Nur dass dieser Gletscherabbruch mit großer Wahrscheinlichkeit dem (durch den von uns beschleunigten Klimawandel) wegtauenden Permafrost zu verdanken ist. Ohne hätte es nämlich sehr wahrscheinlich den vorangegangenen Felssturz nicht gegeben (das ist genau die Höhe wo sich das Tauen des Permafrosts eben bemerkbar macht).Theo hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:13 Ich glaube das hier ist der falsche Platz um über Klimawandel zu diskutieren, vor allem wenn man bedenkt dass es ja dann 1865 bei einem Ereignis an diesem bach ja dann auch der gewesen sein müsste, damals einfach weil es viel zu viel schneite und es deshalb im Sommer zu einem Gletscherabbruch kam.
Wem das für Neubauten nötige Land derzeit gehört spielt glaube ich nicht so eine Rolle, denn die wo wenn es soweit kommt darauf bauen werden werden diese Flächen sicher nicht zum Baulandpreis bezahlen müssen und folglich werden die derzeitigen Besitzer bei einer Veräusserung auch nicht steinreich. Das Land hat jetzt nicht viel Wert und falls nicht gebaut werden kann ist dieser Wert noch geringer. Dass es da zu einer Neuparzellierung kommen wird ist klar, dass es dabei auch Enteignungen geben wird davon ist auszugehen.
Felssturz bedroht Blatten
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Re: Felssturz bedroht Blatten
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Vergleichbare Fälle zu Grundstücksfragen gibt es bei Umsiedlungen ganzer Dörfer, etwa beim Bau eines Staudamms. An gleicher Stelle wird man Blatten kaum wieder aufbauen. Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist. Auf den Aufnahmen vor dem aktuellen Bergsturz sieht man, dass das kleine Wäldchen südlich von Blatten auch schon auf einem Schuttkegel gewachsen ist. Da ist also schon in früheren Zeiten etwas herunter gekommen. Eigentlich müsste man nun den kompletten Schuttkegel abräumen, um Raum für weitere Bergstürze zu schaffen. Ansonsten muss man bei der Neuansiedlung sehr viel Abstand einplanen.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Ich bin da immer sehr zurückhaltend als Deutscher, Stimmungen und politische Strömungen in der Schweiz von außen zu beurteilen, daher als Frage gemeint an die eidgenössischen User: Stimmt mein Eindruck aus der medialen Berichterstattung, dass die Schweiz als Ganzes sich das auf allen Ebenen (Bund, Kanton, Bevölkerung) zur Gemeinschaftsaufgabe gemacht hat, dieses Dorf in irgendeiner Form neu entstehen zu lassen? Den Verlust von idiellen Werten kann nichts aufwiegen, aber täuscht mein Eindruck, dass der individuelle Versicherungsstatus nicht unbedingt ausschlaggebend sein dürfte?
Finanzierung Wiederaufbau: Ich habe von 130 zerstörten Häusern gelesen. Wenn der Bund das wollen würde - ich glaube finanziell schlägt das innerhalb des schweizer Bundeshaushalt nicht nennenswert zu Buche.
Ein moderationstechnischer Hinweis: Wer den Aspekt des Klimawandels bei diesem Ereignis näher diskutieren möchte, möge dafür bitte auf den Klima-Diskussionsfaden ausweichen.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.Theo hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:13 Wem das für Neubauten nötige Land derzeit gehört spielt glaube ich nicht so eine Rolle, denn die wo wenn es soweit kommt darauf bauen werden werden diese Flächen sicher nicht zum Baulandpreis bezahlen müssen und folglich werden die derzeitigen Besitzer bei einer Veräusserung auch nicht steinreich. Das Land hat jetzt nicht viel Wert und falls nicht gebaut werden kann ist dieser Wert noch geringer. Dass es da zu einer Neuparzellierung kommen wird ist klar, dass es dabei auch Enteignungen geben wird davon ist auszugehen.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Ich hab da gar keine Ahnung von, aber kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass sich dort unten im Tal das Eis Jahrzehnte halten wird. Weil der Schutt es beschattet?NeusserGletscher hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:39 Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Ich habe auch keine fachliche Expertise dazu, aber wenn ich sehe mit welch geringen Schmelzverlusten manche Schneedepots in niedriger Höhenlage durchkommen, halte ich das schon für realistisch.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.Endmoräne hat geschrieben: 15.06.2025 - 18:21 Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Wirklich?In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Soweit mir bekannt ist, gab es bei den Umsiedlungen aufgrund des Tagbau sehr wohl Proteste! Auch wenn dort schon seit Jahrzehnten klar war, dass diese Dörfer irgendwann mal weg müssen, weil entsprechende Verträge existieren.
