Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

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vovo
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Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von vovo »

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Der weiße Dachsteingipfel leuchtete im Sonnenlicht auf, während sich im Vordergrund die Bergstraße durch den Wald schlängelte. Eine Linkskurve mäanderte unerwartet scharf und die Fahrbahn war leicht abschüssig, sodass mein Wagen geradeaus vom rechten Weg abkam. Ich geriet in Panik. Vor mir war ein Abhang und zu meinem Glück wachte ich in meiner Münchner Wohnung auf anstatt real vor Ort zu sein. Es war die Nacht vor meiner Fahrt, die ich am nächsten Morgen aber dennoch antrat.

Die Todesvision kam gegen den Liftedurst nicht an. Anstatt der Vorahnung zu folgen und lieber zuhause zu bleiben, setzte ich mich nach Sonnenaufgang ins Auto und fuhr die A 8 in Richtung Dachsteingletscher. Ich wollte das Gebiet endlich, endlich einmal wieder aufsuchen, denn lediglich 1991 war ich einmal als Kind dort gewesen.

Es sollte sich als durchaus richtige Entscheidung erweisen, denn kurz nach meinem Besuch wurde der Skibetrieb dort oben eingestellt und die Lifte nun mehr abgetragen. Damit hätte ich nie gerechnet – eher noch mit weiterem Lifteschwund in Ramsau.
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Bei der vorsichtigen Fahrt über die Mautstraße von Ramsau aus hinauf zur Südwandbahn sollte ich an einer Stelle vorbeikommen, die so ähnlich wie das hier gezeigte Bild aussah und die meinem nächtlichen Traum exakt glich. Ich glaube ehrlich gesagt nicht an Vorahnungen, Schicksalsbestimmungen oder böse Fluche. Aber ein wenig mulmig wurde mir doch zumute, als die Kurve in real auftauchte und ich noch vorsichtiger wie ohnehin sonst den Berg hinauf fuhr.

Wenigstens hing mir nicht wieder das obligatorische SUV-Arschloch im Nacken. Schade, dass sie keine Sektion von Ramsau hinauf zur Südwandbahn gebaut haben – man hätte sich das Passstraßengegurke sparen können. Im Hochwinter dürfte das ohnehin kein Vergnügen sein und es gibt ja, glaube ich, auch eine Abfahrt nach Ramsau hinunter.
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Zwischenstopp zuvor noch am Rittisberg, wo ich mit dem Teleobjektiv zur neuen Planaibahn zoomte – die dritte Generation nun mehr. Die erste (1972-1985) habe ich gar nicht mehr bewusst kennen gelernt. Leider wurde die gute, alte 3KSB von 1980 abgerissen – war zwischenzeitlich auch schon ein interessanter Oldtimer.
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Auch am Rittisberg sollte die dritte Generation kommen, die damals Anfang 2022 schon im Bau war. Wieder exakt die gleiche Trasse, die vor 1998 schon der steile Rittisberglift genommen hat.

Leider habe ich den nicht im Betrieb erlebt – 1991 bei der Anfahrt zum Gletscher aber immerhin mal zu Gesicht bekommen. Damals verlief die Trasse noch mitten im Wald. Vor ein paar Jahren habe ich es mal geschafft, die nun mehr abgerissene 4SB zu fahren. Am Osthang steht noch der ehemalige Rittisberglift II, nun mehr Rittisberglift. Müsste Anfang der 80er hinzugekommen sein – der hier einst verlaufene Schlepper stammte bestimmt schon aus den 60ern und hatte noch Gitterportalmasten.
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Deutlich sieht man noch die historische Schleppertrasse...

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Am Parkplatz steuerte einer herum und glotzte, als ob er aus dem 14. Jahrhundert hergebeamt worden wäre;) Wenigstens kam er nicht her, um irgend eine dumme Frage zu stellen. Also doch kein Deutscher ;)


Weiter oben begegnete ich dafür 2 älteren Österreichern, die sehr sympathisch wirkten.
„Hast die Skischuh vergessen?“, wurde ich gefragt, als ich erschrocken kehrt machte, aber es war die Karte für die Mautstation, die man an der Liftkasse einlösen konnte.

Da bemerkten die beiden Fremden, dass sie auch ihre Mauttickets im Auto hatten liegen lassen.
„Mei sind wir deppert!“, hörte ich einen rufen ;)

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Hier die spektakuläre Trasse der stützenlosen Südwandbahn. 1991 herrschte hier Nebel, sodass man nicht so einen guten Blick drauf hatte. Seitdem war ich die Südwandbahn nicht mehr gefahren. Einmal besuchte ich 2018 das kleine Schleppergebiet an der Talstation und im Sommer 2012 stiefelte ich hier oben mal herum. Aber hinauf auf den Gletscher bin ich erst 2022 wieder gekommen.

