Neues in Laax/​Flims/​Falera

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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Snow Wally
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Snow Wally »

Irgendwie kommen mir die aktuell recht zahlreichen Medienartikel zu diesem Thema doch ziemlich reisserisch daher. Man könnte auch bewusste Panikmache vermuten oder von psychologischem Druck sprechen im Sinne von "letzte Chance, jetzt sofort kaufen, sonst ist es weg..." :mrgreen:

Ob das auswärtige Interesse wirklich so gross ist? Und wem das ganze Tamtam wohl am meisten nützt? Ein Schelm, wer Böses denkt... aber ok, spannend ist es allemal. :D

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talent
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von talent »

Unser Forum und @GMD hat es heute in die NZZ am Sonntag geschafft:
Online wird denn auch über seine wahren Beweggründe für das Zusammenspannen mit den lokalen Behörden spekuliert. «Kosten sozialisieren, Gewinne privatisieren», kommentierte ein User diese Woche auf der Plattform Alpinforum.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/showdown- ... ld.1902052


Weitere Kernpunkte:
Dem Vernehmen nach möchte Vail in der Schweiz mindestens vier Skigebiete besitzen, darunter unbedingt eines in Graubünden. […] Zwar zieht die Weisse Arena einen Deal mit den lokalen Behörden vor. Aber Aussagen der Verantwortlichen diese Woche lassen darauf schliessen, dass auch ein Verkauf ins Ausland denkbar ist. Mike Goar war bis im Mai Schweiz-Chef von Vail […] In einem Statement gegenüber der «NZZ am Sonntag» signalisiert er Interesse. «Unser Fokus ist, in Europa zu wachsen und bedeutende Investments zu tätigen.»
Übrigens: Im Debatte-Ressort bezieht ein NZZ Redakteur Stellung und sagt, dass er einen privaten Investor für die bessere Lösung halte.


Und auch der Sonntags-Blick berichtet:
Unklar ist, warum der Deal ausgerechnet jetzt über die Bühne gehen soll. Der Weissen Arena Gruppe geht es finanziell hervorragend.
[…]
Warum also jetzt der Verkauf der Bahnen, wenn keine Probleme in Sicht sind? […] Franz Gschwend, Gemeindepräsident von Laax, sagt zu Blick: «Wir wollten einem Verkauf des Skigebiets an ausländische Investoren zuvorkommen.» Ob tatsächlich ein Angebot auf dem Tisch lag, wisse er nicht.

[…]Denn kontrolliert wird die Weisse Arena von Reto Gurtner und einigen Grossaktionären. […] Gurtner, Bruderer und Kohm hätten genügend Mittel, um das Skigebiet bis in alle Ewigkeit durchzufinanzieren. Wenn sie verkaufen, dann weil sie verkaufen wollen.

[…] Die Verflechtung von Politik und Bergbahnen ist augenfällig: […] Es stellt sich die Frage, ob das Millionengeschäft «at arm’s length» – also mit genügend Distanz, um Interessenkonflikte zu verhindern – abgewickelt werden kann.

Auf der Hand liegt, dass es für Gurtner und seine Compagnons sehr attraktiv wäre, wenn sie die teure Infrastruktur den Gemeinden überlassen könnten. Dadurch verkleinert sich die Bilanz der Gruppe, was die Eigenkapitalrendite nach oben drückt. Das wiederum wirkt sich positiv auf den Aktienkurs aus.
Saison 24/25: Ischgl-Samnaun, Sonnenkopf, Hochlitten, Hochoetz, Kühtai, Kitzbühel, Arosa-Lenzerheide, Vals Dachberg, Adelboden-Lenk, Tschentenalp, Elsigenalp, Lenk-Betelberg, Elsigen-Metsch, St. Moritz Corviglia, Corvatsch

Saison 23/24: Ski Dubai, Serfaus-Fiss-Ladis, Ski Arlberg, Grasgehren, Ifen & Walmendinger Horn - Heuberg, Lermoos & Wettersteinbahnen, Crans-Montana, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Vercorin

Saison 22/23: Ladurns, Kronplatz, Gitschberg-Jochtal, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Malbun, Kühtai, Ratschings, Stubaier Gletscher, St. Moritz Corviglia
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talent
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von talent »

Maya Bornstein hat geschrieben: 14.09.2025 - 10:22 Die Vail Resorts sind offiziell gar nicht mehr interessiert an neuen Gebieten im Ausland.

