen Bilderstellungsdingern umgehen ... :(
>>...und als der liebe Gott einmal besonders gute Laune hatte, schenkte er uns den Ski.<< Berge im Schnee, Luis Trenker, 1932
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Highlander
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von Highlander »

ein Bild von Arlbergfan in kurzen Hosen, habe ich hier noch nie gesehen... :mrgreen:
vielen Dank für diesen Bericht in welchem man endlich einmal sieht,

wo die Millionen aus den Werbeeinnahmen, aus den immer lästiger werdenden Werbeclicks im Endeffekt landen... :biggrin:
einen Schampus auf den Luxus der 'Oberen Zehntausend' in diesem netten Forum... :mrgreen:
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von Mt. Cervino »

Highlander hat geschrieben: 16.06.2023 - 17:44 ein Bild von Arlbergfan in kurzen Hosen, habe ich hier noch nie gesehen... :mrgreen:
Muss auch ein KI Bild sein ;). Ansonsten wäre es das einzige echte Bild...

Die Story ist natürlich ganz großes Kino :D.
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von Werna76 »

Highlander hat geschrieben: 16.06.2023 - 17:44 ein Bild von Arlbergfan in kurzen Hosen, habe ich hier noch nie gesehen... :mrgreen:
Letztes Foto im Bericht :wink:
viewtopic.php?p=5261177&hilit=gibts#p5261177
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23

Beitrag von Highlander »

das zählt nicht, das entstand unter Unzurechnungsfähigkeit...
wegen Sauerstoffarmut im Gehirn durch Corona-Maske ... :mrgreen:
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Re: 29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23 [Teil 2]

Beitrag von bastian-m »

29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23
Der Winter wird geboren
29.9.2022


Be sure you’re looking down
As you’re flying through the clouds
Keep your demons safe and sound
Cause It All Comes Back Around

(aus: "It All Comes Back Around" von Winger)


Der Winter wird geboren - 29.9.2022

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Der 27. September des vergangenen Jahres. Unverkennbar das Tessin, hier fühlt sich noch alles nach Sommer an.

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Ich wollte ein paar freie Tage nutzen um Kilometer und vor allem ein paar mehr Höhenmeter in die Beine zu bekommen, als mir das in den Hügelchen um Bochum herum so möglich ist. Mal gucken was so geht, 2022 war nicht mein stärkstes Läuferjahr, aber Landschaft motiviert immer. Auch wenn ich am Ende irgendwie durchs Gestrüpp krabbel und den Weg suche - schöner Halbmarathon mit anschließendem Bad in der Maggia. https://www.strava.com/activities/7874663581 Am Nachmittag fahre ich durch den Gotthard zurück und treffe mich mit meiner Verwandtschaft in Zürich.

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Der 28.9.22 ist an der Alpennordseite ein verregneter Herbsttag. Unendlich fern erscheint der mediterrane Geruch von verdorrter Wiesen des Süden. Ich trabe zum nächsten Halbmarathon den Schellenberg in Feldkirch hinauf. Eigentlich eröffnet sich mit jedem Höhenmeter immer mehr von einem hervorragenden Ausblick das Rheintal hinab in Richtung Bodensee. Heute nicht. Aber immerhin fühlen die Beine sich halbwegs frisch an.

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Formell ist es ein Drei-Länder-Lauf, ich streife kurz lichtensteiner Gebiet, laufe über schweizer Grund am Rhein hinab zurück und dann die Ill entlang wieder nach Feldkirch. 21km sind voll, der Regen hat nur wenig Pause gemacht. Hier ist Herbst. Am Abend treffe ich mit Lea zum Essen in der Stadt.

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Die Wolken hängen tief an diesem 29. September. Der Vormittag suggeriert, dass im Bett bleiben eigentlich der sinnvollste Tagesvorsatz gewesen wäre. Ich biege ins Montafon ein.

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Die Wolken verschlucken alle Berge. Der Silvretta-Stausee sieht nicht gerade aus wie ein in 3000er eingebettetes Gewässer. Ich habe keine Lust und beobachte im Auto sitzend, wie die Tropfen die Windschutzscheibe hinabrinnen. Auch bei diesem Wetter hat es um die Staumauer herum noch ein paar Busse mit Touristen. Hilft ja nichts, ich schnüre die Laufschuhe und laufe los.

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Ich starte am Westufer des Sees entlang.

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Eigentlich öffnet sich hier der Blick in Richtung Biz Buin. An den hinteren Teil des Sees haben sich heute keine Menschen mehr verirrt. Ich biege ab in die Einsamkeit und laufe das Tal hinauf.

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Im Winter ist hier der Zustieg zur Wiesbadener Hütte und den prominenten Skitourengipfel der Silvretta wie Dreiländerspitze und Piz Buin.

