Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Heute vor 25 Jahren, am 12. Februar 1998, gewann der Aroser Gian Simmen in Nagano Gold im Halfpipe-Bewerb und wurde so zum ersten Halfpipe-Olympiasieger des Snowboardsports.
https://www.youtube.com/watch?v=8h3tTGRgV9o
https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/vi ... 7ebe54edf8
Der Sieg Simmens wurde im Vorfeld nicht unbedingt erwartet und dementsprechend stand ganz Arosa damals Kopf.
https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/v ... a6ff3660ed
Gian Simmen begann erst 1989 im Alter von 12 Jahren mit dem Snowboardsport und baute sich seine Skills praktisch als Autodidakt auf.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... f0c631e2b8
1996 wurde er Schweizer Meister und machte so national erstmals auf sich aufmerksam. Im darauffolgenden Winter berichtete das Schweizer Fernsehen über den Funpark Arosa, zum ersten Mal mit „Gastgeber“ Gian Simmen.
https://www.srf.ch/play/tv/kidz/video/f ... 570c931cd2
Simmens Olympiasieg 1998 hatte zur Folge, dass man in Arosa deutlich stärker auf die Karte Snowboard setzte. Obwohl sich hier dank ein paar jungen einheimischen Pionieren bereits Mitte der 80er-Jahre eine der ersten ernsthaften Snöber-Szenen der Schweiz hatte etablieren können, verpasste man es in jener Zeit seitens der Bergbahnen, Arosa zu einer führenden Schweizer Snowboard-Destination zu entwickeln. Stattdessen überliess man das Feld in den 90ern lieber regionalen Mitbewerbern wie Davos und - etwas später - vor allem Laax. Dieses Versäumnis sollte nun nachträglich korrigiert werden.
Die in den kommenden Jahren unternommenen Anstrengungen gipfelten 2007 mit der Durchführung der FIS-Snowboard-Weltmeisterschaften, die auch medial mit der aktiven Einbindung von Aushängeschild Simmen ein grosser Erfolg waren.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... a02abb49c8
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... 775570dfbb
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... ae727ceb85
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... e9cd2774bd
Rund um die neuerstellte WM-Superpipe am Tschuggen-Nordhang wurde in den folgenden Jahren der nach Laax zweitgrösste Freestyle-Park der Schweiz geschaffen. Hier fanden zunächst weiterhin internationale Wettkämpfe statt, wie etwa der Halfpipe-Weltcupfinal 2011.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... 35d17c007f
Trotz aller Anstrengungen gelang es letztlich nicht, Arosa zu einer nachhaltigen Snowboard-Hochburg aufzubauen. Zu lange dauerte es hier jeweils, bis die grossen Parkelemente - allen voran die Halfpipe - verfügbar waren. Auch marketingtechnisch war man nicht in der Lage, zur grossen Konkurrenz in Laax aufzuschliessen, die das Thema Free- und Lifestyle als „First Mover“ viel konsequenter und professioneller aufzogen. Dementsprechend liess das Interesse der trendorientierten Kids an Arosa als Freestyle-Destination zunehmend nach und die hohen Kosten für den Unterhalt der Parkinfrastruktur liessen sich irgendwann nicht mehr rechtfertigen.
Vor ein paar Jahren wurde daher die Halfpipe still und leise deaktiviert. Auch den Snowpark als solchen hat man inzwischen umstrukturiert und deutlich verkleinert. Die eingesparten Mittel möchte man vermehrt in den neuen medialen Dauerbrenner Skicross investieren, mit dem man sich in den vergangenen Jahren fix im Weltcup-Kalender hat etablieren können. Mit dem bereits beschlossenen und diesen Sommer anstehenden Rückbau der einstigen Vorzeige-Halfpipe geht nun somit die Ära „Gian Simmen“ in Arosa 25 Jahre nach dessen Olympiasieg auch symbolisch definitiv zu Ende.
https://www.youtube.com/watch?v=8h3tTGRgV9o
https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/vi ... 7ebe54edf8
Der Sieg Simmens wurde im Vorfeld nicht unbedingt erwartet und dementsprechend stand ganz Arosa damals Kopf.
https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/v ... a6ff3660ed
Gian Simmen begann erst 1989 im Alter von 12 Jahren mit dem Snowboardsport und baute sich seine Skills praktisch als Autodidakt auf.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... f0c631e2b8
1996 wurde er Schweizer Meister und machte so national erstmals auf sich aufmerksam. Im darauffolgenden Winter berichtete das Schweizer Fernsehen über den Funpark Arosa, zum ersten Mal mit „Gastgeber“ Gian Simmen.
https://www.srf.ch/play/tv/kidz/video/f ... 570c931cd2
Simmens Olympiasieg 1998 hatte zur Folge, dass man in Arosa deutlich stärker auf die Karte Snowboard setzte. Obwohl sich hier dank ein paar jungen einheimischen Pionieren bereits Mitte der 80er-Jahre eine der ersten ernsthaften Snöber-Szenen der Schweiz hatte etablieren können, verpasste man es in jener Zeit seitens der Bergbahnen, Arosa zu einer führenden Schweizer Snowboard-Destination zu entwickeln. Stattdessen überliess man das Feld in den 90ern lieber regionalen Mitbewerbern wie Davos und - etwas später - vor allem Laax. Dieses Versäumnis sollte nun nachträglich korrigiert werden.
Die in den kommenden Jahren unternommenen Anstrengungen gipfelten 2007 mit der Durchführung der FIS-Snowboard-Weltmeisterschaften, die auch medial mit der aktiven Einbindung von Aushängeschild Simmen ein grosser Erfolg waren.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... a02abb49c8
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... 775570dfbb
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... ae727ceb85
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... e9cd2774bd
Rund um die neuerstellte WM-Superpipe am Tschuggen-Nordhang wurde in den folgenden Jahren der nach Laax zweitgrösste Freestyle-Park der Schweiz geschaffen. Hier fanden zunächst weiterhin internationale Wettkämpfe statt, wie etwa der Halfpipe-Weltcupfinal 2011.
https://www.srf.ch/play/tv/sportaktuell ... 35d17c007f
Trotz aller Anstrengungen gelang es letztlich nicht, Arosa zu einer nachhaltigen Snowboard-Hochburg aufzubauen. Zu lange dauerte es hier jeweils, bis die grossen Parkelemente - allen voran die Halfpipe - verfügbar waren. Auch marketingtechnisch war man nicht in der Lage, zur grossen Konkurrenz in Laax aufzuschliessen, die das Thema Free- und Lifestyle als „First Mover“ viel konsequenter und professioneller aufzogen. Dementsprechend liess das Interesse der trendorientierten Kids an Arosa als Freestyle-Destination zunehmend nach und die hohen Kosten für den Unterhalt der Parkinfrastruktur liessen sich irgendwann nicht mehr rechtfertigen.