Zudem konnte man das neue Dorf vor dem Abriss der alten Häuser beziehen.
In Blatten war das ganze Dorf innerhalb Minuten weg und man hat noch keine Alternative!
Und es wird wohl auch nicht so einfach in der Region einen geeigneten Platz zu finden.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Die Einschätzung habe ich wörtlich von SRF übernommen. Sie stammt von Christian Huggel, Klimaforscher und Geograf an der Universität Zürich.judyclt hat geschrieben: 15.06.2025 - 20:46Ich hab da gar keine Ahnung von, aber kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass sich dort unten im Tal das Eis Jahrzehnte halten wird. Weil der Schutt es beschattet?NeusserGletscher hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:39 Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Natürlich gab es Protste, aber wegen des Abrisses der alten Dörfer, nicht wegen der Ersatzbauten. Diese Phase gibt's ja in Blatten nicht, gegen was wollte man da noch protestieren?TPD hat geschrieben: 15.06.2025 - 23:32Wirklich?In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Soweit mir bekannt ist, gab es bei den Umsiedlungen aufgrund des Tagbau sehr wohl Proteste! Auch wenn dort schon seit Jahrzehnten klar war, dass diese Dörfer irgendwann mal weg müssen, weil entsprechende Verträge existieren.
Zudem konnte man das neue Dorf vor dem Abriss der alten Häuser beziehen.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Und die Proteste waren oft nicht von den persönlich Betroffenen, sondern da wurde teilweise das Schicksal weniger mehr oder weniger "gekapert".
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Nicht wirklich, oder? Wir hatten zwar die Westverschiebung Polens und nachher ein paar Tagebaue. Aber das ist nicht vergleichbar. Oder besser, die Tagebaue wären es, und da haben wir zwar die Dörfler umgesiedelt, aber eben nicht die Dörfer. Soll heißen, es gab gut Geld und dann hieß es, "Pfiats eich!" Die Menschen verstreuen sich dann und das Dorf als kultureller Ort und Gemeinschaft ist ausgelöscht.Seilbahnjunkie hat geschrieben: 15.06.2025 - 22:21In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.Endmoräne hat geschrieben: 15.06.2025 - 18:21 Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Man kann doch jetzt nicht wirklich diese schlimme Naturkatastrophe mit einer waschechten Enteignung vergleichen wie sie beim Tagebau durchgeführt wurde?! Das sind doch ganz andere Voraussetzungen.
Man wird hier doch sowieso komplett bei null anfangen müssen. Sollte an der Stelle ein Wiederaufbau erfolgen muss meines Erachtens doch sowieso alles neu ausgelotet und die Grundstücke neu ausgewiesen werden, das Gelände ist doch nun ganz anders beschaffen als es vorher war, das bekommt man doch niemals genauso wieder hergestellt wie es mal gewesen war. Auch die Straßen und Wege werden vermutlich anders verlaufen.
Man wird hier doch sowieso komplett bei null anfangen müssen. Sollte an der Stelle ein Wiederaufbau erfolgen muss meines Erachtens doch sowieso alles neu ausgelotet und die Grundstücke neu ausgewiesen werden, das Gelände ist doch nun ganz anders beschaffen als es vorher war, das bekommt man doch niemals genauso wieder hergestellt wie es mal gewesen war. Auch die Straßen und Wege werden vermutlich anders verlaufen.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Das Problem ist doch, dass die bisherige Dorffläche zum Großteil auf absehbare Zeit (wenn nicht für immer) nicht mehr bebaubar ist. Das bedeutet, es müssen unbetroffene Flächen als Ersatz gefunden werden. Da kommt es dann halt darauf an wem die gehören.
