Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

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Mt. Cervino
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Mt. Cervino »

Und dazu noch die "nakten" Betonstationen beim Flem Express.
Hätte man solche einfach gehaltenen Stationen bei einer EUB gebaut, hätte man auch einiges sparen können.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Naturbahnrodler »

Welche nakten Betonstationen? Die sind entweder aus Metall, Holzverkleidet oder im Boden.
Chigongo
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Chigongo »

So nach 8 Skitagen in Flims/Laax hier mein Senf:

Der Flem-Express ist m.E. ein echter Gamechanger für den Einstieg über Flims.

Insgesamt lief er in 8 Tagen sehr zuverlässig und nahezu Störungsfrei (1x Stand er für rd. 5 Minuten.). Die meiste Verzögerung wir i.ü. durch unfähige Nutzer verursacht, die einfach zu lange benötigen, um in die Gondeln zu steigen. Da ist auf alle Fälle noch Optimierungspotential.
Man ist dann in rd. 22-24 Minuten kurz oberhalb von Nagens und das in sehr geräumigen Kabinen und das ohne Umsteigen.
Lt. Hörensagen fährt der Flem-Express allerdings auch noch nicht mit voller Geschwindigkeit, wenn dies mal soweit ist, wäre es noch besser.
Etwas verwirrend und für Laien nicht immer gut nachzuvollziehen ist, die Zuweisung von freien Gondeln. Manchmal wundert man sich, warum leere Gondeln hoch fahren, obwohl Fahrgäste vor der Tür stehen. Ich vermute, dass dies der optimalen Auslastung auch der oberen Zwischenstationen dient - nervt aber manchmal.

Die Zuweisung der Gondeln für Fußgänger, die nach Startgels oder zum Cassons wollen und für die Skifahrer nach Nagens klappt ansonsten wirklich gut bis sehr gut. Allerdings war es bei uns selten richtig voll, sodass wir keine Voll-Auslastung bei Massen-Andrang erlebt haben.
Aber selbst bei Öffnung um 8:30 und bei gut 50 Leuten in der Schlange, ging das erstaunlich schnell.

Leider war die Graubergpiste noch zu, sonst wäre das bestimmt auch eine super Option die Talabfahrt in Foppa oder Startgels enden zu lassen und dort wieder hoch zu fahren.

Über Plaun ist man, was die reine Fahrtzeit anbelangt nur unwesentlich schneller (ca.20 Min). allerdings muss man dabei das Umsteigen noch berücksichtigen und da kann man auch mal ein paar Minuten wieder anstehen. Sehr nervig weiterhin (auch bei sehr wenig Betrieb), dass man immer einmal mit den Skiern außen rum wieder rein muss, statt einfach 3 m zur Gondel gehen zu dürfen.
Jedenfalls sind wir nach 2 Tagen komplett vom Arena-Express zum Flem-Express gewechselt, einfach weil der viel bequemer ist und man zuverlässig und zügig wieder oben ist.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass hier Gondeltechnisch ein echtes Meisterwerk gebaut wurde.
Wenn man noch ein wenig an der optimalen Bestückung programmiert, ist das ein wahres Highlight und eine deutliche Verbesserung für das Skigebiet.
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DaDani10
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von DaDani10 »

Freut mich, dass das System nun "anläuft" und dass man positives hört :D
Zuletzt geändert von TPD am 05.01.2026 - 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat entfernt, da es den vorangehenden Beitrag betrifft
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Mr400Liter
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Mr400Liter »

Chigongo hat geschrieben: 05.01.2026 - 14:29 Über Plaun ist man, was die reine Fahrtzeit anbelangt nur unwesentlich schneller (ca.20 Min). allerdings muss man dabei das Umsteigen noch berücksichtigen und da kann man auch mal ein paar Minuten wieder anstehen. Sehr nervig weiterhin (auch bei sehr wenig Betrieb), dass man immer einmal mit den Skiern außen rum wieder rein muss, statt einfach 3 m zur Gondel gehen zu dürfen.
Jedenfalls sind wir nach 2 Tagen komplett vom Arena-Express zum Flem-Express gewechselt, einfach weil der viel bequemer ist und man zuverlässig und zügig wieder oben ist.
Aber kommt man durch das neue System wirklich so viel schneller durch die Stationen, dass sich der technische Mehraufwand lohnt? Bin die Bahn noch nie gefahren, aber in den Videos der Anlage schaut es zumindest so aus, als würde es nicht viel Unterschied machen, einfach mit geöffneten Türen durch eine "Standard"-Station zu fahren. Die Geschwindigkeit in den Stationen ist nicht besonders hoch, oftmals bleiben die Gondeln vor Weichen usw stehen.

