Dieser Bericht ist Teil der Berichtsserie meiner dreitägigen Skifahrt im März 2022:
Abtenau / Karkogel 19. März 2022
Altaussee / Loser 19. März 2022
Tauplitzalm 19. März 2022
Ramsau / Obertraun - Dachsteinüberquerung mit Dachsteingletscher und Krippenstein 20. März 2022
Uttendorf / Weißsee Gletscherwelt 21. März 2022
Kaprun / Kitzsteinhorn 21. März 2022
Anfahrt: Ramsau - Dachstein-Gletscherbahn in ca. 0:15 h.
Wetter: Sonnig, nachmittags Durchzug hoher Schleierbewölkung, auf 2700 m -5°C, auf 600 m in Obertraun +9°C.
Schnee: Pulver auf dem Dachsteingletscher, 50-150 cm Feuchtschnee auf der Dachsteinüberquerung, 20-50 cm nasser Alt- und Maschinenschnee auf der Krippensteinabfahrt.
Anlagen in Betrieb: Dachsteingletscher alle, Krippenstein alle außer SCHL Übungslift an der Bergstation.
Wartezeit: Keine außer auf Abfahrt der Pendelbahnen.
Gefallen: Szenario Dachsteingletscher mit Pulverschnee, 25 km Abfahrtsroute mit 2100 Höhenmetern, landschaftliche Impression, zuverlässiger Rückbringershuttle.
Nicht gefallen: Viel mehr Zwischenaufstiege auf der Dachsteinüberquerung, als es die Beschreibungen ahnen lassen. Nicht lustig ohne Tourenski.
Bewertung: 6 von 6 Punkten.
Ursprünglich stand das Obertrauner Skigebiet am Krippenstein als Solist auf dem Programm des ersten Skitages meiner Solofahrt. Doch da Familie Harzwinter erst im August 2021 auf dem Dachsteingletscher (ohne Skibetrieb) gestanden hatte, fiel mir die Möglichkeit der Dachsteinüberquerung per Ski wieder ein. Und siehe da, das Erste, was mir beim Aufruf der Homepage der Ramsauer Dachstein-Gletscherbahn ins Auge fiel, war die Überschrift "Dachsteinüberquerung möglich!". Damit stand das Programm für den zweiten Skitag meiner Tour fest: Dachsteingletscher, Dachsteinüberquerung und Krippenstein. Dass das Skigebiet Dachsteingletscher in der Folge-Wintersaison wegen Gletscherschwunds geschlossen bleiben würde, konnte noch niemand ahnen. Im Hinterkopf hatte ich auch noch die Skiroutenabfahrt von der Austriascharte durchs Edelgrießkar hinunter zur Talstation der Dachstein-Gletscherbahn.
Da ich am Vorabend nicht mehr klären konnte, wie häufig, zuverlässig, leer oder überfüllt, teuer oder gratis morgens ein Skibus von Ramsau zur Dachstein-Gletscherbahn fährt und da die Beutzung der Mautstraße dort hinauf für Seilbahnbenutzer sowieso kostenlos ist, wählte ich entgegen meiner Grundeinstellung zu sinnlosen Autofahrten dann doch den Pkw für die Anfahrt. Um 8:40 Uhr traf ich auf dem noch leeren Seilbahnparkplatz ein, und schon vor 9 Uhr stand ich ohne irgendwelche Wartezeiten auf dem Dachsteinkamm. Wow!
Das Skigebiet auf dem Dachsteingletscher kann nicht mit Tiroler Gletschern mithalten, war für meinen Besuch aber groß genug. Es gab zwei kurze und einen langen Schlepplift sowie eine lange Sesselbahn. Zusammen mit der landschaftlichen Impression und dem Panorama reichte das für einen halben Tag Beschäftigung. Es machte Spaß, die längste Abfahrt von der Bergstation des Schladmingerlifts bis zur Talstation der Mitterstein-DSB durchzubrettern, lediglich die Bergfahrt benötigte danach einige Zeit.
