Felssturz bedroht Blatten

... alle Berichte aus Fernsehen, Rundfunk, Presse und anderen Medien hinein.
Forumsregeln
Antworten
MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarcB96 »

Theo hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:13 Ich glaube das hier ist der falsche Platz um über Klimawandel zu diskutieren, vor allem wenn man bedenkt dass es ja dann 1865 bei einem Ereignis an diesem bach ja dann auch der gewesen sein müsste, damals einfach weil es viel zu viel schneite und es deshalb im Sommer zu einem Gletscherabbruch kam.
Wem das für Neubauten nötige Land derzeit gehört spielt glaube ich nicht so eine Rolle, denn die wo wenn es soweit kommt darauf bauen werden werden diese Flächen sicher nicht zum Baulandpreis bezahlen müssen und folglich werden die derzeitigen Besitzer bei einer Veräusserung auch nicht steinreich. Das Land hat jetzt nicht viel Wert und falls nicht gebaut werden kann ist dieser Wert noch geringer. Dass es da zu einer Neuparzellierung kommen wird ist klar, dass es dabei auch Enteignungen geben wird davon ist auszugehen.
Nur dass dieser Gletscherabbruch mit großer Wahrscheinlichkeit dem (durch den von uns beschleunigten Klimawandel) wegtauenden Permafrost zu verdanken ist. Ohne hätte es nämlich sehr wahrscheinlich den vorangegangenen Felssturz nicht gegeben (das ist genau die Höhe wo sich das Tauen des Permafrosts eben bemerkbar macht).

NeusserGletscher
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4284
Registriert: 01.04.2010 - 16:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 708 Mal
Danksagung erhalten: 1389 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von NeusserGletscher »

Vergleichbare Fälle zu Grundstücksfragen gibt es bei Umsiedlungen ganzer Dörfer, etwa beim Bau eines Staudamms. An gleicher Stelle wird man Blatten kaum wieder aufbauen. Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist. Auf den Aufnahmen vor dem aktuellen Bergsturz sieht man, dass das kleine Wäldchen südlich von Blatten auch schon auf einem Schuttkegel gewachsen ist. Da ist also schon in früheren Zeiten etwas herunter gekommen. Eigentlich müsste man nun den kompletten Schuttkegel abräumen, um Raum für weitere Bergstürze zu schaffen. Ansonsten muss man bei der Neuansiedlung sehr viel Abstand einplanen.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Benutzeravatar
bastian-m
Moderator
Beiträge: 1355
Registriert: 10.12.2008 - 11:10
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Bochum Süd-Süd
Hat sich bedankt: 1528 Mal
Danksagung erhalten: 2234 Mal
Kontaktdaten:

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von bastian-m »

Ich bin da immer sehr zurückhaltend als Deutscher, Stimmungen und politische Strömungen in der Schweiz von außen zu beurteilen, daher als Frage gemeint an die eidgenössischen User: Stimmt mein Eindruck aus der medialen Berichterstattung, dass die Schweiz als Ganzes sich das auf allen Ebenen (Bund, Kanton, Bevölkerung) zur Gemeinschaftsaufgabe gemacht hat, dieses Dorf in irgendeiner Form neu entstehen zu lassen? Den Verlust von idiellen Werten kann nichts aufwiegen, aber täuscht mein Eindruck, dass der individuelle Versicherungsstatus nicht unbedingt ausschlaggebend sein dürfte?

Finanzierung Wiederaufbau: Ich habe von 130 zerstörten Häusern gelesen. Wenn der Bund das wollen würde - ich glaube finanziell schlägt das innerhalb des schweizer Bundeshaushalt nicht nennenswert zu Buche.


Ein moderationstechnischer Hinweis: Wer den Aspekt des Klimawandels bei diesem Ereignis näher diskutieren möchte, möge dafür bitte auf den Klima-Diskussionsfaden ausweichen.
↓ Mehr anzeigen... ↓
Endmoräne
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 120
Registriert: 04.12.2024 - 14:10
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 212 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Endmoräne »

Theo hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:13 Wem das für Neubauten nötige Land derzeit gehört spielt glaube ich nicht so eine Rolle, denn die wo wenn es soweit kommt darauf bauen werden werden diese Flächen sicher nicht zum Baulandpreis bezahlen müssen und folglich werden die derzeitigen Besitzer bei einer Veräusserung auch nicht steinreich. Das Land hat jetzt nicht viel Wert und falls nicht gebaut werden kann ist dieser Wert noch geringer. Dass es da zu einer Neuparzellierung kommen wird ist klar, dass es dabei auch Enteignungen geben wird davon ist auszugehen.
Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.
Und dann wieder in der roten Zone?
judyclt
Elbrus (5633m)
Beiträge: 5818
Registriert: 01.04.2009 - 10:04
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 1321 Mal
Danksagung erhalten: 1299 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von judyclt »

