Neues am Pitztaler Gletscher

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Schneefuchs
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Schneefuchs »

Emilius3557 hat geschrieben: 13.03.2025 - 09:07 Frage für einen Freund: Weiß jemand, welcher Anteil der Pisten im Rifflseegebiet (nicht am Gletscher!) beschneit sind? Vmtl. nicht 100%, oder? Was ist mit den beiden Abfahrten am Grubenkopf? Danke vorab!
Auf den Abfahrten am Grubenkopf und auf der Talabfahrt lief im Dezember auf jeden Fall die Beschneiung, auch wenn dort noch nicht offen war. An den kurzen Sesselbahnen oben wird auch beschneit, vielleicht nicht auf jeder Variante.

Richie
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Richie »

Emilius3557 hat geschrieben: 13.03.2025 - 09:07 Frage für einen Freund: Weiß jemand, welcher Anteil der Pisten im Rifflseegebiet (nicht am Gletscher!) beschneit sind? Vmtl. nicht 100%, oder? Was ist mit den beiden Abfahrten am Grubenkopf? Danke vorab!
Auf der Homepage gibt es noch ein paar Infos, aber leider keine detaillierte Erläuterung.
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snowflat
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von snowflat »

Glaube den Link zum Paywall-Artikel hatten wir schon. Unten der lesbare Artikel.

Vermute mal, dass es das dann gewesen ist. Zu viele negative Vorzeichen, mit denen sich die Bergbahnen den Weg der UVP sparen werden ...
Am Pitztaler und Kaunertaler Gletscher wollen die Betreiber 45 Millionen Euro in zwei Seilbahnen und 28 Hektar neue Pisten investieren. Die Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurde bekämpft, das Bundesverwaltungsgericht hat diese jetzt bestätigt.
Quelle: Höchstgericht bestätigt UVP-Pflicht für geplanten Ausbau am Pitztaler Gletscher
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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DerTagesschauer
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von DerTagesschauer »

Die Pitztaler wollen wohl das Projekt nicht aufgeben:

https://www.tt.com/go/30915723

Für alle die es über den Link nicht lesen können:

Die Gletscherbahnen wollen auf einen Ausbau am Pitztaler Gletscher nicht verzichten. Sie bekämpfen deshalb erneut die dafür notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beim Verwaltungsgerichtshof. Das Land Tirol hat die UVP-Pflicht für die geplante Seilbahn auf das Joch unter dem Linken Fernerkogel sowie 15 Hektar neue Pisten vorgeschrieben.

Innsbruck – Nach der gescheiterten Gletscherehe Pitztal-Ötztal wollen die Pitztaler Gletscherbahnen in ihre beiden Skigebiete am Kaunertaler und Pitztaler Gletscher insgesamt 45 Millionen Euro in neue Seilbahnen und 28 Hektar neue Pisten investieren. Die Umweltbehörde im Land hat dafür jedoch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgeschrieben, weil es dadurch zu einer Neuerschließung am Gepatschferner bzw. am Karlesferner kommt.

Für Behörde Neuerschließung

Die UVP-Pflicht wurde beim Bundesverwaltungsgericht (BVwG) bekämpft. Für das Vorhaben am Kaunertaler Gletscher steht eine Entscheidung noch aus, im Pitztal hat das Bundesverwaltungsgericht die UVP-Pflicht bereits vollinhaltlich bestätigt. Diese würde das Vorhaben jedoch massiv erschweren. Für das BVwG ist das Land Tirol zurecht von einer Neuerschließung sowie von einer UVP ausgegangen. Dennoch wurde für die Pitztaler Gletscherbahnen die Tür mit einer Beschwerdemöglichkeit beim Verwaltungsgerichtshof einen Spalt breit offengelassen.

Die Revision sei zulässig, weil die Entscheidung von der Lösung einer Rechtsfrage abhänge, wie der Begriff Gletscherskigebiet auszulegen sei, argumentiert das BVwG. „Die Auslegung durch den Verwaltungsgerichtshof hat aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts auch über den konkreten Einzelfall hinausgehende Bedeutung.“

UVP-Pflicht wird bekämpft

Das ließen sich die Pitztaler Gletscherbahnen nicht zweimal sagen und legten Berufung ein. Das Verfahren wird mit Spannung erwartet, geht es doch um den viel diskutierten Gletscherschutz in Tirol. Umweltorganisationen fordern einen absoluten Schutz, die schwarz-rote Landesregierung verweist hingegen auf die bestehenden Regelungen.