Vor ein paar Jahren wurde daher die Halfpipe still und leise deaktiviert. Auch den Snowpark als solchen hat man inzwischen umstrukturiert und deutlich verkleinert. Die eingesparten Mittel möchte man vermehrt in den neuen medialen Dauerbrenner Skicross investieren, mit dem man sich in den vergangenen Jahren fix im Weltcup-Kalender hat etablieren können. Mit dem bereits beschlossenen und diesen Sommer anstehenden Rückbau der einstigen Vorzeige-Halfpipe geht nun somit die Ära „Gian Simmen“ in Arosa 25 Jahre nach dessen Olympiasieg auch symbolisch definitiv zu Ende.
Zuletzt geändert von Basalt am 20.05.2024 - 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
Montani Semper Liberi
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Danke für diese Snowboard Zeitreise. Krass wie sich dieser Sport über die Jahre weiterentwickelt hat. Simmen ist ja immer noch dick im Geschäft als TV-Experte und Chef Snowpark in Grindelwald.
Ich meine mich zu erinnern dass die allererste Arosa Halfpipe am Obersäss bei der Carmännahütte stand. Dort gab es Ende der 80er auch erste Snowboard Contests, frühe CH Grössen wie Reto Lamm und Camille Brichet schauten da vorbei. Alles war noch sehr handgestrickt und die Snöberszene eine verschworene kleine Familie.
Ich meine mich zu erinnern dass die allererste Arosa Halfpipe am Obersäss bei der Carmännahütte stand. Dort gab es Ende der 80er auch erste Snowboard Contests, frühe CH Grössen wie Reto Lamm und Camille Brichet schauten da vorbei. Alles war noch sehr handgestrickt und die Snöberszene eine verschworene kleine Familie.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Warum denn eigentl? Kostenthema?Basalt hat geschrieben: 12.02.2023 - 21:09 Obwohl sich hier dank ein paar jungen einheimischen Pionieren bereits Mitte der 80er-Jahre eine der ersten ernsthaften Snöber-Szenen der Schweiz hatte etablieren können, verpasste man es in jener Zeit seitens der Bergbahnen, Arosa zu einer führenden Schweizer Snowboard-Destination zu entwickeln. Stattdessen überliess man das Feld in den 90ern lieber regionalen Mitbewerbern wie Davos und - etwas später - vor allem Laax.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Das Problem war, dass die Führung der AVB das Potenzial des damals neuen Sports zunächst nicht erkannte. Man hielt die jungen „Schaltafelfahrer“ bloss für eine kurzfristige Modeerscheinung. Daher transportierte man die Snöber im Skigebiet zunächst gar nicht, dann nur mit LAW und LAH, später dann zusätzlich auf den Sesselbahnen. Die Schlepplifte waren hingegen noch längere Zeit Tabu. Erst als Davos als erste Destination in Graubünden alle Anlagen auch für Snowboards freigegeben und eine permanente Halfpipe am Bolgen eingerichtet hatte, zog man auch in Arosa nach.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Vor 50 Jahren wurde in Arosa ein Nachtfahrverbot für Motorfahrzeuge eingeführt. Hintergrund war eine in den vorangegangenen Monaten bei den Gästen durchgeführte Umfrage. Die Hauptkritikpunkte der Touristen betrafen vor allem den Autoverkehr und den Baulärm, im Winter zudem die Benützung der Wanderwege durch die Skifahrer. Der Gemeinderat reagierte und verordnete kurzfristig das Nachtfahrverbot, was nicht nur bei Gästen auf ein überwiegend positives Echo stiess.
Allerdings gab es im Dorf auch negative Reaktionen auf die Neuerung, wie ein zeitgenössisches TV-Interview mit Apotheker, Gemeinde- und Skiclubpräsident Hermann Ambühl, Hotelier Ernst Traber (Hof Maran) und Gemeindepolizist Arnold Nievergelt zeigt.
https://www.srf.ch/play/tv/antenne/vide ... a310c92edb
Die damals in Aussicht gestellte Realisierung eines gänzlich autofreien Arosa nach dem Vorbild von Zermatt und Saas-Fee kam jedoch nicht zustande, zu gross war der Widerstand im langgezogenen und beträchtlichen Höhendifferenzen aufweisenden Kurort. Das Nachtfahrtverbot blieb hingegen bis heute bestehen, auch wenn es im Laufe der Zeit um eine Stunde (ab 24:00 Uhr statt 23:00 Uhr) reduziert wurde.
Allerdings gab es im Dorf auch negative Reaktionen auf die Neuerung, wie ein zeitgenössisches TV-Interview mit Apotheker, Gemeinde- und Skiclubpräsident Hermann Ambühl, Hotelier Ernst Traber (Hof Maran) und Gemeindepolizist Arnold Nievergelt zeigt.
https://www.srf.ch/play/tv/antenne/vide ... a310c92edb
Die damals in Aussicht gestellte Realisierung eines gänzlich autofreien Arosa nach dem Vorbild von Zermatt und Saas-Fee kam jedoch nicht zustande, zu gross war der Widerstand im langgezogenen und beträchtlichen Höhendifferenzen aufweisenden Kurort. Das Nachtfahrtverbot blieb hingegen bis heute bestehen, auch wenn es im Laufe der Zeit um eine Stunde (ab 24:00 Uhr statt 23:00 Uhr) reduziert wurde.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Während sich die heutige Jugend vor allem mit der Klimaerwärmung beschäftigt, war vor 30 Jahren die zunehmende FCKW-verursachte Schwächung der Ozonschicht in der unteren Stratosphäre das Top-Umweltanliegen. Das Schweizer Fernsehen beleuchtete das Thema damals anhand der seit 1926 bestehenden Ozon-Messreihe des Lichtklimatischen Observatiorums Arosa, der ältesten weltweit.
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... 120391e451
Mit Anneliese Schmid von der damaligen Skihalle Kulm, Noldi Heiz, heute langjähriger Skischulleiter und Gemeinderat (damals noch ein gut 30-jähriger junger „Skilehrer-Schnuuz" aus Flawil SG) sowie die Landwirte Chlas und Therese Engel aus Litzirüti und Hans Mettier aus Langwies meldeten sich im Beitrag auch einige Einheimische zu Wort.
