Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

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gReXi
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Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von gReXi »

Unsere Skilift-Clique hat sich gestern in diesem Lift-Paradies eingefunden. Aus Nieder- und Oberösterreich sind wir schon teils in aller Früh, teils etwas später aufgebrochen. Am Ende des Tages sollte sich das absolut lohnen, wie ihr noch sehen/lesen werdet. Ich persönlich nehme die weite Fahrt nach Gaissau sofort in Kauf, obwohl ich zum Annaberg und 1/3 dieser Fahrtstrecke zu absolvieren hätte. In einem Gebiet wie Gaissau Hintersee lege ich gerne Geld ab. So viele alte Lifte auf einem Fleck, die auch noch durchgehend recht gut in Schuss sind, gibt es wohl kein zweites Mal mehr in Österreich. Für mich war der gestrige Besuch per se nichts Neues, weil ich das Gebiet schon gut kenne und dort 2015 Liftvideos machte. Insbesondere auch vom Spielbergalmlift, der ja bekanntlich nicht mehr ist.

Wetter: Anfangs bedeckt, am Ende wolkenlos. Wind gab es nur im obersten Bereich der Latschenalmbahn und des Wieserhörndllifts, allerdings etwa nur für 2/3 des Tages.

Schnee/Pistenzustand: Grundsätzlich gut, an der Latschenalmbahn waren die Pisten bereits am späteren Vormittag sehr zerfahren. Beim Kurvenlift war der Teil zwischen Kurve und möglichem Zwischeneinstieg sehr schnell verbuckelt, ansonsten ging es dort auch einwandfrei. Schneelage würde ich als sehr gut einstufen. Talabfahrt nach Hintersee reicht einmal, hingegen die nach Gaissau hat mir sehr gut gefallen. Auf letzterer musste man lediglich vor der vorletzten Straßenquerung abbremsen. Das war sonst für die Ski etwas ungut.

Offene Pisten/Lifte: Alles/alles.

Wartezeiten: Diese waren im Grunde nicht existent. Konnten fast immer direkt durchfahren. Die einzige "Wartezeit" gab es, wenn wir bei dem einen oder anderen Lift auf den Rest der Gruppe warteten. :wink:

Gefallen:

:D Lifte genau nach meinem Geschmack
:D Weitläufiges Gebiet mit langen Abfahrten
:D Sehr ruhig und keine ABlenkung wie Ballermannstimmung, laute Musik etc
:D Top Aussicht auf die umliegenden Berge
:D Atmosphäre und Verpflegung in der Latschenalm

Nicht gefallen:

:( Spielbergalmlift LSAP


Da ich 2015 sowie 2012 schon jeweils sehr umfangreiche Berichte schrieb, ist es diesmal deutlich kürzer. Vielleicht reichen david02 bzw becks7 noch mehr Bilder etc nach. Für beide war es jeweils ihr erster Besuch in diesem Skigebiet. Die Fotos sind nicht irgendwie besonders nach Anlagen etc sortiert, sondern nach Lust und Laune entstanden. Habe einfach irgendwo mitten im Gebiet damit angefangen.

