6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 13.4.)

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bastian-m
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6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 13.4.)

Beitrag von bastian-m »

Und sie hat "Ja" gesagt #pärchenscheiß2
6. - 13.4.2024


An endless hole filled up with light
my caring heart, your restless soul
a perfect match
like black and gold

(aus: "Black and gold" von Fury i.t.s.)

Vorwort: Die konsequente Fortsetzung von #pärchenscheiß viewtopic.php?t=69074.

6.4. - Anreise
T will ans Meer und ich in die Berge. Und da ich mit ans Meer komme, kommt T mit in die Berge. Nach ihren ersten, eher zufälligen Experimenten auf einem Splitboard im Dezember habe ich mich für unseren April-Skiurlaub dann irgendwann getraut zu fragen und sie hat ja gesagt...einfach so, als ob sie Spaß daran hätte.

Aufbruch Bochum nur mit dem Allernötigsten:
PXL_20240406_063852874.jpg
8:45h incl. Reiseverkehr zum Ende der Osterferien und zwei Ladestopps mit dem eAuto ging es insgesamt erstaunlich entspannt und problemlos. Bis zum ersten Ladestopp sind wir allerdings nicht ohne Unterbrechung gekommen, irgendjemand musste schon vorher aufs WC.

Rheintalautobahn Vorarlberg - Frühling und Winter, das Thermometer zeigt 24 Grad.
PXL_20240406_145612518.jpg
Quartier Galtür:
PXL_20240406_170031107.jpg
Was auch immer die Woche da kommen mag, ich habe nur Ideen - keine Pläne. Ich kenne jemanden, der erstere eh durchkreuzen würde. :-)

Ob ich tagesaktuell werde berichten können wird sich zeigen. In Kurzform vielleicht...
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judyclt
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2

Beitrag von judyclt »

Falls mal Kinder oder Freunde mitreisen, hat der Nachbar gleich das passende BEV zum Ausborgen :wink: Auf jeden Fall eine schön leere Reisezeit. Ostermontag war gen Norden 4Std. Wartezeit am Vereina Verlad. Nach Süden neben mir 3 Autos auf dem Zug :lol:

Die Temperaturen werden ja auch wieder zurückgehen. Da geht sicher noch was Schönes in den Bergen. Südseitig liegt reichlich Schnee in der Höhe.
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bastian-m
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7.4. | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2

Beitrag von bastian-m »

7.4.2024 - Ungezügelte Liebeleien im Schnee

Für die Nacht von gestern auf heute hatten wir ein paar Stunden vor Ankunft im Hotel Alpenrose in Galtür spontan gebucht. 80€ pro Person mit Halbpension würde ich heutzutage als Schnäppchen bezeichnen. Kein Wunder, das Hotel hat dieses Wochenende Saisonschluss. Ich mag diese Atmosphäre in den Randzeiten sehr gerne - wenn in der frühen Vorsaison noch gar nicht alles hergerichtet ist oder in der späten Nachsaison man den Einheimischen die Strapazen der Saison und gleichzeitig die Erleichterung über deren Ende ansieht.
Trotzdem ist das Hotel eine Notlösung, denn eigentlich wollten wir auch diesen Urlaub wie auch schon unser Winterexperiment im Dezember, mit unserem Camper antreten. Der steht aber seit Mitte Januar trotz seines jungen Alters von nichtmal einem Jahr bei VW in der Werkstatt und man versucht bisher offenbar erfolglos, das Dach wieder dicht und diverse andere Verarbeitungsmängel wieder hinzubekommen. Frustrane Geschichte…

Ob ich T in eine regelmäßige Tourengängerin werde transformieren können, hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie sehr ich die Routenwahl vergeige. Für einen zwar sehr outdooraffinen, aber höchstens berginteressierten Menschen wird es vor allem erstmal darum gehen, das unsere Runden nicht so anstrengend werden und vielleicht trotzdem das ein oder andere Mal ein wenig Gipfelglück verspürt werden kann. Ich plane also ganz normale Anfängertouren. Die Heidelberger Hütte im hinteren Fimbatal oberhalb von Ischgl ist deshalb meine Wahl, weil ich die Touren-Umgebung dort gut kenne und die unmittelbare Umgebung um die Hütte ein wahres Eldorado an einfachen und mittelschweren Gipfeln bietet.
Grundsätzlich ist uns das Wetter zwar zugeneigt, aber es ist so warm (gestern sind etliche Temperaturrekorde gefallen), dass die Schneedecke bis in große Höhen durchfeuchtet sein wird und bis womöglich über 2000m auch nicht mehr friert über Nacht.
Aber die Aussicht, den Aufstieg in dünner Softshellhose und T-Shirt machen zu können, erhöht primär erstmal den Woman-acceptance-factor (kurz WAF) - da mache ich mir über Faulschnee und den Tagesgang der LWS erst morgen Gedanken…

Als T gerade mit einer Zahnbürste im Mund im Bad steht reiße ich die Tür auf, rufe “Alarm” (nur einmal! Der Unwissende google nach “alarm alarm alarm film”) und werfe ihr das Päckchen mit ihrer Lawinensonde zu. Ihr Gesicht sendet zwar eine kurze Protestnote, trotzdem baut sie die Sonde mit einem Wurf zusammen so wie sie schon gestern Abend ohne zu murren mit ihrem LVS-Gerät das meinige zielsicher unter der Matratze gefunden hatte. Sowas kann man schließlich nicht oft genug rekapitulieren.

