...der letzte ESL Niederösterreichs
Während die ersten im Forum bereits die neue Schisaison eröffnet haben, habe ich gemeinsam mit einem Studienkollegen den vorlesungsfreien Freitag genutzt um dem letzten ESL Niederösterreichs auf den Muckenkogel bei Lilienfeld einen Besuch abzustatten. Das Wetter hätte an diesem Herbsttag nicht besser sein können, strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad. Wir entschieden uns, über den Wasserfallsteig und die ehemalige Piste bis zur Traisnerhütte aufzusteigen und anschließend mit dem ESL ins Tal zu fahren.
Anfahrt: St. Pölten - Lilienfeld in ca. 25 min
Wetter: Sonne; um die 20° (Gipfel)
Wartezeit: 0 min
Gehzeit: ca. 4 Stunden
Nach gut 25 min Fahrt erreichten wir die schattige Talstation des ESL. Aber bevor wir mit ihm fahren gehts erstmal um die 800 hm zu Fuß nach oben.
An der Talstation hängt noch ein ehemaliger Pistenplan. Der Schibetrieb dürfte auch schon ein paar Jahre her sein.
Aber alles der Reihe nach. Wir beginnen die Wanderung auf der ehemaligen Piste, welche im unteren Teil ein schmaler Ziehweg ist.
Unter dem Lift durch. Ich freu mich schon auf die Talfahrt.
Nach kurzer Strecke auf der Piste zweigen wir auf den schmalen Wasserfallsteig ab, der sich im unteren Teil mehrmals mit dem Lift kreuzt.
In Serpentinen geht es steil nach oben...
...ehe wir den ersten Namensgeber des Steigs erreichen, den großen Wasserfall.
Weiter gehts nach oben über mehrere Stahlstiegen immer der etwa 30m hohen Felswand entlang.
Immer wieder bieten sich tolle Aussichten Richtung norden an.
Wir queren erneut die Trasse des ESL...
...bevor es zum kleinen Wasserfall mit seiner ebenso imposanten Felswand geht.
Nach einigen weiteren Serpentinen erreichen wir den oberen Teil der Schipiste. Blick nach oben Richtung Lilienfelderhütte.
Und Blick nach unten Richtung ehemaliger Mittelstation des ESL.
Ein Relikt des Schibetriebs steht noch. Links gehts zur Talabfahrt und rechts zur Mittelstation.
Vorbei an der Lilienfelderhütte öffnet sich ein herrliches Panorama richtung Südwesten. Im Bild die markanten Schneisen des LSAP-Gebiets am Eibl (mitte) sowie der Östscher (rechts).
Weiter geht es am Panoramaweg Richtung Traisnerhütte - unserem Ziel.
Das Ziel ist in Sicht, der Hunger ist groß. Noch ein letzter Anstieg.
Oben angekommen hat man dann ein traumhaftes Panorama über die Ybbstaler Alpen, welches sich vom Schneeberg (links) bis zum Ötscher (rechts) öffnet.
Nach einem sehr guten Mittagessen geht es am Grat entlang zur Bergstation des ESL.
Blick Richtung Norden. Unter der Dunstglocke lässt sich in der Bildmitte St. Pölten erkennen.
Links im Bild düfte früher einer der vier Schlepper heraufgekommen sein. Die genaue Trasse lässt sich aber nur mehr erahnen.
Nach etwa 20 Minuten Fußweg von der Traisnerhütte erreichen wir die Bergstation des 1994 erbauten Lifts.
Und schon gehts los. Vorbei am ehemaligen Schiausstieg...
...in das erste Steilstück.
Für niederösterreichische Verhältnisse mach der Lift ganz schön Höhenmeter.
Blick aus dem Lift Richtung Norden. Im oberen Teil dürfte die Trasse in den letzten Jahren etwas ausgeschlägert worden sein.
Kurz vor der Mittelstation wird die Waldtrasse aber wieder schön schmal
Der Bodenabstand ist stellenweise ganz schön groß, wie hier bei Stütze 11.
Ehemalige Mittelstation.
Weiter gehts in das zweite Steilstück...
...vorbei an den Felswänden der Wasserfälle (links).
Die Talstation kommt in Sicht. Der Weg ist die ehemalige Talabfahrt.
Das letzte Stück ist dann ziemlich flach.
Ebenfalls hohe Stütze 3 vor der Talstation.
Gleich sind wir unten.
Fazit:
Sehr schöne Wanderung mit tollen Ausblicken Richtung Norden und Südwesten. Dadurch, dass wir an einem Freitag unterwegs waren, hatten wir die meiste Zeit unsere Ruhe und begegneten nur selten anderen Wanderern. Also von Massentourismus ist hier keine Spur, auch wenn am Wochenende natürlich mehr los ist. Besonderes Highlight ist natürlich die fahrt mit dem ESL welcher unsere Wanderung gemütlich ausklingen ließ. Ein perfekter Ausflug für einen Herbsttag bevor der Unistress wieder losgeht.
PS:
Ich hab nach der Wanderung noch etwas, im Forum, Recherchiert und auf Google Earth alle ehemaligen Lifte und Pisten eingezeichnet.
Drei der vier Schlepplift dürften irgendwann Anfang der 90er abgebaut worden sein, nur der kurze Lift "über" der Bergstation des ESL bestand noch etwas länger. Pistentechnisch dürfte für jeden etwas dabei gewesen sein, von den eher anspruchsvollen Pisten zur Mittelstation des ESL sowie dem parallel dazu verlaufenden Schlepper, bis zu den eher gemütlichen Pisten oben auf der Alm. Einziges Manko ist die Talabfahrt, welche im Prinzip ein langer Ziehweg ist sowie die Ziewege zum ganz linken Schlepper (welcher auch als erstes aufgegeben wurde).
Würde mich echt interessieren warum die Schlepper abgebaut wurden? Vielleicht kann mir diese Frage ja jemand aus dem Forum beantworten. Am Schneemangel dürfte damals es wohl noch nicht gelegen haben, denn auch wenn das Gebiet über keine Beschneiung verfügt hat, die meisten Pisten sind nord und nordost seitig und gehen bis auf knappe 1300m hinauf.