Die beste Piste des Tages war am Wieserhörndllift. Da kann ich für allen sprechen. Wir waren insgesamt zu fünft. Die beiden oberbei genannten Forumskollegen, ich und dann noch 2 weitere Freunde, die hier nicht registriert sind. Meine Meinung von 2015 hat sich dahingehend nicht geändert, insbesondere war gestern die Piste auch später noch gut zu fahren, wo die Latschenalmpisten schon mehr oder weniger hinüber waren.Blick
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Blick zur Talstation vom Wieserhörndllift. Sie ist nicht mehr original. David hat gemeint, die stammt von einem ehemaligen Lift aus Saalbach-Hinterglemm, dessen Name mir entfallen ist. Es gab hier niemals einen zweiten Lift, auch wenn die Anlage als Doppellift ausgelegt ist.
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Im Lift. Ab der drittletzten Stütze war es zunächst etwas windig. Die Trasse wurde dadurch auch etwas beeinträchtig, da man eine kleine "Buckelpiste" zu fahren hatte, wenn man am Bügel links stand. Für uns alle kein Problem, der Lift an sich gibt so viele positive Vibes her, dass das null ins Gewicht fällt.
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Dann ging es zum Kurvenlift. Also beim Wieserhörndllift rechts ausgestiegen. Hinunter zur Latschenalmbahn und mit möglichst viel Schwung an ihrer Talstation vorbei, ehe man am potentiellen Zwischeneinstieg die Waldtrasse des Kurvenlifts kreuzt. Gleich danach hat man dann diesen Blick auf die Piste oberhalb...
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sowie unterhalb des Ziehwegs. Hier könnt ihr in der Ferne übrigens die Spielbergalmbahn sehen.
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Blick von der Talstation Kurvenlift auf die Abfahrt.
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Im Lift. Vorne seine Namensgeberin erkennbar.
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No more words necessary. Bei dieser Kulisse bin ich förmlich dahingeschmolzen. Ewig langer Schlepplift, Waldtrasse, Stille. Als der Kurvenlift einmal stoppte und es ganz ruhig war, konnte ich sogar den Antrieb vom Wieserhörndllift dezent hören. Ich habe mir so vorgestellt, wie man sich hier im Wald ein Iglo baut und dann am nächsten Morgen vom Lift geweckt wird und dann direkt wieder losfährt. Der Lift verdient definitiv einen Oscar. Die Piste selbst gefiel mir nicht so, aber bei dem Lift war mir das egal. Auch wenn die Trasse etwas eisig war, insbesondere vor der Kurve, war während jeder Liftfahrt die Zeit "eingefroren".
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Vom Kurvenlift kommt man sehr rasch zum Anzenbergalmlift. Hier an dessen Talstation mit Blick auf seine linke Abfahrt.
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Talstation und Trasse vom Anzenbergalmlift. Nun hatte sich becks7 angekündigt, wir machten hier Treffpunkt aus.
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Im Anzenbergalmlift mit ebenfalls sehr schöner Trasse.
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In der Latschenalmbahn mit Blick auf den unteren Teil der Piste. Die Verbindungsabfahrt vom Anzenbergalmlift zur Latschenalmbahn war sehr schön. Hat mir auf Grund der paar Wellen sehr gut gefallen.
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Blick aus der 4SB auf die Piste, die vom Wieserhörndllift hier herunter führt.
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Nun war für uns Essenszeit, dazu ging es in die Latschenalm. Ich fing mit einer Gulschsuppe an...
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und hörte mit "Speckfleckerl" auf. In der Zwischenzeit fuhr becks7 nochmals im Tal, um auf kürzere Ski zu wechseln. Weiß eigentlich jemand, was vor der 4SB dort für ein Lift stand? Wüsste nicht, wie man ohne ihr vom Wieserhörndllift nach Gaissau bzw retour käme. Deshalb schließe ich aus, dass die Latschenalmbahn eine Neuerschließung war.
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Wir hatten becks7 wieder aufgesammelt und nun ging es für uns zum zweiten bzw ersten Mal auf die Talabfahrt nach Gaissau. Im Bild stehen wir an der Bergstation des Wieserhörndllifts, bei dem wir links ausgestiegen sind.
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Blick aus der DSB richtung Kurvenlift, dessen Piste mir aus dieser Perspektive bis daton nie aufgefallen war.
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Blick aus der DSB auf die Piste. Die Straße unterhalb von Stütze 4 war es, wo man davor wiegesagt etwas abbremsen sollte.
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Im Spielbergalm-Übungslift.
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Blick aus dem Tellerlift hinauf zum Wieserhörndllift.
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Blick zur Spielbergalmbahn, wo man dahinter den LSAP-Hang des einstigen Kurzbüglers erahnen kann. Fehlt schon irgendwie, nicht nur wegen des Lifts, sondern auch die Piste hatte ihren Stellenwert.
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Jetzt riss es wettertechnisch nach und nach auf. Bei so einem Nachmittags-Sonnenfenster ist die Abfahrt am Wieserhörndllift nochmals umso schöner.
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Die Sonne war wirklich herausgekommen, wir konnten es kaum glauben. 8)
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Kurvenlift bei Sonne war nochmals ein traumhafter Abschluss für diesen Tag.
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Wir fuhren ihn noch etliche Male. Hatten ja keinen Stress mehr, da wir vom Kurvenlift ohnehin direkt nach Hintersee abfahren konnten.
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Die wirkliche letzte Liftfahrt für diesen Tag erfolgte mit dem Anzenbergalmlift. Hier blieben wir dann oben noch länger stehen und genossen die Aussicht.
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Irgendwann war es dann aber dennoch Zeit für die Talabfahrt nach Hintersee. Vielleicht sollte man hier in der Früh die einer oder andere Wiederholungsfahrt machen, im späteren Tagesverlauf ist das meiner Meinung nach nicht mehr empfehlenswert. Für die Auffahrt mit der 3SB kann man darüber aber auch hinwegsehen, da dies auch eine eigene und ganz besondere Atmosphäre hat, wie so fast jeder Lift in dem Gebiet.
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Das war mein Bericht, hier gibt es jetzt noch ein Panoramafoto von der Bergstation des Anzenbergalmlifts.
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Wieserhörndllift mit Pano.
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Kurvenlift in der Abendsonne.
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Nun gebe ich das Wort für diesen Tag an meine beiden Forumskollegen david02 und becks7 weiter. Dass man so einen Ausflug als Gruppe macht und zwei von uns gleichzeitig ihren ersten Besuch hier erleben, fand ich schon interessant. Ich hatte ja schon meine Meinungen zu den Pisten und war immer sehr gespannt, was die beiden Kollegen dazu sagen würden. Der Tag hat absolut Wiederholungsbedarf. Auch an die anderen aus unserer Community, hebt euer Gesäß und schwingt euch nach Gaissau. :wink: Fühlt euch ruhig angesprochen, wenn ihr das lest, denn ihr wisst, genau wie ich, wer konkret gemeint ist. :D
LG, gReXi