Der Hotelie in Galtür bietet uns an, das Auto bei ihm stehen zu lassen, bis wir von der Hütte zurück sind. Das nehmen wir gerne an. Wir machen den langweiligsten Zustieg zum eingewöhnen für T und werden von der Mittelstation der Fimbabahn aus starten und den zwar flaschen aber dafür gut 11km langen Weg durch das Fimbatal gehen.
Als wir am Auto gerade die Rucksäcke packen, fährt ein Skibus vor. Haben wir alles? Bestimmt! Auf auf.
PXL_20240407_074858490.jpg
Wir sind an der Silvrettabahn aus dem Bus gestiegen um dort zu erfahren, dass es Einzelfahrten bis zur Mittelstation nur an der Fimbabahn gibt. Also eine Runde Dorftunnel. Splitboard-Tragen scheint nerviger zu sein als Ski.
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Die Südhänge präsentieren sich im Tal der Jahreszeit angemessen. In der Höhe sind die Schneemengen hingegen überdurchschnittlich.
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Und dann geht es los - wenig attraktiv den Zieweg das Tal hinauf vorbei am elendig flachen Schwarzwasser-SL.
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Und dann - mitten auf der Piste - treffen wir auf ein völlig enthemmtes Pärchen, das sich auch durch unser Vorbeigehen nicht weiter beirren lässt. "Warum liegt hier eigentlich Stroh" hallt es in meinem Kopf. (auch hier möge der Unwissende googeln). Keine Minute später überholt uns diese Pistenraupe - kein Witz. Ich muss lachen:
PXL_20240407_084803434.jpg
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Da hinten mündet der Tragödienhang von der Paznauner Taya ein, der es regelmäßig mal viral in die sozialen Medien schafft, wenn sich nachmittags Horden von Betrunkenen dort hinunterschieben.
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Die Bodenalpe kommt in Sicht. "Gibt es da was zu trinken?" Wie lange oder kurz wir erst unterwegs sind, spielt für den WAF keine Rolle, mein "Ja natürlich, was möchtest du denn haben?" schon.
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Eigentlich, als ob sie nie ein anderes Hobby gehabt hätte. Nur die neuen, noch nicht eingelaufenen Schuhe scheuern etwas. Vorausschauend habe ich eine Familienpackung Blasenpflaster dabei.
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Irgendwann haben wir dann auch die Gampenbahn als letztes Element des Skigebiets hinter uns gelassen und nähern uns immer weiter der breiten Schneeschüssel des oberen Fimbatals. Es kommt auf den Fotos nicht rüber - der Himmel ist nicht grau, er schimmert dunstig bräunlich vom Sahara-Sand in der Luft. Es ist sommerlich warm, an der Gampenalp waren es am Lift 18 Grad.
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Ziel in Sicht.
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Aber erstmal mit anderen Tourengehern auf der Terrasse über Kaltgetränke und eine Jause freuen.
PXL_20240407_131506281.jpg
Zufällig hat man uns das Sektionszimmer zugeteilt. Das zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es zwei statt hier Betten enthält und beinahe luxuriös eingerichtet ist. Der WAF steigt weiter.

To be continued.
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Lukaaas
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 7.4.)

Beitrag von Lukaaas »

Danke wie immer fürs mitnehmen.
Wir dürften gestern - unwissenderweise - aneinander vorbei gefahren sein. Als ich Richtung Schwarzwasserlift unterwegs war - oder als ich vorbei was, sind mir zwei mal zwei Tourengänger entgegengekommen. Die Pistenraupe mit dem Stroh kam mir im Lift entgegen, ich hatte den gleichen Gedanken wie du :D
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 7.4.)

Beitrag von bastian-m »

Lukaaas hat geschrieben: 08.04.2024 - 09:46 Danke wie immer fürs mitnehmen.
Wir dürften gestern - unwissenderweise - aneinander vorbei gefahren sein. Als ich Richtung Schwarzwasserlift unterwegs war - oder als ich vorbei was, sind mir zwei mal zwei Tourengänger entgegengekommen. Die Pistenraupe mit dem Stroh kam mir im Lift entgegen, ich hatte den gleichen Gedanken wie du :D
Was ein Zufall - die Pistenraupe hat uns im Aufstieg gesehen nach unserer Passage des Schwarzwasserlifts überholt. Dann sind wir uns definitiv begegnet.
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 7.4.)

