
Während des Skitages wollte ich als Berichtstitel eigentlich "Für die Tonne" wählen. Eine Nacht darüber geschlafen, entschied ich mich aber nun für "Gewöhnungsbedürftig".
Was war schlecht? Es lässt sich recht kurz zusammenfassen:
- Pisten eisig
- Viele Leute
- Falsche Wetterprognose
- Und: Mein erster Schweizurlaub in Arosa-Lenzerheide (Link dazu in meiner Signatur) hat die Messlatte einfach zu hoch gelegt.
Aber jetzt von vorne:
Nach mittlerweile längerer Abwesenheit in dem Skigebiet, das bei uns vor ca. 7 Jahren noch als das Non-Plus-Ultra galt (weil wir sonst kaum Gebiete kannten), wollten wir wieder einmal auf einen Höhenmeter-Fresser-Tag vorbeischauen und das gesamte Gebiet so weit es geht abfahren. An Bettenwechsel-Tagen sollte es ja in der Regel etwas ruhiger sein.
Deshalb starteten wir pünktlich um 8:00 in Leogang und uns erwartete nach den ersten beiden Bergfahrten dieses tolle Nebelmeer.



Die Abfahrt war im oberen Teil pulvrig und fürs Salzburger Niveau gut präpariert.

Danach tauchten wir ins Nebelmeer ein. Zu diesem Moment wussten wir noch nicht, dass wir nicht mehr all zu oft "auftauchen würden".

Ab der Mittelstation war die Abfahrt leider nicht mehr so prickelnd präpariert und hatte bereits eisige Stellen.

Wieder oben starteten wir die Runde mit der Asitz-Gipfelbahn.

Zwei recht volle Abfahrten später haben wir wieder unsere Ruhe auf der Schönleiten-Talabfahrt.

Noch sind wir an den Bergstationen über den Wolken.

Magic 6er. Ganz in Ordnung, leicht eisig und an verschiedenen Stellen wegen seiner Verbindungsfunktion voll. Man musste stets links und rechts gucken. Es war einfach stressig.

Über eine einzige Eispiste fuhren wir nach Saalbach und waren unter den Wolken.

Es dauerte bis zum Reiterkogel-Gipfel, ehe wir die Sonne wieder erblickten.

Das Salzburg-Tirol-Verbindungstal war fast wolkenlos. Deshalb verweilten wir hier länger.

Die Vierstadlalm-Piste war nur etwas eisig und damit eine der besten Pisten des Tages.


Die beste war im Prinzip die Reckmoos-Nord-Abfahrt, welche wir ein paar Mal wiederholten. Bereits jetzt stand fest, dass nicht mehr genug Zeit war, um alle eingeplanten Abfahrten zu fahren. Aber wozu auch, wenn diese komplett in den Wolken hingen oder vereist waren. Also lieber die guten Abfahrten öfter fahren.

Auch die Reckmoos-Süd war ganz gut zu fahren.

Zurück am Reiterkogel verirrten wir uns im Nebel auf die schwer zu findende rote 36. Hier hatten wir fast eine Erstbefahrung.

Auch die Fortsetzung über die 39 ins Tal war ganz ordentlich und vor allem: leer

Hasenauerbahn. Gut ausgelastet und eisig. In meinem Schweizbericht schrieb ich bei einem solchen Bild noch von kompletter Überfüllung. Heute war das eher der Normalzustand. Die "Wiedereingliederung" in ein Österreich-Skigebiet fällt mir nicht leicht. Ich will wieder in die Schweiz!

Weiter ging es mit dem Hochalm-Bereich, der leider aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit zu kurz kam. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Pisten hier gut gewesen wären. Leer sah es hier zumindest aus. Hätten wir fahren sollen - war ein Fehler!

Bereits am Zwölfer angekommen nahmen wir noch die im oberen Teil nur zu ca. 50% vereiste Weltcup-Abfahrt; unten raus dürften es dann 90% gewesen sein.

Viel besser war es aber an der Zehnerbahn. Man kann sogar sagen, dass diese Piste gut war. Mittlerweile konnte ich behaupten, dass mir das Skifahren hier mehr und mehr Spaß machte.

Zeitsprung zur Jausernabfahrt. Oben gut...

... unten im für den späten Nachmittag üblichen Zustand. Menschenslalom über Blankeisflächen und Crushed-Ice-Buckel. Seltsamer Weise machte das sogar Spaß.

Das nächste Ziel - die 8 KSB Polten - wird gerade vom Wolkenmeer umschlungen.

So sah es dann im Asitz-Gipfelbereich aus, aber damit hatte ich ja letzte Woche schon Erfahrung.

Es hat sich aber gelohnt, noch nicht sofort aufzuhören. Denn die Abfahrt zur Steinbergbahn war noch sehr gut zu fahren - Moment: Was schreibe ich hier? Sie war größtenteils eisig. Aber ich hatte mich mittlerweile einfach daran gewöhnt und war schon froh, wenn die Piste einigermaßen wenig befahren und nicht komplett vereist war.


Im selben Zustand war dann auch die letzte Talabfahrt zur Asitzbahn.

Fazit:
Es tut mir fast leid, so schlecht zu schreiben über ein Skigebiet, das ich im Grunde gerne mag - auch wenn es nicht mehr zu meinen Favoriten zählt.
Aber der heutige Tag bekommt leider nicht mehr als