Als Timing für den Start zur Dachsteinüberquerung setzte ich mir 12 Uhr und veranschlagte für die nach 100 Höhenmetern Aufstieg angeblich 25 km vorwiegend abzufahrende Strecke gute 90 Minuten. Damit das klappen konnte, kehrte ich um 11:20 Uhr im Seilbahnrestaurant der Dachstein-Gletscherbahn ein. Tatsächlich stand ich 35 Minuten später wieder auf den Skiern und fuhr den Skiweg im Schuss in Richtung Aufstiegsstrecke / Dachsteinwarte ab. Es war dieselbe präparierte Spur über den Dachsteingletscher, den Familie Harzwinter bereits im August 2021 zur Dachsteinwarte = Seethalerhütte aufgestiegen war. Nur ging das seinerzeit ohne Skischuhe und ohne gebuckelte Skier irgendwie einfacher.
In der Tat führte mich die meist einfach zu befahrende Route der Dachsteinüberquerung, die aus anderthalb präparierten Raupenspurenbreiten und gesteckten Markierungsstangen bestand, durch tolle Hochgebirgslandschaft. Anfangs ging es durch teils felsbestückte, ehemalige Gletscherflächen, später folgte allmählich die Vegetation der Baumgrenze, und das alles auf gefühlt durchaus langer Strecke. Alle Abzweigungen waren vorbildlich ausgeschildert - wer lesen konnte, verfuhr sich nicht. Zwischendurch kam man auf angeblich 5 Minuten Entfernung an der bekannten Simonyhütte vorbei. Ich habe nur ein Distanzfoto von der Hütte gemacht und war nicht dort. Was in der Streckenbeschreibung der Dachsteinüberquerung nur ganz dezent angerissen wird: Zwischendurch gibt es kurze Aufstiege. Aber nicht zwei oder drei, sondern rund zehn à 10-20 Höhenmeter. Wer hier nicht mit Tourenski abfuhr, versuchte die Aufstiege anfangs noch mit angelegten Ski im Treppenschritt zu meistern. Später hatte man das längst aufgegeben und hatte das Equipment abgeschnallt und gebuckelt. Und beim neunten oder zehnten Aufstieg mit auf der Haut reibenden Skischuhen und -socken und ersten Blasen an den Füßen fluchte man bloß noch und wünschte das Ende herbei.
Eben dieses Ende der reinen Dachstein-Skiroute kam mit Erreichen des Bergrestaurants Gjaidalm im Skigebiet Krippenstein. Dort steht ein Gratis-Seillift für weitere 20 Höhenmeter bergauf zur Verfügung. Geschafft? Denkste. Erneut durfte man abschnallen und die nächsten zwei Minuten tragen. Die Beinmuskulatur meckerte, die Blasen rieben. Aber dann war wirklich Schluss mit Laufen.
Auf das Erreichen der Gjaidalm folgte im Anschluss an die reine Dachsteinüberquerung das Befahren der unteren zwei Drittel der Krippensteinabfahrt, mit 11 km angeblich die längste Skiabfahrt Österreichs. Die unteren beiden Drittel der Abfahrt sind zu Recht rot ausgewiesen, das obere Drittel vom Krippensteingipfel bis zur Station Gjaid blau. Die Krippensteinabfahrt bestand bei meinem Besuch vorwiegend aus Sulz auf Eis. Meine Beinmuskulatur fand das nicht lustig, denn gesessen hatte ich zuletzt rund zwei Stunden zuvor im Restaurant auf dem Dachsteingletscher, war aber seitdem geschätzte 250 Höhenmeter zu Fuß in Skischuhen aufgestiegen und 1200 Höhenmeter abgefahren. Der mittlere Teil der Krippensteinabfahrt ist einigermaßen interessant trassiert und aussichtsreich, der Teil unterhalb der 1552 m hoch gelegenen Hüttensiedlung Krippenbrunn führt nur noch mit wenig Aussicht durch Wald. Dabei ist für mich fragwürdig, warum die präparierte Abfahrt stumpf entlang der Forststraße von Obertraun nach Krippenbrunn über die Hanzinger Hütte führt, während parallel im Wald die Trasse der historischen Eisgrube/Imisl-Skiabfahrt weder ausgeschildert noch präpariert wird. Leider wusste ich das vor Ort noch nicht, sondern stellte das erst daheim auf Karten und Pistenplänen fest.