Beitrag von bastian-m »

Der erste echte Gipfel

Gestern Abend passte die Konstellation perfekt, um T das Phänomen des Alpinismus etwas näher zu bringen. Nicht durch Sport, Routenplanung oder ähnliches sondern durch das Hüttenleben. In Mitten der ganzen Übernachtungsgäste der Alpenvereinshütte landeten wir am Tisch von Siggi, einem absoluten Original: Ende 60, Bergführer, Bergretter, groß und hagen, offenbar nur aus Muskeln und Sehnen bestehend, sonnengegerbte Haut, entspannt, permanent gut gelaunt und super nett. Im Schlepptau zwei ähnlich alte deutsche Damen, die ihn als Guide gemietet haben. Und ehe man sich versieht, sind drei Stunden mit Essen und Quatschen vergangen und man beschließt um 21 Uhr zufrieden müde, die obligatorische Hüttenruhe im 22 Uhr gar nicht mehr abzuwarten.

"So früh war ich im Skiurlaub noch nie auf dem Weg zum Frühstück" verkündet T gegen 6:50 Uhr stolz. Die Hälfte der Gäste kommt uns fertig aufgerüstet aus dem Gastraum auf direktem Weg in den Skikeller entgegen. Wir sind nicht in Eile, denn mit dem Ils Chalchogns haben wir uns einen der am schnellsten zu erreichenden Hausgipfel der Heidelberger Hütte vorgenommen. Gehen mit Harscheisen, die ersten Spitzkehren üben, all sowas halt. Aber für meinen Zeitplan was "Hart im Aufstieg, firnig in der Abfahrt" anbelangt, dürfen wir trotzdem nicht all zu sehr drümmeln.

Bild
Es hat die Nacht über nicht richtig aufgegklart, die hohen Schleierwolken sind geblieben. Trotzdem hat es knapp gereicht, dass die Schneedecke leicht angefroren ist.

Bild
Aufbruch. Es ist milder als es aussieht, wir starten bereits relativ dünn angezogen. Unser heutiges Ziel zeigt sich auf dem Bild im Hintergrund unmittelbar neben der Hütte. Man steigt die weiten Hänge bis kurz vor das Joch auf, zieht dann rechts in ein paar Kehren hinauf zum Gipfelgrat, welchen man bei guter Schneelage auf Ski, sonst das letzte Stück zu fuß macht. Links das Joch, rechts daneben besagter Gipfelgrat.

Bild
Irgendwann wird mein wiederholtes Angebot der Harscheisen dann auch angenommen und es sorgt für etwas mehr Entspannung im Quergang auf der noch eisigen Unterlage.

Bild
Im Hintergrund ist das Gerippe der Bergstation der Piz Val Gronda-PB aus einer für den Pistenskifahrer unbekannten Perspektive zu sehen.

Bild
Blick vom Grat hinüber ins Engadin hinab ins Val Sinestra. Das ist über den Fimbapass im Sommer der Standardübergang nach Scuol. Wäre der Zusammenschluss der Skigebiete jemals erfolgt, dann allerdings nicht dort entlang sondern wahrscheinlich über einen der Übergänge beim Piz Tasna.

Bild
T bei den letzten Metern auf dem Weg zum Gipfelgrat.

Bild
Und über selbigen zum Gipfel.

Bild
In den Karten ist der hier im Bild linke Gipfel des Fluchthorns mit 3398m noch mit einem Meter mehr der höchste von den dreien. Das war allerdings vor dem Bergsturz am 11.6.2023, bei dem der südliche Gipfel 19 meter Höhe und ca. eine millionen Kubikmeter Gestein einbüßte. Die liegen seitdem auf der Rückseite im Jamtal.

Bild
Das Splitboard für die Abfahrt zusammenbauen und die Bindung umsetzen hat T problemlos gemeistert. Das Timing für die Abfahrt passt super, es firnt von oben nach unten immer mehr auf und wir haben immerhin 550hm freie Abfahrt über weite Hänge ganz für uns alleine vor uns.

Bild

Bild

Bild

Zeitig am Mittag zurück auf der Hütte lässt T nach einem Kaltgetränk und einen kleinen Powernap verlautbaren, dass das eine schöne Tour war und sie viel Spaß hatte. Daran konnte auch die erzwungene Suchübung meines zuvor von mir vergrabenen LVS-Geräts nichts mehr ändern :-)

Für morgen kündigt sich im laufe des Tages ein markanter Wetterwechsel an.
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gerrit
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von gerrit »

:D :D :zustimm:
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von Gleitweggleiter »

Schön dass es mit dem Harschdeckel doch noch gerade so gereicht hat - das ist in diesen Tagen ja eine schwierige Kiste. Und ohne kann man abseits der Pisten gleich zuhause bleiben bzw. ausschlafen.

