08.02.2017 Planneralm
Den ersten der beiden Tage verbrachten wir auf der Planneralm. Diese stand seit einigen Jahren auf der To-Do Liste nachdem mich ein Bericht vom Forum neugierig gemacht hat, ich war also sehr gespant.
Anfahrt: Freistadt - Planneralm in ca. 2:10h
Wetter: Bewölkt; ca. -7°
Schnee: 100% Naturschnee pulvrig-griffig; 80-120cm
Wartezeit: 0 - max. 2min
Positiv:
Unglaublich griffiger Naturschnee, keine Spur von Eis und dazu perfekter Pulverschnee neben der Piste, besser geht's nicht!
Negativ:
Mir fällt beim Besten Willen nichts ein
Nach knapp über zwei Stunden fahrt über eine steile Bergstraße erreichten wir die Alm. 15 Minuten vor Liftstart sind wir die einzigen Schifahrer - keine Spur von Hektik.
Pünklich um 9 wird der 4KSB Planner-Jet (oder auch Rotbühelbahn) gestartet. Mittlerweile sind auch ein paar andere Schifahrer erschienen.
Im Lift - ein schneller Leitner von 2000. Oben ist die Bergstation zu sehen.
Hauptabfahrt Nr 6. Laut Bergfex hätte die Sonne scheinen sollen, diese konnte sich aber gegen die Wolken nicht durchsetzen.
Danach ging es zum zweiten Sessellift der Plannereckbahn. Einem fixen Doppelmayr ebenfalls von 2000. Diesen hätte man auch gleich kuppelbar bauen können da er länger als die Rotbühelbahn ist.
Im Lift. Voller wie auf der Piste rechts wurde es nie. Auch an den Liften konnten wir meist direkt durchgehen nur selten mussten wir 2-3 FBM warten.
Blick nach rechts zum Kl. Rotbühellift. An diesem waren die Wartezeiten am größten darum sind wir ihn nur einmal, der Vollständigkeit halber, gefahren.
Gesamte Trasse von oben - netter Kurzbügler!
Nun ging es aber zum Highlight des Gebiets - dem Gläserbodenlift. Im Bild die Antriebsstation des 1972 errichteten Lifts.
Eigentlich hätte er bereits vor ein paar Jahren durch eine 6er KSB ersetzt werden sollen, daraus wurde aber nichts - von mir aus kann das auch so bleiben.
Wunderschöner Schlepplift mit Gitterportalstützen.
Nach etwa der Hälfte der Strecke erreicht man diesen einseitigen Niederhalter ehe der Lift stark anzieht. Nach dem Steilstück gibts es einen Zwischenausstieg damit unerfahrene Fahren nicht den Steilhang ganz oben fahren müssen.
Ausstiegsstütze. Diese war den ganzen Tag in den Wolken.
Der Lift erschließt die Piste 7 und die Route 8. Die Piste war, wie eigentlich alle Pisten, in perfektem Zustand nur die Steilstücke waren etwas steinig.
Nächsten Sommer soll eine Beschneiungsanlage gebaut werden, dieser stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber da dadurch ein weiteres reines Naturschneeidyll verschwindet. Wenn dadurch aber der Schibetrieb langfristig gesichert werden kann bin ich dafür.
Selbe Stelle nur diesmal nach unten. Landschaftlich wirklich traumhaft, leider durch die Wolken etwas getrübt. Rechts oben ist die Rotbühelbahn zu sehen.
Weils so schön ist fuhren wir gleich noch einmal hoch - diesmal stiegen wir aber nach rechts also Richtung Route aus. Wie auch die anderen Routen war diese Präpariert (nur die Snowvalley Routen (S1 bis S4) waren nicht Präpariert). Die Piste, äh Route, ist meiner Meinung nach die schönste Abfahrt des Gebiets zudem ist sie wenig frequentiert da man danach noch einmal mit dem Schlepper fahren muss.
Links und Rechts des Präparierten Bereichs ging es sehr gut zu Powdern, es war auch noch nicht sehr zerfahren. Das Gelände ist nicht besonders Steil und ohne größere Felsen oder Sprünge und somit auch Anfängergeeignet.
Einfach nur genial!
Wieder zurück bei der Rotbühelbahn mit Blick auf Route 5. Im Prinzip kann das gesamte Gelände des Gebiets befahren werden.
Route 3a; Landschaftlich traumhaft. Was auch sofort auffällt ist die sehr ruhige Stimmung, niemand hat Stress, keine Spur von Industrieschifahren wie im nur wenige Kilometer entfernten Schladming.
Blick vom Schiweg am Grat auf das Almdorf. Hinten in den Wolken ist der Gipfel des Grimming zu erkennen. Mit dieser Aussicht endet dieser sehr spezielle Schitag, schade, dass es bereits 16:00 Uhr ist.
Fazit:
Ein Schigebiet mit ganz eigenem Charakter, habe ich in dieser Form noch nie erlebt. Obwohl es nur 16km Pisten und 3 Hauptanlagen gibt wurde uns kein bisschen Langweilig, was wohl den unzähligen Routen geschuldet ist.
Auch der Andrang war sehr angenehm, man hatte immer mehr wie genug Platz auf den Pisten - die meisten Gäste sind Touristen die in den Hotels im Almdorf nächtigen, Tagesgäste sind eher die Ausnahme.
Die Pisten waren den ganzen Tag über Perfekt und auch um 16:00 Uhr kein bisschen zerfahren - Schnee hat es im Moment genug auch wenn ein wenig mehr nicht schaden würde.
Wir werden definitiv wieder kommen!