Die Existenz der scheinbar im Nichts gelegenen Hüttensiedlung Krippenbrunn, die man auf der Krippensteinabfahrt passiert, hat einen besonderen Grund: Dies war eine ab Obertraun per Gruppenumlaufbahn erschlossene Lagersiedlung des österreichischen Heeres. Eine zweite Seilbahnsektion führte von Krippenbrunn zur Kaserne Oberfeld knapp oberhalb/südlich der Gjaidalm. Der zugehörige Truppenübungsplatz auf dem Dachsteinhang wurde 2009 geschlossen, die Kaserne 2013. Sie wurde für 172.000 Euro an einen niederösterreichischen Investor verkauft, der sie zu einem Komforthotel umbauen möchte. Wegen Gegenwinds von Umweltverbänden und Umweltanwaltschaft kommt das Projekt aber nicht voran, und die verschlissene, ehemalige Gruppenumlaufbahn wurde mittlerweile bis auf die Stationsgebäude demontiert. Der notwendige Seilbahnneubau würde 8 Millionen Euro kosten. Ich gehe davon aus, dass der Investor eine solche Summe nicht aufbringen kann, und da sich ein Komforthotel im Nirgendwo ohne Zubringerbahn nicht betreiben lässt, wird das ehemalige Kasernengebäude wohl bis zu seinem Abriss in weiter Ferne im italienischen Stil vor sich hindämmern und schließlich verfallen.
Mit Erreichen der Talstation Krippensteinseilbahn hatte ich die vollständige, erweiterte Dachstein-Überquerung nach zwei Stunden, 25 km Strecke und 2100 Höhenmetern abgeschlossen und hatte bis zur Abfahrt der Rückbringerbusse nach Schladming bzw. zur Ramsauer Dachstein-Gletscherbahn noch anderthalb Stunden Zeit. Also gab's einen Nachmittagsskipass zwecks Kennenlernen des Skigebiets. Ich war ja nicht zum Spaß hier, und die Muskulatur hatte schließlich noch den ganzen Spätnachmittag und Abend Zeit, sich zu erholen.
Die beiden Pendelbahnsektionen ab Talstation Obertraun bis zur Bergstation Krippenstein sind optimal getaktet; man muss beim Umsteigen an der Mittelstation nicht warten. Oben auf dem Krippenstein gibt es lediglich ein Mini-Beschäftigungsskigebiet in Form einer kurzen 4SB und eines bei meinem Besuch geschlossenen Schlepplifts, der dieselbe blaue Abfahrt bedient wie die 4SB. Hier hält sich niemand lange auf. Eher lädt die blaue Abfahrt vom Krippenstein in Richtung Gjaidalm zu Wiederholungen ein. Für die Wiederholungs-Bergfahrt hinauf zum Krippenstein benutzt man die herrlich alte Pendelbahn Gjaid-Krippenstein von 1961.
Kurz nach 15 Uhr ging es dann final vom Krippenstein auf die vollen 11 Kilometer Talabfahrt. Unten warteten gleich fünf große Busse der Schladminger Planaibahnen darauf, die Dachsteinüberquerer um 15:30 Uhr zurück ins Ennstal zu bringen. Bis hinauf zur Dachstein-Gletscherbahn über Ramsau war der Bus volle 1:45 Stunden unterwegs. Ende eines langen Skitages mit viiiel Distanz um 17:15 Uhr. Mit dem Pkw ging es für die nächste Übernachtung weitere anderthalb Stunden nach Westen nach Uttendorf bei Zell am See. Unterwegs eine Spritpreissensation: In Eben im Pongau lieferten sich an der Autobahnzufahrt gleich vier Tankstellen auf 500 m einen Preiswettbewerb ... hier tankte ich Diesel für 1,68 EUR pro Liter, der zeitgleich andernorts im Salzburger Land 1,88 EUR und in Deutschland 2,15 EUR kostete.