Mal schauen ob ich mal im April die Varianteabfahrt vom Piz Val Gronda zur Kaffeepause auf die Hütte schaffe. Eine schöne Gegend, da man auch vom Skigebiet nix mehr mitbekommt. War nur mal im Sommer auf dem Piz Davo Lais - da ist es nochmal ruhiger als im Winter.
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gerrit
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von gerrit »

bastian-m hat geschrieben: 07.04.2024 - 08:19 T will ans Meer und ich in die Berge. Und da ich mit ans Meer komme, kommt T mit in die Berge.
Ich würde übrigens als zukünftiges Frühjahrsziel Norwegen ins Spiel bringen, da gibt es Berge und Meer! So eine Abfahrt mit Fjordblick hat jedenfalls was! :wink:
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von Tyrolens »

Lyngen. ;)
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von grafovich »

Tyrolens hat geschrieben: 09.04.2024 - 10:31Lyngen. ;)
In der Tat atemberaubend. Über eine Schneeschuhtour bin ich da bislang leider nicht hinausgekommen. War von Euch schon mal jemand dort?
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von basti.ethal »

Das klingt wirklich erfolgreich!
Ich habe mich übrigens ähnlich gefühlt, als meine bessere Hälfte eigenständig vorgeschlagen hat, anstatt Gardasee noch 5 Tage Bike + Hike in Meran an unseren Dolomitenurlaub anzuhängen :D
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von bastian-m »

Der Empfang hat gestern auf der Heidelberger nicht ausgereicht, um Bewegtbilder bei Youtube hochzuladen:

15sec Aufstieg Ils Chalchogns
Direktlink
15sec Abfahrt Ils Chalchogns
Direktlink
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Jay
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von Jay »

Mega. Da werde ich meine Herzdame wohl leider nie dazu bekommen!
Ralf321
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Re: 7.4. | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2

Beitrag von Ralf321 »

bastian-m hat geschrieben: 07.04.2024 - 17:40 7.4.2024 - Ungezügelte Liebeleien im Schnee

Splitboard-Tragen scheint nerviger zu sein als Ski.
Gönne ihr noch 2 Voile Straps. Board hälfen verbinden, am Rucksack zum tragen im V oder als zusätzlicher 3. Bindungsstrap..

Ah ärgerlich mit der Camper, drum kein „Zufriedenheits“ Bericht. Hoffe es geht gut aus. Sowas ähnliches im Verwandenkreis mit einem T6. Nachdem alle Kinderkrankheiten nach 3 Jahren behoben war läuft er wohl.
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oli
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von oli »

Klasse Bericht - ich bleibe interessiert dran!
Planungen 2023/2024
Dez: SFL____________Dez: BKK
Jan: Wilder Kaiser_____Feb: Saalbach
März: Skitour _________März: 3 Vallees
Mai: Stubai
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von Meru »

Danke für den Bericht und wieder schön und informativ erzählt.

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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 8.4.)

Beitrag von bastian-m »

9. & 10.4. - Runter kommen sie alle irgendwann

9.4.
Der Montagabend in der Heidelberger Hütte war ein Aushängeschild für das alpinistische Miteinander unter Tourengehern. Ich war mir bisher unschlüssig, was T, die eben so gar kein Kind der Berge ist, damit anfangen kann. Aber sie war schnell in den Gesprächen unter Bergführern, Gästen und dem Hüttenwirt vertieft. Jener ging von Tisch zu Tisch und informierte, dass es Dienstag wegen des angekündigten Wetterumschwungs eine halbe Stunde früher Frühstück, also ab 6 Uhr geben würde. T unterhielt sich interessiert mit ihm über seinen gelebten Traum, eine Alpenvereinshütte zu pachten, Personalrekrutierung und wie wunderbar es heroben ist mit der Gewissheit, dass die Mehrzahl der Idioten stehts unten bleibt.

Gestern morgen dann war T erstaunlich protestlos um 6 am Frühstückstisch aufgetaucht um nach Einnahme selbigen ebenso erstaunlich lange noch ihr Buch auszulesen. Ich lasse sie gewähren und genieße stattdessen den Ausblick - hat man ja auch nicht alle Tage vom seinem Bett aus:
Bild


Bild
Irgendwann sind wir dann auch vor der Tür und fellen auf.

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Jeder einzelne dieser Gipfel ist ein wunderbares mittelschweres bis einfaches Tourenziel. Heute aber verlassen wir die Heidelberger Hütte, durchqueren das langgestreckte Fimbatal bis zum Ende und übersteigen das Kronenjoch auf unserem Weg hinüber ins Jamtal und dieses dann lang hinaus bis nach Galtür zurück zum Auto. Unterwegs könnte ich dann planerisch mit der Möglichkeit eines Kaffees auf der Jamtalhütte glänzen.