1991 hatten sie noch die alten Kabinen, aber in der Talstation sah es unverändert aus. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir damals ewig angestanden haben. Das Gebiet oben gefiel mir asl Kind nicht so recht – keine Waldabfahrten, keine Waldschneisen bei den Liften, nur ein kurzer Schlepper (Hunerkogellift) und allenfalls interessant der alte Schladminger Gletscherlift mit seinen Kurven. Die damals „moderne“ DSB mit nur 800 Metern fand ich langweilig – ich wäre lieber im Ennstal geblieben, doch es lag so wenig Schnee seinerzeit, dass sich alles am Gletscher drängte.
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Es war wenig los und die Kabine wurde nicht einmal voll.
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Für was ist denn diese Markierung gut?
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Es geht an der Südwand hinauf...
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Hier durfte man wenigstens knipsen. Bei der Tegelbergbahn wird man gleich weitergescheucht. Am besten gar nicht erst rauffahren und die Liftler belästigen...
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Bevor ich mich ins Skivergnügen stürzte, musste der arme Kamerasensor erst mal noch ackern...
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Selfie mit Reiteralm im Hintergrund
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Am linken Bildrand die Hasecklifte...
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Fortsetzung folgt die Tage...
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Klosterwappen
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von Klosterwappen »

Die Markierung ist eine Warnung für Luftfahrzeuge
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von bastian-m »

vovo hat geschrieben: 08.10.2025 - 23:26
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Danke für den Bericht. Die massiv beschleunigte Geschwindigkeit des Massenverlustes ist krass. Als ich in diesem Frühjahr mit @gerrit oben war, hatte die Abfahrt zur Talstation der DSB am Gletscher-Übergang einen deutlichen Gegenanstieg und die Rampe von der Bergstation der DSB hinab zum Gletschwr einen ganz erheblichen Höhenunterschied.
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von Harzwinter »

Da haben wir ja beide Glück gehabt, bei ähnlicher Historie noch mal kurz vor Torschluss am Dachsteingletscher Ski fahren zu dürfen ... Du noch einen Monat später als ich! :lach: Ich war im März 1992 mit meinen Eltern und deren niederländischen Geschäftspartner zum Skifahren in Schladming. Als gewohnten Wallis-Skifahrern gefielen uns die schneearmen Ennstaler Waldabfahrten unterhalb der Baumgrenze und die braunen Wiesen im Talbereich damals überhaupt nicht, also fuhren wir für einen Skitag auf den Dachsteingletscher und fühlten uns dort viel wohler - das Gegenteil Deiner Wahrnehmung. :wink: Ob es vom Skibesuch 1992 noch Dias meines Vaters gibt, muss ich bei ihm Ende Oktober nachschauen. Dass ich ziemlich genau 30 Jahre später im März 2022 zum Dachsteingletscher gekommen bin, ist nur der damaligen, weiter westlich von Saharastaub geprägten Wetterlage zu verdanken. Mit meiner eigenen Familie war ich im August 2021 in Schladming, wo wir eigentlich Klettersteige machen wollten. Da das an der Gewitterwetterlage scheiterte, landeten wir für einen Tag auf dem Dachsteingletscher, was meinem Skibesuch im Folgewinter sicherlich förderlich war.
Ich freue mich auf weitere Berichtsteile in gewohnter Vovo-Fotografiequalität! :D
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von vovo »

Klosterwappen hat geschrieben: 08.10.2025 - 23:46 Die Markierung ist eine Warnung für Luftfahrzeuge
Danke - vermutlich wegen dem Felsvorsprung
bastian-m hat geschrieben: 09.10.2025 - 15:07 Danke für den Bericht. Die massiv beschleunigte Geschwindigkeit des Massenverlustes ist krass. Als ich in diesem Frühjahr mit @gerrit oben war, hatte die Abfahrt zur Talstation der DSB am Gletscher-Übergang einen deutlichen Gegenanstieg und die Rampe von der Bergstation der DSB hinab zum Gletschwr einen ganz erheblichen Höhenunterschied.
Schade, dass deswegen das Gebiet nun weg ist. Aber zur Zeit geht es vielen Arealen an den Kragen.
Harzwinter hat geschrieben: 10.10.2025 - 00:00 Da haben wir ja beide Glück gehabt, bei ähnlicher Historie noch mal kurz vor Torschluss am Dachsteingletscher Ski fahren zu dürfen ... Du noch einen Monat später als ich! :lach: Ich war im März 1992 mit meinen Eltern und deren niederländischen Geschäftspartner zum Skifahren in Schladming. Als gewohnten Wallis-Skifahrern gefielen uns die schneearmen Ennstaler Waldabfahrten unterhalb der Baumgrenze und die braunen Wiesen im Talbereich damals überhaupt nicht, also fuhren wir für einen Skitag auf den Dachsteingletscher und fühlten uns dort viel wohler - das Gegenteil Deiner Wahrnehmung. :wink: Ob es vom Skibesuch 1992 noch Dias meines Vaters gibt, muss ich bei ihm Ende Oktober nachschauen. Dass ich ziemlich genau 30 Jahre später im März 2022 zum Dachsteingletscher gekommen bin, ist nur der damaligen, weiter westlich von Saharastaub geprägten Wetterlage zu verdanken. Mit meiner eigenen Familie war ich im August 2021 in Schladming, wo wir eigentlich Klettersteige machen wollten. Da das an der Gewitterwetterlage scheiterte, landeten wir für einen Tag auf dem Dachsteingletscher, was meinem Skibesuch im Folgewinter sicherlich förderlich war.
Ich freue mich auf weitere Berichtsteile in gewohnter Vovo-Fotografiequalität!
Deinen Bericht kannte ich noch gar nicht - sehr interessant! Da lag noch etliches mehr an Schnee, denn bei meinem Besuch war unten schon alles grün. 1991/92 haben wir uns um ein Jahr verpasst :wink: Mir haben die braunen Wiesen besser gefallen als der Dachsteingletscher. Am Reiteralmlift 2 ist man damals teilweise auf Heu hinaufgefahren, weil es keinen Schnee merh gab. Auf der Hochwurzen lief nichts mehr und an der Planai nur die neue Burgstallalm 4SB und der Märchenwiesenlift, glaube ich. Aber auch in den anderen Jahren ging es oft nur mit Mühe, Matsch und Not hinunter zum Fastenberglift oder Knapplhoflift 1. Dafür hatte man da seine Ruhe und die besagten schönen Schlepper.

