Pisten und Fazit:
Wenn man schon in der Nähe wohnt, muss man natürlich die Gelegenheit nutzen und im September Skifahren gehen.
Der Hochkeil und seine Pisten sind immer wieder schön und was die Mannschaft dort oben schafft, ist jedes mal aufs neue ein Highlight.
Die Piste war recht gut zu fahren. Natürlich etwas Nass aber nicht unangenehm.
Für einen Montag waren auch einige Leute hier heroben unterwegs.
Der Arthurhauslift ist jetzt nicht gerade der längste, aber zum Anfangen im September reicht er alle mal.
Bilder:
Zuletzt geändert von Sascha am 17.09.2024 - 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
Finde die Aktion auch klasse. Für den Hochkeil als Naturschneegebiet auch absolut passend.
Man muss aber auch betonen, dass das nur kleine Gebiete/'Einzelanlagen so durchziehen können. Andere, die noch im Sommerbetrieb stecken, müssen sich eher um den Erhalt der Infrastruktur am Berg und den aufgeschobenen Revisionsarbeiten kümmern, als einen Einzellift anzuwerfen. Es schreiben ja viele auch immer: "Werft eure Lifte an!" So einfach ist das halt einfach nicht.
Arlbergfan hat geschrieben: 17.09.2024 - 09:21
"Werft eure Lifte an!"
Ich gehöre zu diesen Menschen. Über ein Meter Schnee und nur ein Babylift in den Ost Alpen kann eingeschaltet werden?! Und warum gab es nur bei einem Bergbahn im Sommerbetrieb (Glungezer) die Möglichkeit mit skier rauf zu fahren? Sagen Sie den Leuten einfach, dass sie äußerst vorsichtig (and responsible) sein sollen.
Ich frage mich, warum große Skigebiete (Arlberg) nicht einfach ein paar Leute mit einem sweet flexiblen Vertrag ausstatten, damit ein einfacher (schlepp)Lift betrieben werden kann, wenn im November oder 1. Mai etwas mehr Schnee liegt.
Ich bin sicher, dass es Gründe dafür gibt, aber sie sind mir nicht klar.
Da gibt es leider viel Gründe... aber ich will nicht sagen, dass diese nicht beseitigt werden können um einen Skibetrieb auch außerhalb der Saison zu ermöglichen. Aber sicherlich nur als Ausnahme.
Und generell gilt, dass der Betrieb eines kurzen SL natürlich einfacher zu organisieren ist wie, der Betrieb einer langen KSB oder EUB.
Ein paar ausgewählte Gründe die gegen eine spontane Liftöffnung sprechen:
- Fehlende Versicherungen für den Lift- und Skibetrieb
- Fehlende Nutzungsrechte für Skibetrieb (Wege- und Nutzungsrechte mit den Eigentümern der Weiden ist oft nur für den Winter abgeschlossen)
- Fehlendes Personal
- Weidezäune, Weidedrähte und andere Verbauungen, die z. B. im September noch nicht abgebaut worden sind
- IT Infrastruktur nicht einsatzbereit (keine Preisstruktur für Skipässe außerhalb der Saison, Kassensysteme etc.)
- Nicht abgeschlossene oder noch ausstehende Wartungsarbeiten an Liften
- Fehlende oder noch ausstehende TÜV-Abnahmen
- Sicherungsmaßnahmen für die Pisten die extra durchgeführt werden müssen
- etc.
Und da gäbe es sicherlich noch einige zusätzliche Punkte...
Aber der wesentliche Punkt wird sein, dass sich so ein Betrieb gar nicht lohnt. Viel zu viel Aufwand in Verhältnis zum Ertrag. Als einmalige Marketingaktion vielleicht ok, aber nicht zum Geldverdienen.
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 17.09.2024 - 21:21, insgesamt 2-mal geändert.
Wetter:
zuerst Nebel und dann blauer Himmel und Sonne
Seilbahnen und Liftanlagen:
Arthurhauslift
Pisten und Fazit:
Einmal musste ich die Gelegenheit noch ausnützen. Die Piste war ganz am Anfang etwas schwer zu fahren, da man ca 5cm Neueschneeauflage hatte, der leider recht nass war.
Nach ein paar Fahrten war dieser schon zusammen gefahren und es machte deutlich mehr Spaß.
Alles in allem wieder ein paar gute Stunden auf der Piste.
Bilder:
Gleitweggleiter hat geschrieben: 16.09.2024 - 19:08
Historisch… wie ist denn die Geschichte zu dem Auto auf der Piste?
Das Auto gehört dem Wirt vom Martanshaus am Hochkönig. Da er oben ist steht es jetzt mitten in der Piste.