NeusserGletscher hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:39 Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist.
Ich hab da gar keine Ahnung von, aber kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass sich dort unten im Tal das Eis Jahrzehnte halten wird. Weil der Schutt es beschattet?
Benutzeravatar
David93
Moderator
Beiträge: 4054
Registriert: 12.11.2011 - 18:57
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: In Bayerns Mitte
Hat sich bedankt: 304 Mal
Danksagung erhalten: 985 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von David93 »

Ich habe auch keine fachliche Expertise dazu, aber wenn ich sehe mit welch geringen Schmelzverlusten manche Schneedepots in niedriger Höhenlage durchkommen, halte ich das schon für realistisch.
judyclt
Elbrus (5633m)
Beiträge: 5818
Registriert: 01.04.2009 - 10:04
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 1321 Mal
Danksagung erhalten: 1299 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von judyclt »

Umgekehrt sind die Verluste an manchen Gletschern gewaltig. Aber gut, die liegen auch frei in der Sonne.
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8278
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 757 Mal
Danksagung erhalten: 839 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Endmoräne hat geschrieben: 15.06.2025 - 18:21 Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.
Und dann wieder in der roten Zone?
In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Benutzeravatar
TPD
Moderator
Beiträge: 6766
Registriert: 09.03.2003 - 10:32
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: (Region Bern)
Hat sich bedankt: 287 Mal
Danksagung erhalten: 177 Mal
Kontaktdaten:

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von TPD »

In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Wirklich?
Soweit mir bekannt ist, gab es bei den Umsiedlungen aufgrund des Tagbau sehr wohl Proteste! Auch wenn dort schon seit Jahrzehnten klar war, dass diese Dörfer irgendwann mal weg müssen, weil entsprechende Verträge existieren.
Zudem konnte man das neue Dorf vor dem Abriss der alten Häuser beziehen.

In Blatten war das ganze Dorf innerhalb Minuten weg und man hat noch keine Alternative!
Und es wird wohl auch nicht so einfach in der Region einen geeigneten Platz zu finden.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

NeusserGletscher
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4284
Registriert: 01.04.2010 - 16:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 708 Mal
Danksagung erhalten: 1389 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von NeusserGletscher »

judyclt hat geschrieben: 15.06.2025 - 20:46
NeusserGletscher hat geschrieben: 15.06.2025 - 13:39 Es wird wohl Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis das Eis im Schuttkegel geschmolzen ist.
Ich hab da gar keine Ahnung von, aber kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass sich dort unten im Tal das Eis Jahrzehnte halten wird. Weil der Schutt es beschattet?
Die Einschätzung habe ich wörtlich von SRF übernommen. Sie stammt von Christian Huggel, Klimaforscher und Geograf an der Universität Zürich.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8278
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 757 Mal
Danksagung erhalten: 839 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

TPD hat geschrieben: 15.06.2025 - 23:32
In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Wirklich?
Soweit mir bekannt ist, gab es bei den Umsiedlungen aufgrund des Tagbau sehr wohl Proteste! Auch wenn dort schon seit Jahrzehnten klar war, dass diese Dörfer irgendwann mal weg müssen, weil entsprechende Verträge existieren.
Zudem konnte man das neue Dorf vor dem Abriss der alten Häuser beziehen.

In Blatten war das ganze Dorf innerhalb Minuten weg und man hat noch keine Alternative!
Und es wird wohl auch nicht so einfach in der Region einen geeigneten Platz zu finden.
Natürlich gab es Protste, aber wegen des Abrisses der alten Dörfer, nicht wegen der Ersatzbauten. Diese Phase gibt's ja in Blatten nicht, gegen was wollte man da noch protestieren?
judyclt
Elbrus (5633m)
Beiträge: 5818
Registriert: 01.04.2009 - 10:04
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 1321 Mal
Danksagung erhalten: 1299 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von judyclt »