Wäre schon, wenn du noch Dias auftreiben könntest!

Dann hoffe ich mal, dass die Fortsetzungen deine Fotoerwartungen einigermaßen erfüllen können...
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von vovo »

Fortsetzung...

Ehe ich mich überwinden konnte, Ski fahren zu gehen, blieb ich noch an der Bergstation des Südwandbahn hängen, da mich der Ausblick fesselte. 1991 hatte es wolkiges Wetter ohne Fernsicht, sodass ich den Rundblick da oben noch nicht kannte.
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Der Austria-Schartenlift – 2003 erbaut und somit Neuland für mich, denn 1991 stand hier noch kein Schlepper.
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Zoom zur Planai, wo am Lärchkogel auch schon die 3. Sektion steht – 1989 und Anfang der 90er bin ich sogar noch mit der alten DSB gefahren. Der Antrieb ist mir als sehr laut in Erinnerung und die Bahn wirkte seinerzeit schon recht in die Jahre gekommen.
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Wer kennt noch den Hochwurzenschlepplift II ? Leider nicht mehr erwischt. 1998 bin ich da das erste Mal Ski gefahren, aber der Lift war schon stillgelegt, weil er wegen der 1990 errichteten GUB Hochwurzen nicht mehr benötigt wurde. Es standen zwar die Stützen noch, aber er war nicht mehr aufgebügelt. Früher musste man den Schlepper nehmen, zur DSB Hochwurzen hinunter, mit dieser wieder hinauf und war dann erst am Gipfel. Zum Trost durfte ich seinerzeit wenigstens noch den Hochwurzenschlepplift I fahren, der ja nun leider auch nicht mehr unter uns weilt.
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Zoom zur Gasselhöhe – die guten alten Muldenlifte stehen noch immer – trotz immensen Alters. Sie wurden 1981 neu errichtet. 1980 war die damalige EUB Gasselhöhe in Betrieb genommen wurden und auch der rechte der beiden Hasecklifte. Den Stemag-Verbindungslift hat man auch 1980 errichtet. In den 70ern gab es dort drüben nur die DSB Gasselhöhe.
Ich habe irgendwo mal gelesen, der Stemag-Verbindungslift habe bis 1980 in Gleiming unten im Tal gestanden. In alten Panoramakarten war da am Ortsrand bei der Talabfahrt auch mal ein Lift eingezeichnet. Ich habe da aber nie einen stehen sehen. Könnte also passen. Oder hat man solche Stemags 1980 noch neu erbaut?
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Schwenk hinüber zur Reiteralm. Die Kreuze markieren Berg- und Talstation des ehemaligen Holzerlifts. War das ein Schlepper! Seit 2010 schon nicht mehr da. Weiter rechts die 4KSB SeppnJet – ein Girak-Oldtimer von 1991. Leider hat man hier die Trasse nun recht ausgeholzt, um noch mehr Abfahrten in den Hang zu hauen. Ich finde es auch schade, dass man den Holzerlift nicht einfach mit einer 4KSB auf gleicher Trasse ersetzt hat und statt dessen eine dumme EUB da oben hinein gesetzt hat. Auch den gemütlichen Reiteralmlift 3 haben sie gegen ein Monstrum von Sesselbahn ersetzt.
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Zoom nach Altausee, wo ich damals in 2022 einen guten Monat zuvor noch gewesen war, um die alte DSB oben zu fahren. Zwei nette Schlepper hat es da auch noch, wenn auch recht kurz. Aber der ganz hinten immerhin mit Dieselantrieb. Ein Kurvenlift da oben wurde leider von einer Lawine weggeholzt. Aber insgesamt hat mir dieses Gebiet sehr gut gefallen – es hat einfach Flair, wie ich fand.
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Ein letzter Zoom, ehe ich gemütlich ins Skigebiet hinabstieg.
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Premierenfahrt im SL Austria-Scharte
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Wofür der Pfeil wohl ist?
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Blick nach links
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Interessante Umlenkung
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Es war ein Traum, endlich mal dort oben Ski zu fahren – nichts los, guter Schnee, viel Sonne, ein Rausch pauschal.
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Einer der wenigen anderen Skifahrer bat mich hier, ein paar Fotos von ihm mit seinem Handy zu knipsen.
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Den neuen Schladminger Gletscherlift kannte ich noch nicht. 1991 stand da ein paralleler Doppellift, der etwas weiter rechts verlief und sogar eine Kurve hatte.
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Dort drüben kam der alte Lift herauf, als es da mal einst noch einen Gletscher gab.
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Da beim Felsen stand, glaube ich, die Kurve der beiden Lifte.
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Den neuen Hunerkogellift von 2003 kannte ich naturgemäß auch noch nicht. Ich kann mich an jenen von 1991 gar nicht mehr erinnern. Verlief der an der gleichen Stelle?
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Diesmal gefiel mir die Swoboda von 1980 viel besser wie 1991 als 11jähriger Bub.
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Man saß schön in der Sonne...
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Einmal kam doch mal ein anderer Skifahrer angesaust und schrie vor Begeisterung. Normalerweise hasse ich ja so etwas, aber an jenem Tag dort oben bei der entspannten Stimmung auf dem leeren Gletscher bei bestem Frühlingswetter war es mir egal.
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Die Bergstation im Dreiecksgebäude...erinnert mich immer an die gute, alte Kreuzjochbahn in Garmisch oder diese lange DSB in Filzmoos...alles LSAP zwischenzeitlich.
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Alte Talstation des früheren Schladminger Gletscherlifts?
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Hier muss das gestanden haben...
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Hier gingen die beiden Lifte rauf und hatten oben am Felseneck eine Kurve.
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Die talwärts schwebenden Bügel kamen hier bei den Felsen herunter.
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Die neue Talstation weiter links.
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Es ist schade, dass es dort oben keinen Skibetrieb mehr gibt.
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Hunerkogelliftumlenkung sowie jene des Schladminger Gletscherlifts
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Die Austria-Scharten-Umlenkung mal wieder...
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Nix los... das war so ein herrlicher Skitag, sodass die weite Anfahrt sich gelohnt hatte.
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Kann man da nicht hochklettern, um irgendwo eine Skiroute zwischen den Felsen nach Ramsau hinunter zu erklimmen? Das unterließ ich aber und knipste lieber noch weiter...
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?
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Da oben neben dieser Bergstation hatte man eine ganz gute Position zum Knipsen...
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Dachstein
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Bericht wird fortgesetzt...
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Harzwinter
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von Harzwinter »

