Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
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- gerrit
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Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Oft findet man beim Tourengehen weiche, wie in Watte gepackte Berglandschaften, doch der heurige niederschlagsarme Winter bietet harte Kontraste, viele Felsen und vom Sturm modellierten Schnee. So war es auch heuer bei unserer zweiten Tour in Kolm Saigurn, der uns zur Fraganter Scharte am Alpenhauptkamm und zur Wintergasse führen sollte. Wie ich ja andernorts vor vielen Jahren ausgeführt habe, sollte dieser Abschnitt der Hohen Tauern ja in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ja Teil eines riesigen Schigebiets werden, dass in seiner Endausbaustufe durchgängiges Schifahren zwischen Bad Hofgastein und Heiligenblut ermöglicht hätte.
Unsere Unternehmung beginnt wieder in Kolm-Saigurn, dem Talschluss des Rauriser Tals auf etwa 1600m Seehöhe. Hier befindet sich auch ein bekannter Eiskletter-Spot, in der Umgebung findet sich einige spektakuläre Wasserfälle und das Naturfreundehaus bietet auch einige artifizielle Trainingsmöglichkeiten. Der Beginn des Aufstiegs führt durch eine steile Waldpassage und ist sowohl bergauf als auch bergab durchaus fordernd. Diese kurze Treppe schaut auf dem Bild zwar absolut unspektakulär aus, aber der Untergrund ist beinhart gefroren, weswegen wir sogar die Harscheisen angelegt haben. Einer der klassischen Ziele der Eiskletterer ist der Barbarafall. Von etwas weiter oben hat man auch einen guten Blick auf den Ammererhof, unser Quartier für diese Tage. Hier ist es den ganzen Winter schattig. Das Niedersachsenhaus steht am Übergang zum Gasteiner Nassfeld, ist aber kein klassisches Winterziel, da der Abstieg in Richtung Gastein durch eine auf Schiern nahezu unpassierbare Schlucht führt. In der Sonne zeigt sich der Hohe Sonnblick. Die kommende Passage wird ziemlich mühsam, da ein starker Föhnsturm vom Hauptkamm her bläst und binnen Sekunden die Spur mit instabilem Triebschnee füllt, Motto ist daher "Ein Schritt vor und zwei zurück!"
So wie in Gastein am Nassfeld war auch die Gegend oberhalb von Kolm Saigurn früher ein Zentrum des inneralpinen Goldabbaus. Oben am Horizont kann man schon das Radhaus erkennen, in dem im 19. Jahrhundert der Antrieb für einen der ersten Schrägaufzüge der Alpen installiert war. Hier kann man die Trasse des Schrägaufzugs erkennen. Wieder das Radhaus, im Hintergrund das Rauriser Tal Glücklicherweise ist der Wind nicht kalt, sonst wäre es hier wohl nicht auszuhalten.... Wie eingangs erwähnt, keine sanften Schneelandschaften heute.... Zwischen der Naturfreundehütte Neubau im Vordergrund und dem Ammererhof im Hintergrund liegen über 550 Höhenmeter! Es ist durchaus anspruchsvoll, zwischen den Felsen die Passagen mit ausreichend Schnee zu finden! Hier die Ruine eines früheren Knappenhauses: Und der Blick zum Sonnblick von der anderen Seite, die einst mächtigen Gletscher sind in den letzten Jahrzehnten massiv geschrumpft. Allerdings lässt nun der Wind plötzlich komplett nach und in der Sonne wird es für einige Zeit ziemlich heiß. Als wir allerdings nach ca. 1250 Höhenmetern Aufstieg die Fraganter Scharte (2754m) erreichten, packt uns der Sturm wieder mit voller Kraft, sodass Helmut und Sabine eher ungeduldig werden, als ich noch meine Fotodokumentation durchführe. Den Aufstieg zur Herzog Ernst Spitze lassen wir aus. Sonnblick mit Vogelmaier-Ochsenkarkees Dann lichte ich die Anlagen am Mölltaler Gletscher aus eher unüblicher Perspektive ab. Noch einige Bilder von der abgewehten Hochfläche und auch nochmals vom prächtigen Sonnblick-Panorama. Wir begeben uns nun aber zur Einfahrt in die Wintergasse.