Die Geschäftsführerin der Pitztaler Gletscherbahnen, Beate Rubatscher-Larcher, hofft hingegen darauf, dass die UVP-Pflicht aufgehoben wird. „Die Behörden vertreten die Ansicht, dass die Errichtung einer sechsten Liftanlage am Pitztaler Gletscher – bisher betreiben wir fünf – UVP-pflichtig ist. Auf Basis der vorliegenden Gutachten sehen wir dies jedoch anders.“ Deshalb habe man eine Klarstellung vor Gericht beantragt und sei in Berufung gegangen.

Rubatscher-Larcher verteidigt den Ausbau. „Unser Wirkungsraum sind die Berge des hinteren Pitztals. Innerhalb der ausgewiesenen Skigebietszonen in Tirol möchten wir unser Angebot behutsam weiterentwickeln.“ Ziel sei es, den Lebensraum im hinteren Pitztal langfristig abzusichern und damit einhergehend „eine positive touristische Entwicklung für unsere Region und die Menschen, die hier leben und arbeiten, zu ermöglichen“.
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Seilbahnjunkie
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Die versuchen sich auf den Kunstbegriff Pitztaler Gletscher rauszureden. Es gibt aber halt keinen Pitztaler Gletscher, genauso wenig wie einen Stubaier, Hintertuxer oder Kaunertaler Gletscher.

Und behutsamer Ausbau ist bei denen wohl auch eher ein Witz. Wenn man sie lassen würde, würden die auf gar nichts Rücksicht nehmen.
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noisi
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von noisi »

https://www.foto-webcam.eu/webcam/braunschweigerhuette/

Über die Gletscherzunge wurde ein Weg markiert, auch ein Bagger(?) ist zu sehen, 2025-08-28 10 Uhr. Wozu auch immer.

Aus meiner Sicht ist das mit Totreis durchsetzte steinschlag- und lawinengefährdete Gelände dort denkbar ungeeignet zum Skifahren. Wenn die Gletscherzunge erst mal weg ist, das dauert nicht mehr lange, dann erst recht.
Da müsste so viel gesprengt und gebaggert werden - das sehe ich einfach nicht.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von GIFWilli59 »

Ich glaube, die Markierungen haben keine Bedeutung. Das scheint ein Schreitbagger zu sein, der macht diese Spuren, wenn er sich abstützt.
Vielleicht wird dort irgendwo an einem Weg was gebaggert oder eine Brücke/Furt gebaut.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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j-d-s
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von j-d-s »

Man merkt hier prima, dass es den "Umweltschützern" gar nicht um die Gletscher geht, sondern um Fundamentalopposition gegen jegliche Maßnahme (während die "Umweltschützer" vom Alpenverein seit jeher einfach nur Lobbyismus für ihre eigenen Hütten, Wanderwege und Materialseilbahnen und gegen andere Bergaktivitäten und Seilbahnen betreiben, die wollen quasi den Berg für sich allein und sind die größten Egoisten).

Denn wenn man die Gletscher schützen wollte, müsste man eigentlich möglichst umfangreiches Anlegen von Pisten und Skigebieten auf diesen fordern, da Beschneiung die Gletscher erhält, in Hintertux ist genau deshalb auch der Bereich mit dem meisten Schnee, wo er auch in der Regel das ganze Jahr bleibt, die TFH-Piste die am nächsten an DSB/EUB ist (eben weil die beschneit ist).
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Petz
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Mit einem Gletscherhalt braucht man allerdings nicht zu rechnen, maximal mit einer Abbauverzögerung. Dies hat das am Moteratschgletscher durchgeführte Pilotprojekt zweifelsfrei ergeben:

https://www.watson.ch/schweiz/klima/603 ... unstschnee

Ich stimme Dir allerdings insoferne uneingeschränkt zu das eine durch Beschneiung erhaltene oder auch neu erschlossene Gletscherpiste der weitaus schönere Anblick als die gräßlich anzusehenden Geröllhalden dort oben sind, die man eigentlich sowohl aus optischen wie auch wirtschaftlichen Gründen endlich zum Schotterabbau nutzen sollte anstelle im Tal neue Steinbrüche zu erschließen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.