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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von david02 »

Vielen Dank Grexi für den ausführlichen Bericht, viel gibt es daher nicht mehr zu sagen, ich reiche aber gerne noch ein paar Bilder nach. :wink:

Das Skigebiet selbst hat mich als Fan von Doppelmayr-Schleppliften natürlich schon länger interessiert, umso schöner, dass sich gestern mein Erstbesuch in einer Gruppe mit mehreren Kollegen ergab. Das Gebiet ist durch die langen Anlagen weitläufiger als es zuerst den Anschein macht und bietet auch durchaus abwechslungsreiche Pisten. Am besten gefallen haben mir der Hang am Wieserhörndl, die idyllisch im Wald gelegene Piste am Kurvenlift sowie die lange Talabfahrt nach Gaissau. Die Pisten wurden morgens nach dem Neuschnee frisch präpariert und waren daher ziemlich weich, es kam aber lediglich an der Latschenalm zu nennenswerter Haufenbildung.

Vom Wetter habe ich mir nicht zu viel erwartet, es war im Endeffekt aber viel besser als zuerst gedacht und so konnten wir die letzten beiden Stunden noch bei strahlendem Sonnenschein genießen. In den Bergstationsbereichen frischte der Wind hingegen stark auf, ein paar Meter unterhalb aber kein Problem mehr.
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^^Morgens frisch präparierte Piste am Anzenberg :D
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^^Ebenso die Talabfahrt nach Gaissau
20220129_112011.jpg
^^Wieserhörndl zur Mittagszeit :wink:
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^^Am Nachmittag riss es auf, der Paradehang am Wieserhörndl
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^^Einstieg vom gewaltigen Kurvenlift
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^^Zoom aus dem Kurvenlift zum Wieserhörndl
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^^Letzte Runden am Kurvenlift...
20220129_160206.jpg
^^...ehe es nach diesem Ausblick vom Anzenberglift ins Tal geht.

Das Schigebiet hat mir definitiv gefallen und ich würde mich auch über eine Wiederholung freuen.
Danke für den schönen Tag Jungs!
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vovo
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von vovo »

Die Begeisterung für dieses Gebiet kann ich total nachvollziehen! Das ist Skifahren wie in den 80ern - wobei ja eine "moderne" 4SB aus den 90ern dort ihre Runden dreht, die m.E. keine Vorgängeranlage besaß.

Ich war schon 2 x dort, zuletzt 2017 mit Zottel, als leider die DSB nicht lief. Der Kurzbügler lief leider auch nie, aber Hauptsache der geniale Kurvenlift und der Anzenbergalmlift - ein Schlepper, wie er früher in den Skigebieten ganz normal war, als es Sesselbahnen meist nur als Zubringer und vielleicht 2. Sektion oben am Berg gegeben hat.

Ich hoffe mal, dass ich da 2022 noch einen Drittbesuch schaffe - solche Museen (ähnlich wie das Kultgebiet an der Kampenwand) muss man als Freund alter Lifte besuchen, solange sie noch bestehen.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von tschurl »

Danke für die aktuellen Bilder, endlich ist die Schneelage halbwegs gut. :D
Werde auch heuer wieder hinfahren, das Gebiet gehört einfach unterstützt.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von becks7 »

Puh, dann legn ma mal los. Bilder gibts von mir leider keine, da erstens meine kompetenten Begleiter ohnehin schon tolles Material geliefert haben und ich zweitens zugegebenermaßen ein mäßig talentierter Fotograf bin. :nein:

Ich versuch besser, meine Eindrücke verbal zum Ausdruck zu bringen :biggrin:

Als bekennender Langschläfer begann mein Skitag in Hintersee erst gegen 11 Uhr, während meine Kameraden da schon fleißig ihre Runden drehten. Die Anfahrt von Wels ging recht flott über die A1 bis Thalgau, dann noch ca. 20 Minuten über eine kurvige Landstraße bis Hintersee. Auf dem Weg gelangt man durch Hof, Faistenau und andere Ortschaften, wo direkt neben der Straße (hab ich erst im Nachhinein gesehen) ein Kurzbügler mit Liftomat noch seine Runden dreht. Beim nächsten Besuch gibts jedenfalls einen kurzen Abstecher dorthin. :ja:

Schon bei der Zufahrt auf den Parkplatz begann mir das Gebiet zu gefallen. Eigentlich bin ich nicht so ein großer Fan von fixen Sesselbahnen (ausgenommen natürlich ESL und DSB), doch bereits der Einstieg in Hintersee hatte dieses spezielle Flair eines urigen Skigebiets, wie ich viele noch aus Kindheitserinnerungen kenne. Keine überdimensionierten Jets und Shuttles, sondern eine gemütliche Sesselbahn als Zubringer.