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Gleich wird es ein wenig anstrengender für die Beine, der Weg schraubt sich links am Hang hinauf. Trifft sich gut, denn mir wird eher kühler als wärmer. Das erste Mal riecht es nach Kälte, so wie sonst an den Abenden vor dem ersten Nachtfrost des Jahres. In den Regen mischen sich die ersten nassen Flocken. Die Vorwehen des Winters haben begonnen. Hier oben bricht die nächste Jahreszeit an.

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Ich bleibe kurz stehen und forme meinen ersten Schneeball des Winters 2022/23.

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Der Vermuntgletscher versteckt sich in den Wolken wie fast alles an diesem Tag.

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Ab hier würden die Tourenskier funktionieren. Vielleicht hätte ich besser die Trail-Schuhe mit den groben Stollen genommen...

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Dann taucht die Wiesbadener Hütte auf.

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Die Sommersaison ist vorbei, von nun an geht es hinein in einen dunklen Winter bis Mitte Februar die Türen wieder für die Tourengeher geöffnet werden.

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Ich will schaukeln und fühle mich diskriminiert.

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Zurück am See. Zurück an der Bieler Höhe fehlen mir zum Halbmarathon noch zu viele Kilometer auf der Uhr und mir bleibt nichts anderes, als noch eine Seerunde zu drehen.

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Der kurze Tunnel vor der Staumauer ist jahreszeitlich passen illuminiert.

https://www.strava.com/activities/7884564040
Direktlink
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Ischgl - zum Durchfahren schön...

Hier unten kündet noch nichts vom Winter der gerade in der Höhe geboren wird. An diesem Tag ahnt noch keiner, dass der Hochwinter ein ganz miserabler wird und noch im Januar weiße Kunstschneebänder das Leben der Skifahrer an der Alpennordseite dominieren werden.
Den Abend verbringe ich bei Schulfreunden in München. Nach 3x21km ist morgen Ruhetag, am Abend werde ich dann in St. Johann einchecken und am nächsten Morgen zu meinem 50km-Ultra um das Kitzbühler Horn aufbrechen. viewtopic.php?f=52&t=67267

To be continued.
Zuletzt geändert von bastian-m am 25.06.2023 - 09:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: 29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23 [Teil 2]

Beitrag von scratch »

bastian-m hat geschrieben: 17.06.2023 - 09:24 Der Winter wird geboren - 29.9.2023
Da is aber scho noch bißl hin, oder? :D
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Beitrag von bastian-m »

29.9.22 & 6.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23
Der Winter stirbt
8.6.2023


Every whisper
Of every waking hour
I'm choosing my confessions
Trying to keep an eye on you
Like a hurt lost and blinded fool

(aus: "Losing my religion" von REM)

Der Winter stirbt - 8.6.2023
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Schon in der Vormittagssonne wird es mir irgendwann zu warm. Die nächtliche Kälte war rasch gewichen, der Morgentau wich dampfend aus den Wiesen. Der Geruch von Sommer liegt in der Luft. Die Liste von Namen aus dem Forum denen ich gerne ein Gesicht zuordnen können würde bleibt lang, aber mit Arlbergfan und nun noch F.Feser sind es zwei weniger. Auf der Weiterfahrt von Lech bietet sich ein kurzer Stopp zum Frühstückskaffee im vorderen Montafon geradezu an. Ich wurde allumfänglich am Frühstückstisch der Familie Feser integriert und bin entspannt am späten Vormittag weitergefahren, am heutigen Tag endet offiziell die Wintersperre der Silvretta-Hochalpenstraße.

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Das haben offenbar auch einige andere mitbekommen und da in Deutschland Feiertag ist, wird die Chance für einen Tagesausflug genutzt. Hach ja, die kurze Anreisezeit in die Alpen wie die Süddeutschen zu haben, ohne in Süddeutschland leben zu müssen - das wäre schön... 18€ für PKW, 4€ Rabatt für eAutos lautet dieses Jahr der Kurs.

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Bei meiner Ankunft auf die Bieler Höhe zieht gerade ein sommerlicher konvektiver Schauer durch. Eigentlich waren die Niederschläge erst zum Nachmittag hin angekündigt worden.

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Dieses Mal beginne ich meinen Lauf an der Ostseite des Sees entlang - auf dem Fotos links.

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Besagte Brücke führt über den Zufluss der Wassereinfassung aus dem Paznaun. Am Schild kommen mir zwei Wanderer entgegen. "Typisch deutsch", denke ich. "Erstmal gucken ob das was auf dem Schild steht wirklich stimmt und dann schimpfend umdrehen."

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Ich bin noch nicht warmgelaufen und ächtze den kleinen Pfad den Hang hinauf. Wenn man weit genug aufsteigt, ist man oberhalb des Austritts des Wasserstollens und kommt so um das Wasser herum.

