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19.3.2023
Are we brothers in arms in different dreams
Dreams long long gone and ruled by dead kings and queens
A lot of things happen there's nothing you can do
The latest truth is a liar cause today is brandnew
Maybe sleep is a station but life is a train
And if it will pass you better jump on again
(aus: "Haunted head and heart" von Fury in the Slaugtherhouse)
Nachdem ich im Januar Vom Ende aller Sorglosigkeit online gestellt habe, eine bewusst pessimistische kleine Geschichte über die Zeit und den Wert der Berge in ihrem Lauf, bekam ich ein paar wirklich nette PNs ob es mir gut geht. Mir bleibt also nichts anderes, als hiermit eine positive Antithese zu formulieren.
Meine Frau und ich haben beide die Stelle gewechselt, was bedingt, dass sie etwas weniger frei hat als vorher und ich mehr. Selbstverändlich leide ich mit ihr und selbstverständlich übernehme ich nun mehr im Haushalt und selbstverständlich tue ich dies nur, um guten Gewissens auch ohne sie wegzufahren. Und selbstverständlich weiß ich, dass sie nicht im Alpinforum liest. Wir hatten ausverhandelt, dass wir das Wochenende gemeinsam verbringen und so bin ich erst heute Nachmittag in Bochum aufgebrochen um in entspannten 3 Stunden (danke an den Kölner Ring und das Kreuz Leverkusen für rein gar nichts!) in Frankfurt mit Verwandtschaft essen zu gehen.
Auf der Hinfahrt - mein erster Regenbogen des Jahres. Heißt bestimmt irgendwas!
Zeit hatte ich nicht mehr viel, aber wenigstens ein ganz klein wenig wollte ich mich heute bewegt haben. Kurz vor Frankfurt, per Zufallsprinzip entschieden, irgendeine Abfahrt im Grünen die A66 verlassen, geparkt, schnell ein paar Kilometer Route zusammengeklickt und auf die Garmin-Uhr geladen. Laufschuh an und los!
Für Technikinteressierte: OpenMTB-Karte auf einer Garmin Fenix 6, GPX-Track mit Locus Maps auf einem Android-Handy erstellt und via Garmin Conmect per Bluetooth auf die Uhr übertragen. Die Navigation nutze ich recht oft bei langen Geländeläufen.
Mich begeistert der Gedanke immer wieder, dass der Zufall mich irgendwo an einen Random-Ort zum Laufen verschlägt, den ich sonst meinen Lebtag sicher nicht gesehen hätte. Und wahrscheinlich auch nicht wieder sehen werde.
Noch an keinem Tag in diesem Jahr habe ich so viel Frühling gerochen.
Mit dem Auto sind es bis Frankfurt nur noch gute 10 Minuten, aber hier ist nichts und niemand.
Das praktische an Messe-Vierteln ist, dass hier die Hotels immer dann sehr preiswert sind, wenn gerade keine Messe ist. 48€ darf man heutzutage als Schnäppchen bezeichnen.
Erwähnenswert bleibt allerdings die wahrscheinlich wirklich recht unvergleichliche Aussicht.
Die Wahl war gut
Ich fürchte, morgen geht ein früher Wecker. Und ich hoffe, dass ich wie sonst auch, eh vor ihm wach bin. Der Tag könnte etwas länger werden.
Ich bin sehr gespannt, meine Kernkompetenz im Alpinforum ist ja eigentlich das Nichtvollenden von Geschichts-Reihen oder das Garnichterstanfangen. Aber diese Woche klappt es bestimmt. Ich weiß gar nicht, ob ich morgen Abend Handyempfang haben werde. Erste Ausrede also schon parat!
To be continued.