Es folgt die Foto-Folter von diesem langen, erlebnisreichen Skitag:
Morgens um 8:30 Uhr an der Talstation Türlwand der Dachsteinseilbahn, erreichbar per Mautstraße ab Ramsau, die für Seilbahnbenutzer kostenlos ist. Natürlich fährt auch der Skibus hoch. Man sollte die Mautstraße besser durch eine weitere, unterhalb anschließende Seilbahnsektion ersetzen. Durch die Lärchen links im Bild schaut die Pendelbahn-Bergstation auf dem Hunerkogel auf 2700 m. Das Foto habe ich hastig im Gehen mit geschulterten Ski geschossen, da unmittelbar hinter mir eine zehnköpfige Gruppe zur Seilbahnkasse lief, die ich dort nicht vor mir haben wollte. Ob die beiden SCHL Adlerlifte unterhalb der Türlwand-Parkplätze noch stehen, weiß ich nicht. Ich habe sie nicht gesehen. Sie waren 2021/22 bereits die zweite Wintersaison in Folge außer Betrieb. Aus dem Pistenplan sind sie verschwunden.
Rückblick aus der Dachstein-Pendelbahn auf deren Talstation Türlwand.
Es handelt sich um eine stützenlose Pendelbahn mit 2174 m Spannfeld und 998 m Höhenunterschied.
Einfahrt in die Bergstation.
Die Pendelbahn von 1969 wurde über die Jahrzehnte ständig modernisiert und erhielt 2013 neue Kabinen, davon eine Cabrio-Kabine mit Balkonplattform auf dem Dach. Die Fahrt auf dem Balkon ist bei deutlichen Minusgraden und 12 m/sec = 43,2 km/h sicherlich nichts für Warmduscher.
Mächtiger Gehängeapparat der Kabine.
Stationseinfahrt. Ja, ich finde die Kabine toll.
Neben dem Skifahren fährt man auch für dieses Panorama aus Ennstaler Bergen und Tauern auf den Dachstein. Theoretisch reicht der Blick von hier über fast 200 km bis zu den Stubaier Alpen und Pitztaler Bergen. Bei meinem Besuch gab es "nur" bis zu 100 km Fernsicht. -> Bild anklicken für eine Vergrößerung, wenn Dein Monitor eine entsprechende Auflösung hat.
Zoom zur Hochwurzen.
Zoom ins Skigebiet Reiteralm mit der Gasselhöhe obendrüber, auf die wir im Sommer 2021 gelaufen sind. Links daneben der spitz zulaufende Schober. Man erkennt gut die Chaletsiedlung "Feriendorf Reiteralm".
Und noch das Forstauer Skigebiet Fageralm im Zoom. Obendrüber der Ankogel mit seinem Gletscherfeld.
Noch weiter westlich finden wir im Zoom das Skigebiet Kemahdhöhe von Radstadt/Altenmarkt und das Flachauer Skigebiet am Grießenkareck. Am rechten Bildrand schließlich das Wagrainer Skigebiet am Grafenberg - alles Bestandteile der "Skiwelt Amade". Die beiden Berge links der Bildmitte sind Hoher Sonnblick (links) und Hocharn (rechts). Unten rechts im Bild die Skiabfahrt Rossbrand in Filzmoos.
Das ist das Große Wiesbachhorn in den Tauern, 74 km entfernt.
Zoom von der Bergstation Hunerkogel über die südlichen Vorberge des Tennengebirges zwischen Werfenweng und St. Martin. Der dominierende Buckel links oberhalb der Bildmitte ist der Frommerkogel. Der dreieckige Berg im Dunst am Horizont rechts der Bildmitte ist der Große Hundstod im Steinernen Meer überm Königssee in den Berchtesgadner Alpen, 56 km entfernt.