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Bis zum Mittag sollte sich der noch blaue Himmel immer weiter zuziehen, dann bis zum Nachmittag eintrüben und zum Abend hin bei deutlich zurückgehenden Temperaturen schneien.
Ganz hinten ziemlich in Bilitte lukt bereits der Gipfel der Breiten Krone hervor. Von vorne aus dem Fimbatal ein schroffer 3000er, rechts von ihm das Kronenjoch - unser Übergang hinüber ins Jamtal. Vom Kronenjoch aus ist die Breite Krone einfach als kurze Wanderung zu besteigen. Ich denke, das wird sich bei uns heute eher nicht mehr ausgehen.

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Gegen die Sonne erscheint die Luft bereits diesig und dee stramm blasende Wind kündet vom bevorstehenden Wetterumschwung.

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Das lange flache Becken des oberen Fimbatals mit seinen zahlreichen Möglichkeiten für Tagestouren.Traumhafte Ecke.

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Rechts von der Bildmitte schaut erneut die breite Krone vervor. T kämpft tapfer mit ihren Schuhen und hat sich diverse Druckstellen bereits abgeklebt.

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Erstmals kommt jetzt rechts von der Breiten Krone unser Übergang, das Kronenjoch, in Sicht - genauer genommen erst das Falsche Kronenjoch. Nicht ohne Grund ist es mit dem Namen so in den Karten verzeichnet, das eigentliche Kronenjoch sieht man erst späte und es liegt noch ein paar hindert Meter weiter hinten.

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Im tapferen Schlussanstieg. Der Himmel hat sich mittlerweile zugezogen, es wird merklich kühler und der von vorne kommende Wind nervt ein wenig.

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Das ist der einfache Zustieg zur Breiten Krone von ihrer Rückseite. Geht auch mit Ski, ich kenne die Flanke allerdings nur so wie heute in nahezu vollständig abgeblasen.

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Nur noch das kleine Stücke vom Falschen Kronenjoch zum "echten" und dann können wir abfellen. Den Gipfel schlage ich gar nicht mehr vor. T ist anzumerken, dass sie gerne abfahren möchte.

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Als beliebte Traverse kann man ansonsten gut auch noch den Gipfel des Grenzeckkopfes mitnehmen. Wenn man in der Vergrößerung genau hinsieht, erkennt man oben auf dem Grat zwei Tourengeher auf dem Weg zum Gipfel.

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"Bin ich jetzt eigentlich auf einem 3000er?" Ähhh ... also
... ähm ... na klar Schatz. Glückwunsch!

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Vor uns liegt eine lange Abfahrt hinab bis zur Jamtalhütte und von dort nochmal 9 ziemlich flache Kilometer hinaus nach Galtür.
Mit das Garstigste was mir neben echtem Bruchharsch an Bedingungen einfällt, ist eine am Vortag bei Sulz völlig zerfahrene Geländekammer, die über Nacht pickelhart gefroren und nicht wieder aufgetaut ist. Unter grauem Himmel ist T's Splitboard mittlerweile im Wind auf Abfahrt umgebaut. Ein Schwung und es ist gewiss: Wir stehen in einer am Vortag bei Sulz völlig zerfahrenen Geländekammer, die über nach pickelhart gefroren und nicht wieder aufgetaut ist. T nimmts Tapfer und fräst sich irgendwie durch.

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Irgendwann erlöst uns dann der Firn. Aber nur kurz, der Übergang zum Sulz geht schnell.

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Ganz hinten kommt die Jamtalhütte in Sicht. Die Abfahrt wäre bei guter Sicht und besserem Schnee ein Traum, die Varianten durch zahllose Geländestufen und kleine Einschnitte sind zahlreich.

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Das Ziel vor Augen.

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Als wir im Gastraum ankommen, kommen draußen die Wolken immer tiefer.
Als Belohnung für T habe ich für die kommenden zwei Nächte ein Zimmer im 4Sterne-Hotel gebucht. Hat sie sich auch verdient. Noch eine flache lange Abfahrt und dann heißt es für sie in wenigen Stunden wieder länger als 3min Duschen, Sauna, SPA, und flauschige Bettdecken statt Hüttenschlafsack.
Der Hüttenwirt tritt an unseren Tisch. Er rät dringend von der Abfahrt durch das Jamtal nach Galtür hinaus ab. Heute morgen sind zwei Nassschneelawinen bis zum Winterweg abgegangen, er empfiehlt allen, die fallenden Temperaturen bis zum nächsten Tag abzuwarten. Ich fürchte einen heraufziehenden Stimmungsumschwung der Gefährtin und eine anschließende Protestnote - doch nichts dergleichen passiert. T hat völlig korrekt die Autorität von Hüttenwirten und Bergführern mittlerweile auf einer Ebene mit Richtersprüchen und Naturkatastrophen einsortiert. Kann man nichts machen, höhere Gewalt. Vielmehr freut sie sich, dass in dieser Situation die Hütte noch reguläre Schlafplätze für uns hat. Mittlerweile haben wir Bergführer Siggi und seine beiden Kundinnen wiedergefunden, sie teilen das selbe Schicksal wie wir. Der Abend wird kurzweilig und nochmal kurzweiliger, als sich noch zwei Lecher Tourengeher mit an den Tisch gesellen. Die Themenpalette ist breit gefächert, die Schlafenszeit kommt schnell. Draußen hat es längst zu schneien angefangen.

