Zwei Monate nach meiner Saisoneröffnung am Pitztaler Gletscher und in Ischgl Anfang Dezember, einer vierwöchigen Tauperiode sowie einem schönen Nordstau war es endlich so weit: sonniges Wetter, kalte Temperaturen und Schnee bis ins Tal.
Also nichts wie in die Berge. Für das erste Mal diesen Winter waren alle Gebiete und so gut wie alle Pisten geöffnet und dementsprechend groß war die Auswahl. Nachdem mein Saisonstart Neuentdeckungen waren, ging es heute mit einer Neuentdeckung weiter: dem Gebiet am Hochkönig zwischen Mühlbach, Dienten und Maria Alm im Salzburger Land.
Von den charakteristisch nacheinander aufgefädelten Liften waren alle geöffnet und auch pistentechnisch herrschte nahezu Vollbetrieb. Den ganzen Tag über herrsche Kaiserwetter mit frostigen Temperaturen unter -10° und wolkenlosem Himmel. Der Andrang war zu beginn recht überschaubar, ab 10 Uhr gab es aber, ferientypisch, Wartezeiten bis knapp unter 10 Minuten.
Anfahrt: Freistadt - Mühlbach in ca. 2:30h
Wetter: wolkenlos; -12° - -3°
Schnee Piste: 120 - 150cm
Schnee Abseits: 50 - 150cm
Wartezeit: 0 - 10min
Positiv:
neues Gebiet kennenglernt
Kaiserwetter
gute Schneebedingungen
entspannter Start am Morgen
Negativ:
doch einiges Los
harte Pisten ab Mittag
Aber nun zu den Bildern:
Los gehts, pünktlich um 8:15h, an der 6EUB Karbachalmbahn. Bis auf eine Handvoll Skifahrer war noch nichts los.
Blaue 1, durch die Neuschneeauflage der letzten Tage schön griffig aber hart.
Weils so gut geht, direkt eine Wiederholungsfahrt an der 6KSB Fellersbach.
Omnipräsent ist im ganzen Gebiet der namensgebende Hochkönig gegenüber.
Nachdem das Gebiet Großteils nach Norden ausgerichtet ist, liegen am Vormittag die meisten Pisten noch im Schatten. Bei Temperaturen unter -10° vielleicht nicht die Beste Wahl.
Schöner Ausblick von der Bergstation der 8EUB Kings-Cab auf die noch frische Piste 4. Mittig ist der Hochkeil zu sehen, rechts dahinter das Dachsteinmassiv.
Ich schaukle weiter hinunter auf der Dacheggabfahrt, dahinter ist die Schneise der Piste an der Gabühelbahn zu sehen.
Bevor man zu dieser kommt, liegt noch die 4KSB Zachhofalm dazwischen. Die schwarze Piste rechts (13a) sah nicht nur vom Lift aus sehr lecker aus, sondern ging auch richtig gut.
Ausblick von der Bergstation nach Süden. Etwa Mittig sieht man das Kitzsteinhorn, am linken Rand ist das Skigebiet Rauris zu erahnen.
Nach eine Wiederholungsfahrt an der Zachhofalmbahn weiter an der Bürglalmbahn. Gegenüber wartet schon die 10EUB Gabühelbahn, links ist noch die Schneise der Vorgänger-DSB zu erkennen.
Ab hier merkte man auch, dass ja Semesterferien sind. Die Pisten waren schlagartig gut gefüllt und es gab die ersten Wartezeiten.
Weiter auf der langen, kalten, Hintermoosabfahrt. Im unteren Teil hat man schließlich diesen Ausblick auf das nächste Ziel: den Aberg.
Nach etwas längerer Wartezeit an der 4KSB Abergalmbahn oben angekommen. Vor mir die Piste 10 mit standardblick auf Hochkönig und Dachstein.
(Warum steht anstelle der 4KSB eigentlich noch nichts stärkeres auf den Aberg hinauf? Ist sie doch irgendwie die Hauptanlage des gesamten Gebiets und die Pisten würden es durchaus vertragen.)
Nachdem nach der Abfahrt die Warteschlange der Abergalmbahn noch länger war, gehts erstmal weiter hinunter ins Tal entlang der 8EUB Abergbahn.
Voraus sieht man die noch recht neue 10EUB Sonnbergbahn mit ihrer richtig langweiligen Piste (keine Kurven, keine Kuppen, immer das gleiche Gefälle).
Nach der Fahrt bis hinüber nach Maria Alm und einer Wiederholungsfahrt an der Natrunbahn, geht es wieder zurück in den Abergsektor. Diesmal aber zum schönen Karlift, einem netten Gitterportalmastenschlepper.
Mit 1,5 eigenen Pisten, vielen Geländevarianten und ohne Wartezeiten, genau nach meinem Geschmack.
Als kurz nach Mittag die Warteschlange an der Abergalmbahn wieder kürzer wurde, kamen die dortigen beiden schwarzen dran. Diese waren noch in recht gutem Zustand und blieben von dem Massen verschont.
Ausblick dabei in den Pinzgau nach Maria Alm sowie Saalfelden im Hintergrund.
Nachdem ich am Aberg im großen und ganzen alles durch hatte, schaukle ich schön langsam wieder zurück an den Ausgangspunkt.
Im Bild die schon sehr ramponierte Gabühelabfahrt. Im unteren Teil ein richtiger Tragödienhang.
Gegenüber ist die 6KSB Bürgalm zu sehen.
Nach ein paar weiteren Fahrten ging es schließlich, nachdem die schwarze 1 noch gesperrt war, über die blaue 1a ins Tal. Richtig schöne, lange Talabfahrt um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Fazit:
Sehr weitläufiges, komplett durchmodernisiertes Gebiet mit Aussichten in alle Himmelsrichtungen. Der Fakt, dass es (bis auf den Abergsektor) nirgends eine zweite Sektion gibt, macht das Gebiet wohl einzigartig. Schade nur, dass es an vielen Liften im Prinzip nur eine Piste gibt, was Wiederholungsfahrten oft ausschließt. Die Pisten sind durchwegs gut lang, aber oft sehr ähnlich und gerade im Hochwinter recht schattig. Erinnert mich irgendwie an die 4-Berge, von denen ich ja auch kein großer Fan bin. Dass eigentlich alle Lifte nacheinander aufgefädelt sind, ist auf der einen Seite ganz cool da man dadurch recht weit herumkommt, auf der anderen Seite müssen aber alle über die gleichen Pisten und es gibt keine ruhigeren, abgelegenen Ecken.