vovo hat geschrieben: 10.10.2025 - 22:33 Kann man da nicht hochklettern, um irgendwo eine Skiroute zwischen den Felsen nach Ramsau hinunter zu erklimmen?
Exakt. Edelgrießabfahrt. Hab' ich in meinem oben verlinkten Bericht von 1 Monat zuvor kurz angerissen. Dafür benötigt man für die Selbstsicherung aber ein Klettersteigset, und die Ski sollte man ebenfalls absturzsicher am Körper oder Rucksack befestigen können, um an der Felswand über dem Gletscher damit keine nachsteigenden Personen zu erschlagen.
Danke für den Fotonachschlag und die Erläuterungen zu den früheren Liftanlagen auf dem Gletscher und in den Skigebieten des Ennstals! :top:
(Keine Ahnung, warum die Dankfunktion hier nicht zur Verfügung steht ... :naja:)
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vovo
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von vovo »

Fortsetzung zum Zweiten...
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Die Bergstation der Südwandbahn auf dem Hunerkogel ist ein besonderer Blickfang – nicht nur aus der Ferne, sondern auch aus der Nähe. Dazu vermittelt sie einen Retro-Charme – vermutlich wurde sie seit ihrem Bau 1969 kaum verändert.
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Zoom zur Bergstation der DSB Mitterstein mit der Steinplateaulandschaft im Hintergrund.
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Eindrücke von der Abfahrt an der DSB.
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Die DSB in voller Länge ungezoomt.
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Wieder ging es dort hinunter – die Schnee hielt sich ganz gut an jenem Frühlingstag.
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Zoom Richtung Loser (Altaussee)... ein paar Wochen zuvor selbst noch dort auf dem weißen Band hinab gefahren...
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Wieder oben bei den Schleppliften am Gletscher.
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Ich habe keine fremdem Skifahrer zensiert – da war wirklich nichts mehr los.
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Ich legte am Ausstieg des Hunerkogellifts eine Pause ein, aß ein paar Riegel und knipste weiter – mit gelegentlichen Skifahrunterbrechungen.
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Vor der Talfahrt trieb ich mich noch ein wenig an der Bergstation herum, die Nikon im Anschlag.
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Der stillgelegte Stemag an der Talstation alias Adlerlift 1. Wenigstens 2018 noch gefahren.
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Unterhalb der Adlerlift 2 – ebenso stillgelegt.
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In der Schneise unterhalb des Berggasthofs kam der unter der beiden Dirndllifte herauf. Der andere verlief oberhalb neben der Talstation der Südwandbahn. (von hier nicht einsehbar). Sind schon längere Zeit abgebaut. Ich habe zumindest den oberen 1991 vom Parkplatz aus gesehen.
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Großglockner?
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Ankogel?
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An den Haseckliften wäre noch was gegangen...
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So sah früher die Talabfahrt nach Gleiming zu Ostern immer aus – da bin ich nur ganz selten mal runter gefahren.
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Alte Schleppspur des Rittisberglifts (1971-1998).
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Die Hochwurzen mit der langen Schneise der Hochwurzenbahn 2 – bsi 1998 eine DSB.
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Der rote Punkt markiert den Hang, wo es unterhalb der Hochwurzenbahn 2 mal einen Stemaglift namens Alpenhoflift gegeben haben muss. Ich kenne den aber nur noch von alten Pistenplänen.
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Hier eine rote Markierung am Hang denen der 6KSB Rohrmoosbahn. Da war in den 70ern noch ein Schlepper eingezeichnet, dort quasi am Westhang hinaufführte. In den 80ern war der nicht mehr da. Da gab es aber noch einen Schlepper parallel hinauf zur Rohrmoos 2 – da steht heute auch noch ein Liftlerhäusl (Großer Schwaigerlift oder so ähnlich...).
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Panorama vom Hunterkogel aus...
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Blick hinüber zum Dachstein...
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Blick nach unten.
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Das Skigebiet von Radstadt fehlt mir immer noch, aber da wurde ja auch schon alles durchmodernisiert.
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Grießenkareck fehlt mir auch noch...
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Zoom zur Fageralm mit den Schneisen der DSB Forstau und der DSB Jägerlift. Im Februar 2024 bin ich an einem schönen Wintertag noch einmal dorthin, ehe die neue EUB kam.
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Weiter oben...
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Ganz oben mit der Trasse des Hinterfagerlifts – urige Ecke und vermutlich pflastern sie in den nächsten Jahren auch noch alles mit 8KSBen und 10EUBen voll...
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Die alte DSB Reiteralm 1 von 1971 dreht noch immer ihre Runden, dafür haben sie oben alles mit Chaletdörfern zubetoniert.
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Das Motiv hatte ich schon am Morgen nach dem Ausstieg aus der Gondel...
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Wird bald weiter fortgesetzt...
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Re: Dachsteingletscher | 29.04.2022 | R.I.P.

