Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
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ski-chrigel schrieb:Und sowohl mein Hausarzt, als auch mein mittlerweile verstorbener Vater, früher auch Arzt und selber dauerhaft antikoaguliert, fanden/finden die Prohylaxe auf Langstreckenflügen auch letzten Sommer in die USA damit sehr sinnvoll. Da gehen die Meinungen wohl auseinander.
Dazu hab ich eine klare Meinung: Antikoagulation muss individuell entschieden werden und sollte keinesfalls pauschal empfohlen/propagiert werden weil sie auch einige Gefahren mit sich bringt, vor Allem wenn man verletzungsträchtige Sportarten wie Skifahren betreibt. Ich denke da jetzt gar nicht an blutende Wunden, aber eine sonst recht harmlose Gelenksverletzung kann durch Gerinnungshemmer so stark einbluten dass operative Eingriffe mit eventuellen Folgeschäden nötig werden die ohne vermeidbar gewesen wären. Auch Prellungen und Hämatome werden schlimmer. Ich beobachte eben (ähnlich wie mit der Verabreichung von Cholesterinsenkern und Blutdruckbeeinflussern) dass sowas gerne mal nebenbei verordnet wird ohne echte medizinische Indikation. Ich betone hier ausdrücklich: Wenn diese Indikation gegeben ist ist sowas natürlich (lebens)wichtig! Aber auch bei Langstreckenflügen ist das nicht pauschal nötig. Ab und zu mal aufstehen und die Beine vertreten und während dem Sitzen mit den Füßen öfters mal Pumpbewegungen gemacht beugt Thrombosen genauso gut vor. Bei Langstreckenzugreisen kommt ja auch keiner auf die Idee sich Thrombosespritzen zu geben...