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Oben angekommen - neben mir tritt der Stollen aus dem Berg und das Wasser stürzt rauschend hinunter in den See. Unten sieht es verdächtig nach einer frisch gebauten neuen Brücke aus...

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Ich stolpere den Hang hinab zurück zum Seeweg. Ja, eine schöne neue, offensichtlich fertige Brücke...

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Am hinteren Ende des Sees biege ich wie schon im vergangenen September ab in das Tal hinauf zur Wiesbadener Hütte. War die Bieler Höhe noch mit Ausflüglern belebt, ist hier hinten erneut keine Menschenseele.

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Und wieder zieht sich der Himmel zu. Der Piz Buin scheint mir gegenüber offenbar besonders schüchtern. Dabei war ich noch nie oben.

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Ich bin alleine mit der Stile und dem Rauschen des Baches. Vieles ähnelt der Stimmung im letzten September hier oben. Was ist in dem Winter dazwischen nicht alles passiert - in der Welt wie auch in meinem Leben. Ich nenne diese Stimmung positive Melancholie.

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Da geht's gleich hoch. Bin ich im September durchgelaufen, das klappt auch heute.

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Hier irgendwo habe ich meinen ersten Schneeball des Winters 2022/23 geformt, heute wird es mein letzter.

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Das ist wahrlich ein Drama, wie sich in der Silvretta die Gletscher in den letzten 20 Jahren zurückgezogen haben. Der Normalweg auf den Piz Buin hat sich bereits erheblich verändert und gerät von Jahr zu Jahr mehr unter Druck.

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Hier müssen sie wohl noch ein bisschen Schnee bei Seite räumen bis zur Eröffnung der Hütte.

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Und da ist sie schließlich - die Wiesbadener Hütte kurz vor dem Ende ihres Winterschlafs, in den sie bei meinem letzten Besuch gerade gefallen war.

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Da hinten kauert er noch der Winter. Wie ein verletztes verhungerndes Tier hat er sich zurückgezogen und haucht nun seinen letzten Atem aus. Wie wird er wohl sein der Sommer? Und in welchen neuen Winter mag er führen?

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Die für mich für den Rest meines Lebens verbotene Schaukel hat den Winter offenbar unbeschadet überstanden. Die ersten Tropfen fallen, in der Ferne grollt ein Donner.

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Entweder ich warte an der Hütte das Gewitter ab, oder ich versuche zügig so weit wie möglich hinab zu kommen, bevor es mich erreicht. Da ich befürchte, in meinen kurzen Laufklamotten - ich habe einzig noch eine dünne Regenjacke dabei - auszukühlen, ziehe ich selbige flink über und mache mich auf den Weg nach unten.

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Der Kern zieht nördlich der Bieler Höhe vorbei. So ganz wohl ist mir nicht, aber hilft ja nichts.

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Entlang der Westseite geht es Richtung Staumauer. Auf der gegenüberliegenden Seeseite fällt mir eine nagelneue kleine Brücke ins Auge und der unnötige Umweg, den ich den Hang hoch bin um den Zulauf zu umgehen.

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Der kurze Tunnel zur Staumauer ist erreicht. Das Gewitter ist abgezogen, aber derweil scheint es sich solide eingeregnet zu haben. Die Bieler Höhe hat sich geleert, bei der Fahrt hinab nach Galtür begegnet mir kein einziges Auto. Ischgl - zum Durchfahren schön - liegt genauso öde und tot da wie im September. Von hier keine 30min Fahrt mehr.
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https://www.strava.com/activities/9226466363

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Das mag hier im Forum so wirken als ob ich viel alleine reise. Ich bin sechs Wochen im Jahr mit meiner Frau unterwegs, allerdings selten in den Alpen. Ich habe ein paar mehr Urlaubstage und die verbringe ich dann häufig in den Bergen. Mittlerweile reise ich weniger gerne alleine als vor 10 Jahren, da ist es schon schön wenn man jemanden kennt, der einen Pool vorm Haus stehen hat.

Auf einen guten Sommer 2023!

Ich klicke auf "Absenden". Von hinten legt sich eine Hand auf meine Schulter: "Brav! Sehr brav." Ein Stapel Geldscheine landet auf meinem Schreibtisch. Ich zucke mit den Schultern. Wir sind doch alle bloß eine kleine Flocke in einer Schneekugel die irgendwer von außen schüttelt. Was ein Glück, dass in meiner die Alpen stecken.

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bastian-m
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Re: 29.9.22 & 8.6.23 - Von der Wahrheit über das AF und dem Anfang und Ende des Winters 22/23 [Teil 3]

Beitrag von bastian-m »

Ich wollte gerade anfangen, noch einen ganz anderen Schneebericht (Schweiz) aus jener Woche zu schreiben. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Datum 6.6. falsch war - daher nachträglich an mehreren Stellen auf 8.6. korrigiert.
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