Beitrag von vovo »

Der letzte Teil...
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Zoom hinunter auf das Plateau von Ramsau. Davor befinden sich die noch vom Schnee bedeckten Felsen des Dachsteinmassivs.

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Am Rittisberg hätte man an jenem 29. April 2022 noch eine Abfahrt wagen können, aber leider gab es seinerzeit keine Bahn mehr zum Hinauffahren.

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Wieder unten am Parkplatz angekommen, wo nun trotz der Höhenlage Frühlingstemperaturen herrschten. Ich wollte meine Keycard zurückgeben, um das Pfand einzulösen, doch ein Seilbahnmitarbeiter verscheuchte mich und zwei andere arme Bittsteller grummelnd. Wir seien zu spät, er hätte jetzt Feierabend, murrte er unseren konsternierten Gesichtern entgegen. Die anderen sprachen kein Deutsch und fügten sich. Ich überlegte einen Moment, mich aufzuführen, aber dann ließ ich es bleiben. Ich war noch so im Glücksrausch wegen des schönen Skitag am Dachsteingletscher oben - der dumme Kartenknipser war mir schnell wieder egal.

Zwar wollte ich dann zuhause entgegen meiner Gewohnheit eine Beschwerdemail schreiben, doch auch das bis heute nicht getan. Die Keycard liegt immer noch in meiner Schreibtischschublade. Irgendwann kann ich die sicherlich mal einlösen – vom Brauneck hatte ich auch mal eine ewig im Schrank.

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Neben der Pendelbahn gibt es noch einer Materialseilbahn, die aber nicht stützenlos verläuft.

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Ich konnte es nicht lassen – wieder ein Zoom zur Reiteralm...
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Eine weitere Materialseilbahn in der Nähe des Parkplatzes.

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Der Eiskarlift in Ramsau (Klanglift mit neuem Namen? Kann ich mir nie merken). Jedenfalls seit einer Lawine 2019 leider stillgelegt. 2018 bin ich den gerade noch rechtzeitig gefahren.

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Bis 2019 ging es noch weiter über die Wiese zu einer recht neuen Umlenkung (offenbar hat es die originäre Bergstation auch mal lawinisiert?) – alles wurde von der Lawine platt gemacht. Wird der Lift ggf. mal verkürzt wiederbelebt? Wohl kaum. Bald sind eh alle Ramsau-Schlepper weg. Früher haben sich da oben auf dem Plateau Lifte aneinander gedrängelt wie die Menschen auf einer sonnigen Liegewiese.

148.JPG
Die Stemagruine am Kulmberg steht auch schon ewig herum. Müsste um die Jahrtausendwende stillgelegt worden sein? Weiter rechts gab es früher auch mal einen Stemag-Pendelift. 2012 verlief diese Ruine noch eingewachsen im Wald – bin seinerzeit mal hochstapft. Auf der Ostflanke des Bergs gab es auch mal einen längeren Schlepper, dessen Waldschneise man noch gut erkennen kann (von der Planai aus etwa). Komisch, dass die hier nicht wieder was gebaut haben – immerhin Nordhang und schneesicherer wie die ganzen anderen sonnenexponierten Lifte.

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Da noch ein warmer Frühlingsabend herrschte, fuhr ich mit dem Auto weiter auf dem Ramsau-Plateau in den östlichen Ortsteil Leiten. Ich hatte die Jahre zuvor noch eine alte Kompasswanderkarte aufgetrieben, wo dort an diesem Hang (siehe Googlemaps-Link!) ein Lift eingezeichnet war:

https://maps.app.goo.gl/8ggMkn6o2DSNyDnB6


In einem 70er-Jahre Panorama fand sich unterhalb sogar noch ein zweiter und sogar unterhalb des Sattelberges war noch einer bei der gleichnamigen Hütte eingezeichnet.

https://files.skimap.org/kelrgflc6e7l10 ... 0shpn.webp

Typische 70er-Jahre-Schlepper, als jeder zweite Bauernhof seinen Skilift aufbaute, die teilweise noch vor 1980 wieder LSAP wurden - zumal an solchen Südhanglagen.

So hilft einem da des LSAP-Freundes Lieblingsseite „Austrianmaps“ hier nicht weiter, denn da kann man nur von 1960 nach 1980 wechseln, dass in den 60ern oder 70ern erbaute Lifte, die vor 1980 schon wieder hops gingen, nicht mehr eingezeichnet sind.

Die steirische Luftbilddatenbank ist aus diesem Zeitpunkt leider nur mit großflächigen Aufnahmen bestückt, auf denen man in der Hochauflösung kaum Liftstützen erkennen kann – nicht mal mit der Gleitsichtbrille...

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Vor Ort täuschte ich mich offenbar, denn ich fotografierte hier einen Hang etwas weiter östlich – wie dem auch sei war nix mehr zu sehen. Wahrscheinlich war das auf dem flachen Wiesengrundstück bei den Hotels ringsherum eher ein 60er-Jahre-Pendellift.

