TPD schrieb:
Glaubst Du wirklich immer noch daran, dass es diesen alternativen Standort gibt ?
Das BAV dürfte schon aufgrund der aktuellen Gesetzeslage keine Bewilligung für einen Wiederaufbau erteilen, da die Anlage nicht mehr den neusten Anforderungen entspricht. Da hilft auch kein nettes Gespräch mit den Beamten.
Eine Gesetzesänderung durch die Politik ist reines Wunschdenken, da sich Bern zur Zeit mit ganz anderen Problemen beschäftigen muss.
Ja, natürlich glaube ich an diese Möglichkeit, weil sie im Moment schlicht und einfach die einzige Möglichkeit ist, welche noch da ist! Klingt blöd, ich weiß, aber: egal was die lieben Beamten im Moment sagen, wichtig ist es, die Substanz jetzt zu erhalten (egal wie!), weil sie nachher weg ist, und zwar unwiederbringlich! Die ganze Überzeugungsarbeit, die schon hätte getan werden müssen, ist offenbar bis jetzt nicht getan worden! Es war von Anfang an klar, dass ein solches Projekt absolutes Neuland (sowohl für die Behörden, Denkmalschützer und beteiligte juristische Personen) ist. Das geht nicht von heute auf morgen. Da gilt es Überzeugungsarbeit zu leisten, zu verhandeln - das
ist Knochenarbeit, besonders dann, wenn der Amtsschimmel wiehert. Ist mir alles klar.
Nur, da dies alles bis jetzt nicht geschehen ist, man sich mit möglichen Konzepten am Standort Weissenstein auseinandergesetzt hat und sich nie auch nur ansatzweise darüber Gedanken zu machen, wenn diese Konzepte nicht fruchten, war absolut fahrlässig.
Jetzt ist ein Scherbenhaufen da, und es gilt zu retten, was zu retten ist. Langer Rede kurzer Sinn - das was rettbar ist retten, prüfen und einzulagern. Wenn die finanzkräftigen Sponsoren (wenn es sie denn tatsächlich gibt) hinter dem Anliegen, die letzte vR 101 zu retten, noch stehen, ist dies der einzig sinnvolle Schritt der noch, leider in absolutem Zeitdruck, aber gut, es sollte irgendwie gehen. Das verschafft mal (etwas) Luft, uns verschrotten kann man in 20 Jahren übrigens auch noch. Als nächster Schritt ist dann der Behördenweg anzugehen, mal vorzufühlen und nein, nicht mit der Brechstange wie schon einmal... Verhandlungen brauchen Zeit, und es ist vielleicht zu warten, bis die Zeit reif ist. Das können Wochen, oder eben Jahre sein (ich tippe auf letzteres).
Unterm Strich, 9 Jahre Zeit um sich mit Behörden, Eigentümern und Museen auseinanderzusetzen und das zu realisieren, was ich in die Runde geworfen haben. Und nichts davon ist geschehen, sondern man hat sich mit dem Ansatz des Weiterbetriebes auseinandergesetzt, auch nach dem Zeitpunkt, als jedem normaldenkenden Menschen klar gewesen sein musste, dass das nichts wird. Starrsinnig. Unglaublich. Traurig...
Illhorn schrieb:
lso nochmals: Erhaltung war ganz offensichtlich NIE eine Alternative.
Wenn diese Erkenntnis eh schon da ist, und das seit geraumer Zeit, dann wird es immer unverständlicher, warum sich niemand ein alternatives Erhaltungskonzept überlegt hat. Ich schätze, weil sich niemand auf ein derartiges Risiko einlassen wollte. Nur - wer nichts wagt der nichts gewinnt. Besonders dann, wenn ja finanzstarke Sponsoren vorhanden gewesen wären oder noch sind.
Illhorn schrieb:
Auch für diese Behauptung wirst du hier sicher noch Belege nachliefern.
Da braust du nur etwas weiter vorne im Topic lesen... Übrigens ist Theo hier der einzige User im Moment, welcher sich technisch als auch finanziell mit Seilbahnen auskennen dürfte... So gesehen hat sein Wort immer noch mehr Gewicht als deines... Und auch ich bin der Meinung, dass von den rettbaren Teilen der Anlage die wichtigsten Teile die Pläne sein werden. Es ist illusorisch zu glauben, dass die Anlage 1:1 irgendwo wieder aufgebaut werden kann. Da wird viel zu rekonstruieren sein...
@ GMD und Theo: kann eventuell wer bitte die genauen Konzepte kurz und prägnant vorstellen? Würden mich interessieren. Eine Konzessionsverlängerung um 5 Jahre wäre genau so sinnlos gewesen, denn dann wäre der Streit hinter den Kulissen 5 Jahre weitergegangen, und wir hätten in einem Jahr (seit 4 Jahren fährt ja nichts mehr) die Situation, die wir jetzt hätten, und die ganze Chose wäre 2014 geschrieben worden.
Und zum Schluss zu den Investitionen in BLN Gebieten: ich denke, dass es durchaus möglich ist, Attraktionen so zu errichten, dass sie im Einklang mit den Richtlinien stehen. Es müssen nicht immer die klassischen Attraktionen wie Sommerrodelbahn und Co. sein. Bsp.: Krippenstein.
oberländer schrieb:
Lies bitte Dachstein's Post genauer. Er hat, so wie ich es verstehe, explizit die jetzige Situation angesprochen, wo es darum gehen könnte, Teile der nun abzureissenden Bahn zu retten. Sprich es ging um die Gegenwart und nicht die Vergangenheit. Anstatt hier herumzujammern und den Betreiber zu beschimpfen, könnten die "jede Menge Leute" auch versuchen, Teile der alten Bahn zu retten, um allenfalls ein Denkmal zu erstellen, damit die Bahn nicht ganz in Vergessenheit gerät. Das nützt der VR101 wohl mehr als unzählige Bashing-Beiträge.
Danke, endlich mal einer, der es versteht. Wie es letztendlich zur Jestztsituation gekommen ist, ist mir total wurscht. Man muss mit der Jetztsituation leben und retten, was noch zu retten ist.
MFG Dachstein