Die hatten letzten Winter schlechte Zahlen und Probleme in USA. Dies führte zum CEO Wechsel im Mai 2025.

Der neue CEO hat gemässe Bericht im Wall Street Journal vom 27.5.2025 ("Vail Resorts Shakes Up Leadership After Rocky Ski Season") klar gesagt, dass der zukünftige Fokus in USA liegt, und keine ausländischen Skigebiete mehr gekauft werden sollen.

Somit hat Gurtner gar keinen Käufer aus USA, zumindest nicht Vail Resorts, die immer zuerst gennant werden.
Das klingt hier aber anders:
https://www.vaildaily.com/news/vail-res ... -megapass/
“Within Europe, we absolutely are going to take a very disciplined approach, just given the opportunity we have we think to begin to create a network,” Katz said. “It’s critical for us to ensure that we are buying the right resort in the right location for the right price with the right upside — both in terms of how the skiing guest experience can be expanded, and obviously financially in the kind of returns that we can drive from that investment.”

Vail Resorts has not decided when it might release a Europe-specific pass product, but when it does, Katz said he wants it to be unique.

“I don’t think it’s necessary for us to own a certain amount of assets to be able to put a product out, but … to have a product that would be compelling, or make an impact, or be differentially important to the guest in some way, we do think that probably owning some additional assets might be critical for that,” Katz said. “At the end of the day, just like we have done historically, we pursue a lot of different things and we look to see where the openings are and where there are opportunities that we think ultimately drive value, and that’s where we put our resources and focus. And Europe will absolutely be there when we think it is the right time.”
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

Dabei habe doch nur talent's Gedanken im Beitrag davor auf die bekannten Schlagwörter reduziert. Also geschätzter NZZ am Sonntag Redakteur: Da Sie ja hier mitzulesen scheinen, möchte noch eine Redewendung bemühen: "Ehre, wem Ehre gebührt!"
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Maya Bornstein
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Maya Bornstein »

Das eine ist das Zitat von der offiziellen Website - ist Öffentlichkeitsarbeit.

Das andere ist die Einschätzung des Wall Street Journals - ist Wirtschafsjournalismus.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

In den USA ist es zudem üblich, wie im Wall Street Journal erwähnt, nicht nur ein Skigebiet, sondern ein Resort zu betreiben bzw. zu kaufen. Will heissen, man hat auch die Kontrolle über den Beherbergungssektor und Läden im Ort, wobei diese nicht unbedingt selbst betrieben werden, sondern auch verpachtet werden können. Ferner gehören die restliche Sportangebote sowie die ganze restliche Infrastruktur wie beispielsweise Sportgeräteverleih dazu. Alles aus einer Hand, wie in einem Freizeitpark. Und genauso werden diese Skigebiete auch betrieben. Darum werfen auch Dinge wie dynamische Preise und kostenpflichtige Schnellzugänge (fast pass) auch keine hohen Wellen. Weil die Leute es von Disneyland & Co. kennen. Das heisst nicht, dass sie es toll finden, sie akzeptieren es aber halt mehr oder weniger mürrisch.

Das kommt daher, dass die Skigebiete in sehr dünn besiedelten Regionen am Reissbrett entworfen wurden. Oder aber es waren Siedlungen, die am Sterben lagen, weil sie im Bergbauboom am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind und deren Bodenschätze aufgrund des ungehemmten Abbaus zu Neige gingen. Worauf die Menschen so schnell die Orte wieder verliessen, wie sie zu Beginn gekommen waren.

In Europa verlief die Entwicklung anders. Die Menschen in den Bergen lebten von der Landwirtschaft und sattelten um auf Tourismus. Das führte zu sehr verzettelten Besitzverhältnissen bei der Infrastruktur. Auch liegen die Siedlungen sehr viel näher beieinander, was solche Verhältnisse, wenn auch im grösseren Rahmen, auch bei den eigentlichen Skigebieten zur Folge hatte. Sowas wie Diskussionen oder gar Streit um Verteilschlüssel gibt es in den USA nicht. Ein Skiresort, ein Betreiber.