Seit 2019 wird die vom deutschen Physiker Paul Götz begründete Messreihe - insbesondere aus finanziellen Gründen - nun allerdings in Davos fortgeführt, dies offenbar zum „Leidwesen“ von gewissen Aroser (Eishockey-)Exponenten.
https://www.tagesanzeiger.ch/ein-stueck ... 3930899627
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... 120391e451
Mit Anneliese Schmid von der damaligen Skihalle Kulm, Noldi Heiz, heute langjähriger Skischulleiter und Gemeinderat (damals noch ein gut 30-jähriger junger „Skilehrer-Schnuuz" aus Flawil SG) sowie die Landwirte Chlas und Therese Engel aus Litzirüti und Hans Mettier aus Langwies meldeten sich im Beitrag auch einige Einheimische zu Wort.
Seit 2019 wird die vom deutschen Physiker Paul Götz begründete Messreihe - insbesondere aus finanziellen Gründen - nun allerdings in Davos fortgeführt, dies offenbar zum „Leidwesen“ von gewissen Aroser (Eishockey-)Exponenten.
https://www.tagesanzeiger.ch/ein-stueck ... 3930899627
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Vor 5 Jahren, am 4. Juli 2018, traf mit mit Napa, dem letzten serbischen Zirkusbären, der erste Bewohner im Arosa Bärenland ein.
https://www.youtube.com/watch?v=bj9KetVThdw
https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/v ... d3ddcf1238
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Intressanter Artikel im Tagi über den Tourismus Pionier Otto Herwig. https://www.tagesanzeiger.ch/der-mann-d ... 6708680754
398712+436512=447212
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Heute vor 20 Jahren erreichte der legendäre Hitzesommer 2003 seinen Höhepunkt. Am 11. August 2003 wurde in Grono GR mit 41,5 °C die bis heute höchste Temperatur der Schweiz seit Messbeginn registriert. Die Nachfrage nach hitzefreien Plätzchen war den ganzen Sommer über enorm. Umso mehr erstaunt es, dass die meisten Schweizer Ferienorte damals rückläufige Logiernächte zu verzeichnen hatten. Nicht so Arosa. Hier wurde 2003 mit der „Arosa Card“ erstmals im Alpenbogen ein wirklich umfassendes Pauschal-Angebot für Sommergäste lanciert, von dem sowohl Übernachtungsgäste wie auch Tagestouristen - letztere mittels preisgünstigem Tagespass für 8 Franken - profitieren konnten.
Initiator von www.all-inclusive.ch war der damalige Kurdirektor Hans-Kaspar Schwarzenbach. Dem jungdynamischen Mittdreissiger war es trotz anfänglichem Widerstand gelungen, alle relevanten Aroser Leistungsträger vom neuartigen Konzept zu überzeugen. Schon im ersten Sommer konnten die Übernachtungszahlen um 14,9 % gesteigert werden, wobei natürlich auch die landesweit enormen Temperaturen manch einen in die angenehm kühle Schanfigger Bergwelt trieben. Die Neuerung war dermassen erfolgreich, dass es noch im gleichen Jahr mit dem Schweizer Tourimuspreis „Milestone“ ausgezeichnet und in der Folge von diversen Mitbewerbern kopiert wurde.
Die „Arosa Card“ bzw. das All-Inclusive Freizeitangebot ist bis heute ein fester Bestandteil der Aroser Sommersaison, wenn auch in weiterentwickelter Form. Der während seiner Zeit im Schanfigg mehrfach ausgezeichnete Schwarzenbach blieb noch bis Juli 2008 Tourismusdirektor von Arosa, bevor er in der gleichen Funktion für kurze Zeit nach Davos wechselte und später über sechs Jahre lang als Direktor für Sedrun-Disentis Tourismus wirkte.
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... af8a092e7f
https://www.swissinfo.ch/ger/arosa--das ... e-/3975952
Initiator von www.all-inclusive.ch war der damalige Kurdirektor Hans-Kaspar Schwarzenbach. Dem jungdynamischen Mittdreissiger war es trotz anfänglichem Widerstand gelungen, alle relevanten Aroser Leistungsträger vom neuartigen Konzept zu überzeugen. Schon im ersten Sommer konnten die Übernachtungszahlen um 14,9 % gesteigert werden, wobei natürlich auch die landesweit enormen Temperaturen manch einen in die angenehm kühle Schanfigger Bergwelt trieben. Die Neuerung war dermassen erfolgreich, dass es noch im gleichen Jahr mit dem Schweizer Tourimuspreis „Milestone“ ausgezeichnet und in der Folge von diversen Mitbewerbern kopiert wurde.
Die „Arosa Card“ bzw. das All-Inclusive Freizeitangebot ist bis heute ein fester Bestandteil der Aroser Sommersaison, wenn auch in weiterentwickelter Form. Der während seiner Zeit im Schanfigg mehrfach ausgezeichnete Schwarzenbach blieb noch bis Juli 2008 Tourismusdirektor von Arosa, bevor er in der gleichen Funktion für kurze Zeit nach Davos wechselte und später über sechs Jahre lang als Direktor für Sedrun-Disentis Tourismus wirkte.
https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktu ... af8a092e7f
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Vor genau 35 Jahren, am 6. Dezember 1988, wurde in Arosa ein neues Buskonzept für den öffentlichen Nahverkehr eingeführt. Bestandteile der zukunftsträchtigen Neuerung waren die Anschaffung von vier hochmodernen Neoplan-Niederflurbussen, ein attraktiverer Fahrplan auf zwei unterschiedlichen Linien sowie die Abschaffung der Benutzungsgebühr für die Fahrgäste („Gratis Bus“). Die bisherigen Busbetreiber, Hans und Erich Pfosi aus Chur, wurden beibehalten.