Dort, wo sich die Strecke trennt, ist das System natürlich super...
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von F. Feser »

Du bist m.E. der erste, der sich nun tatsächlich SO positiv über den Flexpress äußert. Hoffen wir es für die WAG dass sie die Anlage so langsam in den Griff bekommen und das System die Kinderkankheiten ausgemerzt bekommt.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Julizzi »

F. Feser hat geschrieben: 09.01.2026 - 07:36 Du bist m.E. der erste, der sich nun tatsächlich SO positiv über den Flexpress äußert.
Dann schau doch gerne mal ins Nachbarforum. Die Sample Size ist dort auch größer, da mehr Leute das RopeTaxi dort tatsächlich bereits genutzt haben, bzw. einige es häufig nutzen.
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Seilbahnjunkie
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Die Frage ist dich aber womit man es vergleicht. Mit einer klassischen Gondel könnte man auch durchgehend bis Nagens fahren, siehe Matterhorn Express. Dann müsste man nur nach Cassons umsteigen und das werden die wenigsten mehrmals hintereinander machen. Wenn man dann noch die Auffahrseite rechts wählt, hätte man einen sehr kurzen Übergang realisieren können. Die Gegenrichtung, die komplizierter wäre, wird dann noch seltener genutzt.

Die vorherige Situation war ja komplett anders und wenn man nur schnell hoch wollte war das natürlich schlechter.
Auf der anderen Seite schaut es für mich aber auch so aus, dass die neue Bahn skifahrerisch eine deutliche Verschlechterung darstellt, man hat ja einige Pisten verloren. Ich kenne das Gebiet aber nicht selbst, daher ist das natürlich keine fundierte Einschätzung. Und das wäre natürlich mit einer, bzw. zwei klassischen EUB auf selber Trasse auch nicht anders.
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Mr400Liter
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Mr400Liter »

Wie geht das System eigentlich mit nicht zur Gänze gefüllten Gondeln um?

Beispiel: 10er-Gondel wird in Flims nur mit 4 Personen gefüllt. Ziel: Nagens. In Startgels wollen 3 Personen mit Ziel Nagens zusteigen, ca. 2 Minuten bevor die mit 4 Personen besetzte Gondel in Startgels eintrifft.

Disponiert das System die halbvolle Gondel dann zur Aufnahme weiterer Fahrgäste in Startgels zur Einstiegstür? Oder fährt die Gondel unbeeindruckt bis nach Nagens durch und in Startgels wird eine leere Gondel aus dem Puffer zur Aufnahme der Fahrgäste disponiert? Das hätte ja dann wieder zur Folge, dass leere Gondeln im System aufs Seil geschickt werden, um den Puffer zu füllen, obwohl die Anlage bergauf nicht die gesamte Kapazität nutzt und vermutlich die Fahrt der leeren Gondeln die Kapazität noch weiter senkt.

Im "normalen" MGD-System würde die Gondel dann nicht mit 4 Personen sondern mit 7 Personen in Nagens ankommen...

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Mt. Cervino
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Mt. Cervino »

Ich glaube nicht, dass das System so schlau ist zu wissen, mit wie vielen Leuten jede einzelne Gondel aktuell besetzt ist. Ich kann mich aber auch täuschen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Bergfreak99 »

Die Gondel fährt immer direkt ans Ziel, egal ob es noch Platz hätte. Da wird Kapazität verschenkt.

