...dann schreib auch ich mal einen Sommerbericht
Obwohl ich die Zwölferhornbahn innerhalb 1,5 Stunden erreiche hatte ich sie nie wirklich auf dem Schirm. Erst die Berichte hier im Forum weckten mein Interesse. Nachdem es sich im Winter nicht mehr ausging, wartete ich auf einen schönen Sommertag um dieser doch etwas speziellen Bahn einen Besuch abzustatten.
Eigentlich sollte die Zwölferhorn ZUB in St. Gilgen bereits im Jänner ihre letzten Betriebstage haben, doch die Konzession konnte noch einmal bis Juni und schließlich bis Oktober verlängert werden. Danach wird die Bahn nach 60 Betriebsjahren abgebaut und durch eine EUB ersetzt. Zum einen schade um die schöne und gepflegte Nostalgiebahn, andererseits aber auch bitter nötig denn die Bahn schafft gerade einmal 200p/h - viel zu wenig für einen Sommertag wie heute. Obwohl wir schon recht früh vor der Bahn standen mussten wir 20 Minuten warten, aber Glück im Unglück denn kurz nach uns traf eine große Chinesische Reisegruppe ein. Für den großen Andrang wurden alle Gondeln in Betrieb genommen auch die beiden runden.
Nach gut 15 Minuten fahrt erreicht man die Bergstation - und nach gut 2 Stunden ist man zu Fuß wieder unten
Anfahrt: Freistadt - St. Gilgen in ca. 1,5h
Wetter: Sonne - leicht bewölkt; 17 bis 22° (Gipfel)
Wartezeit: 20min
Gehzeit: ca. 2 Stunden
Blick von der Talstation Richtung Gipfel. Das erste Spannfeld ist ganz schön lang.
Neben der ZUB gab es früher auch noch eine ESL links, sowie einen Schlepper rechts der Bahn.
Nach 20 Minuten Wartezeit gehts endlich los. Die Gondeln werden von den Mitarbeitern händisch "um die Kurve" geschoben.
Nach dem Überqueren der Straße gewinnt man schnell an Höhe und der Blick auf St. Gilgen und den Wolfgangsee wird immer besser.
Durch den hohen Andrang wurden nach und nach alle Gondeln auf das Seil gehängt, auch die beiden fremden Gondeln (von der alten Grünbergbahn?).
Standardbild von der Bergstation, die man nach gut 15 Minuten fahrt erreicht.
und mit Weitwinkel.
Den Gipfel erreicht man von der Bergstation in wenigen Minuten. Der Ausblick von dort kann sich schon sehen lassen. Im Bild der Schafberg mit der Zahnradbahn von St. Wolfgang hinauf.
Blick nach Westen wo es gerade regnete - zum Glück blieb es am Zwölferhorn trocken.
Ebenfalls nach Westen. Hinter den Fichten im nächsten Tal beginnt das Schigebiet Gaissau-Hintersee
Blick nach Richtung Heimat nach Norden. Im Bild ist die ehemalige Bergstation des Schlepplifts zu sehen, im Hintergrund links der Irrsee, rechts der Mondsee.
Nun begannen wir mit dem Abstieg. Wir haben den leichtesten und kürzesten Weg entlang der Schipiste gewählt.
Der Weg schlängelt sich mehrmals unter der ZUB duch ehe er unten in den Wald führt.
Ehemalige Trasse des ESL. Unten sieht man die ehemalige Talstation welche jetzt als Pistenbullygarage fungiert.
Vorbei an einigen zutraulichen Pferden die einen Esel in die Herde aufgenommen haben. Weiter unten traf man auch noch auf eine Herde Kühe.
Immer wieder ergeben sich schöne Aussichtspunkte auf den Wolfgangsee.
Kurz vor der "großen Stütze".
Und noch einmal von der Seite.
Die bunten Gondeln sind sehr fotogen.
ESL-Talstation mit Pistenbully.
Und das selbe nach oben.
Danach verläuft der Weg im Wald, teilweise entlang der Schipiste.
Nach einer kurzen Einkehr im Gasthaus Weißwand, von dessen Terrasse man einen tollen Ausblick hat, gehts dem letzten Stück entgegen.
Nach gut 2 Stunden Gehzeit und 9km Strecke erreichten wir wieder den Parkplatz - von dem man die gesamte Strecke überblickt.
Fazit:
Sehr schöne ZUB mit viel Charme die schon bald durch einen Neubau ersetzt wird - aus verständlichen Gründen. Der Ausblick vom Gipfel ist Top und kann im Salzkammergut wohl nur durch den benachbarten Schafberg oder dem Krippenstein überboten werden. Der Abstieg entlang der Schipiste ist auch für wenig sportliche kein Problem, natürlich ist man auf diesem Weg an so einem Tag nicht alleine. Insgesamt ein Top-Tag und ich bin froh die alte Zwölferhornbahn einmal gefahren zu sein.