Zoom über 77 km zum Kitzsteinhorn. Auf der Gletscherfläche rechts der Bildmitte sind die Stützen der EUB Gletscherjet 4 zu erkennen, davor die Abfahrt der KSB Schmiedinger, am rechten Bildrand die Abfahrten des SCHL Maurerkogel. Am Folgetag werde ich dort tatsächlich Ski fahren, was zum Zeitpunkt der Aufnahme erst eine Luftschloss-Idee ist. Der Berg rechts der Bildmitte ist das Rainerhorn im Venedigermassiv, 104 km entfernt.
Noch nicht genügend Bergzooms? Bitteschön, hier der Großglockner auf 83 km Distanz. Vorn links vor dem Gipfel der kleinere Kleinglocknerkees, die größere Gletscherfläche links der Bildmitte ist der Hofmannskees. Auf dem Grat darüber steht die Erzherzog-Johann-Hütte, auf diesem Foto nicht zu erkennen. Faszinierender als Österreichs höchsten Berg selbst finde ich auf dem Foto die beiden Tauernberge unterhalb des Glockners, Sinwelleck und Fuscherkarkopf, die die Erosion in tauerntypisch gleichmäßigen geometrischen Formen herausmodelliert hat.
Ankogel im Zoom auf 54 km.
Und noch die Hochalmspitze in Kärnten zwischen Mallnitz und dem Maltatal auf 55 km Distanz. Der Mast im Joch unten links im Bild (Taferlscharte) gehört nicht zu einem Skigebiet, sondern zur Stromleitung, die den Tauerntunnel der Autobahn 10 über den Berg überquert.
Zoom nach Nordosten übers Dachsteinplateau auf Berge des Toten Gebirges hinterm Grundl- bzw. Toplitzsee: Schermberg, Großer Priel, Spitzmauer, Großer und Kleiner Hochkasten. Skigebiete gibt's dort keine.
Zoom nach Osten zum Pyhrn.
Pistenplan Dachsteingletscher. Ganz rechts ist die Dachsteinüberquerung nach Obertraun eingetragen.
Abfahrtsrampe von der Bergstation der Ramsauer Dachsteinseilbahn zu den Gletscherliften.
Impression des Skigebiets auf dem Dachsteingletscher. Abfahrts-Infinitymotiv.
SCHL und Abfahrt Hunerkogel.
Dito von unten gesehen mit Seilbahnbergstation Hunerkogel oben links.
Und das ist die arg linear gestaltete Abfahrt des Schladminger Lifts, benannt nach dem Schladminger Gletscher, über den beide verlaufen.
Hunerkogellift gegen Koppenkarkogel und Austriascharte.
Der eben so kurze Austriaschartenlift mit seinen beiden steilen Abfahrten, die vormittags teilweise im Schatten liegen. Die Pendelbahnbergstation Hunerkogel oben links im Bild sieht von hier aus wie ein gestrandetes Schiff.
Ein Tourenfahrer überwindet in Skischuhen und mit am Körper gesicherten Ski die 25-30 m hohe Felswand, die den in der Mächtigkeit geschrumpften Dachsteingletscher heute vom Einstieg in den Tunnel zur Edelgrieß-Variantenabfahrt trennt. Da ich keinerlei Sicherungsausrüstung mitführte, ließ ich die 30 Höhenmeter Klettersteig in Skischuhen und damit auch die Edelgrießabfahrt bleiben.
Von der Bergstation SCHL Hunerkogel sieht der Einstieg in Richtung Edelgrießabfahrt so aus. Stufen und Leiter befinden sich links neben der Schleppliftumlenkung im Fels, der Tunneleingang ist als Loch im Fels darüber zu erkennen.
Abfahrt DSB Mitterstein. Leider hat die DSB nur diese eine Piste.
Abfahrt DSB Mitterstein im kahlen, mittlerweile unvergletscherten Gelände auf dem Dachsteinplateau.
Komplettes Terrain der DSB Mitterstein. Bei Neuschnee und guter Sicht sicherlich toll für Freeriding.
Abfahrt DSB Mitterstein.
Rückblick aus der Bergfahrt mit der DSB Mitterstein über das wüstenhaft-monotone Dachsteinplateau.
Blick aus dem Ausstieg der DSB Mitterstein auf die Pisten auf dem Schladminger Gletscher.