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Auf dieser Wiese unterhalb davon hat auch mal was gestanden. Aber da waren weit und breit nur Grashalme ersichtlich. Postkartensuche bei ebay oder oldthin führen allenfalls zu Bildern vom Rittisberglift, den Türlwandliften oder einmal zum Schlepper beim Steirerhof – siehe weiter unten...


https://maps.app.goo.gl/WBdSWoGyS21SYVwq6
Unterhalb der Sattelberghütte, die oben am Waldrand rechts zu sehen sein müsste – da ist auf meiner gefundenen 70er-Jahre-Karte auch noch ein Lift enthalten. Sicher aufgrund der Südhanglage noch vor dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan wieder stillgelegt und irgendwann abgebaut.

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Ich hatte vom Skifahren schwere Beine und knipste hier bei meiner After-Dachstein-LSAP-Tour nur vom Auto aus. Natürlich tauchten immer wieder Stresser auf, die GENAU DANN die schmale Straße durchrasen wollten.

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Die Planai (in meiner Kompass-Karte „Planei“ geschrieben mit Klammerzusatz „Schladminger Kaibling“) scheint zum Greifen nahe, doch da liegt das Enntal und die Stadt Schlaming dazwischen.

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Nix zu sehen...

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Ich hoffte, eine Umlenkung erzoomen zu können, aber das war (offenbar) nichts...

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Ein kleines Stück weiter auch nur grüne Wiese...so wendete ich den Passat in 10 Zügen auf der schmalen Straße – ein SUV musste natürlich wieder umgehen angerast kommen – und fuhr zurück.


https://maps.app.goo.gl/qsroxc84xNuRzf4k7
Hier an dem Hang oberhalb der Pension Schwaigerhof war auf der Wanderkarte auch noch ein Schlepper eingezeichnet, der in Austrianmaps 1980 nicht mehr enthalten ist. Auf der weiter oben im Bericht verlinkten Karte aus skimaps.org ist der Lift auch enthalten. Der betreffende Hang befindet sich unterhalb der jetzt noch bestehenden Drachenlifte (früher Sonnenlifte)...

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Hier hatte man von durchheizenden SUVs mit idiotischen Grauhaardackeln am Steuer seine Ruhe. Aber auch hier nix, was von einem Lift zeugte.

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Fundament! Ring the alarm! ;)

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Wenigstens wurde man durch Ruhe und einen schönen Blick auf die Hochwurzen entlohnt. Der Berg hat mich als Kind immer total interessiert – man sah ihn von der Unterkunft bei Mandling aus, aber meine Eltern wollten da nie hin.

1991 konnte ich wenigstens aushandeln, an einem sonnigen Aprilabend nach Liftschluss auf der Reiteralm mit dem Auto zur Talstation der DSB Hochwurzen zu fahren. Die verlief exakt in der hier zu sehenden Schneise und wurde Ende der 90er durch die jetzige 4KSB ersetzt. Auf der Wiese unterhalb verlief einst der Alpenhoflift.

1998 bin ich dann endlich an der Hochwurzen Ski gefahren. Von hier sieht der Berg aber nicht so markant wie vom Ennstal aus, wenn man von Osten Richtung Schladming fährt.

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Die Reiteralm rechts daneben...nur Muldenlift, Hasecklift (der rechte), Verbindungslift, Übungslift Reiteralm und DSB Reiteralm 1 sind noch aus der guten, alten Zeit geblieben.

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Etwas weiter westlich auf gleicher Höhe hat es oberhalb vom Steirerhof auch mal einen Schlepper gegeben – mit Portalmasten. Da habe ich vor Jahren schon mal eine Postkarte ergattert und auch Austrianmaps kennt diesen Lift noch. Aber er wurde bestimmt bis Mitte der 80er aufgegeben. Kein Wunder – volle Südhanglage und höhenmetermäßig in der Mitte zwischen Ramsau und Pichl. Aber selbst dort unten haben sie ja ein Schlepper AM SÜDHANG (!) erbaut.
Hier der Bereich, wo sich die Bergstation befunden haben musste – heute ein Neubaugebiet.

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Hier rechts der Steirerhof mit der Skipiste. Der Lift muss links der Baumreihe verlaufen sein – weiter unten im Bericht ist noch eine Luftaufnahme verlinkt, auf der man das nachvollziehen kann.

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Hier neben der Baumreihe muss der Lift hinaufgegangen sein. Wieder nur ne grüne Wiese :(
Erst zuhause fiel mir die betonierte Geschmacklosigkeit oben in dem Neubaugebiet auf. Geld und Geschmack bedingen sich leider nicht gegenseitig.

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Hier parkte ich am Wegrand das Auto und schoss noch mit dem Teleobjekt auf die Skiberge des Enntals hinüber – hier die Fastenbergbahn auf der Planai...bislang noch nie gefahren.

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Auf der Wiese unterhalb der Schneereste der Fastenbergabfahrt gab es bis Anfang der 90er den Wieslechnerlift, der zuletzt aber als Wieslehnerlift ohne das „c“ in der Panoramakarte der Dachstein-Tauern-Region aufgeführt wurde.

1994 bin ich mal auf die Suche gegangen, als ich zum damalige Fastenberglift runter gefahren bin. Da lag nur noch auf der Piste Schnee und außen herum war schon alles recht grün. Der Lift war in den neuen Prospekten nicht mehr eingezeichnet und das hatte mich neugierig gemacht. Einen der beiden Bügel konnte ich damals unten an der Talstation (direkt an einem der Häuser am linken Bildrand) hängen sehen.