Natürlich wurden Dörfer umgesiedelt, irgendwo haben sie sogar die Dorfkirche mitgenommen. Das bedeutet ja nicht, dass man alle Häuser genau so wieder aufgebaut hat und natürlich haben sich manche dazu entschieden lieber gleich ganz woanders hin zu ziehen.Endmoräne hat geschrieben: 16.06.2025 - 13:27 Nicht wirklich, oder? Wir hatten zwar die Westverschiebung Polens und nachher ein paar Tagebaue. Aber das ist nicht vergleichbar. Oder besser, die Tagebaue wären es, und da haben wir zwar die Dörfler umgesiedelt, aber eben nicht die Dörfer. Soll heißen, es gab gut Geld und dann hieß es, "Pfiats eich!" Die Menschen verstreuen sich dann und das Dorf als kultureller Ort und Gemeinschaft ist ausgelöscht.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Longarone? Wohl nicht. Die Landschaft unterhalb des Staudamms wurde nicht so extrem und auf lange Zeit verändert, wie dies im Lötschental der Fall ist. Dafür gab es damals leider sehr viele Opfer.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Und trotzdem wurde ein Ort durch eine Naturkatastrophe ausgelöscht. Also gibt es durchaus Parallelen.Bergfan hat geschrieben: 16.06.2025 - 21:36 Longarone? Wohl nicht. Die Landschaft unterhalb des Staudamms wurde nicht so extrem und auf lange Zeit verändert, wie dies im Lötschental der Fall ist. Dafür gab es damals leider sehr viele Opfer.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Würd ich nicht sagen. Das war damals ja "nur" Wasser (bitte nicht falsch verstehen, die Katastrophe war unfassbar tragisch). Aber nachdem der Damm zerstört und das Wasser abgeflossen war war auch die Gefahr vorrüber und es gab keine abertausende Tonnen Erdablagerungen. Man hatte eine Perspektive zum nachhaltigen Neuaufbau an gleicher Stelle. Das sehe ich hier nicht.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Ich mein mit vergleichbar, dass der Ort nicht (wie beim Tagebau, was vorher genannt wurde) schon vorher woanders neugebaut wurde. Meines Wissens hat man nach der Katastrophe in der Region ein komplett neues Dorf aufgebaut und Bewohner/Überlebende umgesiedelt (zumindest wurde das mein ich mal in Dokus erwähnt).Spezialwidde hat geschrieben: 16.06.2025 - 22:02Würd ich nicht sagen. Das war damals ja "nur" Wasser (bitte nicht falsch verstehen, die Katastrophe war unfassbar tragisch). Aber nachdem der Damm zerstört und das Wasser abgeflossen war war auch die Gefahr vorrüber und es gab keine abertausende Tonnen Erdablagerungen. Man hatte eine Perspektive zum nachhaltigen Neuaufbau an gleicher Stelle. Das sehe ich hier nicht.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Wer hat eigentlich das "neue" Longarone besiedelt, nachdem ja fast alle Bewohner bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind? Für die wenigen Überlebenden wurde ja weiter entfernt ein völlig neuer Ort gebaut (Vajont).
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Fast ausschließlich Zugezogene, anders gehts ja nicht. Einige Überlebende sind auch noch da geblieben und haben ihr Anwesen wieder aufgebaut. Die Gegend ist schon sehr begehrt, da hatte man keine Schwierigkeiten Interessenten zu finden.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Naturkatastrophe klingt so nach unabwendbarem Schicksalsschlag. Das war in dem Fall ja definitiv nicht so.
Der Vergleich mit den Tagebau ist natürlich auch nur bedingt passend, aber auch dort musste komplett neue Grundstücke gefunden werden, weil das bisherige Land auf Jahrzehnte unbebaubar und danach völlig verändert war.
Der Vergleich mit den Tagebau ist natürlich auch nur bedingt passend, aber auch dort musste komplett neue Grundstücke gefunden werden, weil das bisherige Land auf Jahrzehnte unbebaubar und danach völlig verändert war.
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Am Anfang des Threads gab es ja diese faszinierende/schaurige Zeitraffer Aufnahme, wie das ganze kleine Nesthorn aus der Ferne sichtbar absackt...
https://www.blick.ch/video/aktuell/mehr ... 87297.html
Wie ist denn da eigentlich die Entwicklung? Hat sich der Berg in seiner neuen Lage stabilisiert? Und wie sicher kann man sein, dass es so bleibt?
Wie ist denn da eigentlich die Entwicklung? Hat sich der Berg in seiner neuen Lage stabilisiert? Und wie sicher kann man sein, dass es so bleibt?
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Re: Felssturz bedroht Blatten
Wage ich zu bezweifeln. Immerhin ist mit dem Gletscher ein entscheidender Teil weggefallen, der den Berg bisher abgestützt haben dürfte.MarkusW hat geschrieben: 18.06.2025 - 10:27 Am Anfang des Threads gab es ja diese faszinierende/schaurige Zeitraffer Aufnahme, wie das ganze kleine Nesthorn aus der Ferne sichtbar absackt...https://www.blick.ch/video/aktuell/mehr ... 87297.html
Wie ist denn da eigentlich die Entwicklung? Hat sich der Berg in seiner neuen Lage stabilisiert? Und wie sicher kann man sein, dass es so bleibt?