Das Skigebiet Sternrodt bei Olsberg-Bruchhausen ist ein Geheimtipp im Sauerland. Gute 20 Minuten von den beiden Hochburgen Winterberg und Willingen entfernt, entgeht es in der Regel dem dortigen Rummel. Gleichzeitig bietet es sich für Skigebietswechsler als Nachmittagsziel an, wenn sich hüben wie drüben die Skifahrer stapeln.
Am Sonntag, dem zweiten Saisontag am Sternrodt, wechselte ich nicht und verbrachte meinen gesamten Saisonstart in dem kleinen Gebiet. Wobei, so klein ist es gar nicht. Auf den 1,4 km Abfahrt mit 200 Höhenmetern lässt es sich ganz gut aushalten. Der Parallel-Schlepper sorgt zudem für eine zügige Auffahrt.
Das Skigebiet ist mit allem ausgestattet, was ein Tages-Ausflugsziel benötigt: Neben der Hauptpiste und einem separaten Anfängerbereich sind dies ein Rodelhang sowie Skihütte, Skiverleih und nach Ankündigung auch Skikurse. Der kostenlose Parkplatz wäre dann inzwischen noch als Alleinstellungsmerkmal zu nennen.
Hier der Übungshang, der von einem Handschuhfresser links erschlossen wird.
Diese Gruppe dürfte für guten Gastro-Umsatz gesorgt haben. Bei meiner späteren Einkehr war sie zum Glück nicht mehr da.
Ordentlich Schnee vor der Hütte
Bei meinen drei bisherigen Besuchen lief jeweils nur der linke Lift, aber der dann auf Vmax. Oben rechts der schöne Schlusshang der einzigen Abfahrt.
Der selektive Teil der Abfahrt war schon etwas zerfahren, Feindkontakt war nicht zu vermeiden. Kein Wunder, wenn die hiesige Dorfjugend den Paradehang schon 5 Tage vor Saisonbeginn in Beschlag nimmt.
Die Doppelanlage hat für Rollenfreunde so einiges zu bieten.
Die Lifte sind in den 1970ern nacheinander gebaut worden. Die genauen Daten habe ich nicht zur Hand.
Einen guten Kilometer sind die Schlepper lang. Das ist für sauerländer Verhältnisse schon ordentlich.
Immer wieder wandert der Blick bei der Auffahrt nach links oder rechts in den tiefverschneiten Winterwald.
Die Schneehöhe war mit 20 bis 27 cm angegeben. Das hat bis auf den Schlusshang gut gereicht. Die Lifttrasse wurde zudem von oben nach unten von fleißigen Mitarbeitern stetig ausgebessert. Toller Service.
Am Ausstieg geht es nur nach rechts. Schade, dass es links der Lifttrasse nicht noch eine weitere Abfahrt gibt. Sieht auf dem Luftbild gut machbar aus.
Das wäre wohl ein guter Biwak-Spot für Fritz Meinecke
Das erste Drittel der Abfahrt lädt zu leichten Schwüngen ein.
Danach nimmt das Gefälle etwas zu - ebenso die Aussicht.
Auf dem letzten Drittel befährt man den bereits gezeigten Schlusshang, den ich hier zugunsten des Panoramas abgeschnitten habe.
Das dürfte für mindestens einen der drei Beteiligten nicht sonderlich bequem gewesen sein.
Der berühmte Schilderwald vom Sternrodt.
Was baumelt denn hier unterhalb der vorderen Rollenbatterie herum?
Der 3. Dezember auf rund 700 Metern Höhe: Ein Wintermärchen.
Dann wurde es langsam Zeit für den Einkehrschwung.
Die Umsatztreiber-Truppe war inzwischen zum Glück wieder weg.
Die Skihütte würde ich als gepflegt-rustikal beschreiben. Dass zwischenzeitlich alkoholfreies Weizen und Pommes aus waren (letztere wurden noch herangekarrt), darf man am zweiten Saisontag verzeihen. Dafür war die Stimmung gut und das Personal freundlich.
Der gemütliche Gastraum war die meiste Zeit mit Familien gefüllt, daher nicht fotografiert.
Als dann endlich das Pommes-Taxi vorgefahren war, wurde schnell bestellt. Das Schnitzel mit Paprikasauce ungarische Art entpuppte sich als gefülltes Cordon Bleu. Das sorgte beim ersten Anschnitt für kurzes Entsetzen, war dann aber ganz lecker.
Sieht aus wie ein Scan einer Analogaufnahme, ist aber ein Telezoom durch das Panoramafenster der Hütte.
Nach meiner Pause war dann deutlich weniger los. Dem Vernehmen nach gab es an dem Abend wohl einen besuchenswerten Weihnachtsmarkt in Brilon.
Zeit für die letzten Schwünge.
Zur späten Stunden waren dann nur noch die Liftspur-Rowdys_innen unterwegs.
Tolle Licht-Stimmung zur letzten Abfahrt.