Gemäss dem mit der Trägerschaft ausgehandelten Vertrag wurden die jährlichen Kosten von rund 750’000 Franken zu 47.14% von den Bergbahnen (AVB), zu 27.86 % von der Gemeinde Arosa und zu 25 % vom Kurverein Arosa übernommen. In einer Urnenabstimmung stimmten 478 Stimmberechtigte für und 116 gegen das neue Ortsbuskonzept. Aus Kostengründen konnten allerdings nicht alle Wünsche umgesetzt werden: Die zusätzliche Buslinie Mühliboda - Kursaal - Prätschlistrasse - Sonnenbergstrasse - Kulm wurde „einstweilen zurückgestellt“ (und bis heute nicht realisiert). Hingegen werden seither auch die Hörnli-Bahn, der Bahnhof und der Untersee ganzjährig gratis bedient.
https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?ur ... 534439893e
Gemäss dem mit der Trägerschaft ausgehandelten Vertrag wurden die jährlichen Kosten von rund 750’000 Franken zu 47.14% von den Bergbahnen (AVB), zu 27.86 % von der Gemeinde Arosa und zu 25 % vom Kurverein Arosa übernommen. In einer Urnenabstimmung stimmten 478 Stimmberechtigte für und 116 gegen das neue Ortsbuskonzept. Aus Kostengründen konnten allerdings nicht alle Wünsche umgesetzt werden: Die zusätzliche Buslinie Mühliboda - Kursaal - Prätschlistrasse - Sonnenbergstrasse - Kulm wurde „einstweilen zurückgestellt“ (und bis heute nicht realisiert). Hingegen werden seither auch die Hörnli-Bahn, der Bahnhof und der Untersee ganzjährig gratis bedient.
https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?ur ... 534439893e
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100 Jahre Hörnlihütte Arosa
Morgen Samstag feiert der Skiclub Arosa das 100-jährige Bestehen der Hörnlihütte. Die auf dem höchsten Punkt des Hörnligrats stehende Clubhütte wurde am 9. Dezember 1923 eingeweiht. Aus diesem Grund begrüsst die Hörnlihütte morgen ihre Gäste wie vor 100 Jahren und bietet im Rahmen des Jubiläums die gleiche Karte mit denselben Preisen wie vor 100 Jahren an. Dazu gibts passende musikalische Unterhaltung.
Der zum Zeitpunkt des Hüttenbaus amtierende Clubpräsident Fritz Maron berichtete in der Jubiläumsschrift „50 Jahre Ski Club Arosa, 1903 - 1953“ folgendes:
„Im Winter 1922/23 befasste sich der Vorstand des Skiclubs mit dem Bau dieser Hütte. An einem Aprilmorgen fanden sich einige Clubmitglieder auf dem Hörnligrat ein. Sie sollten den Bauplatz bestimmen, kannten jedoch den Besitzer des Bodens nicht. Chur? Alp Urden? Tschiertschen? Chur bewilligte den Bau. Im Laufe des Sommers fuhr man das Bauholz bis an die grossen Steine unterhalb des Hörnlisteins. Vor dort aus musste es bis zum Bauplatz getragen werden. Bis zu 50 Personen, auch grössere Schulbuben, beteiligten sich an den Transporten. Am 24. September war die Hütte bereits unter Dach, am 9. Dezember wurde sie eingeweiht. Die Hütte bestand aus einem Raum mit Kochnische, einer Treppe in den Dachstock, wo sich eine kleine Schlafmöglichkeit befand. Durch ein mit einem Klappdeckel versehenen Loch konnte man gar in einen Keller hinuntersteigen. Ein etwas dicklicher Gast, der den Kellner spielen wollte, versuchte es, konnte jedoch anschliessend nur mit allen Tricks der Anwesenden wieder aus dem Keller befreit werden. Die Geldbeschaffung lag in den Händen von Präsident Fritz Maron, Kassier Hans Müller und Hüttenchef Thomi Meisser. Die drei gingen von Haus zu Haus auf den Bettel und fanden unerwartetes Interesse. Am zweiten Tag nahmen wir uns vor, alle Restaurants zu besuchen. Damit wir auch Abends noch gut zu Fuss sein würden, tranken wir vorsichtshalber überall nur Kaffee. Anderntags beklagten wir uns alle der Schlaflosigkeit.“
Allerdings gab es auch Kritik am Hüttenplatz: „Zu weit oben“, „zu ausgesetzt“, „nach links und rechts fallen die Hänge in die Tiefe“, „das Vordach ist zu klein“ etc. Doch die zunächst kleine Holzhütte überstand Herbsstürme von kaum erlebter Wucht. Es wurde ihr dabei „kein Haar gekrümmt“, nicht eine Schindel wurde vom Dach gerissen.
Die Hütte kostete samt Mobilien, Wegbau und Transporten Fr. 9’150.—. Für Fr. 6’700.— waren Ansteilsscheine gezeichnet worden. Der erste Hüttenwart war Toni Jörimann (später Elektriker beim Elektrizitätswerk Arosa), unterstützt von Fluri Arpagaus, dem Erbauer des Hotels Erzhorn.
Die Hörnlihütte, die erst seit 1945 mit einer Seilbahn erreichbar ist, wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach ausgebaut und erneuert. Die nächste Erweiterung wird voraussichtlich 2024 stattfinden. Von 1923 bis 1973 wurde die Hörnlihütte von verschiedenen Hüttenwarten betreut. Ab 1973 stellte der Skiclub jeweils Geranten bzw. Gerantenpaar ein. Seit dem Herbst 2014 ist Hitsch Leu Pächter der Hörnlihütte auf eigene Rechnung.
1930 baute der Skiclub übrigens noch eine zweite Skihütte, die Weisshornsattelhütte. Auch diese wurde während 40 Jahren von Hüttenwarten betreut. Nachdem die Bergbahnen 1970 die Sesselbahn Brüggerhorn gebaut hatten, wurde die Sattelhütte 1971 an die AVB verkauft und von dieser umfassend modernisiert. Die alte Clubstube mit ihren umfangreichen historischen Trouvaillen blieb glücklicherweise weitgehend im Originalzustand erhalten.
