Nach meinem Tag gestern am Hochkönig ging es heute mit einer weiteren Neuentdeckung weiter - der Fageralm. Das für Salzburger Verhältnisse kleine Gebiet bestehend aus 2 DSB Sektionen sowie 4 Schleppern oben auf der Alm wurde 1984 in einem Ruck komplett neu erschlossen. Und seit dem hat sich eigentlich auch nichts mehr getan, lediglich die obere DSB war ursprünglich ebenfalls ein Schlepper und wurde laut Lift-World 1997 durch die ehemalige DSB Gasselhöhe II von der Reiteralm ersetzt.
Das Gebiet kennen wohl die meisten lediglich vom rechten Rand des Pistenplans der Reiteralm und so fristet es ein eher untergeordnetes Dasein im Schatten der großen Nachbarn der 4-Berge und dem Snow-Space. Und so hat es auch mein Interesse geweckt.
Das Wettervorhersage war an dem Tag jedenfalls Bestens, wenn auch mit -15° am Morgen relativ frisch. Durch den Neuschnee der vorigen Woche waren jetzt auch alle Lifte und Pisten geöffnet.
Anfahrt: Bischofshofen - Forstau in ca 0:30h
Wetter: -15° - -3°
Schnee Piste: 70 - 130cm
Schnee Abseits: 70 - 130cm
Wartezeit: 0-3min
Positiv:
neues Gebiet kennengelernt
Kaiserwetter
Naturschneepisten oben auf der Alm
wenig Andrang
Negativ:
nichts
Aber nun zu den Bildern:
Los gehts als erster Skifahrer des Tages in der DSB Forstaubahn. Neben mir waren lediglich zwei weitere Skifahrer unterwegs.
Bei -15° eine recht frostige Angelegenheit, aber dank Förderbandeinstieg immerhin nicht ultralahm.
Umsteigen an der Mittelstation in die zweite Sektion - der DSB Jägerlift. Diese ist die ehemalige DSB Gasselhöhe II von der Reiteralm und wurde 1997 hier anstelle des Vorgängerschleppers aufgestellt. Also ist die DSB gleichzeitig die älteste als auch die neueste Anlage im Gebiet.
Nach einer kalten lange Auffahrt oben auf der Alm angekommen. Der wärmenden Sonne entgegen, geht es im knapp 1200m langen Vorderfager I weiter nach oben nachdem dieser extra für mich eingeschaltet wurde.
Oben angekommen mit Blick auf die erste Abfahrt am Mitterfagerlift. Schön kupiert und naturbelassen ins Gelände gelegt.
Von dort aus geht es weiter zum 900m langen Hinterfagerlift. Im Prinzip der Hauptlift - hinauf auf den höchsten Punkt.
Vom Gipfel aus hat man dann schließlich diesen traumhaften Ausblick auf das Dachsteinmassiv.
Nach kurzem genießen der Aussicht geht es auf der direkten Abfahrt hinunter. Neben der Talabfahrt die wohl anspruchsvollste Piste im Gebiet, wenn auch nur rot. Wer schwarze Pisten sucht ist auf der Fageralm falsch.
Blick hinüber auf die Alm Richtung Vorderfagerlifte.
Von der Bergstation des Hinterfagerliftes sieht man nicht nur Richtung Dachstein, sondern auch nach Westen Richtung Radstadt und Altenmarkt sowie zum Hochkönig.
Mittig links ist der Speicherteich des Skigebiets Altenmarkt-Radstadt zu erahnen. Ursprünglich hatte ich überlegt das Gebiet am Nachmittag zu besuchen, aber dafür gings auf der Fageralm viel zu gut.
Ein weiterer Ausblick, diesmal nach Südwesten Richtung Zauchensee.
Aber es will nicht nur die Aussicht genossen werden sondern auch die naturbelassenen, perfekt präparierten und ultra griffigen Naturschneepisten.
Einfach genial und kein Vergleich zu den abgerutschten Massenpisten am Hochkönig gestern.
Auch das Gelände zwischen den Schleppern lud für ein paar Fahrten ein. Schön pulvrig, aber selbst hier schon recht zerfahren.
Nach ein paar Fahrten am Hinterfagerlift, geht es über den Mitterfagerlift zurück zu den Vorderfagerliften. Dieser ist mit ~760m der kürzeste auf der Alm.
Rechts ist eine der mehreren Skiwegen/Funslopes zu erkennen.
Während die beiden Vorderfagerlifte grundsätzlich die gleichen Pisten erschließen, so erreicht man rechte Piste (3a) nur über den Rechten Lift.
Auch diese schlängelt sich schön naturbelassen die Almwiese hinunter.
Weiterer Abstecher ins Gelände.
Nachdem ich gegen Mittag alle Pisten und Skiwege auf der Alm durch habe und man jetzt auch mal ein paar Bügel warten musste, geht es erstmal in Tal.
Im Bild der untere Teil der roten 2 an der DSB Jägerlift.
Auch diese ging recht gut, aber man spürte, besonders unterhalb der Mittelstation, dass die Talabfahren beschneit werden.
Oberster Abschnitt der Piste 2, welchen man nur durch eine Wiederholungsfahrt mit der DSB erreicht.
Erinnert irgendwie an die Talabfahrt in Gaißau.
Und damit beende ich auch meinen Bericht von einem sehr speziellen Gebiet, welches gerade in direkter Nachbarschaft zu den durchmodernisierten Gebieten wie aus der Zeit gefallen scheint.
Fazit:
Sympathisches Gebiet für Schlepperfans die einen entspannten Skitag ohne Stress und Trubel auf perfekten Naturschneepisten suchen. Einzig die langsamen DSBs nerven etwas, da man so die Talabfahrten nur selten fährt. Aber in Zukunft soll sich diesbezüglich was ändern, hoffentlich ohne dabei den Charme zu verlieren.
Damit Reiht sich die Fageralm in die Kategorie der etwas speziellen Skigebiete, abseits der Massen ein. Vergleichbar mit Gebieten wie Feuerkogel, Postalm, Gaißau-Hintersee, Hochkeil, Galsterbergalm oder auch Hohentauern.