Fazit: Für Vail und andere big player im nordamerikanischen Markt dürfte es sehr schwierig bis unmöglich sein, in Europa Verhältnisse wie zu Hause zu schaffen. Man kann bspw. die Hotelbesitzer ja nicht zum Verkauf zwingen. Ihr Erfolg hängt sehr stark davon ab, ob sie die Flexibilität haben, ihr Geschäftsmodell entsprechend anzupassen.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Arlbergfan »

Die Diskussion ist schwer interessant, weil man schon befürchten kann (wie @Klemme erwähnt hat), dass das ganze in anderen Ländern auch Schule machen wird. Wir haben die Situation in Österreich/Südtirol doch bereits so, dass einzelne Skigebiete in fremden Händen liegen. Schröcksnadel besitzt verschiedenste Skigebiete - darunter auch eines in der Schweiz. Die Atesia Gruppe in Südtirol macht ähnliches. Die skandinavische Skigebietsbertreiber Skistar war bereits in St. Johann in Tirol aktiv. Es sind hier halt nicht die Schwergewichte wie in der Schweiz, die dann meidal so große Wellen schlagen, aber im Grunde genommen ist ein Fremdbetreiber nichts neues mehr.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von talent »

Maya Bornstein hat geschrieben: 15.09.2025 - 05:15 Das eine ist das Zitat von der offiziellen Website - ist Öffentlichkeitsarbeit.

Das andere ist die Einschätzung des Wall Street Journals - ist Wirtschafsjournalismus.
Beides sind Zeitungsberichte, nur ist Vail Daily das Lokalblatt. Im Endeffekt bin ich ja bei dir und auch skeptisch, wie ernsthaft Vail gerade überhaupt Interesse hat. Im von mir verlinkten Zeitungsbericht bleibt Rob Katz auch vage und hält sich alle Optionen offen. Andersherum stützt die NZZ sich bestimmt nicht umsonst auf Goar, der ja angeblich das Interesse von Vail untermauert.

Schlussendlich bleibt es unklar ob und wer tatsächlich für die WAG bietet. Bei allen Diskussionen dürfen wir nicht vergessen: allein für die Assets stehen 100-120 mCHF Kaufpreis im Raum. Eine Komplettübernahme inkl. Betrieb - wie im Drohszenario für die Bevölkerung in den Raum gestellt - wäre nochmal deutlich teurer.
Ein dreistelliger Millionenbetrag ist nur für wenige Player im Geschäft machbar, das ist m.E eine Nummer zu groß für Firmen wie Schultz, Schröcksnadel und Co. Da bleiben nur Vail, Alterra, evtl Compagnie des Alpes oder Skistar. In Österreich sehe ich niemand.
Vielleicht will Gurtner das Paket auch kleiner schneiden weil er damit mehr Auswahl bei den Käufern hat?
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von j-d-s »

Arlbergfan hat geschrieben: 15.09.2025 - 11:15 Die Diskussion ist schwer interessant, weil man schon befürchten kann (wie @Klemme erwähnt hat), dass das ganze in anderen Ländern auch Schule machen wird. Wir haben die Situation in Österreich/Südtirol doch bereits so, dass einzelne Skigebiete in fremden Händen liegen. Schröcksnadel besitzt verschiedenste Skigebiete - darunter auch eines in der Schweiz. Die Atesia Gruppe in Südtirol macht ähnliches. Die skandinavische Skigebietsbertreiber Skistar war bereits in St. Johann in Tirol aktiv. Es sind hier halt nicht die Schwergewichte wie in der Schweiz, die dann meidal so große Wellen schlagen, aber im Grunde genommen ist ein Fremdbetreiber nichts neues mehr.
Ich halte es allerdings dennoch für wenig wahrscheinlich, dass Vail oder irgendein anderer US-amerikanischer Konzern mit Skigebieten in Europa glücklich wird, noch eher werden die die sie bereits haben mittelfristig wieder verkaufen. Zum einen sind die zwei die sie bisher hatten sowieso welche, die bereits zuvor dem Vitek (Crans-Montana) und dem Sawiris (Andermatt) gehörten und bereits damals sowie noch immer Infrastrukturprobleme haben (EUB Aminona, Verbindung Gemsstock). Insofern würde Laax gut dazu passen, da die auch Infrastrukturprobleme haben (Flem-Express, Beschneiung).