Relativ alleine schwebte ich tiefenentspannt nach oben. Zugegeben, die Fahrt mit der 3-er SB dauert schon einige Zeit, aber dafür bekommt man auch schönes Ambiente geboten.

Oben angekommen nutzte ich die Wartezeit auf meine Kameraden mit ein paar Fahrten am Anzenbergalmlift. Leider stellte sich heraus, dass meine Kenntnisse betreffend Ski wachseln verbesserungsbedürftig sind (meine Brettln ham pickt wie Sau! :evil: ), weshalb ich - während die Burschen ihr verdientes Mittagessen genossen - wieder runter nach Hintersee musste, um auf meine Kurzski zu wechseln.

Nachdem die technischen Probleme beseitigt waren, konnte ich nun endlich das gesamte Gebiet kennenlernen und muss sagen, dass es genau meinen Erwartungen entsprochen hat. Besonders bei den Fahrten am Kurvenlift hatte ich immer Herzerl in den Augen. Ein über 2 km langer Schlepplift (ich zählte sage und schreibe 209 Gehänge!) mit Kurve und mitten durch den Wald in Zeiten von Sitzheizung, Jets und Shuttles ist ein wahrer Genuss! Auch die DSB hat mir überaus gut gefallen, nicht nur aufgrund ihrer Länge und der Tatsache, dass diese Bahnen ohnehin schon nahezu "ausgerottet" sind, sondern weil fast alle Sesseln noch im Originalzustand (mit grünen Plastik-Latten) sind. Sowas bin ich zuletzt vor ca. 20 Jahren in Saalbach-Hinterglemm (Westgipfelbahn 3) gefahren. Auch die ersten beiden Asitzbahnen in Leogang waren baugleich.

Obwohl wir wettertechnisch mit dem Schlimmsten rechnen mussten, erwischten wir einen recht passablen Tag und wurden ab ca. 15 Uhr sogar noch mit Sonnenschein belohnt. Die Pistenverhältnisse waren ebenfalls top. Den Tag ließen wir dann schlussendlich an der Bergstation des Anzenbergalmlifts ausklingen. Strahlender Sonnenschein, ein herrliches Bergpanorama mit grandioser Fernsicht, dazu ein klappernder Schlepplift... :biggrin: Nachdem der Lift abgestellt wurde, ging es dann noch mit gemütlichen Schwüngen über die letzte Abfahrt des Tages ins Tal nach Hintersee. Nach dem stundenlangen dahinbrettln auf den Kurzskiern waren meine Oberschenkel äußerst froh darüber. :biggrin:

Fazit: Primär Dankbarkeit. :lol: Ein herrlicher Skitag mit netten, gleichgesinnten Leuten in einem urigen Gebiet. Heutzutage alles andere als selbstverständlich. In Zeiten, wo die Hektik der Leute sogar auf den Skipisten der Ballermann-Gebiete spürbar ist, die Shuttles und Jets mit 4 bis 5 m/s tausende Horden hinaufschaufeln und diese sich dann auf künstlich plattgewalzten Autobahnen nach unten stürzen, stellt dieses Gebiet eine Ausnahme ganz nach meinem Geschmack dar. Naturbelassene Pisten, gemütliche, alte (aber bestens gepflegte) Anlagen, eine schöne, bestmöglich belassene Naturlandschaft, die zu einem entspannten, erholsamen Skifahren einlädt. Ein Gebiet, da wirklich zum Entspannen geeignet ist und in dem Lift-Liebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Ich bin überaus dankbar, dass hier wieder Betrieb ist und ich dieses Gebiet kennenlernen konnte. Und ich bin ganz sicher, dass es nicht mein letzter Besuch hier gewesen sein wird. Auch weil meine Tochter schon eine begeisterte "Schleppi"fahrerin ist. :D
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von Wursti »

Danke für die Berichte. :top:

Mal eine etwas naive Frage: Was genau ist die Faszination an "Kurzbügelliften"?
Ich find's ja auch manchmal interessant, alte nicht durchmodernisierte Lifte zu nutzen.

Aber ob im Endeffekt der Bügel eines Schlepplifts kurz oder lang ist? Was macht das für einen Unterschied?
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von grafovich »

Wursti hat geschrieben: 31.01.2022 - 15:16 Mal eine etwas naive Frage: Was genau ist die Faszination an "Kurzbügelliften"?
Ich find's ja auch manchmal interessant, alte nicht durchmodernisierte Lifte zu nutzen.