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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von bastian-m »

j-d-s hat geschrieben: 30.08.2025 - 21:33 Man merkt hier prima, dass es den "Umweltschützern" gar nicht um die Gletscher geht, sondern um Fundamentalopposition gegen jegliche Maßnahme (während die "Umweltschützer" vom Alpenverein seit jeher einfach nur Lobbyismus für ihre eigenen Hütten, Wanderwege und Materialseilbahnen und gegen andere Bergaktivitäten und Seilbahnen betreiben, die wollen quasi den Berg für sich allein und sind die größten Egoisten).
Ich stimme dir zu, dass wenn Organisationen aus reiner Verzögerungstaktik Fundamentalopposition betreiben, das Anliegen des Umweltschutzes ad absurdum geführt wird.

Aber was hat das mit dem aktuellen Gerichtsverfahren zu tun? Nix, denn hier klagt keine Organisation gegen das Vorhaben, sondern die Pitztaler Bahnen gegen den bestehenden Behördenbescheid.
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Petz
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Ein Behörde die einen Bescheid ausstellt kann genauso lobbyismusunterwandert sein wie einige der NGO´s und wer denkt, die österreichischen Landesumweltanwälte wären neutral handelnde Personen, löste bei mir nen lebensbedrohlichen Lachkrampf aus... :!:
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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bastian-m
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von bastian-m »

Völlig korrekt, aber guck dir an worum es in dem Verfahren geht. Da wird sich um die Auslegung von Norm-Begriffen gestritten und es geht ja nichtmal um eine Ablehnung sondern die daraus resultierende Frage UVP-Pflicht ja oder sein. Das ist ja nun ein ganz anderer Fall als z.B. die Behauptung, irgendwo wächst eine seltene Blume oder wurde vor zwei Dekaden mal ein Käfer gesichtet.
Bei jedem Verfahren und/oder jedem Ablehnungsbescheid direkt Öko-Lobbyimus zu unterstellen, ist eben ähnlich fundamental voreingenommen und pauschal, wie eine Umweltschutzorganisation, die erstmal pauschal gegen jeden Positiv-Bescheid klagt. Eine differenziertere Sicht von Fall zu Fall wäre von allen Seiten echt schön. Aber ... ach was red ich :-)
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Seilbahnjunkie
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Petz hat geschrieben: 31.08.2025 - 06:47 Ein Behörde die einen Bescheid ausstellt kann genauso lobbyismusunterwandert sein wie einige der NGO´s und wer denkt, die österreichischen Landesumweltanwälte wären neutral handelnde Personen, löste bei mir nen lebensbedrohlichen Lachkrampf aus... :!:
Der Landesumweltanwalt stellt keine Bescheide aus und Neutralität ist nicht seine Aufgabe.
Wenn wir hier schon über Lobbyismus diskutieren, dann solle man schon mal drüber nachdenken, wer in Tirol die stärkere Lobby hat. Das sind noch immer die Seilbahnen und Touristiker. Wenn die mit Projekten scheitern, dann meist nicht an irgendwelchen Umweltschutzorganisationen, sondern an der öffentlichen Bevölkerung, siehe Gletscherehe.

Man könnte mal generell in Frage stellen, warum man gegen eine UVP Pflicht klagen kann. Es wird hier ja gerne eine Beschränkung der Einspruchs- und Klagerechte von Umweltschutzorganisationen gefordert, dann muss man aber auch umgekehrt den selben Maßstab anlegen. Warum reicht es nicht aus, wenn ein Klagerechte gegen den UVP Bescheid besteht, warum kann man versuchen gleich das ganze Verfahren zu verhindern? Wenn ein Vorhaben wirklich nicht UVP-pflichtig wäre, dann sollte es doch auch locker durch eine UVP durch kommen.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 31.08.2025 - 10:10Der Landesumweltanwalt stellt keine Bescheide aus und Neutralität ist nicht seine Aufgabe.
ich habe auch nicht angemerkt das der Landesumweltamwalt Bescheide ausstellt - dies machen nur Behörden. Aber ich erwarte von einer, von meinen Steuergeldern finanzierten Institution im Rahmen ihrer Aufgabe sehr wohl Neutralität denn sonst ist dies steuerfinanzierter Lobbyismus den es nicht geben darf.