10.4.
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Über Nacht sind gute 20cm gefallen, es hat Minusgrade und der Wind hat nachgelassen. Der Hüttenwirt hatte angekündigt, um 8 Uhr mit der Raupe nach Galtür zu fahren, eine Viertelstunde später könne man dann auf frisch gewalzter Spur hinterherstarten. Um 8:15 Uhr startet unsere kleine Schicksalsgruppe talwärts. Die Sicht ist schlecht, der Schnee locker und bremsig. Es wird auch so anstrengend genug für mich, die Snowboarderin aus den zahlreichen Ultra-Flachstücken hinauszuziehen, aber ohne die Walze vorweg hätte ich es mir nicht ausmalen wollen.

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Eine der Nassschneelawinen, die es bis an den Winterweg herangeschafft hat.

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Lawinenwarnstufe 2 nach gestern 3, trotzdem beäugen wir alle abwechselnd die Hänge und lauschen.

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Die Zieh-Stücke sind reichlich und meine Sorge zu frieren entpuppt sich als äußerst unbegründet. T's regelmäßige Angebote abzuschnellen, lehne ich selbstverständlich ab. Ich bin ihr wirklich dankbar, dass sie sich auf diese Tage eingelassen hat.

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Nsch 9km kommt Galtür endlich in Sicht.

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Und dann wird uns allen doch nochmal etwas anders. Diese große Nass-schneelawine ist vor wenigen Stunden abgegangen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man die Abbruchkante auf ca. 2350m Höhe in der Ostflanke der Gorfenspitze. Ein eindrückliches Beispiel, das LWS 2 von 5 zwar nur mäßige, aber eben nicht "keine Gefahr" bedeutet und die Möglichkeit der weiterhin möglichen Auslösung von spontanen Gleitschneelawinen war auch explizit im Bericht ausgeführt.
Mehrere Tourengruppen mit ihren Bergführern stehen mit großen Augen am Taleingang. Alle entscheiden sich gegen den Aufstieg zur Jamtalhütte.
Runter kommen sie alle irgendwann wieder - die meisten unversehrt, aber eben nicht alle. Hätte der Hüttenwirt am Morgen von jenem Abgang schon gewusst, er hätte erneut allen von der Abfahrt abgeraten.

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Bei der Ausfahrt aus dem Paznauntal geht der Schnee ungefähr bei Kappl in Regen über. Kappl und See haben am vergangenen Wochenende planmäßig die Saison beendet und schlagartig sieht im Regen alles trist und karg aus. Wir fahren nach Schruns, T soll ihre Belohnung haben und die zwei Nächte Hotelzimmer von der wir die erste schon nicht antreten konnten, sind unreturnierbar bereits bezahlt.
Morgen dürfen ihre Füße sich außerhalb der Snowboardschuhe etwas erholen, dann geht's zurück zur letzten Runde hinauf in die Berge.
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freeriderin
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 9. & 10.4.)

Beitrag von freeriderin »

:D
Danke fürs Mitnehmen und viel Spaß auf dem Rest der Reise.
Ich spendiere deiner Holden noch 20 Meter 8)
judyclt
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 9. & 10.4.)

Beitrag von judyclt »

die zwei Nächte Hotelzimmer von der wir die erste schon nicht antreten konnten, sind unreturnierbar bereits bezahlt
Völlig abseits der Saison braucht man doch gar nicht vorab reservieren und bezahlen. Selbst mit zwei Kindern habe ich Ostermontag spontan für den selben Tag gebucht.
Kann ich nur empfehlen. Krank werden und Panne geht sowieso immer, aber in eurem Fall mit der Tour über die Hütte steigt ja das Risiko weiter.

Dann gute Erholung im Hotel und ich bin gespannt auf die nächste Tour. :top:
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Re: 11.4. - Restday | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 9. & 10.4.)

Beitrag von bastian-m »

Der Rest vom 10.4. und der ganze Donnerstag

Mittwoch Mittag sind wir durch die ungeplante Extranacht auf der Jamtalhütte mit einem Tag Verspätung im Hotel in Schruns angekommen. @judyclt hat natürlich völlig Recht - im Montafon läuft außer in Gargellen kein Skilift mehr. Das Zimmer Anfang der Woche vorgebucht zu haben, war quatsch und hat uns eine bezahlte, aber unbenutzte Nacht beschert. Ich wollte halt schon früh in der Woche nett sein und T mit der Aussicht auf Sauna, SPA und richtige Betten zum Durchhalten motivieren.