Durch diese Rinne hätte ja in der ersten Ausbaustufe der Schareckerschließung eine Abfahrt nach Kolm-Saigurn angelegt werden sollen, von dort wäre es dann mit einer Stollenbahn durch den Imhof-Stollen zurück nach Sportgastein gegangen. Besonders breit ist die Rinne ja nicht, und die 5 oder 6 Vorgänger haben die Abfahrt im oberen Teil praktisch komplett verspurt. Aber weiter unten wird der Hang breiter, dafür muss man nun wieder mehr auf Steine achten. Die Ruine des Knappenhauses von der anderen Seite. Die Wintergasse im Rückblick und noch einmal der Sonnblick Das Gelände bis zur Naturfreundehütte Neubau wäre durchaus geeignet gewesen, eine attraktive Schipiste anzulegen, jedoch die 550 Höhenmeter hinunter nach Kolm Saigurn wären sicherlich anspruchsvoll gewesen und hätte wohl einiges an technischer Überzeugungsarbeit gefordert. Wir verzichten auf die abgerutschte und eisige Waldpassage, steigen einige Höhenmeter zur Trasse der Sonnblickseilbahn auf und fahren über zunächst ideale Schihänge mit hervorragendem Pulver (davon gibt es keine Bilder, auch weil wir schon ziemlich spät dran waren) und dann über eine Rinne weiter ins Tal, die in Wirklichkeit wesentlich steiler ist als man aus den beiden kommenden Bildern vermuten könnte. Die Rinne geht dann aber einen verwachsenen engen Bachgraben über, der wegen des doch deutlich fehlenden Schnees extrem mühsam war und von dem es deshalb auch keine Bilder gibt.
Abschließend noch der Hüttenwasserfall Und die Sonnblick-Seilbahn zum Observatorium am Gipfel. Gemeinerweise müssen wir dann unten nochmal anfellen, um die 40 Höhenmeter zu unserem Gasthof aufzusteigen, sodass am Ende 1290 Höhenmeter zusammenkommen.
Zusammenfassend eine höchst eindrucksvolle Tour in prachtvoller Umgebung mit zum Teil ziemlich anspruchsvollem Aufstieg, aber auch mit einzelnen höchst genussvollen Abfahrtspassagen.
Zufrieden und müde gehen wir nach einem wieder hervorragenden Abendessen im Ammererhof ziemlich früh schlafen.
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So wie in Gastein am Nassfeld war auch die Gegend oberhalb von Kolm Saigurn früher ein Zentrum des inneralpinen Goldabbaus. Oben am Horizont kann man schon das Radhaus erkennen, in dem im 19. Jahrhundert der Antrieb für einen der ersten Schrägaufzüge der Alpen installiert war. Hier kann man die Trasse des Schrägaufzugs erkennen. Wieder das Radhaus, im Hintergrund das Rauriser Tal Glücklicherweise ist der Wind nicht kalt, sonst wäre es hier wohl nicht auszuhalten.... Wie eingangs erwähnt, keine sanften Schneelandschaften heute.... Zwischen der Naturfreundehütte Neubau im Vordergrund und dem Ammererhof im Hintergrund liegen über 550 Höhenmeter! Es ist durchaus anspruchsvoll, zwischen den Felsen die Passagen mit ausreichend Schnee zu finden! Hier die Ruine eines früheren Knappenhauses: Und der Blick zum Sonnblick von der anderen Seite, die einst mächtigen Gletscher sind in den letzten Jahrzehnten massiv geschrumpft. Allerdings lässt nun der Wind plötzlich komplett nach und in der Sonne wird es für einige Zeit ziemlich heiß. Als wir allerdings nach ca. 1250 Höhenmetern Aufstieg die Fraganter Scharte (2754m) erreichten, packt uns der Sturm wieder mit voller Kraft, sodass Helmut und Sabine eher ungeduldig werden, als ich noch meine Fotodokumentation durchführe. Den Aufstieg zur Herzog Ernst Spitze lassen wir aus. Sonnblick mit Vogelmaier-Ochsenkarkees Dann lichte ich die Anlagen am Mölltaler Gletscher aus eher unüblicher Perspektive ab. Noch einige Bilder von der abgewehten Hochfläche und auch nochmals vom prächtigen Sonnblick-Panorama. Wir begeben uns nun aber zur Einfahrt in die Wintergasse.