Aber ob im Endeffekt der Bügel eines Schlepplifts kurz oder lang ist? Was macht das für einen Unterschied?
:lol: Eine sehr gute Frage, auf deren Beantwortung ich gespannt bin. Ultimative Nostalgie, würde ich vermuten, zumal der Schritt zum Langbügel eben der erste in Richtung "Durchmodernisierung" darstellen dürfte.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von gReXi »

Wursti hat geschrieben: 31.01.2022 - 15:16
Mal eine etwas naive Frage: Was genau ist die Faszination an "Kurzbügelliften"?
Ich find's ja auch manchmal interessant, alte nicht durchmodernisierte Lifte zu nutzen.

Aber ob im Endeffekt der Bügel eines Schlepplifts kurz oder lang ist? Was macht das für einen Unterschied?
Nostalgie zum einen und die durchaus anspruchsvollere Liftfahrt zum anderen, vor allem, wenn die Trasse steil ist. Der vordere Wurmkogellift1 in Hochgurgl hat mich mit seinem Katapultstart im Steilstück zunächst vor Herausforderungen gestellt. Wenn du allerdings weißt, wie du damit umgehst, macht es richtig Spaß. Ich stelle mir dann immer vor, wie es früher nur so ging und man das Liftfahren auf diesem Wege lernen musste. Bzw finde ich auch immer die Berichte schön, wenn ältere Leute erzählen, wie Bügel zwischen die Beine nehmen damals völlig normal war. Das wurde ja mit der Erfindung des Langbügels mehr oder weniger abgeschafft. Kurzbügeln alleine im Steilstück ist mit dem "heutigen Fahrstil" schon anspruchsvoller, aber dennoch möglich. Langbügel sind letztendlich für Alleinfahrer bequemer, ansonsten sehe ich rein vom Fahren her keinen wesentlichen Unterschied.

ZB wegen des Spielbergalmlifts, der ja seit 2019(?) LSAP ist. Dass der noch Kurzbügel hatte, war das Tüpfelchen am i. Egal, was für Bügel er gehabt hätte, seine Piste fehlt dennoch. Hier noch mein Video von 2015 der Vollständigkeit halber eingeblendet:
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von GIFWilli59 »

Danke für euren Bericht, der mich auch daran erinnert, dass ich hier doch mal gerne hin will...
Leider mit 587 km / 6h nicht ganz um die Ecke für mich.

Also ich mag die Kurzbügler auch, teilweise haben die Lifte interessante Trassen mit niedriger Seilführung und ich mag es auch, mir den Bügel am Einstieg selbst "aus der Luft zu pflücken". :D
Und Bügel zwischen die Beine nehmen mache ich auch oft und heuer hat da nie einer was gegen gesagt...an manchen Liften ist es ja verboten.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von gReXi »

GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 18:21 Leider mit 587 km / 6h nicht ganz um die Ecke für mich.
2015 habe ich für letztendlich einen bestimmten SL einen 1000 km Tagestrip gemacht. War schon "kriminell", aber der Lift war es wert.^^
GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 18:21 Und Bügel zwischen die Beine nehmen mache ich auch oft und heuer hat da nie einer was gegen gesagt...an manchen Liften ist es ja verboten.
Bei den Kurzbüglern ist das halt bei steileren Passagen echt chillig. Als ich den Ötzlift 2 in Kochel filmte, fuhr ich bewusst bei wem anderen mit, damit ich das Handy so ruhig wie möglich halten konnte während der Fahrt. Alleine wäre das nicht möglich gewesen, es sei denn, Bügel zwischen die Beine.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von GIFWilli59 »

gReXi hat geschrieben: 31.01.2022 - 20:43
GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 18:21 Leider mit 587 km / 6h nicht ganz um die Ecke für mich.
2015 habe ich für letztendlich einen bestimmten SL einen 1000 km Tagestrip gemacht. War schon "kriminell", aber der Lift war es wert.^^
Für einen solchen Tagestrip ist meine Leidenschaft dann wohl doch nicht groß genug :D
Sollte dann schon ein WE oder so sein.
Ja, der hat schon was, ich bin ihn vor 2,5 Wochen gefahren. Schönes Video vom V12 übrigens. Auch wenn er eher aufgrund der Kühlung eher nach Elektro-, denn nach Verbrennungsmotor klingt.
gReXi hat geschrieben: 31.01.2022 - 20:43
GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 18:21 Und Bügel zwischen die Beine nehmen mache ich auch oft und heuer hat da nie einer was gegen gesagt...an manchen Liften ist es ja verboten.
Bei den Kurzbüglern ist das halt bei steileren Passagen echt chillig. Als ich den Ötzlift 2 in Kochel filmte, fuhr ich bewusst bei wem anderen mit, damit ich das Handy so ruhig wie möglich halten konnte während der Fahrt. Alleine wäre das nicht möglich gewesen, es sei denn, Bügel zwischen die Beine.
Das stimmt. Zu zweit sind die Kurzbügler deutlich angenehmer zu fahren.
Ein Nachteil beim Bügel zwischen den Beinen ist aber, dass man dann einen etwas höheren Schwerpunkt über dem Bügel hat und bei steilen Passagen oder einem Anfahrruck etwas mehr aufpassen muss.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von vovo »

