...perfektes Saisonende (wenn man den Vormittag weglässt)
Wie auch 2016 ging es zum Saisonende auf das Kitzsteinhorn. Nachdem sich die Wetterprognosen in den letzten Tagen selbst überschlugen fuhren wir auf gut Glück und hofften zumindest auf ein paar Sonnenstunden. Nach knapp drei Stunden fahrt erreichten wir den fast leeren Parkplatz an der Panoramabahn. Leichter Regen und Wolken bis auf Langwied herunter - mist, hoffentlich bessert sich das Wetter mit der Zeit. Oben angekommen gleich die nächste Ernüchterung: es nieselt auch oben aus den Wolken heraus, auf den Pisten liegen 2cm firniger Neuschnee. Sicht ist nahe 0. Die ersten Fahrten tasteten wir uns an den Pistenmarkierungen entlang hinunter zu den Kitzliften. So macht das wenig Spass. Nach ein paar Fahrten versuchten wir die Bergstation der neuen Schmiedingerbahn zu finden um zu sehen ob sie läuft - vergebens. Wie sich später herausstellt suchten wir zu weit oben, da sie doch um einiges weiter unten endet als die Vorgängerschlepper. Nach einem vorgezogenen Mittagessen im Gipfelrestaurant mit einer Nebelwand vor den Fenstern starteten wir in den Nachmittag. Doch dann die Überraschung: bereits an der Talstation des Gletschershuttles waren wir unter den Wolken mit Sicht bis Zell am See.
Da das Schigebiet ohnehin sehr gut dokumentiert ist erspare ich mir detaillierte Beschreibungen der Pisten und Lifte.
Anfahrt: Freistadt - Kaprun in ca. 3h
Wetter: Kaiserwetter; -1 bis 5° (Gipfel)
Schnee: firnig (nur unterhalb Alpincenter sulzig); 50-265cm
Wartezeit: 0min
Positiv:
Wie bereits beschrieben: keine Leute, keine Wartezeiten, keine Buckelbildung, Schnee zwar firnig aber nicht sulzig...
Negativ:
Dichte Wolken am Vormittag.
Blick vom Parkplatz nach oben. Leichter Regen und Wolken ab Langwied.
Der Vormittag sah dann so aus, meist konnte man nicht einmal bis zur nächsten Gondel sehen.
Nach dem Mittagessen änderte sich das Wetter schlagartig. Sieht doch gleich besser aus.
Der Gipfel blieb aber die meiste Zeit in den, immer wieder etwas herüberschwappenden, Wolken.
Durch den grausigen Vormittag waren nur sehr wenige andere Schifahrer im Gebiet. Man hatte immer mehr als genug Platz auf den Pisten und musste nie auch nur ein FBM warten.
Am Maurergletscher. Über der Schmittenhöhe und den Bergen von SHLF hingen den ganzen Tag Wolken.
Standardblick von der Alpincenterpiste auf den schon fast übererschlossenen Hang. Schnee hat es überall mehr als genug, Steine gabs keine.
Vergleichsbild vom 22.05.2016. Schneemäßig ziemlich gleich auf. Die Schneefälle der letzten Wochen haben gutgetan.
An den Pisten hinunter zur Sonnenkarbahn konnte man auch am späten Nachmittag noch unberührte Stellen finden.
Über Nacht hat es 2cm, leider Nass, geschneit. Durch den geringen Andrang kam es aber zu keiner Buckelbildung und sulzig wurde es auch nicht.
Seltener Anblick, derart leere Gletscherpisten. Privatskifahren vom feinsten.
Im Bild die neue 8KSB Schmiedingerbahn daneben die 6KSB Sonnenkar und im Hintergrund die 10MGD Gletscherjet 4.
Die neue Bahn ist schon arg kurz. Vor allem da die Vorgängerschlepper doch um einiges weiter hinaufgingen. Wäre fast sinnvoller gewesen sie gleich bis zur Talstation der Sonnenkarbahnen hinunter zu bauen.
Zum Schluss fuhr ich noch die eigentlich gesperrte Abfahrt nach Langwied um den Schi in der Langwiedbahn nich in die Hand nehmen zu müssen.
Fazit:
Ein Schitag mit allen Facetten der sich um 180° von Blindflug auf traumhaftes Sommerschifahren gedreht hat. Falls nichts dazwischen kommt gehts auch nächstes Jahr im Vorsommer wieder aufs Kitzsteinhorn zum Saisonabschluss - es lohnt sich zu dieser Jahreszeit einfach.