Zur aktuellen Diskussion um die Verlängerung der Laufzeiten deutscher AKW habe ich nichts aktuelleres gefunden.
Naja egal ... gestern kam ein Beitrag auf ZDF in dem es indirekt um diese Thematik ging:
Bekanntlich fordern die AKW-Gegner ja wehement den Ausbau der regenerativen Energien, unglücklich ist nur, dass für einen weiteren Ausbau der regenerativen Energie ein vorangestellter Ausbau des Netzes notwenig ist. Denn heutzutage muss z.B. bei starkem Wind in Norddeutschland, wo der größte Anteil an Windkraftwerken steht, diese außer Betrieb genommen werden, weil unser Stromnetz die imense Strommenge nicht verarbeiten kann. Kurzum: Unser Netz ist aktuell für die volle Nutzung regenerativer Energien nicht geschaffen. Also: Ausbau des Netzes, es sollen 850km an Nord-Süd-Trassen gebaut werden, 80km sind fertig. Der Rest? Der wird bekämpft, denn jetzt gehen (aktuell in Thüringen) die Umweltschützer auf die Barrikaden, weil weitere Strommasten und - leitungen das Landschaftsbild verschandeln. Ich finde es schon witzig, dass hier Umweltschützer gegen Umweltschützer kämpfen. Die einen die den Atomausstieg wollen, die anderen die den Ausbau/Nutzung regenerativer Energie bekämpfen. Lösung? Ausbau der Windkraftanlagen dort, wo der Strom benötigt wird? Auch nicht gewollt, da der Wirkungsgrad im Norden der Republik aufgrund der Meersnähe und der somit vorherrschenden Winde um ein Vielfaches höher ist. Außerdem werden vielerort Windkraftanlagen auch bekämpft, da sie nicht in die Landschaft passen.
Ich finde es echt amüsant, mit welchen Widersprüchen die selbternanneten Umweltschützer sich gegenseitig bekämpfen. Bei allen soll der Strom aus der Steckdose kommen, aber keiner will AKW, Windkraftanlagen und Stromleitungen ... so what. Also doch wieder zurück in die Steinzeit, in Höhlen leben ... dann brauch sich über dieses Thema keiner Gedanken machen. Oder was soll das Ziel der "Umweltschützer" sein?