Natürlich findet man als Oldtimer-Fan oder Schleppliftspinner Kurzbügel grundsätzlich "kultiger". Vor allem dann auch noch mit Liftomat 2000! (Am Wochenende in Isny erlebt - wenn auch der SL ansonsten unspektakulär verläuft.)

Sobald dann wieder einer auf Lang umgestellt ist, findet man das schade (so wie am Grünten beim Breitensteinlift 1). Aber gut - Hauptsache der Lift läuft noch und lieber noch Ersatz durch einen modernen SL als eine 6KSB ;)

Das mit dem Steilhangfahren wurde mir am Samstag wieder bewusst - da sind natürlich Langbügel bequemer. Vor allem beim Filmen. Ich nehme dazu dann immer meine alte "Handknipse". Die Spiegelrelfex lieber nur bei flacheren Schleppern oder eben Langbügeln. Zwischen die Beine nehme ich die Kurzbügel in den letzten Jahren nicht mehr - das habe ich früher gemacht, aber wenn man mal wirklich stürzen sollte... vor allem wenn es eh vorboten ist.... lieber nicht. So muss man halt gegendrücken und trainiert noch ein bisserl die Muskeln - vor allem beim Filmen der Fahrt am Fahrenberglift am Herzogstand z.B. oder am Gratlift in Rauris. Wurmkogel II bin ich nur zu zwei gefahren, drum war dort das Filmen und Fotografieren relativ leicht.

Übrigens Fotografieren... beim Langbügellift oder Liftomat 2000 steht keiner am Einstieg rum und man kann dann völlig ungestört knipsen. Beim normalen Kurzbügler steht meistens einer da und gibt einem die Bügel. Aber fast immer kommt man ja mit den Leuten ins Gespräch und man darf dann doch ungestört mit der Kamera draufhalten.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von gReXi »

GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:23 Für einen solchen Tagestrip ist meine Leidenschaft dann wohl doch nicht groß genug :D
Weiß noch genau, wie ich damals null Bock hatte, aber ich genau wusste, es ist für mich DIE Gelegenheit. Dass mich die dann auch noch gratis fahren ließen, nachdem ich mich vorher telefonisch ankündigte (hätte notfalls noch Plan B Programm gehabt) und ich in alle Stationen gehen konnte, wie ich wollte - das war dann natürlich der Jackpot. Allerdings, als der Skitag vorbei war und mein Adrenalin somit absank, kam die Müdigkeit dann zum Vorschein. Das ist wie beim Sport, wenn du einen Marathon gelaufen hast und im Ziel bist, tut auf einmal alles weh, weil das Adrenalin weggeht. :tot:
GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:23 Ja, der hat schon was, ich bin ihn vor 2,5 Wochen gefahren. Schönes Video vom V12 übrigens. Auch wenn er eher aufgrund der Kühlung eher nach Elektro-, denn nach Verbrennungsmotor klingt.
Danke, ist auch schon wieder 7 Jahre her, dass ich dort war.
GIFWilli59 hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:23 Ein Nachteil beim Bügel zwischen den Beinen ist aber, dass man dann einen etwas höheren Schwerpunkt über dem Bügel hat und bei steilen Passagen oder einem Anfahrruck etwas mehr aufpassen muss.
Völlig richtig, das Unvorstellbare ist halt, dass früher alle so gefahren sind und es so normal war, wie der WC-Gang am Morgen. :D
vovo hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:38 Natürlich findet man als Oldtimer-Fan oder Schleppliftspinner Kurzbügel grundsätzlich "kultiger". Vor allem dann auch noch mit Liftomat 2000! (Am Wochenende in Isny erlebt - wenn auch der SL ansonsten unspektakulär verläuft.)
Da sprichst du insbesondere dem lieben becks7 aus seiner Seele. Hast du noch Liftomat-Kandidaten in deiner Agenda? Während einer Fahrt mit dem Kurvenlift fiel mir keiner ein, als wir darauf zu sprechen kamen.
vovo hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:38 Sobald dann wieder einer auf Lang umgestellt ist, findet man das schade (so wie am Grünten beim Breitensteinlift 1). Aber gut - Hauptsache der Lift läuft noch und lieber noch Ersatz durch einen modernen SL als eine 6KSB ;)
Volle Zustimmung.
vovo hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:38 Das mit dem Steilhangfahren wurde mir am Samstag wieder bewusst - da sind natürlich Langbügel bequemer. Vor allem beim Filmen. Ich nehme dazu dann immer meine alte "Handknipse". Die Spiegelrelfex lieber nur bei flacheren Schleppern oder eben Langbügeln. Zwischen die Beine nehme ich die Kurzbügel in den letzten Jahren nicht mehr - das habe ich früher gemacht, aber wenn man mal wirklich stürzen sollte... vor allem wenn es eh vorboten ist.... lieber nicht. So muss man halt gegendrücken und trainiert noch ein bisserl die Muskeln - vor allem beim Filmen der Fahrt am Fahrenberglift am Herzogstand z.B. oder am Gratlift in Rauris. Wurmkogel II bin ich nur zu zwei gefahren, drum war dort das Filmen und Fotografieren relativ leicht.
Ich habe damals am Herzogstand beides probiert, Fahrt filmen am Teller und am Kurzbügel. Mit der Gopro kann ich das nun gut ausgleichen, früher mit dem Handy zu filmen und das möglichst ruhig zu halten ging nur mit beiden Händen. Ausnahme: VWK1 in Gurgl, frag mich aber nicht, wie ich das gemacht habe, weiß ich bis heute nicht. Einfach nur froh, dass das Video im Kasten war. Um den VWK2 beneide ich dich, da würde ich garantiert auf meine Ötzlift-2-Taktik zurückgreifen. :wink:
vovo hat geschrieben: 31.01.2022 - 21:38 Übrigens Fotografieren... beim Langbügellift oder Liftomat 2000 steht keiner am Einstieg rum und man kann dann völlig ungestört knipsen. Beim normalen Kurzbügler steht meistens einer da und gibt einem die Bügel. Aber fast immer kommt man ja mit den Leuten ins Gespräch und man darf dann doch ungestört mit der Kamera draufhalten.
Das Argument "wenn der Lift mal nicht mehr sein sollte, sind die Bilder und Videos goldwert" zieht da immer. Bestes Beispiel dein Video von meinem Liebling in Dienten. Wir haben so am Samstag geredet und fanden heraus, dass wir früher alle niemals gedacht hätten, dass so ein Lift einmal wegkommt. Wir gingen davon aus, der fährt eh für die Ewigkeit. Deshalb hatte so mancher auch dann, als er schon problemlos fahren konnte, kein Verlangen danach, Liftfotos zu machen, bis es dann leider zu spät war.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von Widdi »

Kommt mir bekannt vor, bin nämlich zufällig auch am 29.1. im Gebiet gewesen, wollte eigtl. auf der TSC nach St. Johann in Tirol, was ja auch fast noch ein Museum ist (nur 4 neuere Anlagen, der Rest ist weitgehend aus den 1980ern), aber Hochfeld zu, Penzing zu. Nein danke, dann eben halt doch mal ins Salzburger Land fremd gegangen. Nicht dass man sich noch übern Weg gefahren ist, wobei ich aber die Talabfahrt nach Hintersee runter mehr mag als die nach Gaissau, da steiler. Rauf braucht man von beiden Seiten länger, da die Zubringer 2 lange, ältere Sessel sind, die Spielbergalmbahn ist sowieso kultig, sowas würde man heute nicht mehr Bauen. Und hat auch noch Dieselantrieb, oder Dieselelektrisch weiss das gerade nicht genau, den Motor hat man deutlich gehört und gerochen. Von der Anfahrt hält sichs aus dem Münchner Umland mit gut 2 Stunden in Grenzen, das brauch ich in die Kitzbühler Alpen auch (je nach Gebiet)

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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von vovo »

gReXi hat geschrieben: 01.02.2022 - 18:11 Das Argument "wenn der Lift mal nicht mehr sein sollte, sind die Bilder und Videos goldwert" zieht da immer. Bestes Beispiel dein Video von meinem Liebling in Dienten. Wir haben so am Samstag geredet und fanden heraus, dass wir früher alle niemals gedacht hätten, dass so ein Lift einmal wegkommt. Wir gingen davon aus, der fährt eh für die Ewigkeit. Deshalb hatte so mancher auch dann, als er schon problemlos fahren konnte, kein Verlangen danach, Liftfotos zu machen, bis es dann leider zu spät war.
Ja, das stimmt, dass man das früher nie gedacht hätte. Dann hätte ich viel mehr als nur die handvoll Liftbilder vor der Alpinforumsära gemacht. Mich ärgert es, dass ich 1995 die Kamera in Schladming dabei hatte (Reiteralm, Planai, Hauser Kaibling) und auch 1998 (Hochwurzen mit Tunnel-DSB), aber außer den damaligen Gasselhöhebahnen I und II (4EUB und DSB) sowie dem Muldenlift leider keine weiteren Liftbilder. Auch am Fellhorn hätte ich noch alle Schlepper knipsen können.