Videos:
Hörnlihütte 1933
https://web.archive.org/web/20141227200 ... fe-rauchen
Der fast 2,7 km lange Skilift Hörnli 1945
https://www.youtube.com/watch?v=WyDuvWjr66E
Hörnlihütte 1957
https://web.archive.org/web/20140811053 ... intersport
Hörnlihütte 1968 mit alter Hörnlibahn
https://web.archive.org/web/20140811053 ... l-seilbahn
Bilder:
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38398.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 60953.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 01478.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 27609.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 95040.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 95042.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 49413.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24784.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24812.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24781.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24814.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24780.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24811.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24808.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24815.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 66338.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24813.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38244.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 30525.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38241.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 71234.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 48596.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 06112.html
Der zum Zeitpunkt des Hüttenbaus amtierende Clubpräsident Fritz Maron berichtete in der Jubiläumsschrift „50 Jahre Ski Club Arosa, 1903 - 1953“ folgendes:
„Im Winter 1922/23 befasste sich der Vorstand des Skiclubs mit dem Bau dieser Hütte. An einem Aprilmorgen fanden sich einige Clubmitglieder auf dem Hörnligrat ein. Sie sollten den Bauplatz bestimmen, kannten jedoch den Besitzer des Bodens nicht. Chur? Alp Urden? Tschiertschen? Chur bewilligte den Bau. Im Laufe des Sommers fuhr man das Bauholz bis an die grossen Steine unterhalb des Hörnlisteins. Vor dort aus musste es bis zum Bauplatz getragen werden. Bis zu 50 Personen, auch grössere Schulbuben, beteiligten sich an den Transporten. Am 24. September war die Hütte bereits unter Dach, am 9. Dezember wurde sie eingeweiht. Die Hütte bestand aus einem Raum mit Kochnische, einer Treppe in den Dachstock, wo sich eine kleine Schlafmöglichkeit befand. Durch ein mit einem Klappdeckel versehenen Loch konnte man gar in einen Keller hinuntersteigen. Ein etwas dicklicher Gast, der den Kellner spielen wollte, versuchte es, konnte jedoch anschliessend nur mit allen Tricks der Anwesenden wieder aus dem Keller befreit werden. Die Geldbeschaffung lag in den Händen von Präsident Fritz Maron, Kassier Hans Müller und Hüttenchef Thomi Meisser. Die drei gingen von Haus zu Haus auf den Bettel und fanden unerwartetes Interesse. Am zweiten Tag nahmen wir uns vor, alle Restaurants zu besuchen. Damit wir auch Abends noch gut zu Fuss sein würden, tranken wir vorsichtshalber überall nur Kaffee. Anderntags beklagten wir uns alle der Schlaflosigkeit.“
Allerdings gab es auch Kritik am Hüttenplatz: „Zu weit oben“, „zu ausgesetzt“, „nach links und rechts fallen die Hänge in die Tiefe“, „das Vordach ist zu klein“ etc. Doch die zunächst kleine Holzhütte überstand Herbsstürme von kaum erlebter Wucht. Es wurde ihr dabei „kein Haar gekrümmt“, nicht eine Schindel wurde vom Dach gerissen.
Die Hütte kostete samt Mobilien, Wegbau und Transporten Fr. 9’150.—. Für Fr. 6’700.— waren Ansteilsscheine gezeichnet worden. Der erste Hüttenwart war Toni Jörimann (später Elektriker beim Elektrizitätswerk Arosa), unterstützt von Fluri Arpagaus, dem Erbauer des Hotels Erzhorn.
Die Hörnlihütte, die erst seit 1945 mit einer Seilbahn erreichbar ist, wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach ausgebaut und erneuert. Die nächste Erweiterung wird voraussichtlich 2024 stattfinden. Von 1923 bis 1973 wurde die Hörnlihütte von verschiedenen Hüttenwarten betreut. Ab 1973 stellte der Skiclub jeweils Geranten bzw. Gerantenpaar ein. Seit dem Herbst 2014 ist Hitsch Leu Pächter der Hörnlihütte auf eigene Rechnung.
1930 baute der Skiclub übrigens noch eine zweite Skihütte, die Weisshornsattelhütte. Auch diese wurde während 40 Jahren von Hüttenwarten betreut. Nachdem die Bergbahnen 1970 die Sesselbahn Brüggerhorn gebaut hatten, wurde die Sattelhütte 1971 an die AVB verkauft und von dieser umfassend modernisiert. Die alte Clubstube mit ihren umfangreichen historischen Trouvaillen blieb glücklicherweise weitgehend im Originalzustand erhalten.
Videos:
Hörnlihütte 1933
https://web.archive.org/web/20141227200 ... fe-rauchen
Der fast 2,7 km lange Skilift Hörnli 1945
https://www.youtube.com/watch?v=WyDuvWjr66E
Hörnlihütte 1957
https://web.archive.org/web/20140811053 ... intersport
Hörnlihütte 1968 mit alter Hörnlibahn
https://web.archive.org/web/20140811053 ... l-seilbahn
Bilder:
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38398.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 60953.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 01478.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 27609.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 95040.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 95042.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 49413.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24784.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24812.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24781.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24814.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24780.html
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https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24808.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24815.html
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https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 24813.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38244.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 30525.html
https://www.e-pics.ethz.ch/index/ETHBIB ... 38241.html
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Montani Semper Liberi
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Merssi für den Hinweis und den histor Rückbilck. Da schaun wir heut mal vorbei.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Tschiertschen feiert diesen Winter die Gründung seines Skiakrobatik-Teams vor 50 Jahren mit einer Ausstellung im Bergrestaurant Hühnerköpfe.Basalt hat geschrieben: 21.01.2022 - 11:27 Nur noch wenigen ist heute bekannt, dass Tschiertschen von den 70er bis in die 90er-Jahre hinein eine absolute Skiakrobatik-Hochburg war. Zahlreiche Athleten des Skiakrobatik-Teams Tschiertschen erreichten sportliche Erfolge. Das bekannteste Aushängeschild war zunächst die Ausnahmekönnerin Mia Engi. Die gelernte Fotolaborantin, Skilehrerin und Globetrotterin war als lokale Wegbereiterin 1975, 1978 und 1979 Hot-Dog-Weltmeisterin. Franco Zanolari wurde 1976 Schweizer Meister und fuhr 1979 zum Europa- und Vize-Weltmeister in der Disziplin Hot-Dog und erreichte an diversen Europa- und Weltcup-Wettkämpfen Spitzenplätze. Der im Jet-Set-Look startende Ruedi Niggli war unter anderem mehrmals Schweizer Meister im Ballett, in Sprung-Wettbewerben sowie in der Kombination. Auch an Europacup-Einsätzen war er erfolgreich. Als Krönung wurde er 1974/75 mit dem Titel «Vize-Hot-Dogger of Europe» ausgezeichnet. Heini Baumgartner war der letzte erfolgreiche Aktive des Skiakrobatik-Teams Tschiertschen: Im Weltcup gewann er 13 Einzelbewerbe (48 Podestplätze), war Disziplinen-Weltcupsieger 1995/96 im Ballett (Acro), zweimal Dritter im Gesamtweltcup sowie WM-Dritter 1995, 1997 und 1999.
https://www.suedostschweiz.ch/zeitung/t ... re-zurueck
Vor fast genau 40 Jahren, im März 1982, stellte das Tschiertscher Skiakrobatik-Team mit externer Verstärkung am Zalauser Hang in Tschiertschen einen neuen Weltrekord auf, indem 30 Skifahrer gleichzeitig Hand in Hand einen Rückwärtssalto vorführten. Der Synchronsprung fand Eingang im Guiness-Buch der Rekorde und wurde vom Schweizer Fernsehen medial begleitet.
https://www.srf.ch/play/tv/karussell/vi ... d58ac84778
https://www.huehnerkoepfe.ch/news
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Heute vor 10 Jahren, am 18. Januar 2014, wurde die von Steurer Seilbahnen gebaute Urdenbahn zwischen dem Hörnligrat und dem Urdenfürggli offiziell eröffnet und damit die langersehnte Skigebietsverbindung Arosa - Lenzerheide Realität. Vorausgegangen waren jahrelange Planungen und unvorhergesehene Verzögerungen beim Bau.