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T hat keine Lust auf SPA, T will eine Runde Laufen gehen. Da sag nochmal einer, das Ruhrgebiet sei häßlich... ;-)

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Hier auch.;-)

"Und jetzt will ich ein bisschen Shoppen". "Aber der SPA-Bereich wartet auf eure Hoheit und..." "SHOPPEN!!!"
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Wenig später - Fußgängerzone Feldkirch. Lea ist beim Sport (natürlich), sonst hätten wir spontan noch Kaffee-Gesellschaft von unserer örtlichen Freundin gehabt. Hier unten ist der Frühling schon besonders schnell im Vormarsch.
Gekauft wird übrigens bis zum Ende des Tages nichts.

Donnerstag, 11.4.

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Ausblick aus unserem Zimmer in Schruns. April at it's best!

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Das Skigebiet am Golm ist seit letztem Wochenende im Sommerschlaf.

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Das Frühstück kommt gut an, der SPA-Bereich wird nach wie vor ignoriert.

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Wir fahren ein kleines Stückchen nach St. Anton (i.Montafon, nicht a.Arlberg).

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Postkartenidylle

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Ziel für die 1. Tageshälfte: Der Wasserfall-Klettersteig. Weder sehr lang noch besonders schwer, aber schön angelegt.

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Frühling fast ohne Schnee kann halt auch was...

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Noch so ein Postkartenmotiv.

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Nach einem kurzen Zwischen-Cappuccino geht es weiter ans hinterste Ende des Montafon nach Partenen zur Vermuntbahn. Diese einspurige Pendelbahn ersetzte irgendwann mal eine Standseilbahn, die relativ unspannend mitten am Berg im Wald endet. Durch ihre einstige Funktion als Zubringer zum Verbindungsstollen zur Bieler Höhe während der Zeit der Errichtung des Vermunt- und des Silvrettastausees hat sie im Winter mittlerweile aber eine wichtige touristische Funktion.

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Unser Gepäck

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An der Bergstation wartet das gelbe Tunnel-Taxi.

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Einfahrtsstütze der einspurigen PB vor dem grünen Tal

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Zur Zeit der Erbauung waren im Tunnel Schienen verlegt und eine Eisenbahn transportierte tausende Tonnen Material zu den Baustellen der Stauseen.

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Das allerletzte Stück bis zur Bieler Höhe verläuft oberirdisch

Direktlink

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Wir checken im Silvretta-Haus auf der Bieler Höhe ein. Jenes wie auch das Piz Buin nebenan sind keine Alpenvereinshütten sondern Berghotels. Wir sind mit dem Zimmer und vor allem dem Ausblick sehr glücklich.

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Die nachmittägliche Aprilsonne lässt ein Getränk auf der Terrasse ohne Jacke mehr als zu.

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Irgendwann wird es im Windschatten fast zu warm.

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Wir spazieren noch einmal über die Staumauer.

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Dann beginnt die Sonne langsam hinter den Gipfeln zu versinken. Das Abendessen im Hotel ist gut, wir schlafen hervorragend.

To be continued.
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 11.4.)

Beitrag von bastian-m »

12.4. - Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Am Vortag waren im hinteren Ötztal drei Mitglieder einer von Bergführern geleiteten Gruppe durch einen Lawinenabgang ums Leben gekommen. Die Gefahrenlage ist vertrackter als "Morgen 2, Nachmittags 3" - es Bedarf einer Lektüre der detaillierten Prognose und differenzierten Einordnung der Gefahren für die eigene Route. Absolute Sicherheit gibt es freilich nie, höchstens eine Risikominimierung.
Das Silvrettahaus ist wie gesagt ein Hotel am Berg und keine Alpenvereinshütte, abgesehen vom Wohnkomfort sieht man es auch an der Bekleidung der Mitarbeiter. Aber das es eben ein Berg- und kein "Tal"-Hotel ist, merkte man daran, dass um 7 Uhr beim Frühstück der Hotelier mit dem ausgedruckten Lawinenlagebericht von Tisch zu Tisch ging und alle nach ihren Tageszielen befragte. Als ich "Hennekopf" sage, nickt er zustimmend. "Ah, zwei vernünftige."

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Ganz hinten am Horizont ist von der Bielerhöhe aus der Hennekopf bereits zu sehen. Zugang ist über das Bieltal und dann direkt nach links abzweigend die weiten Hänge immer weiter nach Osten empor. Die einzige potentiell größere Gefahrenstelle sind die Nordosthänge am Eingang zum Bieltal, die man direkt zu Beginn der Tour, also früh am Tag passiert und aus deren Einflussbereich man direkt nach der Bachquerung auch schon wieder heraus ist.

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Auf der Bielerhöhe herrscht nach dem Frühstück geschäftiges Treiben mit Tourengängern aus beiden Berghotels.

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Kurzer Exkurs zum Thema Splitboard: Auf den ersten Blick in der Abfahrtskonfiguration wie ein normales Snowboard.

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Teilung und Umsetzung der Bindungskörbchen. Geht ohne Werkzeug in drei Minuten dank geschickt ausgetüftelter Mechanik.