Zum anderen, und das ist viel wichtiger, wird in den Alpen ganz anders gewirtschaftet und die vorhandenen Skigebietskonzerne sind alle ziemlich klein (Schultz, Schröcksnadel, Tatry Mountain Resorts), haben typischerweise eher kleine Gebiete, da ist Kaltenbach noch das größte, während die Compagnie des Alpes zwar sehr viel größer ist und viel größere Gebiete, allerdings dem Staat gehört.
Vertikal integrierte Gebiete gibt es nur relativ wenige, und viele Gebiete gehören gleich mehreren verschiedenen Gesellschaften, die oft dann auch noch diffizile Eigentümerstrukturen haben, mit lokalen Wirtschaftstreibenden, Gemeinden usw., während klassische Investoren relativ selten sind. Wenn man den Amerikanern dann noch davon erzählt, was die Behörden, Umweltfritzen, Grundeigentümer, Gewerkschaften, oder gar eine Burgergemeinde betrifft, dann sind die sehr, sehr schnell nicht mehr interessiert. Ich glaube kaum, dass die überhaupt verstehen würden, wie solche Sachen in Orten wie Zermatt laufen, selbst Leute ein Tal weiter verstehen das ja nicht ganz.

Wenn man dann noch die Sozialstaats- und Arbeitsgesetze bedenkt, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Vail sich genauso wie Walmart wieder zurückziehen wird. In Amerika ist der Chef ein Mini-Diktator, in Europa glauben zwar manche auch, Chefs seien Mini-Diktatoren, wenn dann jemand mal zur Gewerkschaft oder dem Arbeitsgericht geht dann gibt das ein Erwachen, das sich gewaschen hat.

Ich persönlich bin übrigens überzeugter Atlantiker und Befürworter enger Zusammenarbeit mit den USA. Nur Übernahmen von dort, genauso wie von Chinesischen Unternehmen, sind schlecht und funktionieren wegen der Zielsetzung und der folgenden Arbeitsweise des Wirtschaftens nur selten so, dass es was bringt.

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Maya Bornstein
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Maya Bornstein »

Absolut einverstanden, finde ich sehr gute Diskussion hier.

1. Wenn verkaufen, dann Assets und Betriebsgesellschaft (Bsp. amerik. Resorts). Trennung Assets/Profits(Sozialisierung Assets, Privatisierung Profits) macht keinen Sinn.
2. So ein Package ist zu gross für die drei Gemeinden, und sie wären auf jeden Fall nicht die best managers (best owners?) dafür.
3. Aus USA aktuell keine heissen Interessenten, das sind Reto Gurtners Rauchbomben, nix weiter.
4. Aktueller Deal auf dem Tisch: Best für Gurtner (Cash-out mit 70 - macht für ihn total Sinn!), nix für Gemeinden und Steuerzahler. Der Staat sollte sich eh auf seine Kernaufgaben konzentrieren und nicht die Verwaltung und die Assets aufblasen, ist nie produktiv, nur teuer.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

Zu Punkt 4: Bei einer gesunden Firma bin ich voll bei dir. Interessant wird es, wenn ein angeschlagenes Unternehmen bei der öffentlichen Hand um Hilfe schreit. Theoretisch müsste das dann auch gelten. Aber eben, wenn Arbeitsplätze in Gefahr sind, kommt eine Gemeinde oder Staat in eine echte Zwickmühle!
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Arlbergfan »

Das Beispiel Laax ist eröffnet wirlich ein intessantes Disskussionsfeld: Sind Skigebiete für ländliche Regionen "Too big too fail"?

Ich finde wir sollten das auslagern und in einem eigenen Topic weiter diskutieren!?
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Weisshorn »

Reto Gurtner äussert sich in Interview persönlich zur Causa.
https://www.suedostschweiz.ch/sendungen ... n-15-09-25
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Weisshorn »

Die Botschaft zum Übernahmegeschäft der Infrastrukturen am Berg wurde heute publiziert.
https://www.gemeindeflims.ch/_docn/6099 ... schaft.pdf
Der Übernahmepreis beträgt total 94,5 Mio. Franken.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