2008 bin ich da mal im Sommer zu Fuß hinauf – da gab es den Wieslechnerlift längst nicht mehr, aber die Bergstation stand und lag noch im Wald herum.

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168a.JPG (212.92 KiB) 745 mal betrachtet
2022 unverändert! Sie ist noch da...man sieht im Zoom eine rote Stange am Boden liegen. Links davon in der der Bildmitte steht noch die Pendellift-Bergstation.

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Die Talstation der Planaibahn III steht auch noch – schade um die Retro-3KSB. Es gibt es jetzt - auf die Schnelle überlegt - keine mehr ihrer Art. Die Schindlergrat habe ich gerade noch erwischt und dafür die in Saalbach leider verpasst. Auch an der Schmittenhöhe wurde die 3KSB ausgetauscht - 2012 noch gefahren, dafür die Gipfel3B verpasst. Auch fixe 3er sind nun rar – Hintersee LSAP, Kanzelwand längst ersetzt, Zauchensee dto... am Sudelfeld in Bayrischzell kann man so mit einer fahren und am Götschen in Berchtesgaden wurde sogar 1998 noch so eine „moderne“ Sesselbahn gebaut, die den Kurvenlift nicht ersetzt hatte, sondern lediglich begleitet und den Hang nach oben hin erweitert.

Ach, am Dreiländereck fährt die 3KSB wieder, fällt mir ein – heuer im August mit ein paar österreichischen Forumskollegen ja erst dort gewesen...

Oben rechts die Talstation der neuen Lärchkogelbahn – da hat man ganz schön viel Hang weg gegraben. Die DSB ging früher da einfach durch den Wald hinauf und auch bei der 4KSB war das nicht viel anders.

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Hier die Trasse der Lärchkogelbahn im Telezoom von gegenüber aus...

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Zoom zur Almbahn oder wie die heißt – ganz hinten am Hauser Kaibling. Ende der 2000er verlief da noch ein kürzerer Schlepper, dessen Verlauf ich aber auf dieser Aufnahme nicht mehr genau nachvollziehen kann. Er startete etwa in der Mittel der jetzigen Bahn. Ganz früher gab es weiter links auf der freien Fläche noch einen zweiten Almlift - von Stemag. Man musste sich dann anscheinend von einer Pistenraube oder dergleichen wieder zurückziehen lassen, denn die Verbindung zur Planai bestand erst seit 1998. So war man dann da oben in dem Kessel „gefangen“.

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Da verlief der Fastenberglift – ein Portalmastler, der fast vollständig durch den Bergwald führte und als Rückbringer zur Mittelstation der Planaibahn diente. Ich fand den Lift total super – ca. 900 Meter lang und in den 90ern immer wenig besucht. Bei der Talstation hatte es eine gemütliche Imbissbude und meistens war da unten eh schon immer der Schnee sulzig. Manchmal, wenn wir wie jedes Jahr in der Karwoche dort im Ennstal urlaubten, lief er schon gar nicht mehr, weil unterhalb der Mittelstationen bereits flächendeckend der Frühling eingezogen war.

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So wie hier sah es dann zu Osten meistens bis zu den Mittelstationen aus. In Rohrmoos lief nie irgendwas – erst als wir mal an Fasching unseren Skiurlaub im Ennstal verbrachten, konnte ich die Lifte dort fahren.

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Am Nachbarberg die Schneise des Hochwurzenschlepplifts II...man sieht, dass der deutlich unterhalb des Gipfels endete. Die Gipfelbahn führt rechts davon quer bis ganz hinauf.

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Der Hochwurzenschlepplift I weiter unten war noch vor ein paar Jahren in Betrieb. Ich bin den in den 90ern noch gefahren. Beim Bau der Obertalbahn hat man ihn um ein paar Meter oben verkürzt. Schade – dass man den nicht als Wiederholungsanlage hat stehen lassen.

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Auch der Reiteralmlift III ist Geschichte...

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Gipfelbahn Hauser Kaibling – früher verlief hier ein Gittermastenlift.

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Die Schneise des steilen Holzerlifts, der 2010 abgebaut wurde. Die Piste war bis dahin naturgemäß immer kaum besucht, denn man musste ja dann wieder 1.700 Meter mit dem Schlepplift hinauf mitten durch den Wald fernab der Abfahrt.

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Die Reitalmbahn I – eine Liftgreisin von 1971 – hält sich wacker...

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Zoom zur Mittelstation an der Gasselhöhe... an den Muldenliften und auch den Haseckliften hätte man noch Firnski betreiben können.

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Ein letzter Abstecher auf dem Rückweg – diesen Berg sah ich immer von unserer Unterkunft nahe Mandling aus, wenn man aus dem Fenster geradeaus blickte. Weiter links konnte man dann die Gasselhöhe sehen und ganz hinten die Hochwurzen. Auch das Gebäude unten sieht noch aus wie in den 80ern und nichts wurde nebenan hinzugebaut...dafür sind die Mittelstreifen der Fahrbahn nicht mehr gelb, sondern weiß mittlerweile ;)

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Die Hochwurzen – aus dieser Perspektive finde ich den Berg recht markant. Oben der weiße Fleck wg. der Skipiste. Vor dem Bau der DSB Hochwurzen war der Gipfel sicherlich vollständig von Bäumen bewachsen? Habe da leider bislang nie eine alte Postkarte bzw. Aufnahme gefunden.