Start zur Dachsteinüberquerung!
Aber nach gerade mal 200 m Schussfahrt heißt es zunächst mit gebuckeltem Equipment 100 Höhenmeter aufsteigen.
Ende der Aufstiegsstrecke am Abzweig des präparierten Weges zur Dachsteinwarte.
Die Dachsteinwarte = Seethalerhütte ist weitere 5 Fußminuten entfernt, liegt aber nicht auf der Route der Dachsteinüberquerung.
Zoom vom höchsten Punkt der Dachsteinüberquerung ins Ausseer Land mit dem Loser in der linken Bildhälfte.
Zoom ins Skigebiet am Loser, 23 km entfernt, besucht am Vortag. Wie man sieht, ermöglicht die Topographie dort kaum sinnvolles Skifahren, außer am Loserfenster-Hang.
Ein Blick zurück zur Kuppe der präparierten Spur ...
... und ein Blick nach vorn über den Hallstätter Gletscher bzw. das, was davon noch übrig ist.
Hier wollte ich eigentlich den Krippenstein per Zoom heranholen. Da die Buckel des Dachsteinplateaus aber alle gleich aussehen, habe ich das Foto unbeabsichtigt verschwenkt, und die Gipfelaufbauten auf dem Krippenstein sind nur ganz links am Bildrand sichtbar.
Zoom auf den Lawinenstein im Skigebiet Tauplitzalm, 28 km entfernt, ebenfalls am Vortag besucht. Man erkennt Bergstation und Stütze der EUB Mitterstein. Der Lawinenstein ist innerhalb des Gesamtpanoramas kaum auszumachen; ich habe hier die Bildbearbeitung um Kontrast bemüht. Mittig obendrüber Scheiblingtragl, Großes Tragl, Kleines Tragl - ganz ähnlich, wie ich es aus dem Skigebiet Tauplitzalm selbst fotografiert habe.
Letzter Blick zurück über die präparierte Spur nach Süden, ...
... dann geht es abwärts auf der Überquerungsroute ...
... durch die karge, aber trotzdem interessante Dachsteinlandschaft.
Schöberl heißt dieser eigentümliche, stehengebliebene Kegel aus Dachsteinkalk, der an einen herauserodierten Vulkanschlot erinnert. Dahinter liegt ...
... die bekannte Simonyhütte, ...
... die ich nur auf Distanz abgelichtet habe.
Je weiter man der Route der Dachsteinüberquerung folgt, um so deutlicher modelliert sich der Krippenstein aus der farblosen Karstlandschaft heraus. Vom Gipfel in die rechte Bildmitte verläuft als oberster Teil der Krippensteinabfahrt die blaue Piste zur Pendelbahn Gjaid, deren recht kleines Talstationsgebäude man mit etwas Suchen im Bild findet.
Weiter schlängelt sich die Route der Dachsteinüberquerung durch den Karst des Plateaus.
Und immer wieder muss man vor Kuppen 10-20 Höhenmeter aufsteigen.
An der Vegetationsgrenze der Latschenkiefern wird allmählich der Blick zurück interessant.
Wehe, in diesem Einerlei aus Felsen und Latschen ziehen Nebel oder Schneesturm auf ... dann gibt es keine Orientierung mehr, jedenfalls nicht ohne GPS. So ist es in der entfernteren Vergangenheit mehrfach geschehen, siehe Wiki-Artikel "Unglücke am Dachstein".
Blick zurück zur Dachsteinwarte = Seethalerhütte rechts der Bildmitte.
Blick zurück übers komplette Plateau des Hallstätter Gletschers und tiefer, das von der Überquerungsroute befahren wird.
Endlich ...
Würde man knapp oberhalb der Bildmitte nicht das Berggasthaus Gjaidalm sehen, ließe sich die noch zurückzulegende Entfernung kaum schätzen.