Und wer bestimmt nun über zukünftige Investitionen? Wenn dieser Verkauf nun zukünftige Gurtnersche Luftschlösserproblemleuchttürme wie diese verklemmte Schwenksesselbahn oder das mit angezogener Bremse fahrende Rope-Taxi verhindert, dann hat es ja doch was Gutes! :twisted:
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von phifue »

GMD hat geschrieben: 24.09.2025 - 10:26 Und wer bestimmt nun über zukünftige Investitionen? Wenn dieser Verkauf nun zukünftige Gurtnersche Luftschlösserproblemleuchttürme wie diese verklemmte Schwenksesselbahn oder das mit angezogener Bremse fahrende Rope-Taxi verhindert, dann hat es ja doch was Gutes! :twisted:
Im Prinzip dürfte es einen Ausichtsrat geben, der je nach Anteilen von den Gemeinden besetzt wird. Hier besonders schwierig, da die Größen der Gemeinden doch sehr unterschiedlich ist.

Der Betreiber mit ihrem Geschäftsführer macht dem Aufsichtsrat dann Investitionsvorschläge, diese müssen dem dann zustimmen und danach muss noch in den Gemeinderäten zugestimmt werden. Schließlich ist es dann ja eine Art Haushaltsausgabe der Gemeinden.
Danach muss jede Gemeinde ihren Anteil daran zahlen, wenn nötig auch über Kredite. Hier muss man schaffen ein gutes Verhältnis zwischen den Gemeinden zu schaffen, dass alle für jede Bahn zahlen und nicht nur für die Bahnen in der Nähe von der eigenen Gemeinde. Sonst würden sich die Anteile schnell in ungünstige Bereiche verschieben. Wobei es hier eh schnon spannnend wird wie man die jeweiligen Anteile verteilt, so dass auch im Nachhinein bei Investitionen keine der Gemeinden in eine finanzielle Notlage kommt.

Gefährlich dabei ist immer, dass mit Krediten von solchen Bahnen direkt über die Gemeinde nicht die Ticketpreise erhöhrt werden, sonder unter Umständen eher die Steuern vor Ort, wenn der Vertrag mit dem Betreiber nicht 100% passt und sich alle Kosten decken lassen.

Ich kann keine 100% Sicherheit gaben, dass alles was ich so geschrieben habe so stimmt, aber eine grobe Idee sollte man davon kriegen. Das ganze beruht vor allem auf eingenen Erfahrungen in einem anderen Skigebiet, wobei dort neben den Gemeinden auch noch lokale Firmen nennenswerte Anteile haben.


Edit: Angeblich sollen Flims und Laax 40% übernehmen und Falera 20%. Was in meinen Augen leider nicht wirklich passt, gerade im Falle einer Kreditaufnahme, kann so Falera schnell generelle finanzielle Probleme bekommen mit solch hohen Anteilen.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Skipapi »

Medial wurde über einen Kaufpreis von 120 Mio Fr spekuliert.
Da erscheinen die 94 Mio Franken sehr fair.
Chur bspw. soll 40 Mio für eine neue Bahn nach Brambrüesch bezahlen, da bekommen die 3 Gemeinden deutlich mehr Gegenleistung fürs Geld.
Ich denke, das wird in allen 3 Gemeinden problemlos durchgehen.

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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Skipapi »

phifue hat geschrieben: 24.09.2025 - 11:37

Im Prinzip dürfte es einen Ausichtsrat geben, der je nach Anteilen von den Gemeinden besetzt wird. Hier besonders schwierig, da die Größen der Gemeinden doch sehr unterschiedlich ist.

Der Betreiber mit ihrem Geschäftsführer macht dem Aufsichtsrat dann Investitionsvorschläge, diese müssen dem dann zustimmen und danach muss noch in den Gemeinderäten zugestimmt werden. Schließlich ist es dann ja eine Art Haushaltsausgabe der Gemeinden.
Danach muss jede Gemeinde ihren Anteil daran zahlen, wenn nötig auch über Kredite. Hier muss man schaffen ein gutes Verhältnis zwischen den Gemeinden zu schaffen, dass alle für jede Bahn zahlen und nicht nur für die Bahnen in der Nähe von der eigenen Gemeinde. Sonst würden sich die Anteile schnell in ungünstige Bereiche verschieben. Wobei es hier eh schnon spannnend wird wie man die jeweiligen Anteile verteilt, so dass auch im Nachhinein bei Investitionen keine der Gemeinden in eine finanzielle Notlage kommt.