Alles was bis dato an Zusammenschlußprojekten angedacht wurde, waren meiner Überzeugung nach Schüsse in den Ofen denn bei keinem konnte ich echte Vorteile für Benutzer erkennen; meiner Überzeugung nach sollten die in Wirklichkeit nur als Ertragssteuerminimierungsposten dienen.
Einer Erweiterung eines bestehenden Gebietes sehe ich aufgrund der Angebotsverbesserung für die Kunden aber als grundsätzlich sinnvoll an und wenn man sich in Summe vor Augen führt, wieviele Lifte und Gebiete in den letzten Jahrzehnten bereits globalerwärmungsbedingtem Schneemangel zum Opfer fielen, kann realistisch betrachtet von einer Erweiterung skitouristisch genutzter Areale keine Rede sein.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Also in Tirol sind eher noch keine Gebiete dem Klimawandel zum Opfer gefallen, eher den steigenden Ansprüchen der Kunden.

Die Zusammenschlüsse haben sehr wohl einen Nutzen für die Kunden, den das befahrbare Gebiet wird dadurch größer. So viel kann man am Pitztaler gar nicht neu erschließen, wie durch Sölden dazukommen würde. Ich fände das auch ein feines Gebiet, vor allem in der Gletschersaison. Aber ob das die Eingriffe in die Umwelt wert wäre, weiß ich nicht.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Ich erinnere mich allerdings noch an etliche Dorflifte im Talbereich die heute allesamt Geschichte sind...

Ich bezweifle allerdings sehr das Verbindungsbahnen zwischen Gebieten von Besuchern tatsächlich in jenem Ausmaß genutzt werden wie es gerne postuliert wird.
Wer z. B. Sölden als Skiarea bevorzugt wird sich normalerweise gleich dort und nicht im Pitztal einquartieren. Und nur um Sölden mal zu beschnuppern reicht ein Besuch am An-, bzw. Abreisetag den man dann eben im Ötztal verbringt.
Der einzig praktikable Verbindung die ich sehe ist jene zwischen Ischgl und Samnaun.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ob Sölden (außerhalb der Gletschersaison) davon profitiert kann man bezweifeln (die wollten ja auch nie wirklich), aber das Pitztal würde durchaus profitieren.

Und Verbindungen (jenseits von Ischgl-Samnaun) generell in Frage zu stellen halte ich für sehr realitätsfern. Obergurgl - Hochgurgl hat garantiert profitiert, um mal in der Gegend zu bleiben. Aber es gibt noch viel mehr Beispiele, Mayrhofen - Lanersbach, Kaltenbach - Hochfügen, die ganze Zillertalarena, die Skiwelt, Kitzbühel - Pass Thurn, Kals - Matrei,... Ich könnte noch ewig so weiter machen.

Die Dorflifte sind wie gesagt nicht in erster Linie am Klimawandel gescheitert. Ansonsten dürften ja nur die sterben die am tiefsten liegen, als hauptsächlich im Inntal. Das sind aber nicht die einzigen. In Kirchdorf würde der Lift ja auch zugesperrt und die gesamte Kelchsau wurde stillgelegt.
Aber natürlich wird das irgendwann passieren, dann trifft es auch richtig große Gebiete. Die Skiwelt dürfte zu den ersten Opfern gehören, da hatte es in den letzten beiden Jahren schon teilweise grenzwertige Bedingungen.

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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 31.08.2025 - 20:55Ob Sölden (außerhalb der Gletschersaison) davon profitiert kann man bezweifeln (die wollten ja auch nie wirklich), aber das Pitztal würde durchaus profitieren.
..............................................................................................
Und Verbindungen (jenseits von Ischgl-Samnaun) generell in Frage zu stellen halte ich für sehr realitätsfern.
Ich denke das Pitztal würde mehr davon profitieren wenn man das Gebiet einem Ausbau unterzieht der auch den Namen verdient; dies bedeutete für mich nebst einem vernünftigen oberirdischen Hochleistungszubringer und einer Talabfahrt auch, den ungenutzten südlichen Teil des Mittelbergferners zu erschließen. Nachdem die Ötztaler auf eine Verbindung weder angewiesen sind noch in erwähnenswerten Ausmaß davon profitieren würden, diktierten die Söldner die Bedingungen die mich für´s Pitztal nichts wirklich Gutes verheißen ließen... :ja:

Sorry aber ich definiere Verbindungen nur insoferne als solche, wenn zwei Gebiete durch eine eigene, lange und nicht auch für Skibetrieb genutzte Bahn verbunden werden was im Moment eigentlich nur bei der 3S in Kitzbühel der Fall ist oder sich bei der Verbindung Schlick - Axamer Lizum so verhielte. Nur eine Anlage samt Abfahrt zum Nachbarn aufzubauen werte ich als Kooperation aber nicht als Gebietsverbindung. Dies deshalb, weil man das längst in der Vergangenheit realisiert hätte wenn früher nicht das Konkurrenzdenken der Beteiligten so ausgeprägt gewesen wäre, das man dem Nachbarn keinen einzigen zusätzlichen Gast gönnte... ;D
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von j-d-s »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 31.08.2025 - 10:10
Petz hat geschrieben: 31.08.2025 - 06:47 Ein Behörde die einen Bescheid ausstellt kann genauso lobbyismusunterwandert sein wie einige der NGO´s und wer denkt, die österreichischen Landesumweltanwälte wären neutral handelnde Personen, löste bei mir nen lebensbedrohlichen Lachkrampf aus... :!:
Der Landesumweltanwalt stellt keine Bescheide aus und Neutralität ist nicht seine Aufgabe.
Wenn wir hier schon über Lobbyismus diskutieren, dann solle man schon mal drüber nachdenken, wer in Tirol die stärkere Lobby hat. Das sind noch immer die Seilbahnen und Touristiker. Wenn die mit Projekten scheitern, dann meist nicht an irgendwelchen Umweltschutzorganisationen, sondern an der öffentlichen Bevölkerung, siehe Gletscherehe.

Man könnte mal generell in Frage stellen, warum man gegen eine UVP Pflicht klagen kann. Es wird hier ja gerne eine Beschränkung der Einspruchs- und Klagerechte von Umweltschutzorganisationen gefordert, dann muss man aber auch umgekehrt den selben Maßstab anlegen. Warum reicht es nicht aus, wenn ein Klagerechte gegen den UVP Bescheid besteht, warum kann man versuchen gleich das ganze Verfahren zu verhindern? Wenn ein Vorhaben wirklich nicht UVP-pflichtig wäre, dann sollte es doch auch locker durch eine UVP durch kommen.
Ganz prinzipiell muss zunächst einmal im Rechssystem jeder, der klagen will, eine Beschwer haben, d.h. direkt selbst betroffen sein. Das können Anrainer sein wegen Dingen die in der Nähe geschehen und nachweisbare und rechtlich relevante Folgen haben, das können Bürger sein wegen Vorschriften durch Behörden, die dem jeweiligen Bürger das handeln regulieren usw.

Und ein Unternehmen, dass seinen Geschäftsbetrieb erweitern möchte und dafür von einer Behörde höhere Auflagen bekommt, hat daher ganz sicher eine Beschwer.

Wenn es jedoch um öffentliches Interesse geht, also Dinge die niemanden direkt betreffen sondern eben alle, dann kann prinzipiell niemand klagen, denn um öffentliches Interesse zu regulieren haben wir Gesetze von gewählten Parlamenten, und die originäre Aufgabe von gewählten Bürgermeistern/Landeshauptleuten usw., die Abwägung von öffentlichem Interesse A wie Umweltschutz mit öffentlichem Interesse B wie wirtschaftlichem Fortschritt. Der einzige demokratisch legitimierte Rekurs ist dann, bei der nächsten Wahl jemand anderen zu wählen, oder, was natürlich noch besser ist, wenn man umfangreiche direktdemokratische Rechte hat, sodass ein Rekurs durch ein Referendum mittels Unterschriftensammlung erzwungen werden kann.

Dann wurde erst in den 2000ern, nachdem das die EU-Staaten in Brüssel beschlossen hatten, ein diesem seit Jahrhunderten bewährten Prinzip des Rechtsstaates und der Demokratie ein weiteres Instrument neu erfunden, nämlich dass Organisationen auch klagen können, ohne demokratisch legitimiert zu sein.