Krasse Aktion. Spannend, dass man sich den Aufwand macht. Ich frage mich ab wann sich so etwas betriebswirtschaftlich lohnt. Die werden ja kaum länger als ein paar Tage aufhaben und dafür dann der Aufwand mit Pistenraupe etc.?
Jay hat geschrieben: 18.09.2024 - 03:39
Krasse Aktion. Spannend, dass man sich den Aufwand macht. Ich frage mich ab wann sich so etwas betriebswirtschaftlich lohnt. Die werden ja kaum länger als ein paar Tage aufhaben und dafür dann der Aufwand mit Pistenraupe etc.?
Jay hat geschrieben: 18.09.2024 - 03:39
Krasse Aktion. Spannend, dass man sich den Aufwand macht. Ich frage mich ab wann sich so etwas betriebswirtschaftlich lohnt. Die werden ja kaum länger als ein paar Tage aufhaben und dafür dann der Aufwand mit Pistenraupe etc.?
die planen bis 22.9 durchfahren (je nach Schneelage). Ist eine kurze Piste mit einem Tellerlift, so viel Aufwand sehe ich nicht.
Wesentlich mehr Aufwand ist die zahlreiche Wanderwege vom Schnee freizuräumen, was derzeit recht viele Gebiete tun.
Jay hat geschrieben: 18.09.2024 - 03:39
(...) Ich frage mich ab wann sich so etwas betriebswirtschaftlich lohnt. (...)
Frag mal die Marketing-Abteilung. Für die ist die Publicity unbezahlbar
Glaub zwar nicht, dass die eine Marketing-Abteilung haben, aber es stimmt. Hab mir auch gedacht, da wollt ich ja immer schon einmal hin, vielleicht klappt es ja heuer.....
Vor allem mag es dahingehend förderlich sein, da der Hochkeil leider ein Schattendasein fristet gegenüber der großen Skischaukel. Da den Bekanntheitsgrad etwas zu steigern kann sicher nicht schaden.
Eine bessere Werbung als Naturschneegebiet kann es doch gar nicht geben! Die Drehkreuze mit Ticketkontrolle sind aber aktuell noch zugehangen, also außer Betrieb. Gibt es da für die spontane Öffnung die Tage jetzt Armbändchen oder Lochkarten?
Und auf diesem Foto sieht es aus als wäre die weiter hoch führende Hochkeilpiste (1) auch präpariert, oder täuscht das? Mit dem Schlepper ist dieser Bereich ja nicht erschlossen als wäre die nur für Tourengeher. Wurde dann also gewalzt in der Hoffnung man kann etwas bis zum eigentlichen Winterstart retten? Oder war dem Bullyfahrer am Ende seiner Schicht für nur eine Abfahrt am Schlepper einfach lanweilig?
Mt. Cervino hat geschrieben: 17.09.2024 - 16:22 Ein paar ausgewählte Gründe die gegen eine spontane Liftöffnung sprechen:
Danke für deine Erklärung. Dass der Glungezer Skifahrer mitgenommen hat und der Stubaier Gletscher 20 Tage früher aufgemacht, zeigt ja, dass es immer Hoffnung gibt.
Wir hatten doch auch mal die Situation, dass es "früh" (war glaube ich Oktober vor ein paar Jahren) Schnee gab, wo noch einige Seilbahnen im Sommerbetrieb liefen. Manche haben dann aber niemandem mit Ski transportiert, weil da irgendwelche Haftungsregeln dagegen stünden. Dann kam man langsam auf die Idee, dass man die Leute auch einfach einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen könnte.
j-d-s hat geschrieben: 21.09.2024 - 19:55
Wir hatten doch auch mal die Situation, dass es "früh" (war glaube ich Oktober vor ein paar Jahren) Schnee gab, wo noch einige Seilbahnen im Sommerbetrieb liefen. Manche haben dann aber niemandem mit Ski transportiert, weil da irgendwelche Haftungsregeln dagegen stünden. Dann kam man langsam auf die Idee, dass man die Leute auch einfach einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen könnte.
In Leogang hat man vor ein paar Jahren Mitte Oktober die Abfahrt zur Mittelstation an 2 Wochenden präpariert und offiziell Skibetrieb im eigentlichen Sommerbetrieb angeboten.
Was spontanes Herstskifahren im Sommerbetrieb, ohne präparierte Pisten, betrifft, war auch das vor einigen Jahren noch bei vielen Bergbahnen kein Problem. Wobei derzeit im September natürlich vielerorts noch Zäune stehen (mit denen der Skifahrer nicht rechnen und dann drinhängt). Mitte/Ende Oktober, wenn bereits alles abgebaut ist und teilweise Wintervorbeitungen getroffen werden ist das sicher ein anderes Thema.