Und die Proteste waren oft nicht von den persönlich Betroffenen, sondern da wurde teilweise das Schicksal weniger mehr oder weniger "gekapert".
Endmoräne
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 120
Registriert: 04.12.2024 - 14:10
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 212 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Endmoräne »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 15.06.2025 - 22:21
Endmoräne hat geschrieben: 15.06.2025 - 18:21 Du klingst sehr entspannt und hoffnungsvoll, finde ich gut. Vielleicht ist der Zusammenhalt in der Schweiz auch ein anderer. Aber ich sehe irgendwie tausend Probleme, die im großen Kanton auch garantiert zum Tragen kämen: Eine Landwirtschaft könnte zu klein werden, wenn man große Flächen wegnimmt. Außerdem will nicht jeder Bauer ein Dorf um sich herumgebaut bekommen. Neuerschließung/Umsiedelung ist normalerweise keine hinreichende Grundlage für eine Enteignung, weil der spezifische öffentliche Bedarf schlecht substanziiert werden kann (anders als bei einer Infrastrukturmaßnahme). Ohne goldenen Fallschirm ist das schwer vorstellbar.
Und dann wieder in der roten Zone?
In Deutschland hat man doch Erfahrung mit der Umsiedlung kompletter Dörfer, hat auch immer funktioniert.
Nicht wirklich, oder? Wir hatten zwar die Westverschiebung Polens und nachher ein paar Tagebaue. Aber das ist nicht vergleichbar. Oder besser, die Tagebaue wären es, und da haben wir zwar die Dörfler umgesiedelt, aber eben nicht die Dörfer. Soll heißen, es gab gut Geld und dann hieß es, "Pfiats eich!" Die Menschen verstreuen sich dann und das Dorf als kultureller Ort und Gemeinschaft ist ausgelöscht.
Benutzeravatar
Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 1871
Registriert: 07.02.2013 - 11:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 66440 Blieskastel
Hat sich bedankt: 505 Mal
Danksagung erhalten: 410 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Spezialwidde »

Man kann doch jetzt nicht wirklich diese schlimme Naturkatastrophe mit einer waschechten Enteignung vergleichen wie sie beim Tagebau durchgeführt wurde?! Das sind doch ganz andere Voraussetzungen.
Man wird hier doch sowieso komplett bei null anfangen müssen. Sollte an der Stelle ein Wiederaufbau erfolgen muss meines Erachtens doch sowieso alles neu ausgelotet und die Grundstücke neu ausgewiesen werden, das Gelände ist doch nun ganz anders beschaffen als es vorher war, das bekommt man doch niemals genauso wieder hergestellt wie es mal gewesen war. Auch die Straßen und Wege werden vermutlich anders verlaufen.
Genieße den Winter solange es ihn noch gibt
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8278
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 757 Mal
Danksagung erhalten: 839 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das Problem ist doch, dass die bisherige Dorffläche zum Großteil auf absehbare Zeit (wenn nicht für immer) nicht mehr bebaubar ist. Das bedeutet, es müssen unbetroffene Flächen als Ersatz gefunden werden. Da kommt es dann halt darauf an wem die gehören.
Endmoräne hat geschrieben: 16.06.2025 - 13:27 Nicht wirklich, oder? Wir hatten zwar die Westverschiebung Polens und nachher ein paar Tagebaue. Aber das ist nicht vergleichbar. Oder besser, die Tagebaue wären es, und da haben wir zwar die Dörfler umgesiedelt, aber eben nicht die Dörfer. Soll heißen, es gab gut Geld und dann hieß es, "Pfiats eich!" Die Menschen verstreuen sich dann und das Dorf als kultureller Ort und Gemeinschaft ist ausgelöscht.
Natürlich wurden Dörfer umgesiedelt, irgendwo haben sie sogar die Dorfkirche mitgenommen. Das bedeutet ja nicht, dass man alle Häuser genau so wieder aufgebaut hat und natürlich haben sich manche dazu entschieden lieber gleich ganz woanders hin zu ziehen.
MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarcB96 »

Wenn wäre Longarone doch ein passender Vergleich 🤔
Bergfan
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 709
Registriert: 28.06.2012 - 18:50
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 166 Mal
Danksagung erhalten: 184 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Bergfan »

Longarone? Wohl nicht. Die Landschaft unterhalb des Staudamms wurde nicht so extrem und auf lange Zeit verändert, wie dies im Lötschental der Fall ist. Dafür gab es damals leider sehr viele Opfer.

MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarcB96 »

Bergfan hat geschrieben: 16.06.2025 - 21:36 Longarone? Wohl nicht. Die Landschaft unterhalb des Staudamms wurde nicht so extrem und auf lange Zeit verändert, wie dies im Lötschental der Fall ist. Dafür gab es damals leider sehr viele Opfer.
Und trotzdem wurde ein Ort durch eine Naturkatastrophe ausgelöscht. Also gibt es durchaus Parallelen.
Benutzeravatar
Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 1871
Registriert: 07.02.2013 - 11:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 66440 Blieskastel
Hat sich bedankt: 505 Mal
Danksagung erhalten: 410 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Spezialwidde »