Genau das ist das Problem, denn Greenpeace, Mountain Wilderness und ähnliche Gruppierungen vertreten gerade nicht das Interesse der Allgemeinheit, weil sie keinerlei Legitimation durch Wahlen haben, sondern sind Lobbyistengruppen, die einfach nur eine politische Agenda und Eigeninteressen pushen wollen, weswegen das Verbandsklagerecht genauso absurd ist, wie wenn der Industriellenverband eine Klage gegen Arbeitsschutzvorschriften einreichen könnte oder gleich eine Partei wie die Neos eine Klage gegen zu viel Bürokratie einreichen könnte, was sicher keiner will.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Du hast eine völlig absurde Rechtsauffassung. Die "Umwelt" kann auf Grund ihrer eigenen Betroffenheit halt nicht selbst klagen, also müssen das andere für sie übernehmen. Und die Lobbyvorwürfe finde ich wirklich lächerlich. Auf der einen Seite findest du es völlig in Ordnung, wenn Firmen ihre wirtschaftlichen Interessen durchdrücken, aber Umweltorganisationen sind unzulässiger Lobbyismus?
Petz hat geschrieben: 01.09.2025 - 02:06 Sorry aber ich definiere Verbindungen nur insoferne als solche, wenn zwei Gebiete durch eine eigene, lange und nicht auch für Skibetrieb genutzte Bahn verbunden werden was im Moment eigentlich nur bei der 3S in Kitzbühel der Fall ist oder sich bei der Verbindung Schlick - Axamer Lizum so verhielte. Nur eine Anlage samt Abfahrt zum Nachbarn aufzubauen werte ich als Kooperation aber nicht als Gebietsverbindung. Dies deshalb, weil man das längst in der Vergangenheit realisiert hätte wenn früher nicht das Konkurrenzdenken der Beteiligten so ausgeprägt gewesen wäre, das man dem Nachbarn keinen einzigen zusätzlichen Gast gönnte... ;D
Jetzt bin ich etwas verwirrt. Was hat denn dann dein Beispiel Ischgl - Samnaun damit zu tun?

Auf deine Beschreibung passet aber in jedem Fall auch auf Gurgl, und das finde ich sehr sinnvoll (genauso wie Kitzbühel). Schlick - Axamer Lizum fände ich übrigens ebenso sinnvoll, genauso wie Hochötz- Kühtai.
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von Petz »

Für so absurd halte ich j-d-s´s Überlegungen nicht denn ich sehe das grundsätzliche Problem einer massiven Ungerechtigkeit durch den Lobbyismus im Allgemeinen der, wenn es nach mir ginge, generell ein Straftatbestand in Verbrechenskategorie wäre.
Wenn eine Lobbyorganisation z. B. gegen einen Skigebietsausbau klagt weil irgendein Grünzeug davon betroffen ist, müsste es für einen Felsbrocken der im Rahmen eines kollaudierten Steinbruchbetriebes runtergesprengt wird genau dieselben Möglichkeiten geben. Nachdem sich für den aber schlicht kein Schwein interessiert finden wir ihn letztlich geschreddert irgendwo wieder.
Ich sehe daher ein Klage-, Einspruchsrecht nur für jene juristische Personen als überhaupt angebracht, die nachweislich direkt von den Folgen irgendeiner Genehmigung etc. betroffen sind; alles andere steht in der Verantwortung der demokratisch gewählten Regierungen die man bei Mißliebigkeit bei der nächsten Wahl aus dem Amt jagen und damit den Kurs korrigieren kann.

Ischgl - Samnaun wäre genaugenommen auch kein Zusammenschluß sondern eine nachbarschaftliche Kooperation; dies allein schon deshalb weil das Gebiet schon aufgrund der Grenzüberschreitung immer in der Hand zweier eigenständiger GmbH´s bleiben wird und außerdem die Verbindungsbahnen auch Pisten bedienen..
Wenn eine Verbindungsbahn aber nur dazu diente wie in Kitz oder Schlick - Lizum Skifahrer zwischen zwei praktisch topographisch getrennten Gebieten hin-, und herzuschaufeln, sehe ich darin wenig Sinnhaftigkeit.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
j-d-s
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von j-d-s »

Meine Rechtsauffassung ist herrschende Meinung unter Juristen, du kannst ja gerne mal privat versuchen für den Umweltschutz zu klagen.