Ende der reinen Überquerungsroute an der Gjaidalm. Nach Benutzung des kostenlosen Seillifts muss man nochmals ein Stück bergauf tragen, erst dann geht es auf die unteren zwei Drittel der Krippensteinabfahrt, geschätzt 6-7 km. Ab hier befindet man sich wieder in einem erschlossenen Alpinskigebiet. -
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Pistenplan Obertraun - Krippenstein.
Seillift Gjaidalm mit Dachsteinplateau. Früher gab es an der Gjaidalm von dem links isoliert stehenden Gebäude aus einen weiteren, ca. 300 m langen Schlepplift auf die erste Anhöhe in Richtung Dachsteinplateau.
Nach weiteren zwei Minuten Tragen der Skier steht man endlich auf der Krippensteinabfahrt und hat diesen einmaligen Blick auf die baulich weitgehend originale Vöest Alpine-Pendelbahn aus dem Jahr 1961 (bei meinem Besuch also 61 Jahre alt!) zum Gipfel. Verblüffend, dass sie noch nicht durch eine dumpfe 4SB ersetzt wurde. Merke: Wer eine Zeitreise-Pendelbahn mit Skibetrieb fahren möchte, muss dazu nicht in abgelegene italienische Alpenregionen fahren.
Auf der Krippensteinabfahrt. Ab der Waldgrenze nicht toll, aber lang.
Die Krippensteinabfahrt führt mitten durch die einstige Armeelagersiedlung Krippenbrunn, vormals erschlossen durch eine in Heeresbesitz befindliche Gruppenumlaufbahn ab Obertraun.
Leider wurden beide Sektionen dieser Gruppenumlaufbahn schon vor diversen Jahren stillgelegt, ihre Stützen demontiert.
Weiter auf der Krippensteinabfahrt.
Kurzzeitig bietet sie Blick auf den Hallstätter See.
Die heutige Krippenstein-Abfahrt folgt dumpf der Forststraßentrasse an der Hanzinger Hütte entlang, obwohl sich rechts daneben im Wald die gewundene Schneise der historischen Eisgrube/Imisl-Abfahrt befindet, die nicht einmal ausgewiesen ist. Bei meinem Besuch habe ich das (noch) nicht gewusst. Erklärungsversuch: Einerseits wurde die fortlaufende Beschneiung an der Forststraße entlanggezogen, andererseits möchte man die genannte Trasse den Freeridern vorbehalten. Unbeschneit hätte man die Krippensteinabfahrt bis hinunter auf 600 m (!) Seehöhe nicht mehr fahren können.
Weiter unten auf der Krippensteinabfahrt, die lediglich der Forststraßentrasse ins Tal folgt. Ich hatte mir mehr versprochen.
Weiter hinab auf der Krippensteinstraße, äääh ... -Abfahrt.
Weiter unten wird sie zum Ziehweg, ...
... bevor sie am historischen Talstationsgebäude endet.
Blick von der Talstation Pendelbahn Krippenstein über die Seilbahntrasse hinauf zur Station Schönbergalm. In der Trasse rechts neben der Seilbahntrasse steht die Stromleitung zur Schönbergalm; das ist keine Abfahrtsmöglichkeit.
Bergfahrt mit der 1. Pendelbahnsektion Obertraun - Schönbergalm. Hinten links der Hallstätter See.
Pendelbahn-Mittelstation Schönbergalm.
Bergfahrt mit der 2. Pendelbahnsektion Schönbergalm - Krippenstein.
Blick aus der Pendelbahnkabine zum Hallstätter See.
Blick aus der Pendelbahnkabine auf die Gipfelsesselbahn Krippenstein.
Stations- und Gebäudeensemble auf dem Krippenstein. Links die Bergstation der historischen Pendelbahn Gjaid, rechts die Bergstation der kurzen 4SB, einer Girak-Garaventa-Bahn aus dem Jahr 2000.
Blick von der kurzen, anfangs ziehwegähnlichen Piste der Gipfelsesselbahn aufs halbe Dachsteinplateau ...
... und aufs ganze. Am linken Bildrand der Schlepplifthang, der von der Sesselbahn mitbedient wird. Ein Schleierwolkenfeld zieht auf.