MarcB96 hat geschrieben: 16.06.2025 - 17:33 Wenn wäre Longarone doch ein passender Vergleich 🤔
Würd ich nicht sagen. Das war damals ja "nur" Wasser (bitte nicht falsch verstehen, die Katastrophe war unfassbar tragisch). Aber nachdem der Damm zerstört und das Wasser abgeflossen war war auch die Gefahr vorrüber und es gab keine abertausende Tonnen Erdablagerungen. Man hatte eine Perspektive zum nachhaltigen Neuaufbau an gleicher Stelle. Das sehe ich hier nicht.
Genieße den Winter solange es ihn noch gibt
MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarcB96 »

Spezialwidde hat geschrieben: 16.06.2025 - 22:02
MarcB96 hat geschrieben: 16.06.2025 - 17:33 Wenn wäre Longarone doch ein passender Vergleich 🤔
Würd ich nicht sagen. Das war damals ja "nur" Wasser (bitte nicht falsch verstehen, die Katastrophe war unfassbar tragisch). Aber nachdem der Damm zerstört und das Wasser abgeflossen war war auch die Gefahr vorrüber und es gab keine abertausende Tonnen Erdablagerungen. Man hatte eine Perspektive zum nachhaltigen Neuaufbau an gleicher Stelle. Das sehe ich hier nicht.
Ich mein mit vergleichbar, dass der Ort nicht (wie beim Tagebau, was vorher genannt wurde) schon vorher woanders neugebaut wurde. Meines Wissens hat man nach der Katastrophe in der Region ein komplett neues Dorf aufgebaut und Bewohner/Überlebende umgesiedelt (zumindest wurde das mein ich mal in Dokus erwähnt).
gfm49
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 2210
Registriert: 11.02.2009 - 19:41
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 81 Mal
Danksagung erhalten: 562 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von gfm49 »

Wer hat eigentlich das "neue" Longarone besiedelt, nachdem ja fast alle Bewohner bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind? Für die wenigen Überlebenden wurde ja weiter entfernt ein völlig neuer Ort gebaut (Vajont).
Benutzeravatar
Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 1871
Registriert: 07.02.2013 - 11:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 66440 Blieskastel
Hat sich bedankt: 505 Mal
Danksagung erhalten: 410 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Spezialwidde »

Fast ausschließlich Zugezogene, anders gehts ja nicht. Einige Überlebende sind auch noch da geblieben und haben ihr Anwesen wieder aufgebaut. Die Gegend ist schon sehr begehrt, da hatte man keine Schwierigkeiten Interessenten zu finden.
Genieße den Winter solange es ihn noch gibt
Benutzeravatar
Seilbahnjunkie
Cho Oyu (8201m)
Beiträge: 8278
Registriert: 11.07.2004 - 12:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck
Hat sich bedankt: 757 Mal
Danksagung erhalten: 839 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Naturkatastrophe klingt so nach unabwendbarem Schicksalsschlag. Das war in dem Fall ja definitiv nicht so.

Der Vergleich mit den Tagebau ist natürlich auch nur bedingt passend, aber auch dort musste komplett neue Grundstücke gefunden werden, weil das bisherige Land auf Jahrzehnte unbebaubar und danach völlig verändert war.
MarkusW
Fichtelberg (1214,6m)
Beiträge: 1365
Registriert: 14.12.2004 - 20:17
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Oberhaching
Hat sich bedankt: 104 Mal
Danksagung erhalten: 141 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarkusW »

Am Anfang des Threads gab es ja diese faszinierende/schaurige Zeitraffer Aufnahme, wie das ganze kleine Nesthorn aus der Ferne sichtbar absackt... 8O https://www.blick.ch/video/aktuell/mehr ... 87297.html

Wie ist denn da eigentlich die Entwicklung? Hat sich der Berg in seiner neuen Lage stabilisiert? Und wie sicher kann man sein, dass es so bleibt?
MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Felssturz bedroht Blatten

Beitrag von MarcB96 »

MarkusW hat geschrieben: 18.06.2025 - 10:27 Am Anfang des Threads gab es ja diese faszinierende/schaurige Zeitraffer Aufnahme, wie das ganze kleine Nesthorn aus der Ferne sichtbar absackt... 8O https://www.blick.ch/video/aktuell/mehr ... 87297.html

Wie ist denn da eigentlich die Entwicklung? Hat sich der Berg in seiner neuen Lage stabilisiert? Und wie sicher kann man sein, dass es so bleibt?
Wage ich zu bezweifeln. Immerhin ist mit dem Gletscher ein entscheidender Teil weggefallen, der den Berg bisher abgestützt haben dürfte.

Antworten

Zurück zu „Medienberichte“