Pisten hat man eigentlich keine einzige verloren. Naraus-Foppa wäre auch bei einer normalen Gondelbahn nicht mehr erschlossen worden resp. durfte man wegen der roten Zone nicht mehr neu erschliessen. Alle anderen gibt es immer noch.

Die Talabfahrt kann man nicht in Foppa unterbrechen, dorthin kommt man auf einer Piste nicht.

Die Bahn könnte mit 6 Metern pro Sekunden fahren, tut sie aber nicht. Ob sie das je tun wird, ist fraglich, weil der Ein- Ausstieg und die Kreuzungen einfach Zeit brauchen.
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Seilbahnfan 05
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnfan 05 »

Mr400Liter hat geschrieben: 09.01.2026 - 11:22 Oder fährt die Gondel unbeeindruckt bis nach Nagens durch und in Startgels wird eine leere Gondel aus dem Puffer zur Aufnahme der Fahrgäste disponiert? Das hätte ja dann wieder zur Folge, dass leere Gondeln im System aufs Seil geschickt werden, um den Puffer zu füllen, obwohl die Anlage bergauf nicht die gesamte Kapazität nutzt und vermutlich die Fahrt der leeren Gondeln die Kapazität noch weiter senkt.

Im "normalen" MGD-System würde die Gondel dann nicht mit 4 Personen sondern mit 7 Personen in Nagens ankommen...
Gut zusammengefasst wieso das System Quatsch ist und weder Wartungs noch Stromkosten geringer als bei einer normalen MGD ausfallen.
Dafür ist die Bahn ja nur fast doppelt so teuer und viermal störanfälliger als eine normale MGD :mrgreen:
Bergfreak99
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Bergfreak99 »

Die Bahn ist nicht Quatsch, sondern sie wird von Leuten, die noch nie damit gefahren sind, schlechtgeredet. Es stimmt es nicht, was Mr400Liter schreibt. Bergwärts fahren (zumindest im Winter) keine leeren Gondeln. Die Depots in Segnes, Startgels und Foppa weden durch talwärts fahrenden Gondeln gefüllt. Und von dort aus zu den Einstiegen der jeweiligen Station geschickt.
markus
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von markus »

Und wie hoch ist jetzt die tatsächliche echte Förderleistung pro Stunde?
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GMD
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von GMD »

Der Name sagt es doch schon: Ein Taxi ist für die Fahrgäste bequem, aber im Gesamten nicht effizient. Wenn schon Vergleiche mit dem ÖV dann wäre eine klässische EUB ein Linienbus. Wobei der Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Gefässgrösse hinkt. Aber es dürfte klar sein, dass eine Kabine, in die in jeder Station ein- und ausgestiegen kann, eine höhere durchschnittliche Auslastung als eine vom Start bis zum Ziel durchfahrende Kabine hat. Und somit ist die klassische EUB, was die reine Förderkapazität angeht, eben leistungsfähiger als das Rope Taxi. Um einen Bus zu ersetzen, brauchst du viele Taxis.

Edit: Man könnte es mit Fahrgemeinschaften vergleichen. Wenn ein Auto durchs Dorf fährt und ein paar Mitfahrer einsammelt, braucht es ein Auto. Wenn jeder davon mit dem eigenen Wagen losfährt, braucht es mehrere. Das Rope Taxi wäre letzteres.
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phifue
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von phifue »

Was ich mich gerade gefragt habe. Wäre es vielleicht sinnvoller die Wahlmöglichkeit in den Kabinen zu haben wie in einem Aufzug?
Somit würden die Kabinen besser gefüllt werden und diese würden auch nur noch dort halten wo jemand aussteigen will. Natürlich nicht ganz unproblematisch mit den innenliegenden Skiständern. Und dann wäre der zeitliche Vorteil auch deutlich geringer als bei einer EUB.

Zwar wäre Cassons ein Problem, da niemand der nach Nagens Sura will diese Extrarunde drehen will, aber den Ast könnte man ja auch abkuppeln und einen Umsteigezwang in Startgels einführen, wenn ein Teil aus der Kabine nach Nagens Sura will.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Bergfreak99 »

Wahlmöglichkein IN der Gondel ist doch gar nicht nötig. So gruppieren sich die Leute vor dem Einstieg. Bei viel Andrang werden die Gondeln sowieso voll gefüllt und alle fahren ans gleiche Ort. Andernfalls gäbe es ständig ein bunter Mix.