Gefährlich dabei ist immer, dass mit Krediten von solchen Bahnen direkt über die Gemeinde nicht die Ticketpreise erhöhrt werden, sonder unter Umständen eher die Steuern vor Ort, wenn der Vertrag mit dem Betreiber nicht 100% passt und sich alle Kosten decken lassen.

Ich kann keine 100% Sicherheit gaben, dass alles was ich so geschrieben habe so stimmt, aber eine grobe Idee sollte man davon kriegen. Das ganze beruht vor allem auf eingenen Erfahrungen in einem anderen Skigebiet, wobei dort neben den Gemeinden auch noch lokale Firmen nennenswerte Anteile haben.


Edit: Angeblich sollen Flims und Laax 40% übernehmen und Falera 20%. Was in meinen Augen leider nicht wirklich passt, gerade im Falle einer Kreditaufnahme, kann so Falera schnell generelle finanzielle Probleme bekommen mit solch hohen Anteilen.
In Schweizer AGs gibt es keine "Aufsichtsräte". Es gibt einen Verwaltungsrat, in diesen nehmen die Gemeinden gemäss Botschaft Einsitz.
"Die Gemeinden erhalten einen Sitz im Verwaltungsrat der Weissen Arena AG sowie der Weissen Arena Bergbahnen AG und reden bei
strategischen Fragen dieser Gesellschaften künftig mit. Ein gemeinsam verabschiedetes Organisationsreglement regelt die Zusammenarbeit."
Wie genau die Gemeinden da mitreden, ist mir anhand der Ausführungen nicht klar: erhält jede Gemeinde einen Sitz im Verwaltungsrat, oder alle 3 zusammen einen?
In der Botschaft heisst es weiter:
"Die Bergbahnen verpflichten sich, (wie in der Vergangenheit) sämtliche Kosten (Zinsen, Abschreibungen, Steuern, sonstige betriebliche Kosten) die bei der Finanz Infra AG anfallen, zu übernehmen.
Somit hat die Finanz Infra AG auch zukünftig immer ein ausgeglichenes Ergebnis und kann genügend Abschreibungen tätigen, um
künftige Investitionen finanzieren zu können."
und:
"die Bergbahnen haben (als Pächter / Betreiber) weiterhin Anspruch auf einen Sitz im Verwaltungsrat der Finanz Infra AG. So werden
strategische Fragen auch künftig gemeinsam getragen"
Ich verstehe das so: Die Bergbahnen pachten die Anlagen von der Finanz Infra AG (im Eigentum der Gemeinden). Über Neubauten am Berg wird die Finanz Infra AG entscheiden, wohl auf Antrag der Pächterin. Die Finanz Infra AG ist überwiegend mit Gemeindevertretern besetzt. Bei genügend hohem Pachtzins sollten adäquate Abschreibungen möglich sein, die Investitionen ermöglichen. Die Finanz Infra kann- so ist es angedacht- zu günstigeren Konditionen Fremdgeld aufnehmen, als es die Bergbahnen könnten. Gemäss Botschaft:
"Die hohe Bonität der Gemeinden sorgt dafür, dass die Finanz Infra AG Darlehen (von Banken oder
Dritten) zu tieferen Zinssätzen aufnehmen kann, als dies die Bergbahnen könnten. Dies führt zu einem tieferen Pachtzins."
Direkte Investitionen in die Bergbahnen aus dem Gemeindehaushalt sind nicht vorgesehen.
Eine Gefahr besteht wohl darin, dass es den Bahnen so schlecht läuft, dass sie den Pachtzins nicht bezahlen können, dann läuft es auch der Finanz Infra schlecht und die Gde müssten einspringen, um das touristische Angebot zu sichern.
Der Wohlstand der 3 Gemeinden ist aber ohnehin so stark von den Bergbahnen abhängig, dass sie unabhängig vom Eigentümer- und Finanzierungsmodell letztlich einspringen müssen, falls eine finanzielle Schieflage entsteht (too big to fail-Thematik).
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von bastian-m »