Zoom ins westliche Dachsteinplateau mit Gjaidstein, Hohem und Niederem Dachstein und Hallstätter Gletscher. An der Kante des Gjaidsteins ist die Dachsteinwarte = Seethalerhütte gut zu erkennen, ebenso wie die präparierte Route der Dachsteinüberquerung, die sich vom Sattel rechts neben der Hütte flach bis zum rechten Bildrand zieht.
Das Karstplateau am Krippenstein ist nicht weniger unwirtlich als das Dachsteinplateau. Ringsum gibt es mehrere Höhlen, teils für Besucher erschlossen. Die alpentypische Almwirtschaft ist hier im Sommer mangels Oberflächenwasser und Vegetation nur sehr eingeschränkt möglich.
Schlepplifthang unterm Krippensteingipfel.
Bei der Bergfahrt mit der Gipfelsesselbahn Krippenstein fällt ...
... die historische Brücke ihres Schlepplift-Vorgängers auf, die seit nunmehr 22 Jahren ungenutzt in der Gegend herumsteht und verfällt.
Krippenstein Lodge an der kurzen Sesselbahnabfahrt.
Noch ein Zoom zum Hohen Dachstein und Hallstätter Gletscher.
Und ein Zoom zum Loser rechts der Bildmitte mit seiner prägnanten Feldwand, wo ich am Vortag war und mich für das Skigebiet nicht begeistern konnte.
Start der Abfahrt zur historischen Pendelbahn Gjaid mit Dachsteinmassiv.
Die Abfahrt ist leicht, aber schön und aussichtsreich zu befahren.
Tie Talstation der Pendelbahn Gjaid steht etwas unglücklich auf einer Anhöhe, weshalb man das letzte Abfahrtsstück mit maximaler Schussgeschwindigkeit unter die Kanten nehmen sollte. Der kurze Hang wird aber auch von einem Seillift bedient. Im Bild oben links unterhalb des Felsbuckels steht die ehemalige Kaserne Oberfeld, die 2013 vom österreichischen Heer geschlossen wurde und seitdem - erfolglos - zu einem Komforthotel umgebaut werden soll.
Talstation Pendelbahn Gjaid mit Kabine von 1961.
Strecke mit Gegenkabine. Auch hier ist oberhalb des Talstationsgebäudes wieder die ehemalige Kaserne Oberfeld zu sehen, die früher per eigener Gruppenpendelbahn des Heeres zu erreichen war.
Letzte Abfahrt vom Krippenstein, hier noch auf der blauen Abfahrt nach Gjaid, ...
... kurz vor der Station Gjaid ...
... und hier schon in Richtung Krippenbrunn.
Nochmal durch die ehemalige Lagersiedlung des Heeres. Bei meinem Besuch wusste ich noch nichts über die ehemalige Gruppenpendelbahn und deren noch bestehende Stationsgebäude, sonst hätte ich mir die ehemalige Station in Krippenbrunn kurz angeschaut.
Nochmal Krippensteinabfahrt mit Blick zum Hallstätter See ...
... und nochmal an der Hanzinger Hütte vorbei.
Die Wiederholung der 11 km Krippensteinabfahrt nach dem Vormittag auf dem Dachstein plus 25 km Dachsteinüberquerung strapazierte bereits merklich Beinmuskulatur, Gelenke und Fußsohlen in den Skistiefeln, ...
... so dass ich irgendwann froh war, den Talboden zu sehen, ...
... bis das Tagessoll schließlich vollbracht war und ich an der Talstation der Krippensteinseilbahn in einen der fünf wartenden Busse zurück ins Ennstal stieg.
Glück gehabt - mein Bus fuhr als erster los und stoppte nur einmal kurz in Haus im Ennstal, dafür nicht in Schladming. Nach 1:45 h Busfahrt ab Talstation Krippensteinseilbahn war ich wieder an der Talstation Türlwand der Dachsteinseilbahn über Ramsau. Da ich am Folgetag zwei Salzburger Skigebiete besuchen wollte, fuhr ich noch anderthalb Stunden weiter nach Uttendorf bei Zell am See.