Durch diese Rinne hätte ja in der ersten Ausbaustufe der Schareckerschließung eine Abfahrt nach Kolm-Saigurn angelegt werden sollen, von dort wäre es dann mit einer Stollenbahn durch den Imhof-Stollen zurück nach Sportgastein gegangen. Besonders breit ist die Rinne ja nicht, und die 5 oder 6 Vorgänger haben die Abfahrt im oberen Teil praktisch komplett verspurt. Aber weiter unten wird der Hang breiter, dafür muss man nun wieder mehr auf Steine achten. Die Ruine des Knappenhauses von der anderen Seite. Die Wintergasse im Rückblick und noch einmal der Sonnblick Das Gelände bis zur Naturfreundehütte Neubau wäre durchaus geeignet gewesen, eine attraktive Schipiste anzulegen, jedoch die 550 Höhenmeter hinunter nach Kolm Saigurn wären sicherlich anspruchsvoll gewesen und hätte wohl einiges an technischer Überzeugungsarbeit gefordert. Wir verzichten auf die abgerutschte und eisige Waldpassage, steigen einige Höhenmeter zur Trasse der Sonnblickseilbahn auf und fahren über zunächst ideale Schihänge mit hervorragendem Pulver (davon gibt es keine Bilder, auch weil wir schon ziemlich spät dran waren) und dann über eine Rinne weiter ins Tal, die in Wirklichkeit wesentlich steiler ist als man aus den beiden kommenden Bildern vermuten könnte. Die Rinne geht dann aber einen verwachsenen engen Bachgraben über, der wegen des doch deutlich fehlenden Schnees extrem mühsam war und von dem es deshalb auch keine Bilder gibt.
Abschließend noch der Hüttenwasserfall Und die Sonnblick-Seilbahn zum Observatorium am Gipfel. Gemeinerweise müssen wir dann unten nochmal anfellen, um die 40 Höhenmeter zu unserem Gasthof aufzusteigen, sodass am Ende 1290 Höhenmeter zusammenkommen.
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Zuletzt geändert von gerrit am 27.02.2025 - 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Toller Bericht, danke. Eine Frage:
Beim Bild vom Mölltaler Gletscher sieht es nach einer Tunnelöffnung aus. Was ist das?
download/file.php?id=290258&t=1
Beim Bild vom Mölltaler Gletscher sieht es nach einer Tunnelöffnung aus. Was ist das?
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Kann ich leider nichts dazu sagen.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Wirklich wissen tu' ich es auch nicht, kann es aber beim nächsten Mal da oben versuchen herauszufinden und derweil mal Vermutungen anstellen:Jay hat geschrieben: 27.02.2025 - 21:14 Beim Bild vom Mölltaler Gletscher sieht es nach einer Tunnelöffnung aus. Was ist das?
download/file.php?id=290258&t=1
Erster Eindruck war das täuscht. Zweiter Eindruck war dann du hast recht, da könnte schon was dran sein; andererseits ist das ja "nur" der Felsriegel zwischen Hochwurtenkees und dem Haupttal mit den Stauseen, also das es was mit Letzeren zu tun fehlt mir die Fantasie. Ich würde daher vermuten, dass es was mit dem Skigebiet zu tun, z.B. Beschneiung, Trafostation oder was für das Restaurant.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Ich bin mir zu 99% sicher, dass das die Talstation des ehemaligen Gletscher-Schlepplifts zum Schareck ist.seiiim hat geschrieben: 27.02.2025 - 23:16Wirklich wissen tu' ich es auch nicht, kann es aber beim nächsten Mal da oben versuchen herauszufinden und derweil mal Vermutungen anstellen:Jay hat geschrieben: 27.02.2025 - 21:14 Beim Bild vom Mölltaler Gletscher sieht es nach einer Tunnelöffnung aus. Was ist das?