@Skipapi
Vielen Dank für die Zusammenfassung, so habe ich das bisher auch interpretiert.
Skipapi hat geschrieben: 24.09.2025 - 12:33 Da erscheinen die 94 Mio Franken sehr fair.
Chur bspw. soll 40 Mio für eine neue Bahn nach Brambrüesch bezahlen, da bekommen die 3 Gemeinden deutlich mehr Gegenleistung fürs Geld.
Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass für gerade mal 94 Millionen nicht nur unter anderem auch eine neue EUB und der Flem-XPress erworben werden plus alle anderen Bestandsanlagen. Das wäre ja ein Schnäppchen sondergleichen. Man übernimmt natürlich die bestehenden laufenden Kredite ebenfalls mit. Das darf man nicht außer Acht lassen.
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

Heisst das, dass die Gemeinden über die Infra AG dem Reto ein neues Spielzeug verweigern können und stattdessen eine ganz gewöhnliche, bewährte Anlage bestellen können? Um es mal etwas provokativ plakativ auszudrücken.
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bastian-m
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von bastian-m »

GMD hat geschrieben: 24.09.2025 - 16:48 Heisst das, dass die Gemeinden über die Infra AG dem Reto ein neues Spielzeug verweigern können und stattdessen eine ganz gewöhnliche, bewährte Anlage bestellen können? Um es mal etwas provokativ plakativ auszudrücken.
Eine Frage der Vertragsgestaltung, aber liest sich erstmal für mich so, ja.


By the way:
Standard-EUB wäre kapazitätsstärker und zuverlässiger als der Status quo, aber andererseits auch deutlich teurer in der Anschaffung als der super-sonder-Preis für die Prototyp. Hättest du paradoxerweise keine 0-8-15-EUB für bekommen.
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švi-nigel
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von Å¡vi-nigel »

bastian-m hat geschrieben: 24.09.2025 - 18:34
GMD hat geschrieben: 24.09.2025 - 16:48 Heisst das, dass die Gemeinden über die Infra AG dem Reto ein neues Spielzeug verweigern können und stattdessen eine ganz gewöhnliche, bewährte Anlage bestellen können? Um es mal etwas provokativ plakativ auszudrücken.
Eine Frage der Vertragsgestaltung, aber liest sich erstmal für mich so, ja.
Ganz weg vom Fenster ist der Reto beim jetzt ausgejassten Meccano leider noch nicht, sein Sitz im VR der Finanz Infra AG bleibt ja. Und er will sicher weiter gewichtig mitreden wollen. Abber sein Einfluss auf neu Investitionen wird schleichend schwinden, weil er dann nicht mehr die Eigentümerschaft d Anlagen repräsentiert, nur noch die Pächterin und die Darlehensgeberin. Vorausgesetz natürl, dass die drei Gemeindepräsis genug eignen Bergbahn Sachverstand an den Tisch bringen, um sich endlich von ihrem alternden Übervater und seinen flausenhaften Investitionsideen zu emanzipieren.
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GMD
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von GMD »

Na ja, das mit dem Preis beim Flem Express stimmt so rein von den Zahlen her schon. Aber wenn man nun so anschaut, was man dafür bekommen hat, so habe ich langsam schon das Gefühl, man könnt von "Geschenkt ist noch zu teuer!" sprechen!
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fabile
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Re: Neues in Laax/​Flims/​Falera

Beitrag von fabile »

bastian-m hat geschrieben: 24.09.2025 - 13:27 @Skipapi
Vielen Dank für die Zusammenfassung, so habe ich das bisher auch interpretiert.
Skipapi hat geschrieben: 24.09.2025 - 12:33 Da erscheinen die 94 Mio Franken sehr fair.
Chur bspw. soll 40 Mio für eine neue Bahn nach Brambrüesch bezahlen, da bekommen die 3 Gemeinden deutlich mehr Gegenleistung fürs Geld.
Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass für gerade mal 94 Millionen nicht nur unter anderem auch eine neue EUB und der Flem-XPress erworben werden plus alle anderen Bestandsanlagen. Das wäre ja ein Schnäppchen sondergleichen. Man übernimmt natürlich die bestehenden laufenden Kredite ebenfalls mit. Das darf man nicht außer Acht lassen.
Das kann so nicht stimmen, der Flem Express kostet schon 80 Millionen und ist in der Cassons AG. Die soll auch in die Infra reinkommen. Die,Sache ist und bleibt etwas nebulös.

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