Mit der Inbetriebnahme der bis heute schnellsten Pendelbahn der Schweiz begann in den zuvor separaten Skigebieten von Arosa und Lenzerheide eine neue Zeitrechnung, die in den vergangenen 10 Jahren hüben und drüben den erhofften Gäste- und Innovationsschub mit sich brachte.
https://www.youtube.com/watch?v=03QvPMFNfW4
https://www.youtube.com/watch?v=NWxesqs26XE
https://www.htr.ch/edition-francaise/ar ... 98cc3498f2
https://www.steurer-seilbahnen.com/site ... peak03.pdf
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
10 Jahre, unglaubl wie schnell die Zeit vergeht. Die neue Urdenbahn war für uns der Grund nach vielen vielen Jahren wieder mal in Arosa Skizufahren. Und schliesslich, auch dank der winterfreundlichen Höhenlage, hier zweitheimisch geworden sind. Ohne Verbindung hätte die ganze Region langfr weiter stagniert und würd heute ganz anderst dastehn. Für mich ein Paradebeispiel wie man im 21. Jhd. Tourismus in der Schweiz nachhaltig weiterentwicklen und für nächste Generationen erhalten kann.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Ein neues, kurzweiliges watson-Portrait über die Aroser Wintersport-Legende Roger Staub.
https://www.watson.ch/sport/wintersport ... -aus-arosa
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Hier ein seltenes Bild des Skilifts Plattenhorn vom 8. März 1971 (zum Vergrössern Bild-Link in neuem Tab/Fenster öffnen). Der gut 1,4 km lange Plattenhornlift wurde 1966 gebaut und stammte vom Hersteller Oehler in Aarau. Die Piste vom Hörnli zur Carmennahütte kreuzte den Skilift genau am Carmennaegg. Zur Zeit dieser Aufnahme fuhr man noch bis in die lawinenexponierte Endstation hinein, wo ein Seilscheibenausstieg samt Abbügler auf die Skifahrer wartete.
Bei der letzten auf diesem Bild sichtbaren Liftstütze Nr. 13 befand sich ein improvisiertes Liftlerhäuschen. Diese Stelle wurde bei Lawinengefahr als vorzeitiger Ausstiegspunkt gebraucht. Ende der 70er-Jahre wurde die unmittelbar vor der Bergstation stehende Stütze Nr. 14 etwa auf die höhe des drittletzten hier sichtbaren Liftfahrerpaars herunter versetzt, wo man mittels Terrainaufschüttung einen neuen permanenten Abbügelplatz einrichtete. Der Zwischenausstieg bei Lawinengefahr befand sich ab dann auf der Höhe der Niederhaltestütze Nr. 12. Beim Ersatz des Skilifts durch die heutige Sesselbahn 2002 verlegte man die Bergstation nach links, direkt an den Fuss des Hauptgipfel-Ostgrats, wo sie deutlich lawinengeschützter steht. Die Skipiste mitte-links im Vordergrund wurde heuer seit längerem wieder einmal präpariert.
Bei der letzten auf diesem Bild sichtbaren Liftstütze Nr. 13 befand sich ein improvisiertes Liftlerhäuschen. Diese Stelle wurde bei Lawinengefahr als vorzeitiger Ausstiegspunkt gebraucht. Ende der 70er-Jahre wurde die unmittelbar vor der Bergstation stehende Stütze Nr. 14 etwa auf die höhe des drittletzten hier sichtbaren Liftfahrerpaars herunter versetzt, wo man mittels Terrainaufschüttung einen neuen permanenten Abbügelplatz einrichtete. Der Zwischenausstieg bei Lawinengefahr befand sich ab dann auf der Höhe der Niederhaltestütze Nr. 12. Beim Ersatz des Skilifts durch die heutige Sesselbahn 2002 verlegte man die Bergstation nach links, direkt an den Fuss des Hauptgipfel-Ostgrats, wo sie deutlich lawinengeschützter steht. Die Skipiste mitte-links im Vordergrund wurde heuer seit längerem wieder einmal präpariert.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Danke für das Bild!
Gewagtes Konzept, bei Lawinengefahr den Ausstieg vorzuverlegen und den Lift weiterlaufen zu lassen. Wird halt keiner direkt verschüttet, aber so ganz wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, gerade mit einem SL unterwegs zu sein, dessen Bergstation von einer Lawine abgeräumt wird. Bei einem Sessel freilich noch kribbeliger, aber trotzdem aus heutiger Sicht wohl undenkbar.
Gewagtes Konzept, bei Lawinengefahr den Ausstieg vorzuverlegen und den Lift weiterlaufen zu lassen. Wird halt keiner direkt verschüttet, aber so ganz wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, gerade mit einem SL unterwegs zu sein, dessen Bergstation von einer Lawine abgeräumt wird. Bei einem Sessel freilich noch kribbeliger, aber trotzdem aus heutiger Sicht wohl undenkbar.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
In den 80er arbeitete ich mal einen Winter in Arosa bei den Bergbahnen, als Joker hin und wieder auch mit Einsätzen am Plattenhorn/Obersäss. Die Gefährdung der Plattenhorn Bergstation kann ich bestätigen. Die stand eigentlich völlig am falschen Ort. Damals hiess es, die Plattenhornlawine sei schon oft sehr sehr nahe gekommen, habe aber noch nie grössere Schäden angerichtet. Bei der Endstation der SB Obersäss gab es eine permanente Liftlerbude. Wenn bei Lawinenstufe 3 oder höher der Skiliftausstieg Plattenhorn verkürzt wurde, hatten wir vom Obersäss Berg aus auch den Schlepplift zu überwachen. Da musste man je nach Andrang schon ziemlich auf Zack sein.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Echt jetzt? Warst du der mit den schwarzen Rastalocken?Weisshorn hat geschrieben: 24.04.2024 - 19:12 In den 80er arbeitete ich mal einen Winter in Arosa bei den Bergbahnen, als Joker hin und wieder auch mit Einsätzen am Plattenhorn/Obersäss.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Gestern Abend wurden die ZSC Lions im Entscheidungsspiel gegen den HC Lausanne zum 10. Mal Schweizer Eishockeymeister und verdrängten damit den 9-fachen Meister EHC Arosa in der ewigen Bestenliste vom Podest. Das nachfolgende historische Bild zeigt die Zürcher Mannschaft 1950 auf der offenen Eisbahn in Arosa vor einem Meisterschaftsspiel gegen die Lokalmatadoren. Der Zürcher Schlittschuhclub (ZSC) war damals bereits 2-facher Meister und die Aroser starteten gerade ihre 7 Jahre währende nationale Dominanz.