Umsteigezwang wenn schon in Segnes, nicht Startgels.

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bastian-m
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von bastian-m »

Seilbahnfan 05 hat geschrieben: 11.01.2026 - 10:59 Dafür ist die Bahn ja nur fast doppelt so teuer und viermal störanfälliger als eine normale MGD :mrgreen:
Doppelt so teuer? Im regulären Endkundenpreis wahrscheinlich, aber nicht in der Weißen Arena. Der Prototyp hat 80 Millionen gekostet. Befass dich gerne mal mit den aktuellen Preisen für durschnittliche EUBs von der Stange. Eine Bahn mit fünf Sektionen hättest du nicht billiger bekommen, ganz im Gegenteil. Komperdell-Bahn Serfaus mit einer Mittelstation 50 Millionen. (geht auch billiger bei weniger aufwendig gestalteten Stationsbauten). Wir hatten das hier schon mehrfach - rein preislich sind 80 Millionen für eine Bahn über fünf Sektionen mit sechs Stationen nicht besonders teuer. Wartung, Zuverlässigkeit, Sinnhaftigkeit des Systems an dieser Stelle - das sind alles andere Aspekte. Aber hört mit dem Quatsch auf, das der Prototyp teuer war.

Und zu dem System darf natürlich jeder eine Meinung haben, egal ob er das Ding schon gefahren ist oder nicht. Dennoch ist mein persönlicher Eindruck, nachdem ich die Bahn letzten Winter und letzten Sommer genutzt habe, dass sie mittlerweile besser funktioniert als ihr Ruf (und im Sommer durchaus Sinn macht). Man muss das Teil nicht gut finden, aber wer sie nicht gefahren ist und am besten auch noch nie überhaupt mal im Gebiet unterwegs war, den kann ich hier nur als Bildschirm-Theoretiker titulieren. :-)
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von phifue »

Bergfreak99 hat geschrieben: 11.01.2026 - 13:23 Wahlmöglichkein IN der Gondel ist doch gar nicht nötig. So gruppieren sich die Leute vor dem Einstieg. Bei viel Andrang werden die Gondeln sowieso voll gefüllt und alle fahren ans gleiche Ort. Andernfalls gäbe es ständig ein bunter Mix.

Umsteigezwang wenn schon in Segnes, nicht Startgels.
Das Problem ist ja nicht der Füllgrad der Kabinen sondern, dass es immer an den hinteren Kabinen an der Talstation scheitert. Wenn diese nicht genauso schnell voll werden wie die vorderen behindern diese den Nachschub an leeren Kabinen.
Aber ja eigentlich bräuchte man meine Lösung mit den Wahlpulten in den Kabinen nicht. Das könnte man normalerweise durch ein zweites Gleis dahinter lösen, durch welches man dann mit mehreren Weichen auch an die vorderen Türen weitere leere Kabinen schicken kann. In Laax ist es für diese Lösung zu spät. Wir werden sehen ob es bei weitere Projekte mit diesem System geben wird, wenn denke ich mit deutlichen Änderungen.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von emeh »

bastian-m hat geschrieben: 11.01.2026 - 14:14
Seilbahnfan 05 hat geschrieben: 11.01.2026 - 10:59 Dafür ist die Bahn ja nur fast doppelt so teuer und viermal störanfälliger als eine normale MGD :mrgreen:
..., egal ob er das Ding schon gefahren ist oder nicht. ..., aber wer sie nicht gefahren ist und am besten auch noch nie überhaupt mal im Gebiet unterwegs war, den kann ich hier nur als Bildschirm-Theoretiker titulieren. :-)
Danke.

Du bringst es auf den Punkt.
Habe ich sinngemäß hier auch schon so geäußert und vor allem unendlich viele Male gedacht ...
Das ist schon krass hier im Forum.
Eigentlich schade!

