...Frühlingshaft
Da heute der erste Samstag mit Sonnenschein in dieser Saison war, mussten wir den Tag einfach am Berg verbringen. Da wir nicht so weit fahren wollten standen Hinterstoder, Hochficht, Kasberg und eben der Feuerkogel zu Auswahl. In Hinterstoder war irgendein Familienschitag (= zu lange Wartezeiten), Hochficht ist an einem Samstag sowieso überrannt also blieb noch die Wahl zwischen letzteren beiden. Da aber laut Bergfex der Heumahdgupf Schlepplift nach 3 (oder waren es sogar 4?) Saisonen ohne einen einzigen Betriebstag endlich wieder einmal in Betrieb war, war die Entscheidung schnell gefallen. Als wir um kurz vor halb 9 Ebensee erreichten wurden wir bei der Zufahrt zur Pendelbahn bereits von einem Feuerwehrmann abgefangen und zum Ausweichparkplatz umgeleitet. Klar, direkt bei der PB gibt es nur wenige Parkplätze aber, dass diese vor halb 9 bereits voll waren hatte ich noch nie erlebt. Dieser "Menschenmassen" stauten sich natürlich dann auch bei der PB und so mussten wir 45 Minuten bis zur Auffahrt warten
Für alle die den Feuerkogel nicht kennen: Das kleine Gebiet (20 Pistenkilometer) besteht aus einer 8EUB, einer 6KSB sowie 4 eher kurzen Schleppliften am Plateau. Als Zubringer dient eine Pendelbahn. Talabfahrt gibt es keine, lediglich eine schmale Route führt ins Tal, die heute allerdings nicht fahrbar war. Vergleichen kann man den Feuerkogel am ehesten mit dem Loser oder der Tauplitz, da diese ähnlich aufgebaut sind.
Anfahrt: Freistadt - Ebensee in ca. 1:20h
Wetter: Sonne; -1 bis 5° (Berg)
Schnee: hart pulvrig bis firnig; 45-240cm
Wartezeit: 45 min. an der Pendelbahn; 0-5 min. am Plateau
Positiv:
Endlich wieder ein Winter mit genügend Schnee am Plateau
Heumahdgupflift geöffnet
Negativ:
Lange Wartezeit an der PB.
Viel zu warm für Ende Jänner.
Aber nun zu den Bildern:
Nach 45 min warten geht es mit der Pendelbahn endlich nach oben aufs Plateau.
Seilbahntechnisch wird der Feuerkogel bereits seit 1926 mit der Pendelbahn erschlossen. 1985 erhielt die Bahn nach mehreren Umbauten ihr heutiges Aussehen.
Oben angekommen. Blick zur Bergstation der 8EUB Gsoll. Die letzten Nebelfetzten verzogen sich schnell.
Erste Abfahrt. Die schwarze 2a hinunter zur 6KSB. So ziemlich die schönste Piste im Gebiet. Leider war sie durch den Regen Anfang der Woche im unteren Teil leicht eisig.
Talstation der 6KSB Gruber von 2008. Diese ersetzte einen Schlepplift der auf leicht versetzter Trasse verlief.
Im Lift. Durch die kurze Länge von ca. 700m ist man schnell wieder oben. Rechts die Bergstation der PB.
Danach gings erstmal zu den Schleppliften. Im Bild der Steinkogellift, unten rechts die Talstation des Edeltallifts.
Schöner steiler Swoboda Schlepper. Die Schlepptrasse wird nicht präpariert.
Ausblick von oben. Das gesamte Flachland sowie einige Täler sind noch vom Nebel bedeckt.
Blick nach links zum Edeltallift und zum Heumahdgupflift, ganz links.
Der kurze Heumahdgupflift in der Totalen. Zuletzt bin ich ihn in der Saison 2012/13 gefahren, seit dem war er glaub ich nie mehr geöffnet - bis heute
Zuerst gehts aber mal zum Edeltallift mit seinen beiden Carvinpisten. Er wurde, wie auch der Heumahdgupflift 2008, erneuert.
Aber jetzt ist es so weit. Er ist zwar nicht lang oder spektatkulär, aber er erschließt zwei weiter kurze, aber schöne, Pisten und einen Freeridehang.
Ausblick vom höchsten Punkt des Gebiets Richtung Flachland im Norden. Das Feuerkogelplateau ist die erste Richtige Erhebung.
Traumhafter Ausblick auf das Plateau und den Edeltallift. Das Gesamte Plateau ist ein reines Naturschneegebiet (nur die Pisten an der EUB und der KSB sind seit 2015/16 beschneibar) dementsprechend lange dauerte es in den letzten Jahren bis die Schlepper geöffnet werden konnten. Zum Glück ist das heuer wieder einmal anders.
Gleicher Standort nur etwas nach rechts gedreht mit Blick auf den Steinkogel und dessen "hintenrum"-Abfahrt.
Für unter 1700m ganz schön Hochalpin. In den 80er Jahren gab es noch zwei weitere Schlepper in dieser Richtung.
Bei dem Wetter präsentiert sich auch der Dachstein von seiner schönsten Seite.
Danach ging es hinunter zur 8EUB, ebenfalls von 2008. Sie hat eine DSB ersetzt die aber auf einer anderen Trasse verlief und nicht so weit nach unten reichte. Die dortige Piste ist die Hauptpiste, leider war im Mittelteil die Hälfte für ein Rennen gesperrt.
Blick hinunter ins nur leicht verschneite Ebensee am Traunsee. Die Piste liegt fast den ganzen Tag in der Sonne, dementsprechend früh firnte sie auf.
Talstation der EUB. Gleichzeitig mit 1055m auch der niedrigste auf Pisten erreichbare Punkt im Gebiet. Die Piste hinunter konnte heute nicht wirklich überzeugen. Durch den relativ hohen Andrang war sie sehr schnell zerfahren und abgerutscht.
Wieder oben am Plateau. Der Nebel hebte sich etwas, schränkte die Sicht aber nie ein.
Nach dem Mittagessen fuhren wir auch noch die restlichen Pisten, wie die blaue 2 hinunter zur 6KSB.
Pendelbahnpanorama.
In der 6KSB mit der PB darüber.
Freeridegelände im oberen Teil der KSB. Heute leider nicht zu gebrauchen, da zu hart.
Zum Schluss ging es noch einmal hinunter zur EUB.
Blick hinauf.
Talstation der EUB. Die Piste hinunter hat einige blaue Ausweichen. Rechts der Talstation beginnt die Schiroute ins Tal.
Danach fuhren wir das Plateau noch einmal ab, ehe es nach erneuter Wartezeit an der PB wieder inst Tal ging.
Fazit: Gelungener Sonnenschitag. Hätte jedoch nicht mit so hohem Andrang gerechnet. Oben waren die vielen Leute aber kein Problem. Durch die hohen Temperaturen hätte der Tag genauso im März stattfinden können
Kritik und Verbesserungsvorschläge nehme ich wie immer gerne an.