Den Kurzbügler mit Liftomat in Sinswang werde ich mir bei nächster Gelenheit mal noch geben:

viewtopic.php?f=45&t=61014&p=5191734&hi ... g#p5191734

An der Thaler Höhe gibt es auch noch einen - das war ich schon und ein Wiederholungsbesuch ist in Planung. Ansonsten fallen mir keine Liftomat-Schlepper mehr ein.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von gReXi »

Widdi hat geschrieben: 01.02.2022 - 21:32 Kommt mir bekannt vor, bin nämlich zufällig auch am 29.1. im Gebiet gewesen, wollte eigtl. auf der TSC nach St. Johann in Tirol, was ja auch fast noch ein Museum ist (nur 4 neuere Anlagen, der Rest ist weitgehend aus den 1980ern), aber Hochfeld zu, Penzing zu. Nein danke, dann eben halt doch mal ins Salzburger Land fremd gegangen. Nicht dass man sich noch übern Weg gefahren ist, wobei ich aber die Talabfahrt nach Hintersee runter mehr mag als die nach Gaissau, da steiler. Rauf braucht man von beiden Seiten länger, da die Zubringer 2 lange, ältere Sessel sind, die Spielbergalmbahn ist sowieso kultig, sowas würde man heute nicht mehr Bauen. Und hat auch noch Dieselantrieb, oder Dieselelektrisch weiss das gerade nicht genau, den Motor hat man deutlich gehört und gerochen. Von der Anfahrt hält sichs aus dem Münchner Umland mit gut 2 Stunden in Grenzen, das brauch ich in die Kitzbühler Alpen auch (je nach Gebiet)

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Zum Glück war ich noch zum Filmen der Eichenhoflifte rechtzeitig in St.Johann. An den Eichenhof 2 musste ich samstags eh ab und zu denken wegen der Zwirbelkurve in Gaissau. Ich dachte mir schon, dass 3 Forumsmitglieder an einem Tag im gleichen Skigebiet genug ist. Doch dass es sogar 4 waren, überrascht mich jetzt umso mehr, geil! Vielleicht kriegen wir das beim nächsten Forumstreff in Gaissau hin, dass wir uns dann nicht wieder verpassen. :wink: Das stimmt, steiler ist sie allemal. Ich hab an dem Tag gelernt, wenn du nach Gaissau fahren willst, dann ab dem Weg vom Wieserhörndl ungebremst am Tellerlift vorbeiziehen, damit der erste flache Teil nach Gaissau hinunter nicht zu langweilig wird. Das stimmt schon mit der DSB, was du da zum Antrieb sagst, war 2015 sogar im Keller hinter der Talstation, da hab ich mir alles anschauen und filmen dürfen. Anbei füge ich dir mein Video von 2015 dazu noch ein.
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Re: Gaissau-Hintersee (29.1.2022) - mit den richtigen Leuten am richtigen Ort

Beitrag von GIFWilli59 »

gReXi hat geschrieben: 30.01.2022 - 17:32 Weiß eigentlich jemand, was vor der 4SB dort für ein Lift stand? Wüsste nicht, wie man ohne ihr vom Wieserhörndllift nach Gaissau bzw retour käme. Deshalb schließe ich aus, dass die Latschenalmbahn eine Neuerschließung war.
Wie vovo ja schon geschrieben hat, wahrscheinlich nichts, das war eine Neuerschließung, zumindest lifttechnisch. So meinte es auch ein anderer, ehemaliger AFler (Dachstein).

Zur Verbindung:
Nach Hintersee (ab Wieserhörndl) über die Pisten 5 und 10a zum Kurvenlift. Die Pisten muss es ja auch damals schon gegeben haben, sonst hätte man wohl kaum den Zwischeneinstieg beim Kurvenlift gebaut. Im oberen Bereich (Piste 5) käme alternativ auch die Trassierung über einen Forstweg in Betracht.

Von Hintersee (ab Anzenbergalmlift) der Piste 7a bis zur Latschenalm folgen und dann auf den Forstweg wechseln, dem man dann wahlweise bis zum Wieserhörndl oder zur DSB folgen kann.
Natürlich nicht so attraktiv, aber möglich ist es. :D

Lt. dem damaligen Jahrbuch hat man die Bahn übrigens aus "Prestigegründen" als 4SB statt als DSB gebaut. Damals war eine 4SB eben auch noch was besonderes :lol:
(Lt. LW gab es in AT bis 1995 41 4SBen, aber allein 1996 wurden dann schon 9 gebaut.)
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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