https://img.nzz.ch/2024/04/30/75ed0ec3- ... 5f61d.jpeg
Beim Spieler ganz links handelt es sich übrigens um Heini Lohrer, Aroser in Diensten des ZSC, der nur ein paar Meter dahinter im Chalet/Confiserie Lohrer (später Hotel Carmenna, heute Hotel AVES) aufgewachsen war. Man erkennt einen Teil des Schriftzugs "Tea Room" der Confisierie Lohrer. Am linken Bildrand sieht man zudem die Schneise im Tschuggenwald mit dem alten Constam-Skilift Bahnhof - Tschuggen von 1938. Die Luftseilbahn Arosa - Weisshorn existierte damals noch nicht.
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Beim Spieler ganz links handelt es sich übrigens um Heini Lohrer, Aroser in Diensten des ZSC, der nur ein paar Meter dahinter im Chalet/Confiserie Lohrer (später Hotel Carmenna, heute Hotel AVES) aufgewachsen war. Man erkennt einen Teil des Schriftzugs "Tea Room" der Confisierie Lohrer. Am linken Bildrand sieht man zudem die Schneise im Tschuggenwald mit dem alten Constam-Skilift Bahnhof - Tschuggen von 1938. Die Luftseilbahn Arosa - Weisshorn existierte damals noch nicht.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Das Bergrestaurant Jochalp zwischen Tschiertschen und Churwalden ist schon seit einigen Jahren geschlossen. Der Tschiertscher Historiker Georg Jäger befasste sich daher kürzlich in der Aroser Zeitung mit den geschichtlichen Aspekten dieses hüben wie drüben beliebten Aussichtspunkts und machte sich Gedanken für eine künftige touristische Nutzung dieser Baute. Nachfolgend ein paar Auszüge aus seinem Bericht:
„Seit 1934 steht auf der Jochalp ein Bergrestaurant, erbaut vom Appenzeller Anton Schiess (1903–1991). Nachdem der Erbauer selber nicht mehr als Wirt tätig gewesen war, verpachtete er die «Jochhütte» und verkaufte sie schliesslich Anfang der 1960er-Jahre. Die Qualität der Pächter in den letzten Betriebsjahren war unterschiedlich. Folge davon: Das einst beliebte Bergrestaurant ist seit mehreren Jahren geschlossen. Aber möglicherweise erscheint nun etwas Licht am Horizont.
Das Joch könnte für einen «sanften», naturnahen Tourismus wieder mehr Bedeutung erlangen. Neben seiner besonders spektakulären Aussichtslage bietet sich das Joch das ganze Jahr an als «Komplementärraum» zum stark frequentierten Tourismus der Lenzerheide: als bequemes Ziel für Bergwanderungen auf landschaftlich schönen Wegen, geeignet auch für die ältere Generation und seit mehreren Jahren auch als Verbindung von Lenzerheide nach Arosa für Gelegenheitsbikerinnen und -biker. Ein Winter-Wanderweg von den Hühnerköpfen aus bis Parpan wurde ebenfalls eine kurze Zeit lang angeboten. Heute – ohne Restaurant – wird er auf der Lenzerheider Seite leider nicht mehr geöffnet.
Das Problem ist folgendes: Das Restaurant gehört seit Jahren einem französischen Besitzer, der in Nordafrika lebt. Die Gemeinde Churwalden, auf deren Gebiet die Liegenschaft steht, macht seit Jahren Auflagen zur Sanierung des Hauses. Bisher ist nichts geschehen. Was der Eigentümer, der das Haus einst als Ferienhaus «umnutzen» wollte, genau beabsichtigt, ist noch offen. Nach Auskunft der Gemeinde hat er jüngst signalisiert, die Reparaturen und Investitionen, die ihm die Gemeinde und die kantonalen Behörden vorschreiben, gelegentlich auszuführen. Vielleicht ist im kommenden Sommer eine – wenigstens befristete – «Pop-up-Gastronomie» wieder möglich. In Tschiertschen und in Churwalden haben sich inzwischen Interessenten gemeldet, die das Bergrestaurant kaufen möchten. Das gibt Anlass zu leiser Hoffnung für die Zukunft.“
Übrigens publizierte Dr. med. Nicola Gentscho Markoff-Gräflin aus Churwalden, früherer Chefarzt am Kantonsspital Graubünden, 1990 posthum die lesenswerte Broschüre «Das Churer Joch» als Hommage an seinen bevorzugten Aussichtsberg.
„Seit 1934 steht auf der Jochalp ein Bergrestaurant, erbaut vom Appenzeller Anton Schiess (1903–1991). Nachdem der Erbauer selber nicht mehr als Wirt tätig gewesen war, verpachtete er die «Jochhütte» und verkaufte sie schliesslich Anfang der 1960er-Jahre. Die Qualität der Pächter in den letzten Betriebsjahren war unterschiedlich. Folge davon: Das einst beliebte Bergrestaurant ist seit mehreren Jahren geschlossen. Aber möglicherweise erscheint nun etwas Licht am Horizont.
Das Joch könnte für einen «sanften», naturnahen Tourismus wieder mehr Bedeutung erlangen. Neben seiner besonders spektakulären Aussichtslage bietet sich das Joch das ganze Jahr an als «Komplementärraum» zum stark frequentierten Tourismus der Lenzerheide: als bequemes Ziel für Bergwanderungen auf landschaftlich schönen Wegen, geeignet auch für die ältere Generation und seit mehreren Jahren auch als Verbindung von Lenzerheide nach Arosa für Gelegenheitsbikerinnen und -biker. Ein Winter-Wanderweg von den Hühnerköpfen aus bis Parpan wurde ebenfalls eine kurze Zeit lang angeboten. Heute – ohne Restaurant – wird er auf der Lenzerheider Seite leider nicht mehr geöffnet.
