9.12. - 16.12.2023
An endless hole filled up with light
my caring heart, your restless soul
a perfect match
like black and gold
(aus: "Black and gold" von Fury i.t.s.)
Vorwort: Eigentlich hätte es keinen Bericht geben können, denn ich hatte kürzlich erst meinen Spaß im Schnee (viewtopic.php?t=68885. Der gemeinsame Skiurlaub mit T ist für Anfang 2024 geplant, für diese gemeinsame Woche im Dezember darf sie entscheiden. Mit dem Camper nach Dänemark und dick eingemummelt durch die Dünen wandern war ihrer Majestät Wunsch. Mache ich auch gerne und es geht ja jetzt eh ums gemeinsam unterwegs sein. Aber eben kein Ziel, für das es hier einen Reisebericht zu schreiben gäbe. Daheim hatte jeder noch ein paar Dinge zu erledigen, dafür sollte der Samstag reserviert sein, bevor es Sonntag 10.12. los geht.
Jener Samstag ist im Ruhrgebiet wahrlich kein schöner Tag, den Schnee hatte es schon in den Tagen zuvor dahingerafft, aber jetzt schüttet es aus Eimern, der Wind stürmt ums Haus und auch Mittags hat man das Gefühl, es will gar nicht richtig hell werden. Als wir uns am frühen Nachmittag auf dem Sofa treffen, umfängt uns ein herbstlich düsterer Lagerkoller. Wir schauen auf den Wetterbericht - Dänemark 5 Tage Dauerregen, Südschweden dito, Deutsche Nord- und Ostseeküste sowieso.
Ich sage nichts, es ist T's Urlaub und sie muss es zuerst aussprechen. "Lieber Schnee von oben als Regen." Ich benicke zustimmend ihre Weisheit. Ich verspreche ihr dennoch, dass ich daraus keinen versteckten Skiurlaub machen will und sie will ihr Snowboard trotzdem einpacken. Es wird bereits dunkel, draußen rüttelt der Wind am Haus - uns hält hier heute nichts mehr. Bergschuhe, Wanderschuhe, Schneeschuhe, Skischuhe - der Camper füllt sich rasch. Als wir aus der Einfahrt rollen, ist es 19 Uhr. Wir fahren heute nicht mehr weit, wir sind jetzt schon müde. Während ich auf die A1 Richtung Köln abbiege, sucht T in ca. 1,5h Entfernung nach einer Kombination aus Restaurant und Parkplatz für die Nacht. So etwas führt einen dann an Orte, die man sonst nie geplant hätte zu betreten, in unserem Fall die Innenstadt von St. Augustin nahe Bonn. Das St. im Namen darf einen nicht täuschen - es ist keine schöne historische Innenstadt.
Aber der Italiener ist tatsächlich sehr gut und wir rollen nur noch um die Ecke in eine kleine Sackgasse und verbringen eine sehr ruhige erholsame Nacht in unseren 6 x 2m. Wir sind nicht weit weg von zu Hause, aber der Urlaub hat begonnen, denn wir sind unterwegs.
Sonntag, 10.12.
Ich reiche der Dame die übliche Kaffee-Mischung ins Bett.
Draußen sieht man noch keine Menschen auf der Straße.
Ich bin das gar nicht mehr gewohnt - durchgängig wenig Verkehr. Wir sind ohne Plan in den Tag gestartet, der entstand ganz grob beim Fahren. A7 Richtung Fernpass, Abzweig über Obsteig Richtung Innsbruck. Die ersten Berge tauchen am Horizont auf.
Die Vorhersage hält, die Wolken reißen auf.
Der Fernpass präsentiert sich tief winterlich.
Um kurz vor 16 Uhr sind wir am Parkplatz des Innsbrucker Alpenzoos etwas oberhalb der Stadt. Der ist nur bis 19 Uhr gebührenpflichtig, die Nacht ist frei.
In der Nachmittagsdämmerung wandern wir im Zickzack am Fuß der Nordkette empor.
Trasse alte und neue Hungerburg-Standseilbahn.
Mittlerweile hat es zugezogen.
Die Dunkelheit bricht schnell herein. Stirnlampenzeit!
Nach ein paar weiteren Schlenkern erreichen wir die Hungerburg und die Stadt spielt in der Dunkelheit all ihre Karten aus!
Einen Glühwein und Kaaspressknödel später fahren wir mit der Standseilbahn hinab in die Innenstadt. Da ist noch mehr Weihnachtsmarkt.
Und wie wir feststellen, auch noch eine ziemlich große Lichtinstallation quer durch den ganzen Park - die Lumagica Innsbruck. Wo wir eh gerade schonmal da sind...
Altstadt. Nach dem Konsum weiterer weihnachtsmarkttypischer Produkte beginnen wir den Aufstieg zurück zum Parkplatz am Alpenzoo.
Alleine für Innsbruck bei Nacht hat es sich schon gelohnt.
Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind gelinde gesagt durchwachsen. Ich bin im Schnee, ich bin in den Bergen und T ist sehr zufrieden. Einen Plan für die Woche gibt es nicht. Ob ich auf die Ski komme - wer weiß das schon. Warum auch, wir wollen ja bloß unterwegs sein.
To be continued...