Dass das Verbandsklagerecht für Umweltschutzverbände erst in den 2000ern eingeführt wurde, ist nunmal Fakt, kannst du alles bei Wikipedia nachlesen, https://de.wikipedia.org/wiki/Verbandsklage, dort wird zwar nur Deutschland genau dargestellt, allerdings basierte die Einführung in D auf der EU-Richtlinie 2003/35/EG und wird daher in den anderen EU-Ländern in einem ähnlichen Zeitraum gewesen sein.
moimel
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von moimel »

Ich weiß nicht ob das doppelt ist, aber ich habe versucht herauszufinden, wie die Pitztaler Gletscherbahnen eigentlich genau die UVP Pflicht beklagen:

Im Grunde geht es um die Definitionen Erweiterung vs. Neuerschließung und vor allem Skigebiet vs. Gletscherskigebiet.

UVP-pflichtig sind Neuerschließungen von Gletscherskigebieten immer. Erweiterungen von Skigebieten jedoch nicht immer, es gibt Karenzgrenzen.

Jetzt fängt die juristische Spielerei an:

Für die Gletscherbahnen ist ein bestehendes Gletscherskigebiet per Definition ein Skigebiet (kein explizites Gletscherskigebiet, sondern ein Skigebiet welches auch Flächen auf einem Gletscher nutzt).

Da das Vorhaben dazu eine Erweiterung sei (siehe auch Skigebietsgrenzen Erweiterungsgebiet), gilt die UVP Pflicht ebenfalls nicht. Die neuen Flächen sind eben teilweise zufällig auf einem Gletscher.
seiiim
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Re: Neues am Pitztaler Gletscher

Beitrag von seiiim »

j-d-s hat geschrieben: 01.09.2025 - 14:48 [...] Dann wurde erst in den 2000ern, nachdem das die EU-Staaten in Brüssel beschlossen hatten, ein diesem seit Jahrhunderten bewährten Prinzip des Rechtsstaates und der Demokratie ein weiteres Instrument neu erfunden, nämlich dass Organisationen auch klagen können, ohne demokratisch legitimiert zu sein.

Genau das ist das Problem, denn Greenpeace, Mountain Wilderness und ähnliche Gruppierungen vertreten gerade nicht das Interesse der Allgemeinheit, weil sie keinerlei Legitimation durch Wahlen haben, sondern sind Lobbyistengruppen, die einfach nur eine politische Agenda und Eigeninteressen pushen wollen, [...]
Wir sind ja - aus gutem Grund- schon öfter aneinandergeraten, aber für dieses Statement erntest du von mir viel Applaus. Gehe ich voll mit; diese Verhinderer überschreiten ihre Kompetenzen immer wieder und maßen sich Standpunkte "für die Allgemeinheit" an, die ganz sicher nicht der Allgemeinheit entsprechen. Und diejenigen, die mit solchen Organisationen sympathisieren (sei es in diesem Forum oder außerhalb), zeigen, dass sie null G'spür für wirtschaftliche Interessen haben oder sich jemals selbst etwas erwirtschaftet haben, was im Umkehrschluss die Frage aufwirft, warum man so jemandem überhaupt eine Stimme geben sollte.

@Petz betr. Verantwortung der politischen Entscheidungsinstanzen: Ich verstehe was du sagen willst, sehe hier jedoch für die Praxis den Pferdefuß, dass das ja heißen würde man könnte ein Projekt durch Zustimmung der amtierenden Regierung beginnen bzw. durchführen; wenn man die dann "aus dem Amt jagt" bzw. bei Drehen des politischen Windes (was ja aufgrund ganz anderer Themen der Fall sein kann) würde das dann von der neuen Regierung wieder gestoppt (?). So hätte man dann z.B. im skitouristischen Bereich eine Menge Bauruinen respektive Stop-and-Go-Projekte auf den Bergen. Da müsste sich dann schon die Politik der Wirtschaft unterordnen, wenn ein Projekt zum Zeitpunkt X genehmigt wurde, dass das dann auch gilt.

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