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Diesen Weg bin ich oft als Kind gegangen. Wir waren fast immer in den Osterferien dort, so dass nach dem Skifahren am späten Nachmittag oder frühen Abend noch Tageslicht vorhanden war, um draußen zu spielen. Schnee lag in diesem Bereich dann keiner mehr, so weit ich mich erinnere.

Nie wäre ich drauf gekommen, dass auf der Wiese weiter oben mal ein Gittermastenlift verlaufen ist. Als ich das (in den 20er-Jahren erst) auf einer 70er-Jahre Luftaufnahme im Internet sah – völlig klar und eindeutig ausmachbar – staunte ich nicht schlecht. Offenbar hat der Lift nur bis Ende der 70er bestanden. Anfang der 80er wäre er mir ja definitiv aufgefallen.
Austrianmaps kennt ihn im Status von 1980 nicht. Aber die alten Skipanoramakarten des Ennstals der 70er Jahre zeigen ihn. Ich habe jahrelang – als ich das das erste Mal in einem Flohmarktatlas sah - allenfalls mit einem Seillift oder Pendellift gerechnet, den sich da einer der Bauern oder Pensionsbetreiber auf die Wiese gestellt hatte. Aber weit gefehlt – es war ein gescheiter Schlepplift!

Der Link zu einer alten Panoramakarte, wie sie auch im Skiatlas von 1979 enthalten ist, findet sich weiter unten im Text...skimpas sei Dank!


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Um zur vermeintlichen Bergstation zu laufen, fehlte mir nach den intensiven Skistunden am Dachsteingletscher oben einfach die Kraft.

Man muss sich das vorstellen – Tallage und Südhang! Kein Wunder, dass der Lift nicht lange bestanden hat. Man hat den Schlepper vermutlich weiterverkauft und woanders aufgestellt. Vielleicht als Verbindungslift auf der Reiteralm ab 1980?

Kurz vor Gleiming ist in der alten Karte links auch noch ein Lift im Tal in Südhanglage eingezeichnet – auf den historischen Luftaufnahmen ist dort jedoch nichts zu sehen.

Bei Pichl gab es westlich des Pichmaierguts oder wie das große Landhotel dort heißt auch einen Lift am Südhang. 2008 habe ich mal vergeblich nach Überresten gesucht, allerdings an der falschen Stelle. Wenigstens auf der Luftbilddaten des Landes Steiermark konnte ich ihn vor ein paar Monaten mal endlich ausmachen. Da scheint auf der Wiese oberhalb des kleinen Waldes (wo die Talstation stand) aber auch nichts mehr sehen zu sein.


Oben rechts auf der verlinkten Luftbild-Aufnahme findet sich im Übrigen auch der Steirerhoflift zwischen Pichl und Ramsau!




https://files.skimap.org/tfs3an846x0pt1 ... 0j690.webp

Hier die besagte Karte, wie sie auch im Skiatlas 1979 prangt. Unten rechts der Bildmitte die Tallifte des Ennstals in Südhanglage... am Vorberg ist der Lift beim Steirerhof enthalten und in Ramsau-Leiten ist an der zuerst mit Googlemaps verlinkten Stelle auch noch ein Lift eingezeichnet.

Der Wieslechnerlift an der Planai hinter dem Fastenberglift ist auch da. Ebenso der Alpenhoflift unterhalb der DSB Hochwurzen. Die DSB Rohrmoos II gab es erst ab 1981 – statt dessen ist da der von mir vom Dachsteingletscher aus erzoomte Hang mit dem roten Punkt wieder zu beachten: Da war nochmal ein Lift, der offenbar von der DSB dann ersetzt wurde. Offenbar brauchte man da mehrere der Einzellifte, um zum Hochwurzenschlepplift 1 zu gelangen.

Viele der Rohrmoos-SLs fielen im Laufe der Jahre. Ich kann mich noch erinnern, dass es unterhalb des unlängst ausgetauschten Übungslifts einen weiteren Lift gab. Der reichte fast bis ins Tal hinab. Das war der alte Moserbodenlift – der obere hieß Schütterlift. Beide sieht man hier links neben der damals brandeuen DSB Rohrmoos, die 1980 den einzigen ESL des Ennstals (auf gleicher Trasse?) ersetzt hat.

Fotos zum ESL von Rohrmoos hier:
https://www.ennstalwiki.at/wiki/index.p ... t_Rohrmoos


https://maps.app.goo.gl/wVSirVPuHnpxrzdg6
Hier noch eine Googlestreetview-Aufnahme des Hangs, wo der Mandlinger Lift gestanden hat – selbst hier her sind sie gefahren...

Man sieht rechts ein verdächtiges Häuschen, das mir vor Ort 2022 nicht aufgefallen ist und bei den Skiurlauben in den 80er und 90er Jahren ebenso wenig. Könnte aber das Liftlerhäusl von der Talstation sein.

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Dann ging es schließlich wieder die endlose Strecke auf der Tauernautobahn und die A8 nach München zurück. Wie so oft dann noch eine Pause am Chiemsee...

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Nie hätte ich im April 2022 gedacht, dass der Dachsteingletscher als Skigebiet hops gehen würde (darum auch der Hopsi früher als Maskottchen vor Ort...hust) Nicht, solange noch in Ramsau irgendwo ein verbliebener Einzellift seine Runden dreht, wäre mir das in den Sinn gekommen. Eher noch die Galsterbergalm oder die Fageralm...
Kürzlich reaktivierte Berichte:
Kühtai 2011

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