download/file.php?id=290258&t=1
Erster Eindruck war das täuscht. Zweiter Eindruck war dann du hast recht, da könnte schon was dran sein; andererseits ist das ja "nur" der Felsriegel zwischen Hochwurtenkees und dem Haupttal mit den Stauseen, also das es was mit Letzeren zu tun fehlt mir die Fantasie. Ich würde daher vermuten, dass es was mit dem Skigebiet zu tun, z.B. Beschneiung, Trafostation oder was für das Restaurant.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Ziemlich sicher ist jedenfalls, dass es sich nicht um einen Tunnelausgang handelt sondern um einen würfelförmiges Betongebäude, ich hab das Objekt herausvergrößert und es handelt sich offenbar um einen Betonwürfel:
Zuerst noch einmal das Originalbild: Dann die Vergrößerung: Ich war 1990 ebenfalls in der Gegend, von etwas höherer Ausgangsposition (Aufstieg zur Herzog Ernst Spitze) habe ich damals auch Bilder gemacht, auf dem Foto, das einen Lift zum Hauptinhalt hatte, ist aber nur der oberer Bereich zu sehen: Der interessante Bereich findet sich im Hintergrund eines anderen Bildes: Ich habe versucht, den Ausschnitt zu vergrößern, man kann das würfelförmige Objekt deutlich erkennen, der Lift geht aber in einigem Abstand davon vorbei und reicht weiter hinunter, es dürfte der untere von damals zwei Liften gewesen sein. Ich kann mich an die Entwicklung des Gletschergebietes nicht mehr richtig erinnern, möglicherweise hat man zuerst einen Schlepper gebaut, dessen Talstation der Betonquader war und ihn später - auch wegen der Gletscherveränderung - durch zwei etwas verschwenkte Anlagen ersetzt bzw. auch nach unten verlängert: Die Talstation des vermuteten unteren Lifts kann man auf dem kommenden Bild links im Hintergrund erahnen: Hier noch ein Ausschnittsversuch:
Zuerst noch einmal das Originalbild: Dann die Vergrößerung: Ich war 1990 ebenfalls in der Gegend, von etwas höherer Ausgangsposition (Aufstieg zur Herzog Ernst Spitze) habe ich damals auch Bilder gemacht, auf dem Foto, das einen Lift zum Hauptinhalt hatte, ist aber nur der oberer Bereich zu sehen: Der interessante Bereich findet sich im Hintergrund eines anderen Bildes: Ich habe versucht, den Ausschnitt zu vergrößern, man kann das würfelförmige Objekt deutlich erkennen, der Lift geht aber in einigem Abstand davon vorbei und reicht weiter hinunter, es dürfte der untere von damals zwei Liften gewesen sein. Ich kann mich an die Entwicklung des Gletschergebietes nicht mehr richtig erinnern, möglicherweise hat man zuerst einen Schlepper gebaut, dessen Talstation der Betonquader war und ihn später - auch wegen der Gletscherveränderung - durch zwei etwas verschwenkte Anlagen ersetzt bzw. auch nach unten verlängert: Die Talstation des vermuteten unteren Lifts kann man auf dem kommenden Bild links im Hintergrund erahnen: Hier noch ein Ausschnittsversuch:
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Gibt auch einen Thread Historisches vom Mölltaler Gletscher, da habe ich eines der Bilder von 1990 auch schon gepostet, nicht aber die obigen Ausschnitte. Dort gibts auch noch Ansichten vom Schareck aus meiner Gasteinrecherche aus den 70-er Jahren.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Auf Ortho- und Satellitenfotos ist eindeutig zu erkennen, dass (der untere Teil der) SL-Trasse exakt in der Achse des "Betonblocks" war. Ziemlich sicher übrigens auch die Trasse des Kurven-SL vom Hochwurten-Speicher hoch. Man dürfte wohl beide SL (ursprünglich mutmaßlich auf Gletscher errichtet) damit noch einige Zeit lang erhalten haben.
EDIT: Die Foto-Webcam vom Schareck zeigt das auf Bildern aus dem Sommer auch sehr deutlich (z.B. https://www.foto-webcam.eu/webcam/glets ... 09/04/1020).
EDIT: Die Foto-Webcam vom Schareck zeigt das auf Bildern aus dem Sommer auch sehr deutlich (z.B. https://www.foto-webcam.eu/webcam/glets ... 09/04/1020).
Zuletzt geändert von lanschi am 28.02.2025 - 18:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Auf meinem Bild geht der Lift 1990 aber daran vorbei...
Könnte aber eine Nachfolgeanlage gewesen sein...
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Zuletzt geändert von gerrit am 28.02.2025 - 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Das ist der zweite (Kurven-)SL vom Hochwurtenspeicher hoch. Der Einstieg des SLs auf das Schareck könnte deutlich weiter oben gelegen sein, deshalb sieht man auf deinen Bildern keine Stütze.
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Ja, das wird wohl stimmen und macht auch Sinn, die Antriebsstation am Felsen und der Einstieg weiter oben am Gletscher. Auf dieser Karte von 1991 kann man das auch sehen (runterscrollen).
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Re: Kolm-Saigurn, 22.2.25, Wintergasse: auf den Spuren der Gasteiner Erschließungspläne
Danke Gerrit,
dieser Thread enthält ja gleich zwei bemerkenswerte Teile - deinen Tourenbericht und die Recherche mit den historischen Fotos zu dem Beton-Quader.
Leider ein ikonisches Foto für diesen Winter. Könnte auch der erste mutige Hochtourenversuch im November sein.
dieser Thread enthält ja gleich zwei bemerkenswerte Teile - deinen Tourenbericht und die Recherche mit den historischen Fotos zu dem Beton-Quader.
Leider ein ikonisches Foto für diesen Winter. Könnte auch der erste mutige Hochtourenversuch im November sein.
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