Das Problem ist folgendes: Das Restaurant gehört seit Jahren einem französischen Besitzer, der in Nordafrika lebt. Die Gemeinde Churwalden, auf deren Gebiet die Liegenschaft steht, macht seit Jahren Auflagen zur Sanierung des Hauses. Bisher ist nichts geschehen. Was der Eigentümer, der das Haus einst als Ferienhaus «umnutzen» wollte, genau beabsichtigt, ist noch offen. Nach Auskunft der Gemeinde hat er jüngst signalisiert, die Reparaturen und Investitionen, die ihm die Gemeinde und die kantonalen Behörden vorschreiben, gelegentlich auszuführen. Vielleicht ist im kommenden Sommer eine – wenigstens befristete – «Pop-up-Gastronomie» wieder möglich. In Tschiertschen und in Churwalden haben sich inzwischen Interessenten gemeldet, die das Bergrestaurant kaufen möchten. Das gibt Anlass zu leiser Hoffnung für die Zukunft.“
Übrigens publizierte Dr. med. Nicola Gentscho Markoff-Gräflin aus Churwalden, früherer Chefarzt am Kantonsspital Graubünden, 1990 posthum die lesenswerte Broschüre «Das Churer Joch» als Hommage an seinen bevorzugten Aussichtsberg.
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Ich bin noch auf das folgende Swissair-Luftbild vom 21. Februar 1979 gestossen mit dem erwähnten Liftlerhäuschen bei der Bergstation der im Sommer 1978 gebauten SB Obersäss. Diese wurde gebraucht vom Skigebiet Lagalb übernommen, wo sie 1970 errichtet und mehr als dreimal so lang gewesen war (zum Vergrössern in neuem Tab/Fenster öffnen):Weisshorn hat geschrieben: 24.04.2024 - 19:12 Bei der Endstation der SB Obersäss gab es eine permanente Liftlerbude. Wenn bei Lawinenstufe 3 oder höher der Skiliftausstieg Plattenhorn verkürzt wurde, hatten wir vom Obersäss Berg aus auch den Schlepplift zu überwachen.
Beim SL Plattenhorn sieht man die inzwischen nach unten verschobene letzte Stütze 14 bei der neuen Abbügelstelle unterhalb der Bergstation. Spannend auch zu sehen, wie überschaubar das Gebäudeensemble bei der Carmennahütte damals noch war. Der mittige Verbindungsbau im hinteren Bereich fehlte noch, wurde jedoch wenig später (im Sommer 1981) gebaut, was infrastrukturell den Startschuss zur legendären Hoch-Zeit der Carmennahütte unter Schorsch Lütscher, Marianne und Fredy Halter in den 80ern und 90ern darstellte.
Auffällig sind übrigens die diversen braunen Flecken an neuralgischen Stellen mitten im Hochwinter. Der Winter 78/79 war in Arosa zunächst äusserst schneearm. Die Schneehöhe betrug am 4. Januar nur 35 cm. Die Emsla sah am 11. Januar aus, als wäre sie gedüngt worden. Auch am Carmennalift entlang herrschte kakaobraune Farbe vor, vom Weisshornsattel herunter war ein Fahren nicht möglich. Am 1. März mass die Schneedecke 70 cm. Erst danach kam der Winter mit 23 März- und 23 April-Schneetagen so richtig in die Gänge. Ende April hätten die noch vorhandenen 98 cm für ausgezeichnete Pistenverhältnisse gesorgt. Anschliessend gab es dann Neuschnee im Juni, Juli und August, der dann letztlich sogar die Organisatoren der Rätischen Spiele zur Verschiebung der Veranstaltung auf 1980 zwang.
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Weisshorn
- Großer Müggelberg (115m)
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Re: Historisches aus Arosa und dem Schanfigg
Ja so war die Liftsituation als ich dort arbeitete. Der Plattenhörnler hatte sein Kabäuschen rechts in der Endstation. Oberhalb links der Lawinenschutzzaun. Die Skilift Endstation hielt den Plattenhornlawinen stand, die Talstation Obersäss wurde dann aber mal schwer beschädigt und im Lawinenwinter 1999 sogar komplett zerstört. Im Jubiläumsbuch der ABB gibt’s Bilder dazu, aber die kennst du als Lokalhistoriker ja sicher.
Dann war da aber noch die lange Bänkli Sesselbahn ab Plattenhorn Tal Richtung Weisshorn Südwestflanke. Die war gleich alt wie Obersäss und technisch sehr ähnlich aber endete an einem ganz komischen Ort mit viel zu kleiner Ausstiegsfläche. Bänkli war aber ein kompletter Neubau, keine Occasion. Ich wunderte mich über den etwas läppischen Namen. Warum nicht Sesselbahn Weisshorn? Wie auch immer, es gibt sogar noch ein Modell von der Talstation, die baugleich war wie Obersäss. Die Carmenna Hütte war zu meiner Zeit schon grösser mit Iglubar und Schneeskulptur. Wahrscheinlich die erste echte Partyhütte mitten in einem Skigebiet. Hotspot, Goldgrube und potentiell lebensgefährlich. Nicht nur, weil ich ein paar Mal nach der Arbeit alkoholtechnisch nicht unversehrt daran vorbeikam. Für einen Touri endete die Sauferei sogar tödlich. Der kam in der Dunkelheit allein von der Piste ab, blieb im Tiefschnee stecken und überlebte die kalte Nacht nicht. Ein anderer stürzte bei Tageslicht im Vollsuff in die Laufkette eines fahrenden Ratracs. Dazu Schlägereien im Schneeiglu, X akute Alkoholvergiftungen usw. Ich staun heute noch, dass da nicht viel mehr schlimmes passiert ist.
Dann war da aber noch die lange Bänkli Sesselbahn ab Plattenhorn Tal Richtung Weisshorn Südwestflanke. Die war gleich alt wie Obersäss und technisch sehr ähnlich aber endete an einem ganz komischen Ort mit viel zu kleiner Ausstiegsfläche. Bänkli war aber ein kompletter Neubau, keine Occasion. Ich wunderte mich über den etwas läppischen Namen. Warum nicht Sesselbahn Weisshorn? Wie auch immer, es gibt sogar noch ein Modell von der Talstation, die baugleich war wie Obersäss. Die Carmenna Hütte war zu meiner Zeit schon grösser mit Iglubar und Schneeskulptur. Wahrscheinlich die erste echte Partyhütte mitten in einem Skigebiet. Hotspot, Goldgrube und potentiell lebensgefährlich. Nicht nur, weil ich ein paar Mal nach der Arbeit alkoholtechnisch nicht unversehrt daran vorbeikam. Für einen Touri endete die Sauferei sogar tödlich. Der kam in der Dunkelheit allein von der Piste ab, blieb im Tiefschnee stecken und überlebte die kalte Nacht nicht. Ein anderer stürzte bei Tageslicht im Vollsuff in die Laufkette eines fahrenden Ratracs. Dazu Schlägereien im Schneeiglu, X akute Alkoholvergiftungen usw. Ich staun heute noch, dass da nicht viel mehr schlimmes passiert ist.