Außerdem:
Die Planer und Konstrukteure sind grundsätzlich mal keine Idioten.
Auch wenn es sicherlich einiges zu optimieren gab und gibt, oder auch wenn sich manches in der Praxis wider Erwarten nicht bestätigen sollte.
Doch mit der Meinung und Einstellung zahlreicher Forums-"Experten" hier würden wir heute noch mit einfachen Stangenschleppern fahren ... :-)

Wohl auch auch deswegen sind zahlreiche Nutzer mit tatsächlicher Erfahrung und tatsächlicher Ortskenntnis hier nicht mehr aktiv ...
Grüße von emeh.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von Seilbahnfan 05 »

Bergfreak99 hat geschrieben: 11.01.2026 - 11:12 Bergwärts fahren (zumindest im Winter) keine leeren Gondeln.
Aber halt auch selten 100%ig gefüllte.
Wenn jemand alleine oder zu zweit in die Talstation geht und Cassons oder Startgels drückt, ist die Chance gross, dass sonst niemand dorthin mitkommt. Es wird also eine Gondel in System gebracht, die nun einige Zeit lang mit 10% oder 20% Befüllung im Umlauf ist.
Auch wenn das sicher nicht allzu häufig passiert, drückt es die eh nicht allzu hohe Kapazität ziemlich.

bastian-m hat geschrieben: 11.01.2026 - 14:14
Seilbahnfan 05 hat geschrieben: 11.01.2026 - 10:59 Dafür ist die Bahn ja nur fast doppelt so teuer und viermal störanfälliger als eine normale MGD :mrgreen:
Doppelt so teuer? Im regulären Endkundenpreis wahrscheinlich, aber nicht in der Weißen Arena. Der Prototyp hat 80 Millionen gekostet. Befass dich gerne mal mit den aktuellen Preisen für durschnittliche EUBs von der Stange. Eine Bahn mit fünf Sektionen hättest du nicht billiger bekommen, ganz im Gegenteil. Komperdell-Bahn Serfaus mit einer Mittelstation 50 Millionen. (geht auch billiger bei weniger aufwendig gestalteten Stationsbauten). Wir hatten das hier schon mehrfach - rein preislich sind 80 Millionen für eine Bahn über fünf Sektionen mit sechs Stationen nicht besonders teuer. Wartung, Zuverlässigkeit, Sinnhaftigkeit des Systems an dieser Stelle - das sind alles andere Aspekte. Aber hört mit dem Quatsch auf, das der Prototyp teuer war.
Du kannst keine Luxusbahn wie die Komperdell mit 3000 P/h mit dem FLEX vergleichen.
Die sehr kleine Kapazität des FLEX erreicht man auch mit einer absoluten Sparvariante, wie es sie in manchem kleineren Skigebiet gibt. Ausserdem wird eine Bahn bei weitem nicht mit doppelt so viel Sektionen auch doppelt so teuer.
Die "neue" Vorabbahn hat zum Beispiel ca. 30 Millionen gekostet, das sind schon mal 20 Millionen weniger als bei der Komperdellbahn.
Auch die Kummebahn in Zermatt, hat ca. 30 Millionen gekostet.
Espace Weisshorn in Zinal hat ca. 25 Millionen gekostet.
Alles Bahnen die in der Schweiz liegen und von der Kapazität her deutlich näher am FLEX liegen.
Ich bleib dabei, mindestens die 20 Millionen von der Gemeinde Flims, hätte man sich sparen können und erst noch ein zuverlässigeres System gehabt.

P.S Ich bin mit der Bahn schon mal gefahren, sonst würde ich nicht meinen Senf hinzugeben.
Ich finde das System im Ansatz auch gut, aber kann einfach nicht erkennen wo man hier Betriebskosten spart.
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Re: Bartholet - System Rope-Taxi - Pilotanlage Flemxpress

Beitrag von GMD »

Ich bin ja nicht prinzipiell dagegen. Aber für einen Prototyp ist der Flex meiner Ansicht nach einfach zu komplex. Da hätte man mit was kleinerem anfangen sollen. Schritt für Schritt quasi statt gleich in die Vollen zu gehen.
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