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Vom östlichen Schüttdamm des Sees geht es wenige hundert Meter einen Ziehweg etwas abwärts und dann kurz vor der Talstation des kleinen SL hinauf Richtung Bieltal. Der Lift läuft seit dem Wochenende leider nicht mehr, wäre sonst ein netter Service auf dem Rückweg gewesen.
Für T die erste Tour, die mit einer Abfahrt und anschließendem Auffellen beginnt.

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Der erste Aufschwung ist unkritisch.

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Links hinten sind die letzten Ausläufer von Galtür zu erkennen.

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Eingang ins flache Bieltal. Um nach links zu unserem Aufstieg zu kommen, muss der Bach überquert werden. Am einfachsten geht das bei der Wassereinfassung, von wo das Wasser durch einen kurzen Stollen hinüber in den Silvrettastausee geleitet wird.

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Bachquerung und die Eingangs erwähnten Gefahrenhänge von Osten mit Abgängen vom Vortag.

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Und dann beginnt ein wundervoller Aufstieg über weite Hänge.

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Mal ein wenig steiler.

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Rückblick ins Bieltal, in dessen hinterem Teil über den Radsattel der Übergang zur Wiesbadener Hütte möglich ist.

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Rückblick zum See.

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Der Bergrücken ist nicht der Hennekopf, der ist aus der Perspektive nicht zu sehen und liegt links dahinter.

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Die Normalroute führt links um den Hügel herum, wir genießen freiwillig einige hundert Meter Umweg rechts über das herrliche Band.

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Sieht wirklich gut aus.

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Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort, es ist angenehm mild, so dass wir mittlerweile nur noch dünn bekleidet sind. Der Untergrund ist trotzdem noch relativ hart.

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Endlose Weiten - zumindest mit dem Weitwinkel fotografiert.

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Am Horizont finden sich diverse andere lohnenswerte Ziele für ambitioniertere Tage.

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Da kommt der Hennekopf wieder in Sicht. Man traversiert ihn links und steigt dann die Flanke zum Gipfel empor.

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Noch mehr ambitionierte Ziele für die Zukunft:-)

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Der Gipfelhang kommt in Sicht.

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Zwei Traversen, eine Spitzkehre (ein Mitglied unserer Zweiergruppe kompensiert die fehlende Technik der Wende im Hang mit Yoga-Fähigkeiten) und dann ist man oben.

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Tiefblick nach Wirl/Galtür

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End"spurt" - aber T hält sich tapfer.

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Gipfelkreuz erreicht

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Ausblick

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Piz Buin und co.

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Angenehme Atmosphäre am Gipfel, zwei Hand voll Tourengänger freuen sich gemeinsam über das geniale Wetter.

Aufstieg:
Direktlink
Abfahrt:
Direktlink
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Jenen Ziehweg müssen wir nach der tollen Firnabfahrt, gefolgt von der erneuten Bach, dann wieder zurück zur Bielerhöhe. Den Teil hätten wir uns sparen können, wäre der Schlepplift nicht schon im Sommerschlaf.

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T's Snowboardschuhe waren die Woche immer wieder ein limitierender Faktor. Was auf der Piste gut funktioniert, muss trotz zahlreicher Blasenpflaster im Aufstieg noch lange nicht gut funktionieren. Mit dem Thema sind wir noch nicht durch, ich gehe davon aus, dass hier auf Dauer noch Ersatz folgen wird. Der Rückweg zum Silvrettahaus erfolgt entsprechend auf die bequemste Weise: Ohne Schuhe - mit Tapsen auf dem warmen Asphalt.
Es ist 12:45 Uhr, als wir das erste Getränk auf der Terrasse des Silvrettahaus zu uns nehmen. Früh los, früh zurück. Die einzig sinnvolle Strategie an solchen Tagen.

Am Samstag müssen wir zu Hause sein. Eigentlich ein Jammer.
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 12.4.)

Beitrag von gerrit »

Sehr schön! Auf der Bieler Höhe waren wir heuer Ende Februar zum ersten Mal überhaupt, haben aber nicht oben geschlafen sondern zwei Mal die Anreise mit Seilbahn und Tunnelbus gemacht. Allerdings haben wir den festen Vorsatz gemacht, auch einmal im Silvretta-Haus zu übernachten. Das Ambiente dort ist wirklich nett und die Seilbahnbediesteten und die BusfahrerInnen ware ausgesprochen freundlic. Am Hennekopf waren wir auch, am Abreisetag, allerdings nicht bei so schönem Wetter, dafür war es vorher bei der Tour zur Kromerscharte vom Vermuntsee aus optimal. Bericht darüber ist in der Pipeline, aber die ist im Moment leider verlegt.... :wink:
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 12.4.)

Beitrag von kaldini »

reicht Rohrfix oder müssen wir den Admin als Rohrmolch losschicken?
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Re: 6.-13.4.2024 | Und sie hat "Ja" gesagt - #pärchenscheiß2 (aktuell 12.4.)

Beitrag von F. Feser »

Wer hat gerufen? Wo ist das Problem?
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